Internet Publikation für Allgemeine und Integrative Psychotherapie
    (ISSN 1430-6972)
    IP-GIPTDAS=27.11.2025 Internet-Erstausgabe, letzte Änderung: 10.01.26
    Impressum: Diplom-Psychologe Dr. phil. Rudolf Sponsel Stubenlohstr. 20 D-91052 Erlangen
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    Willkommen in unserer Internet-Publikation für Allgemeine und Integrative Psychotherapie,
    Abteilung Allgemeine Psychologie, Bereich Erleben, und hier speziell zum Thema:

    ÄlterGEFÜHL und AltGEFÜHL

    Originalrecherche von Rudolf Sponsel, Erlangen

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    Zusammenfassung der Hauptergebnisse (KI-gestützt) der Pilotbefragung zum Älter- und AltGEFÜHL

    Kurzzusammenfassung (Abstract)
    In einer Pilotstudie mit 32 Teilnehmenden wurden die Konzepte „Altgefühl“ und „Ältergefühl“ sowie ihre Unterscheidung zum „Älterbewusstsein“ und gegenüber einigen Gefühlsklassikern wie Angst, Freude, Trauer, Lust den Gefühlklassern untersucht.
    Die Ergebnisse zeigen eine klare phänomenologische Trennung:
        28% gaben an, ein Altgefühl zu kennen, während ein Ältergefühl von 59% bejaht wurde. 56% kennen kein Altgefühl, während nur 34% kein Ältergefühl kennen.
        Fast alle Befragten können eindeutig sagen, ob sie ein Altgefühl haben – aber die wenigsten können beschreiben, wie es sich im Erleben zeigt.
        Dies legt eine revolutionäre Hypothese - die im nächsten Fragebogen genauer untersucht wird - nahe: Neben dem unmittelbaren Erleben müsste ein Meta-Erleben existieren, das für die Auskunftsfähigkeit über eigene Gefühlszustände ausschlaggebend ist.

    1. Altgefühl (FB1): Eine klare Ja/Nein-Antwort – aber kein Erlebniszugang
    Quantitativ
        Nein: 56%
        Ja: 28%
        Teilweise / unklar: 16%
    Qualitativ: Das Paradoxon der Auskunftsfähigkeit
        “Ich weiß, dass ich kein Altgefühl habe – aber ich könnte nicht sagen, wie es wäre, wenn ich eines hätte.” (implizit in vielen Antworten enthalten)
        “Es ist mehr ein Wissen … als ein direktes Fühlen.” (LN3)
        “Ich fühle mich langsamer, kraftloser – aber das ist kein Gefühl im klassischen Sinne.” (LN9)
    Erkenntnis Altgefühl
    Die Teilnehmenden sind sich sicher in ihrer Ja/Nein-Antwort – doch der phänomenale Zugang („Wie fühlt es sich an?“) fehlt. Dies deutet auf eine Meta-Ebene der Selbsteinschätzung hin, die neben dem bewussten Erleben existiert.

    2. Ältergefühl (FB2): Konkreter, aber ebenfalls schwer beschreibbar
    Quantitativ
        Ja: 59%
        Nein: 34%
        Teilweise: 6%
    Typische Aussagen
        “Ja, seit etwa 3–4 Jahren.” (LN2)
        “Beim Treppensteigen merke ich es.” (LN8)
        “Manches geht nicht mehr so leicht.” (LN24)
    Erkenntnis Ältergefühl
    Ältergefühl wird häufiger bejaht – es ist an konkrete körperliche oder kognitive Veränderungen geknüpft. Doch auch hier zeigen sich Beschreibungslücken: Die Befragten können benennen, wann oder woran sie es merken – aber nicht, wie es sich als Gefühl anfühlt.

    3. Das Rätsel der Auskunftsfähigkeit
    Ebene Beispiel Erkenntnis
    Meta-Ebene (Auskunft) “Ich habe kein Altgefühl.” Sicher, klar, entscheidungsfähig
    Phänomenale Ebene (Erleben) “Ich könnte nicht sagen, wie es sich anfühlen würde.” Unzugänglich, nicht sprachlich fassbar
    Fast alle können sagen, ob sie ein Altgefühl haben – aber fast niemand kann es phänomenal beschreiben.
    Das legt nahe: Auskunftsfähigkeit ist nicht gleich Erlebenszugang.

    4. Beschreibung des Gefühls (FB3): Der Versuch, das Unbeschreibliche zu fassen
    Typische Beschreibungsversuche
        Über körperliche Symptome (Nachlassen, Steifheit)
        Über kognitive Veränderungen (langsamer, vergesslicher)
        Über emotionale Begleiterscheinungen (Trauer, Lustlosigkeit)
        Über Abwesenheit von Gefühl (“Es ist kein Gefühl, sondern ein Wissen.”)
    Beispielzitate
        “Nachlassen, nicht mehr so können – aber das Gefühl hat keinen Namen.” (LN1)
        “Es ist kein originäres Gefühl – eher eine aus der Gesamtheit entstehende Gestimmtheit.” (LN10)
    Erkenntnis
    Die Beschreibungen bleiben metaphorisch, indirekt oder defizitär. Sie beschreiben Korrelate, nicht das Gefühl selbst. Das bestätigt die Hypothese eines Meta-Erlebens, das zwar Urteile erlaubt, aber keinen phänomenalen Zugriff.

    5. Unterscheidung: Altgefühl vs. Älterbewusstsein (FB4)
    Wie trennen die Befragten die Konzepte?
        Gefühl (phänomenal) vs. Wissen (meta-kognitiv)
        “Beim Altgefühl spielt meine Stimmung eine Rolle, beim Bewusstsein nicht.” (LN2)
        Unmittelbar vs. reflektiert
        “Angst ist spontan – Altgefühl ein stetes Grundgefühl.” (LN25)
        Geistig versus körperlich.
        “Altgefühl nehme ich körperlich wahr, Älterbewusstsein mental.” (LN15)
    Erkenntnis
    Die begriffliche Trennung gelingt auf der Meta-Ebene – auch ohne phänomenales Erleben. Dies stützt die Annahme, dass Meta-Urteile über Erleben und Gefühle unabhängig vom direkten Erleben gebildet werden können.
        Anmerkung: Die KI Interpretation muss überarbeitet werden, weil sie die Frage noch den Unterschied zu einigen Gefühlsklassikern weglässt.

    6. Gesamtschau: Eine neue Hypothese zum Erleben und Gefühlserleben
    Die Zwei-Ebenen-Hypothese
        Phänomenale Ebene
        Das unmittelbare, subjektive Erleben („Wie fühlt es sich an?“) – beim Altgefühl oft nicht zugänglich.
        Meta-Ebene
        Die urteilsfähige, aussagekräftige Instanz („Habe ich dieses Gefühl?“) – funktioniert auch ohne phänomenalen Zugang.
    Implikationen
        Auskunftsfähigkeit? Erlebenszugang
        Man kann sicher über Gefühle urteilen, ohne sie phänomenal zu erleben.
        Altgefühl als Testfall
        Weil es kein klassisches Basisgefühl ist, offenbart es diese Diskrepanz besonders deutlich.
        Neue Forschungsfragen
        Lässt sich dieses Meta-Erleben auch bei anderen psychischen Funktionen oder „schwer fassbaren“ Gefühlen (z.B. Intuition, Langeweile) nachweisen?

    7. Fazit der Pilotstudie
    Die Pilotstudie zeigt nicht nur, wie Altgefühl und Älterbewusstsein verstanden werden – sie öffnet ein neues Fenster zur Psychologie des Erlebens:

    • Altgefühl wird von vielen nicht als phänomenales Gefühl erlebt – aber fast alle können darüber urteilen.
    • Ältergefühl ist konkreter, aber ebenfalls schwer beschreibbar – die Kluft zwischen Urteil und Erleben bleibt.
    • Die Unterscheidung zwischen Gefühl und Bewusstsein ist konzeptionell klar – auch ohne Erlebenszugang.
    • Revolutionäre Hypothese: Es gibt möglicherweise eine Meta-Ebene des Erlebens, die für Urteile über Gefühle zuständig ist, unabhängig vom phänomenalen Zugriff.


    Ausblick
    Diese Pilotstudie legt den Grundstein für eine Neubetrachtung der Psychologie des Erlebens – nicht nur für das Altgefühl, sondern für das Verständnis von Meta-Kognition und phänomenaler Zugänglichkeit insgesamt.



    Einige Hauptfragen aus der Altgefühlstudie für die Psychologie des Erlebens
    Durch die Ergebnise der Altgefühlstudie stellen sich einige Fragen zu den  Gefühlen  erneut und verschärft (10.01.2026):
    1. Wenn Menschen angeben, dass sie etwas fühlen, z.B. ein Altgefühl, wie können wir prüfen, ob es tatsächlich ein Gefühl ist, nicht ein Gedanke, eine Folgerung aus dem nicht mehr so können, Erinnerung, Vorstellung, Wissen oder eine Phantasie?
    2. Wie kann man fühlen im Erleben validieren?
    3. Noch grundsätzlicher wird die Frage aufgeworfen, wie wir überhaupt Gefühle in unserem Erleben erkennen? Wie machen wir das, dass wir einen Teil des Erlebens als Fühlen ansehen?
    4. Gefühle kann man als eigene "Sprache" ansehen. Was heißt in diesem Zusammenhang "Sprache".
    5. Gehört Fühlen in das weite, Feld der Semiotik, der allgemeinen Lehre von den Zeichen? Kann man Fühlen als Zeichen ansehen? Und wenn, was wäre damit gewonnen?
    6. Wie kann man erklären, dass es für einige Gefühle eigene Namen )z.B. Angst, Freude, Trauer, Lust) und Worte gibt, für andere nicht? Was sind die Bedingungen dafür, dass Gefühle einen eigenen Namen bekommen?
    7. Sehr intensive Gefühle werden direkt im Erleben bemerkt und brauchen keinen Umweg über das Meta-Erleben?




     
     
     


    Weitere und differenzierte Ergebnisse und Verbesserungen folgen.

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    Zwischenbericht 03.01.2026, 16:00 Uhr (Briefträger abgewartet): Stichprobe Pilotfragebogen AltGEFÜHL für die vorläufige Endauswertung geschlossen.
    Es gingen 33 Fragebogenbearbeitungen ein, 32 davon vollständig auswertbar (17 Männer, 15 Frauen; Durchschnittsalter 69.7) Die ersten Probeauswertungen sind interessant und vielversprechend. Es bahnen sich grundlegend neue Erkenntnisse zum Erleben an (EB143, EB144). 
    Auswertung Stichprobe: Hier interessieren in der Regel die Statistik der soziobiographischen Daten, wie z.B. Alter, Geschlecht, Schulbildung, Berufe, ...; Bearbeitungsdaten z.B. Befinden bei Bearbeitung, Interesse am Thema, Bearbeitungsdauern, Anzahl Missing Data, ...; Sachfragen. Von den statistischen Kennwerten sind in der Regel Anzahl n, n%, Mittelwerte, Standardabweichungen, Minima, Maxima, Verteilungen interessant und üblich. Und es interessieren natürlich die Ergebnisse nach Kriterien, wie Alter, Bildung, Geschlecht, Beruf, Interesse am Thema, Befinden bei Bearbeitung, Dauer der Bearbeitung, Anmerkungen und Kritik, Ruhestand, Rentenstatus, sonstige Tätigkeiten.
    Einzelauswertungen: Die Einzelauswertung enthält die allgemeinen Ergebnisse und individuellen Werte im Vergleich zur Stichprobe. Es ist PDF Format angestrebt, der Umfang wird ca. 15 Seiten betragen und wird daher nicht mit der Post verschickt, sondern nur auf Wunsch als  Mailanhang geliefert. Beispiel:


    Anmerkung: die Legende ist der Graphik ist noch falsch und muss korrigiert werden.

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    03.01.2026  Stichtag Ende Erhebung Pilotfragebogen ÄlterGEFÜHL und AltGEFÜHL
    Bearbeitungen, die nicht spätestens am 03.01.2026 bis 16:00 Uhr eingegangen sind, können für die erste Auswertung nicht mehr berücksichtigt werden. .
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    27.11.2025 Auf dieser Seite werden die Ergebnisse der Pilotbefragung zum ÄlterGEFÜHL und AltGEFÜHL präsentiert, voraussichtlich Ende der Weihnachtsferien, um drei Könige herum - so zumindest der Plan.
    Bearbeitungsvarianten zum Downloaden: Word, PDF, txt.
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    Literatur (Auswahl)
    Sponsel, Rudolf (2024) Psychologie des Erlebens - Ein Wissenschaftlicher Entwurf. Erlangen: IEC-Verlag.

    Entwicklungspsychologie, Gerontopsychologie.



    Links(Auswahl: beachte)
     
    • https://chat.openai.com/
    • https://chatgpt.ch/
    • https://talkai.info/de/chat/

     



    Glossar, Anmerkungen und Endnoten:  Wissenschaftlicher Strandort * Weltanschaulicher Standort.
    GIPT= General and Integrative Psychotherapy, internationale Bezeichnung für Allgemeine und Integrative Psychotherapie.
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    Querverweise
    Standort: Erlebnisregister.
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    Zitierung
    Sponsel, Rudolf  (DAS). AltGEFÜHL und ÄlterGEFÜHL. IP-GIPT. Erlangen: https://www.sgipt.org/gipt/erleben/Erlebnisregister/Alter/AltGEFUEHL.htm

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    korrigiert: 05.01.2026 irs Rechtschreibprüfung und gelesen



    Änderungen wird gelegentlich überarbeitet, ergänzt und vertieft * Anregungen und Kritik willkommen
    06.01.2026 Klärende und präzisierende Überarbeitung.
    05.01.2026  irs Rechtschreibprüfung und gelesen
    05.01.2026  Erste Ergebnisse der Pilotbefragung.
    03.01.2026  Pilotstichprobe mit n=32 geschlossen.
    01.01.2026  Stichtagsmitteilung, Zwischenbericht aktualisiert.
    24.12.2025  Zwischenbericht
    03.12.2025  Bearbeitungsvarianten zum Downloaden: Word, PDF, txt.
    27.11.2025  Angelegt.