Internet Publikation für
Allgemeine und Integrative Psychotherapie
(ISSN 1430-6972)
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Diplom-Psychologe Dr. phil. Rudolf Sponsel Stubenlohstr. 20 D-91052 Erlangen
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für Allgemeine und Integrative Psychotherapie, Abteilung Wissenschaftstheorie
in der Psychologie, Bereich Beweistheorie, und hier speziell zum Thema:
Beweis und beweisen bei Georg
Katona (1901-1981)
Allgemeines Beweisregister Psychologie
besonders zu Erleben und Erlebnis
Originalrecherche von Rudolf Sponsel,
Erlangen
Methoder der Textanalyse
* Methodik-Beweissuche
in der Psychologie *
Beweissuchwortkürzel.
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Beweisregister
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(Containerbegriff) * Begriffsverschiebebahnhöfe
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Die Erforschung des Erlebens und der Erlebnisse * Hauptbedeutungen
Erleben * »«
Inhaltsverzeichnis
Editorial
Georg Kantona hat eine grundlegende und preisgekrönte Arbeit "Psychologie
der Relationserfassung und des Vergleichens" verfasst, in der auch das
Beweisthema 15x (11x beweis, 4x bewies) direkt angesprochen wird.
Zusammenfassung
Z1-Georg Kantona hat eine grundlegende und preisgekrönte Arbeit
"Psychologie der Relationserfassung und des Vergleichens" verfasst, in
der auch das Beweisthema 15x (11x beweis, 4x bewies) direkt angesprochen
wird.
Z2-Beweiserwähnungen, kommentierte:
-
RS: S.1.1 zwar einleuchtend, in der Wissenschaft sollte aber grundsätzlich
jede Behauptung bewiesen oder als Axiome oder Annahme ausgewiesen werden.
-
RS S.4: Das ist nur ein Hinweis auf einen möglichen Beweis.
-
RS S.49: Die Kreation empirischer Beweis ist neu, wird aber nicht erklärt.
-
RS S.50: Kataona führt hier einen Beobachtungsbeweis ein. Zusätzlich
beruft er sich auf Überlegung, also um Argumente.
-
RS S.57: Bloße Beweisbehauptung.
-
RS S.91: Einführung durch Erwähnung einer quantitativen Beweiskraft.
-
RS S.94: Einführung Beweis über Häufigkeitsvergleiche, wird
leide nicht nähere ausgeführt.
-
RS S.99f.1: Relativiert seine Sätze als eher geahnt als bewiesen.
-
RS.99.2 Hier soll der tiefe psychologische Blick von Ebbingshaus beweisen
werden, eine Beweisbehauptung die so kurz formuliert nicht nachvollzogen
werden kann.
-
RS S. 100f: Schwer nachvollziehbar. Weshalb erst A und dann B für
das Gleichurteil geboten sein soll, wird nicht begründet.
-
RS S.108: Katona führt hier den strengen Beweis ein ohne zu erklären
was denn ein strenger gegenüber einem gewöhnlichen Beweis sein
soll. Auch wie hohe Wahrscheinlichkeiten zustande kommen, bleibt offen.
-
RS S.109: die "bewiesenen Sätze" bleiben dunkel und sind in dieser
Kürze nicht nachvollziehbar.
-
RS: Beweisbehauptung, die im einzelnen nicht ausgeführt wird.
Z-Fazit Katona thematisiert zwar 15x Beweis und beweisen, aber sind
überwiegend nur fragwürdige Erwähnungen oder Behauptungen,
teilweise falsche z.B. S.2.2.Ich nehme an, Katona geht davon aus wie so
viele andere, dass jeder weiß, was ein Beweis ist, so dass sich eine
Erklärung oder näehere Erläuterung erübrigt. Sicher
ist, dass Katona beweisen für wichtig hällt, sonst würde
er es nicht 15x thematisieren.
Beweis 11 Fundstellen beweis,
4 bewiesen
S.2.1-2 "Daß beim
vollzogenen Vergleich zweier Objekte die Beziehung dieser beiden
Objekte aufgefaßt wird, muß nicht bewiesen
werden, und dieser
Fall ist auch einfach, wie am besten ein Zitat beweist:
„Eine der
wichtigsten, zugleich aber einfachsten und darum der Untersuchung
zugänglichsten intellektuellen Leistungen ist der Vergleich
gegebener Objekte." (Jaensch, s. weiter unten, S. 11.)"
RS: S.1.1 zwar einleuchtend, in der Wissenschaft sollte
aber grundsätzlich jede Behauptung bewiesen oder als
Axiome oder Annahme ausgewiesen werden.
S.4. ".... Dies letzte, also
die schädliche Wirkung des Vorstellungsbildes, hat Whipple für
den Fall des absichtlichen Festhaltens des Bildes auch beweisen
können : „The deliberate use of the image as a standard of comparison
is a more complicated device, a round-about path, indicative
of obstacles, uncertainty and hesitancy." (Bd. XIII, S. 263.)"
RS S.4: Das ist nur ein Hinweis auf einen möglichen Beweis.
S.49 "Bühlers empirische Beweise
sprechen
nicht gegen unsere Auffassung, denn sie handeln gar nicht von dem
direkten Vergleich. Als Beispiel für die Deutung bringt er einen
schon oben erwähnten Fall: „Die Umstände z. B., daß
eine Karte
soeben ungebrochen aus verschlossenem Briefumschlag heraus-
genommen wurde . . . genügen vollkommen, als Kriterien für
ge-
wisse Größenurteile" (S. 177). Dieser Fall (s. § 3)
hat aber gar
keine Verwandtschaft mit dem Fall, wenn die Karte neben dem
Umschlag liegen würde und wir aufgefordert wären, über
das
Größenverhältnis beider ein Urteil abzugeben. Ich glaube,
es ist
einleuchtend, daß während im ersten Fall eine Deutung statt-
findet, im zweiten Fall. nichts von solchen bewußten Operationen
notwendig ist — in diesem Sinne ist dann die Relationswahrnehmung
unmittelbar."
RS S.49: Die Kreation empirischer Beweis ist neu, wird aber
nicht erklärt.
S.50 "Nun tritt bei Vergleichslage 1 das ÜE ohne besondere
Schwierigkeiten auf; das ist bewiesen
erstens dadurch, daß wir es in
diesem Falle leicht beobachten können und zweitens spricht
auch die Überlegung dafür"
RS S.50: Kataona führt hier einen Beobachtungsbeweis ein.
Zusätzlich beruft er sich auf Überlegung, also um Argumente.
S.57 "... Die beiden Schemata beweisen, daß für
eine auf ÜE-e gegründete
Relationswahrnehmung bei der Frage
nach der größten Figur gar keine Schwierigkeiten auftreten
können. "
RS S.57: Bloße Beweisbehauptung.
S.91 "... Drittens und hauptsächlich
fordert das in den sukzessiven Versuchen und in der simultanen
VR II auftretende gleiche quantitative Ergebnis und die in
beiden Fällen gleich erscheinende unmittelbare Relationswahrnehmung
auch eine gleiche genetische Begründung, und diese gibt
uns unsere Hypothese, welche ich nach diesen drei Leistungen für
recht wahrscheinlich ansehe, auch wenn ihre Begründung von
keiner durchschlagenden Beweiskraft
ist."
RS S.91: Einführung durch Erwähnung einer quantitativen
Beweiskraft.
S.94 "Die Vp berichtete spontan: „Es ist sehr einfach, ich habe
ohne
Anstrengung immer in die Mitte des Tuches geschaut und beide
Fahnen auf einmal gesehen." Die Urteile kamen viel rascher als
vorhin und auch die Verkleinerung der absoluten Fehlerzahl
(beim ersten Versuch 17 Fehler, beim zweiten nur 12) beweist,
daß dies das natürliche Vergleichen in diesem Falle ist.
(Bei den
weiteren simultanen Versuchen ging die zweite Einstellung ohne
Schwierigkeiten und ich verwertete den ersten Versuch natürlich
nicht in der Haupttabelle.)"
RS S.94: Einführung Beweis über Häufigkeitsvergleiche,
wird leide nicht nähere ausgeführt.
S.99f.1-2 "... Nach Kenntnis
unserer Arbeit sind diese Sätze ohne weiteres zu verstehen,
sie leuchten ein als vielleicht noch etwas ungewisse oder vorläufige
Formulierungen für manche. Sätze, zu denen wir auf experimentellem
Wege gelangt sind, oder richtiger gesagt: unsere Arbeit
bestätigt diese eher geahnten als bewiesenen
Sätze. Aber den
tiefen psychologischen Blick von Ebbinghaus beweist,
daß seine
Ahnung auch in den Einzelheiten bestätigt wurde. Wir zeigten
nicht nur, daß die besondere Tätigkeit nur in komplizierteren
Fällen stattfindet und auch dann nur eine dem Eintritt der un-[>100]
mittelbaren Relationswahrnehmung helfende Rolle spielt, sondern
unsere 4 Bedingungen des Auftretens der Relationswahrnehmung
(s. S. 75) finden sich fast vollständig in einem kurz hingeworfen
nem Satze des obigen Zitats."
RS S.99f.1: Relativiert seine Sätze als eher geahnt als bewiesen.
S.99.2 Hier soll der tiefe psychologische Blick von Ebbingshaus
beweisen werden, eine Beweisbehauptung die so kurz formu-
liert nicht nachvollzogen werden kann.
S.100f "... Was sind also Grünbaums Beweise?
Zwei Befunde seiner Experimente: erstens fand er, daß man [>101]
dargebotene Figuren, worunter sich auch gleiche befanden, auffassen
konnte ohne die Gleichheit zu konstatieren, und zweitens
kamen Fälle vor, wo man die Gleichheit konstatieren konnte ohne
die beiden gleichen Figuren apperzipiert zu haben; entweder nur
nach Apperzeption der einen Figur, oder bevor beide Figuren
apperzipiert wurden. In diesen Beweisen
finden wir aber uns
wohlbekannte richtige Beobachtungen wieder, die darauf hinauskommen,
daß die besondere Auffassung der Vergleichsobjekte
keine notwendige Voraussetzung (und insbesondere im zeitlichen
Sinne ist sie es nicht!) der Erfassung der Relation ist (s. §
8). Und
die oben zitierten Ausnahmefälle Grünbaums können wir
nur von
der Voraussetzung aus, daß man im allgemeinen die Gleichheit
von A und B nur dann erfassen kann, wenn man zuerst A und dann
B erfaßt hat — verstehen. Diese Voraussetzung erwies sich aber
als falsch, wir fanden ja, daß der gewöhnliche Fall des
Sukzessivvergleichs
eben derjenige ist, bei welchem man A erfaßt hat und
dann B zugleich mit der Relation; in welchem zweiten Erfassungsakt
aber B vollkommen in den Hintergrund treten kann und dann
haben wir Grünbaums Fall, bei welchem die Gleichheit schon nach
der Apperzeption der einen Figur erfaßt wird; einen Fall, der
sich vom gewöhnlichen Vorgang prinzipiell nicht unterscheidet,
denn auch bei diesem kann die Gleichheitskonstatierung nichts zu
den beiden Apperzeptionen nachträglich gesondert hinzutretendes
Drittes sein. "
RS S. 100f: Schwer nachvollziehbar. Weshalb erst A und dann
B für das Gleichurteil geboten sein soll, wird nicht begründet.
S.108 "... Den strengen Beweis,
daß
es sich in allen übrigen Arten des Vergleichens so verhält,
können
selbstverständlich nur einzelne empirische Untersuchungen über
die besonderen Vergleichsarten liefern, doch die hohe Wahrscheinlichkeit
der Gültigkeit meiner für einen Fall des Vergleichens dargelegter
Anschauungen auch für andere Fälle, ergibt sich schon
beim Durchlesen der nachfolgenden Sätze. "
RS S.108: Katona führt hier den strengen Beweis ein ohne
zu erklären was denn ein strenger gegenüber einem gewöhnlichen
Beweis sein soll. Auch wie hohe Wahrscheinlichkeiten zustande
kommen, bleibt offen.
S.109 "... Die einzige Schwierigkeit
dürfte das ÜE bieten, doch es ist auch hier leicht einzusehen,
daß die für das in der zweiten Wahrnehmung liegende Erlebnis
[>109]
der sich vergrößernden oder verkleinernden Figur bewiesenen
Sätze
auch für ganz andere Arten von Vergleichsfällen ihre Geltung
behalten.
RS S.109: die "bewiesenen Sätze" bleiben dunkel und sind in
dieser Kürze nicht nachvollziehbar.
S.112 "Dieser Einwand kann aus unserem eige-
nen Beispiel, dem Sukzessivvergleich Nahrung finden. Es wird
gesagt, daß der Umstand, daß die Wahrnehmung B sich von
der-
selben Wahrnehmung (von der Wahrnehmung, die derselbe Reiz
verursachen würde), der aber keine Wahrnehmung A vorangegangen
ist, unterscheidet, beweist, daß
wir es hier nicht mit
einer „Undsumme" von 2 Wahrnehmungen, sondern mit einer
Gestalt zu tun haben. "
RS: Beweisbehauptung, die im einzelnen nicht ausgeführt
wird.
Signierungen
und Signierungssystem.
Checkliste-Beweisen
Methodik-Beweissuche
in der Psychologie
Signierung
von Beweiserwähnungsbeurteilungen
[Stand 27.03.2023, 18:21 Uhr]
Beweissuchwortkürzel.
Hauptunterscheidungskriterien mit Kürzeln (In Entwicklung und
Erprobung) siehe bitte Beweissignierungssystem.
Checkliste definieren
Zitierstil
Kataon zitiert vollständig mit Seitenfundstelle.
Literatur
(Auswahl)
Katona, Georg (1924) Psychologie der Relationserfassung
und des Vergleichens. Leipzig: Barth.
Links(Auswahl:
beachte)
Zur Möglichkeit und Problematik empirischer
Beweise:
_
KI: Warnung
zur KI.
-
https://chat.deepseek.com/
-
https://chat.openai.com/
-
Qwen 2.5: https://qwen.readthedocs.io/en/latest/getting_started/quickstart.html
_
Glossar,
Anmerkungen und Endnoten:
GIPT= General
and Integrative
Psychotherapy, internationale Bezeichnung
für Allgemeine und Integrative Psychotherapie.
___
Querverweise
Standort: Beweis und beweisen bei ...
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* Beweis und beweisen in der Psychologie *
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Regeln
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und Sch^3-Syndrom
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(Containerbegriff) * Begriffsverschiebebahnhöfe
* Haupt- und Verteilerseite
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Erleben * »«
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Zitierung
Sponsel, Rudolf (DAS).
Beweis und beweisen bei Georg Katona. IP-GIPT. Erlangen: https://www.sgipt.org/gipt/erleben/BeweisRegister/Katona.htm
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