Internet Publikation für Allgemeine und Integrative Psychotherapie
    (ISSN 1430-6972)
    IP-GIPTDAS=10.05.2026a Internet Erstausgabe, letzte Änderung: 12.05.26
    Impressum: Diplom-Psychologe Dr. phil. Rudolf Sponsel   Stubenlohstr. 20   D-91052 Erlangen
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    Willkommen in unserer Internet-Publikation für Allgemeine und Integrative Psychotherapie IP-GIPT1, Abteilung Wissenschaft, Bereich Sprache und Begriffsanalysen und hier speziell zum Thema:

    Begriffsanalyse Zusammenhang und Beziehung in Fichtes Wissenschaftslehre
    Was heißt Zusammenhang? Welche Zusammenhänge gibt es
    Was heißt Beziehung? Welche Beziehungen gibt es?

    Originalarbeit von  Rudolf Sponsel, Erlangen

        Inhaltsübersicht

      Editorial.
      Methodik der Textanalyse von Digitalisaten.
      Gesamtzusammenfassung Beziehung und Zusammenhang in Fichtses Wissenschaftslehre (1794, 1801, 1810).
      Belege der nach Beziehung und Zusammenhang erfassten Werke Fichtes zur Wissenschaftslehre (verlinkt heißt untersucht und ausgewertet):
      • Fichte, Johann Gottlieb (1794) Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre als Handschrift für seine Zuhörer. Jena und Leipzig: Gabler.
      • Fichte, Johann Gottlieb (1795) Grundriss des Eigenthtümlichen der Wissenschaftslehre, in Rücksicht auf das theoretische Vermögen, als Handschrift für seine Zuhörer,
      • Fichte, Johann Gottlieb (1797) Erste Einleitung in die Wissenschaftslehre, Philosophisches Journal Bd. V, S. 1—47. 1 7 9 7.
      • Fichte, Johann Gottlieb (1801) Darstellung der Wissenschaftslehro a. d. J. 1801, 3 — 163
      • Fichte, Johann Gottlieb (1802) Wissenschaftslehre. Zweite, verbesserte Auflage.
      • Fichte, Johann Gottlieb (1810) Die Wissenschaftslehre in ihrem allgemeinen Umrisse.
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    Editorial (= Zusammenfassung)
    Die Seite untersucht  Fichtes Arbeiten, in erster Linie seine Wissenschaftslehre, nach Beziehung und Zusammenhang. Insgesamt wurden 6 Arbeiten zur Wissenschaftslehre erfasst und drei ausgewertet (1794, 1801, 1810). In keiner der untersuchten drei Arbeiten (von 6), werden die Begriffe Beziehung und Zusammenhang erklärt, erläutert oder gar definiert, auch nicht in Querverweisen, Fußnoten oder Literaturhinweisen, so dass man davon ausgehen muss, dass Fichte diese Begriffe für nicht erklärungs- oder erläuterungsbedürftig hielt.



    Methodik der Textanalyse von Digitalisaten

    Wissenschaftliches Basis Septett
    1. Erkenntnis ergibt sich aus dem Zusammenwirken eines erkennenden Systems (ES) und einrm Sachverhalt. Erkenntnis ist daher immer gefiltert durch das ES. Eine Objektive Welt ist eine - in der Wissenschaft gewöhnlich auch sehr sinnvolle - Konstruktion. Das Ding an sich kann man nicht erkennen, weil man nur mit einem erkennenden System etwas erkennen kann.
    2. Jede Erkenntnis beginnt mit einer Auswahl dessen, was man erkennen will.
    3. Jede Auswahl setzt unterscheiden und vergleichen voraus.
    4. Das, was unterschieden wird zum Zwecke der Erkenntnis steht zueinander in Beziehung und bildet einen Zusammenhang.
    5. Wissenschaft erfordert klare Begriffe. Hierzu

      5.1 Aristoteles. : ... Nun müssen diejenigen, welche ihre Gedanken untereinander austauschen wollen, etwas voneinander verstehen; denn wie könnte denn, wenn dies nicht stattfindet, ein gegenseitiger Gedankenaustausch (...) möglich sein? Es muß also jedes Wort (...) bekannt sein und etwas, und zwar eins und nicht mehreres, bezeichnen; hat es mehrere Bedeutungen, so muß man erklären, in welcher von diesen man das Wort gebraucht. ..."
      5.2 David Hume 1748, Untersuchung über den menschlichen Verstand [Online] "Das Haupthindernis des Fortschrittes in moralischen und metaphysischen Wissenschaften liegt deshalb in der Dunkelheit der Begriffe und Zweideutigkeit der Worte."
      5.3 Wundt in seiner Logik 1907, S. 41f: "In diesem Sinne bilden Definitionen die Grundlage einer jeden systematischen Wissenschaft. Es ist aber dazu keineswegs erforderlich, daß sie, wie in dem Euklidischen System, der Entwicklung der Deduktionen und sonstigen Untersuchungen vorangestellt werden, sondern es genügt vollkommen, wenn eine jede an dem Orte vorkommt, wo sie zum ersten [>42] Male gebraucht wird."
      5.4 Wittgenstein Philosophische Untersuchungen, 109: "Die Philosophie ist ein Kampf gegen die Verhexung des Verstandes durch die Mittel unserer Sprache."
    Wissenschaftliche Arbeiten sollten daher ihre wichtigen Begrifffe dort erklären und erläutern, wo sie das erste Mal gebraucht werden. Das kann direkt an der Gebrauchsstelle sein aber auch durch Querverweis, Fußnote, Literaturhinweis erfolgen. Findet keine solche Erklärung oder Erläuterung statt, kann das bedeuten, dass das Wort und sein Begriff als allgemein verständlich vorausgesetzt werden, was bei wichtigen Grundbegriffen aber nicht akzeptabel ist. Denn:
    6. In jeden Fall müssen natürlich die wichtigen Grundbegriffe und ihre Definiensbasis erklärt und erläutert werden.
    7. Wissenschaftliches Arbeiten heißt: Zum Wesen wissenschaftlicher Arbeit - aus einheitswissenschaftlicher Sicht - gehört, dass sie offen, klar und überprüfbar ist, zumindest im Prinzip (Laien-Kriterium).

    Methode
    Idee und Methode sind einfach: Erörterungen, Erklärungen, Begründungen, Definition eines Begriffs erfordern in der Regel die Nennung des Begriffsnamens, also des Worts, hier Beziehung und Zusammenhang in ihren verschiedenen sprachlichen Varianten. Man suche also nach den Stellen im Text, wo die Worte der Suchbegriffe der Reihe nach genannt werden. Das ist nicht immer einfach und oft mit einigen Problemem, Schwierigkeiten und Fallen behaftet, besonders bei älteren Texten mit älteren Schriftarten.

    Besondere Bedeutungen von Erwähnungen
    Titel, z.B. "Zusammenhangsanalyse" von Schlosser (1974)
    Inhaltsverzeichnis
        Kapitel
        Abschnitte in Kapiteln
        Zwischenüberschriften in Abschnitten
    Sachverzeichnis
    Textverlauf

    Probleme und Fallen

    Sprachliche Varianten
    Mit den sprachlichen Varianten ist gleich ein wichtiges Problem erfasst: der sprachliche Ausdruck der Suchworte. Nicht immer werden die Begriffe unter ihrem Namen genannt oder erörtert, dann entsteht das Problem, nach welchen Umschreibung kann oder muss man suchen. Auch die verschiedenen grammatischen Formen (Substantiv, Verb, Eigenschaft, Singular, Plural, Fälle) müssen beim Suchen beachtet werden.

    Schriftarten.
    Besondere Schwierigkeiten kann auch die OCR-Erkennung von älteren Texten in Digitalisaten machen, besondern wenn sie in Fraktur gesetzt sind. Insgesamt muss man mit der Suche in Digitalisaten sehr acht geben, siehe bitte das Beispiel Analyse von Beziehung und Zusammenhang in Fichtes Wissenschaftslehre von 1794.
    Technisches Vorgehen: Man besorgt ein Digitalisat und gibt die Suchtexte ein, die wohlüberlegt sein wollen (direkte Namen oder Paraphrasen).

    OCR-Erkennungsprobleme
    Achtung: Unterschiedliche OCR (Texterkennungsprogramme) können unterschiedliche Suchergebnisse liefern, daher empfehlen sich des öfteren kritische Prüfungen der Treffer. Manche Funde sind einfach falsch, z.B. in  Fechners Über die Seelenfrage. Aufpassen muss man auch, wenn ein Suchtext im einem anderen enthalten ist, wie z.B. erleben in Nacherleben, Nichterleben oder überleben, z.B. in Fechners Nanna Thierleben, um Doppelzählungen oder Fehl-Erwähnungen zu vermeiden.

    Schreibweisen
    Fallstrick unterschiedliche Schreibweisen. Bei Umlauten oder Sonderzeichen  kann man in die Falle laufen, dass man z.B. nach "ss" sucht und  nichts findet, weil es mit "ß" geschrieben wurde. Das ist mir bei Theodor Lipps passiert 1905b (hier dokumentiert).



    Gesamtzusammenfassung Beziehung und Zusammenhang in Fichtses Wissenschaftslehre (1794, 1801, 1810)
    Die Seite untersucht  Fichtes Arbeiten, in erster Linie seine Wissenschaftslehre, nach Beziehung und Zusammenhang. Insgesamt wurden 6 Arbeiten zur Wissenschaftslehre erfasst und drei ausgewertet (1794, 1801, 1810). In keiner der untersichten drei Arbeiten (von 6), werden die Begriffe Beziehung und Zusammenhang erklärt, erläutert oder gar definiert, auch nicht in Querverweisen, Fußnoten oder Literaturhinweisen, so dass man davon ausgehen muss, dass Fichte diese Begriffe für nicht erklärungs- oder erläuterungsbedürftig hielt.
     
      Abstract der KI zu meiner Ausarbeitung
      Begriffsanalyse von „Beziehung“ und „Zusammenhang“ in Fichtes Wissenschaftslehre (1794, 1801, 1810)

      Hintergrund und Ziel:
      Die Begriffe „Beziehung“ und „Zusammenhang“ gehören zu den zentralen relationalen Grundbegriffen wissenschaftlicher Erkenntnis. Die vorliegende Studie untersucht, ob Johann Gottlieb Fichte in seinen Hauptschriften zur Wissenschaftslehre diese Begriffe definiert, erläutert oder einer begrifflichen Klärung zuführt.

      Methode:
      Volltextanalyse von Digitalisaten dreier zentraler Werke Fichtes – Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre (1794), Darstellung der Wissenschaftslehre (1801) und Die Wissenschaftslehre in ihrem allgemeinen Umrisse (1810) – anhand der Begriffe „Beziehung“ und „Zusammenhang“ sowie ihrer grammatischen Varianten. Die Fundstellen wurden kontextuell daraufhin untersucht, ob explizite Definitionen, Erläuterungen, Querverweise, Fußnoten oder Literaturhinweise vorliegen.

      Ergebnisse:
      In keiner der ausgewerteten Fundstellen definiert oder erläutert Fichte die Begriffe „Beziehung“ oder „Zusammenhang“. Dies gilt für 1794 (4 Belegstellen zu „Beziehung“, 17 sichere zu „Zusammenhang“), für 1801 (Analyseabbruch nach den ersten fünf Fundstellen auf jeweils ca. 55–60 Seiten infolge heuristischer Sättigung) sowie für 1810 (4 Belege zu „Beziehung“, 2 zu „Zusammenhang“). Auch indirekte Explikationen durch Querverweise, Fußnoten oder Literaturangaben fehlen.

      Schlussfolgerung:
      Fichte verwendet „Beziehung“ und „Zusammenhang“ offenbar als selbstverständliche, nicht eigens erklärungsbedürftige Grundausdrücke. Aus der hier zugrundegelegten wissenschaftstheoretischen Perspektive (u. a. Hume, Wundt, Wittgenstein) erscheint der Verzicht auf eine nähere Begriffsanalyse bei zentralen relationalen Grundbegriffen methodologisch problematisch.

      Schlagworte:
      Fichte, Wissenschaftslehre, Begriffsanalyse, Beziehung, Zusammenhang, Definition, Methodologie

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    Belege der nach Beziehung und Zusammehang erfassten Werke Fichtes zur Wissenschaftslehre:



    Fichte 1794

    Zusammenfassung Fichte 1794
    Erkentnistheoretische Position. * objektive Erkenntnis  * Ding an sich  *  wissenschaftlicher Hintergrund   *

    Die Fundstellenanalysen (Zussammenhang 17 sichere; Beziehung 3 sichere) zeigen, dass Fichte in seiner Wissenschaftslehre von 1794  die Begriffe nicht erklärt und erläutert, geschweige denn definiert, weder direkt noch in Querverweisen, Fußnoten oder Literaturhinweisen. Was das genau bedeutet wissen wir nicht nicht, es könnte bedeuten, dass Fichte Beziehung und Zusammenhang als allgemeinverständliche Begriffe nicht für erklärungsbedürftig hällt. Es kann auch bedeuten, dass er den beiden Begriffe keine besondere wissenschaftliche Bedeutung beimisst. Es bedeutet wahrscheinlich aber auch, dass er die wissenschaftsliche Bedeutung dieser beiden Begriffe und ihre Erklärungsbedürftigkeit nicht angemessen erfasst hat. Spätere, erweiterete Auflagen müssen noch untersucht werden.
    Fichte, Johann Gottlieb (1794) Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre als Handschrift für seine Zuhörer. Jena und Leipzig: Gabler.
    Beziehungsbegriff 0, Beziehung  Fundstellen. Zusammenhangsbegriff , Zusammenhang  Fundstellen.

    Zusammenfassung Anzahlen Gebrauch Zusammenhang Fichte 1794
    Insgesamt wurden 19 Textstellen gefunden, davon 17 sichere, eine fragliche (festhangen) und eine paraphrasierte (unzertrennlich verbunden).
    Zählungen Zx sicherer Gebrauch, Zx? fraglicher Gebrauch, Zxp paraphrasierter Gebrauch.
    Gebrauchs-Varianten

      Zusammanenhang [Z1] [Z4] [Z5] [Z6] [Z9] [Z10] [Z11] [Z16]
      Zusammenhangs [Z7]
      Zusammenhange [Z8]
      zusammenhange [Z2]
      hangen in einem einzigen Grundsatze zusammen [Z3]
      zusammenhängen [Z12]
      zusammengehängt [Z13]
      festhangen [Z14?]
      zusammenhangen [Z15] [Z15] [Z18]
      unzertrennlich verbunden [Z17p]


    Zusammenhang Fundstellen Ausweise Fichte 1794
    D:\EigDat\E-Books\Philosophie\Fichte\fichte_wissenschaftslehre_1794_2.txt (15 Treffer mit Nuance PDF Power)
     Zeile   88: gen haben, dürfte wohl der über den Zusammenhang unsrer
     Zeile   93: mit dem Dinge an sich zusammenhange; dass die Dinge aller-
     Zeile  241: Sätze in ihr hangen in einem einzigen Grundsatze zu-
     Zeile  456: wendigen Zusammenhang zwischen beiden begründet,
     Zeile  459: Bedingungen dieses Zusammenhangs; und woher wissen
     Zeile  468: nothwendigen Zusammenhang zwischen verschiedenen
     Zeile  630: hangs der abgeleiteten Sätze mit dem Grundsatze, und
     Zeile  631: der Rechtsgrund, aus diesem Zusammenhange zu fol-
     Zeile  897: gen begründen, keinen Zusammenhang unter sich
     Zeile  900: angebohren sind, und in deren Zusammenhang wir
     Zeile  906: hang wir aber nicht eindringen können, da es über
     Zeile  957: einem einzigen Ringe festhangen, der an nichts befe-
     Zeile 1193: sammenhangen. — Die Wissenschaft ist ein System, oder
     Zeile 1255: hang, den kleinsten gemeinschaftlichen Punkt haben:
     Zeile 1731: zusammenhangen, und unter allgemeinen, besondern,
    [intern Fichte Digitalisate in: D:\EigDat\E-Books\Philosophie\Fichte\]
    _
    Fundstellen im Kontext Dokumentation Fichte 1794
    [Interne Quelle: D:\EigDat\E-Books\Philosophie\Fichte\Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre.pdf]

    Zeile 88, 93 [Vorrede]
    "Der eigentliche Streit, der zwischen beiden obwaltet, und in welchem die Skeptiker sich mit Recht auf die Seite der Dogmatiker, und mit ihnen des gesunden Menschenverstandes, der zwar nicht als Richter, aber als ein nach Artikeln zu vernehmender Zeuge gar sehr in Betrachtung kömmt, geschlagen haben, dürfte wohl der über den Zusammenhang [Z1] unsrer Erkenntniss mit einem Dinge an sich seyn; und der Streit dürfte durch eine künftige Wissenschaftslehre wohl dahin entschieden werden, dass unsre Erkenntniss zwar nicht unmittelbar durch die Vorstellung, aber wohl mittelbar durch das Gefühl mit dem Dinge an sich zusammenhange [Z2]; dass die Dinge allerdings bloss als Erscheinungen vorgestellt, dass sie aber als Dinge an sich gefühlt werden; dass ohne Gefühl gar keine Vorstellung möglich seyn würde; dass aber die Dinge an sich nur subjektiv, d. i. nur inwiefern sie auf unser Gefühl wirken, erkannt werden."

    Zeile 241
    "Eine Wissenschaft hat systematische Form; alle Sätze in ihr hangen in einem einzigen Grundsatze zusammen [Z3], und vereinigen sich in ihm zu einem Ganzen — auch dieses gesteht man allgemein zu. Aber ist nun der Begriff der Wissenschaft erschöpft?"

    Zeile 456, 458, 468
    "Noch mehr — wir wollen beym Aufbauen unsrer Lehrgebäude so folgern: Wenn der Grundsatz gewiss ist, so ist auch ein bestimmter andrer Satz gewiss. Worauf gründet sich denn jenes So? Was ist es, das den nothwendigen Zusammenhang[Z4]zwischen beiden begründet, vermöge dessen dem einen eben die Gewissheit zukommen soll, die dem andern zukommt? Welches sind die Bedingungen dieses Zuammenhangs [Z5]; und woher wissen wir, dass sie die Bedingungen, und die ausschliessenden Bedingungen, und die einzigen Bedingungen desselben sind? und wie kommen wir überhaupt dazu, einen
    nothwendigen Zusammenhang [Z6]zwischen verschiedenen Sätzen, und ausschliessende, aber erschöpfte Bedingungen derselben anzunehmen?"
    "Jede Wissenschaft, wenn sie nicht ein einzelner abgerissener Satz, sondern ein aus mehrern einzelnen Sätzen bestehendes Ganze seyn soll, hat systematische     Form. Diese Form, die Bedingung des Zusammenhangs [Z7] der abgeleiteten Sätze mit dem Grundsatze, und der Rechtsgrund, aus diesem Zusammenhange[Z8] zu folgern, dass die erstern nothwendig eben so gewiss seyn müssen, als der letztere, lässt in der besondern Wissenschaft, wenn sie Einheit haben, und sich nicht mit  fremden, in sie nicht gehörigen Dingen beschäftigen soll, sich eben so wenig darthun, sondern wird zur Möglichkeit ihrer Form schon vorausgesetzt. Eine allgemeine Wissenschaftslehre hat also die Verbindlichkeit auf sich, für alle möglichen Wissenschaften die systematische Form zu begründen."

    Zeile 897, 900, 906, 918 (2)
    Oder — der zweite Fall — unser Wissen besteht aus endlichen Reihen, aber aus mehrern. Jede Reihe schliesst sich in einem Grundsatze, der durch keinen andern, sondern bloss durch sich selbst begründet wird; aber es giebt solcher Grundsätze mehrere, welche, da sie sich alle, und schlechthin unabhängig von allen übrigen begründen, keinen Zusammenhang[Z9] unter sich haben, sondern völlig isolirt sind. Es giebt etwa mehrere angebohrne Wahrheiten in uns, die alle gleich angebohren sind, und in deren Zusammenhang[Z10] wir keine weitere Einsicht erwarten können, da derselbe über die angebohrnen Wahrheiten hinaus liegt; oder es giebt ein mannigfaltiges Einfaches in den Dingen ausser uns, das uns durch den Eindruck, den sie auf uns machen, mitgetheilt wird, in dessen Zusammenhang[Z11]wir aber nicht eindringen können, da es über das Einfachste im Eindrucke kein noch einfacheres geben kann. — Wenn es sich so verhält; wenn das menschliche Wissen an sich, und seiner Natur nach solches solches Stückwerk ist, wie das wirkliche Wissen so vieler Menschen; wenn ursprünglich eine Menge Fäden in unserm Geiste liegen, die unter sich in keinem Punkte zusammenhängen [Z12], noch zusammengehängt[Z13]werden können, so vermögen wir abermals nicht gegen unsre Natur zu streiten; unser Wissen ist, so weit es sich erstreckt, zwar sicher; aber es ist kein einiges Wissen, sondern es sind viele Wissenschaften."

    Zeile 957 (?)
    "Soll aber nicht etwa bloss ein oder mehrere Fragmente eines Systems, wie im ersten Falle, oder mehrere Systeme wie im zweiten, sondern soll ein vollendetes und Einiges System im menschlichen Geiste seyn, so muss es einen solchen höchsten und absolut-ersten Grundsatz geben. Verbreite von ihm aus sich unser Wissen in noch so viele Reihen, von deren jeder wieder Reihen u. s. f. ausgehen, so müssen doch alle in einem einzigen Ringe festhangen [Z14?], der an nichts befestiget ist, sondern durch seine eigne Kraft sich, und das ganze System hält. — Wir haben nun, einen durch seine eigene Schwerkraft sich haltenden Erdball, dessen Mittelpunkt alles, was wir nun wirklich auf dem Umkreise desselben, und nicht etwa in die Luft, und nur perpendikular, und nicht etwa schiefwinklicht angebaut haben, allmächtig anzieht, und kein Stäubchen aus seiner Sphäre sich entreissen lässt."

    Zeile 1193
    "Wenn kein Satz im ganzen System vorkommt, welcher wahr seyn kann, wenn der Grundsatz falsch ist, oder falsch, wenn der Grundsatz wahr ist, so ist dies der negative Beweiss, dass kein Satz zuviel in das System aufgenommen worden; denn derjenige, der nicht in das System gehörte würde wahr seyn
    können, wenn der Grundsatz falsch, oder falsch, wenn auch der Grundsatz wahr wäre. Ist der Grundsatz gegeben, so müssen alle Sätze gegeben seyn; in ihm und durch ihn ist jeder einzelne gegeben. Es ist aus dem, was wir oben über die Verkettung der einzelnen Sätze in der Wissenschaftslehre gesagt haben, klar, dass diese Wissenschaft den angezeigten negativen Beweiss unmittelbar in sich selbst und durch sich selbst führe. Durchihn wird erwiesen, dass die Wissenschaft systematisch sei, dass alle ihre Theile in einem einzigen Grundsatze zusammenhangen [Z15]. — Die Wissenschaft ist ein System, oder sie ist vollendet, wenn weiter kein Satz gefolgert werden kann: und dies giebt den positiven Beweiss, dass kein Satz zu viel in das System aufgenommen worden. Die Frage ist nur die: wann und unter welchen Bedingungen kann kein Satz weiter gefolgert werden; denn es ist klar, dass das bloss relative und negative Merkmal: ich sehe nicht was weiter folgen könne, nichts beweist. Es könnte wohl nach mir ein anderer kommen, welcher da, wo ich nichts sah, etwas sähe. Wir bedürfen eines positiven Merkmals, dass schlechthin und unbedingt nichts weiter gefolgert werden könne; und das könnte kein anders seyn, als das, dass der Grundsatz, von welchem wir ausgegangen wären, das letzte Resultat sey. Dann wäre klar, dass wir nicht weiter gehen könnten, ohne den Weg, den wir schon einmal gemacht, noch einmal zu machen. Es wird sich bey einstiger Aufstellung der Wissenschaft zeigen, dass sie diesen Kreislauf wirklich vollendet, und den Forscher gerade bey dem Punkte verlässt, von welchem sie mit ihm ausging, dass sie also gleichfalls den zweyten positiven Beweiss in sich selbst und durch sich selbst führt *)."

    Zeile 1254
    [RS ES FEHLT WAS]
    "mehrere andere Systeme im menschlichen Geiste bestehen könnens Sie würden freilich weder mit jenem ersten, noch unter sich selbst den geringsten Zusammenhang [Z16], den kleinsten gemeinschaftlichen Punkt haben: aber das sollen sie auch nicht, wenn sie nicht ein einziges, sondern mehrere Systeme bilden sollen."

    Zeile 1731 [RS paraphrasiert: unzertrennlich verbunden, damit 2 Fundstellen]
    "Was unabhängig von der Wissenschaft im menschlichen Geiste da ist, können wir auch die Handlungen desselben nennen. Diese sind das Was, das vorhanden ist; sie geschehen auf eine gewisse bestimmte Art; durch diese bestimmte Art unterscheidet sich die eine von der andern; und dieses ist das Wie. Im menschlichen Geiste ist also ursprünglich vor unserm Wissen vorher Gehalt und Form, und beide sind unzertrennlich verbunden [Z17p]; jede Handlung geschieht auf eine bestimmte Art nach einem Gesetze, und dieses Gesetz bestimmt die Handlung. Es ist, wenn alle diese Handlungen unter sich zusammenhangen [Z18], und unter allgemeinen, besondern, und einzelnen Gesetzen stehen, für die etwanigen Beobachter auch ein System vorhanden."
     

    BeziehungFundstellen Ausweise Fichte 1794

    "zieh"
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     D:\EigDat\E-Books\Philosophie\Fichte\fichte_wissenschaftslehre_1794_2.txt (8 Treffer)
     Zeile  586: Platz ausserhalb der Anziehungskraft derselben finden
     Zeile  713: jahender Satz, und diese Beziehung ist seine Form.)
         Zeile  964: gebaut haben, allmächtig anzieht, und kein Stäubchen
         Zeile 1169: Eindrücke vom Nicht-Ich bestimmt, als wirklich zuziehende;
     Zeile 1337: Satz nicht in dergleichen Beziehung ein Satz der allge-
         Zeile 1417: eine Linie *) zu ziehen, sind wir nicht mehr im Gebie-
         Zeile 1967: der die Zuverlässigkeit unsers Systems in Zweifel zieht,
     Zeile 2256: mit welchem Rechte beziehen wir die Vorstellung auf

    Bezug 0 Treffer

    Relation 0 Treffer
     

    Fichte 1794 Beziehungsfundstellen mit Umgebung

    Zeilenumgebung 586 Anziehgskraft als implizite Beziehung?
    *) Sie wäre wohl auch werth, ihr die übrigen Kunstausdrücke aus ihrer Sprache zu geben; und die Sprache selbst, so wie die Nation, welche dieselbe redete, würde dadurch ein entschiedenes Uebergewicht über alle andere Sprachen und Nationen erhalten. senen Luft gegen die Atmosphärische, und den Grad ihrer Schnelligkeit berechnen; auch noch ehe er wusste, ob er eine Luftart finden würde, die um den erforderlichen Grad leichter sey, als die Atmosphärische: und Archimedes konnte die Maschine, durch welche
    er den Erdball aus seiner Stelle bewegen wollte, berechnen, ob er gleich sicher wusste, dass er keinen Platz ausserhalb der Anziehungskraft [B1] derselben finden würde, von welchem aus er sie könnte wirken lassen. — So unsere eben beschriebene Wissenschaft. Sie ist, als solche, nicht etwas, das unabhängig von uns, und ohne unser Zuthun existiere, sondern das erst durch die Freiheit unsers nach einer bestimmten Richtung hin wirkenden Geistes hervorgebracht werden soll; wenn es eine solche Freiheit giebt, wie wir gleichfalls noch nicht wissen können. Bestimmen wir diese Richtung vorher; machen wir uns einen deutlichen Begriff davon, was unser Werk werden soll! Ob wir es hervorbringen können oder nicht, das wird sich erst daraus ergeben, ob wir es wirklich hervorbringen. Jetzt ist nicht davon die Frage, sondern davon, was wir eigent-
    lich machen wollen; und das bestimmt unsere Definition.

    Zeilenumgebung 713
    Wir dürfen dies nur ein wenig zergliedern, um zu sehen, was dadurch eigentlich gesagt werde. — Dasjenige, von dem man etwas weiss, heisse indess der Gehalt, und das, was man davon weiss, die Form des Satzes. (In dem Satze: Gold ist ein Körper, ist dasjenige, wovon man etwas weiss, das Gold und der Körper; das was man von ihnen weiss, ist, dass sie in einer gewissen Rücksicht gleich sind, und in so fern eins statt der andern gesetzt werden könne. Es ist ein bejahender Satz, und diese Beziehung [B2] ist seine Form.) Kein Satz ist ohne Gehalt oder Form möglich. Es muss etwas seyn, wovon man weiss, und etwas, das man davon weiss. Der erste Satz aller Wissenschaftslehre muss demnach beides, Gehalt und Form haben. Nun soll er unmittelbar und durch sich selbst gewiss seyn, und das kann nichts anders heissen, als dass der Gehalt desselben seine Form, und umgekehrt die Form desselben seinen Gehalt bestimme. Diese Form kann nur zu jenem Gehalte, und dieser Gehalt kann nur zu jener Form passen; jede andre Form zu diesem Gehalte hebt den Satz selbst und mit ihm alles Wissen, und jeder andre Gehalt zu dieser Form hebt gleichfalls den Satz selbst und mit ihm alles Wissen auf.

    Zeilenumgebung 1337
    §. 5. Welches ist die Grenze, die die allgemeine Wissenschaftslehre von der besondern durch sie begründeten Wissenschaft scheidets Wir fanden oben (§. 3.) dass ein und eben derselbe Satz nicht in dergleichen Beziehung [B3] ein Satz der allgemeinen Wissenschaftslehre und ein Grundsatz irgend einer besondern Wissenschaft seyn könne; sondern dass etwa noch etwas hinzukommen müsse, wenn er das letztere seyn soll. — Das, was hinzukommen muss, kann nirgend anders her, als aus der allgemeinen wissenschaftslehre entlehnt seyn, da in ihr alles mögliche menschliche Wissen enthalten ist; aber es muss dort nicht in eben dem Satze liegen, der jetzt durch den Zusatz desselben zum Grundsatze einer Wissenschaftslehre erhoben werden soll, denn sonst wäre er schon dort Grundsatz, und wir hätten keine Grenze zwischen
    der besondern Wissenschaft, und den Theilen der allgemeinen Wissenschaftslehre. Es muss demnach etwa ein einzelner Satz der Wissenschaftslehre seyn, der mit dem Satze, der Grundsatz werden soll, vereinigt wird. Da wir hier nicht einen unmittelbaren aus den Begriffen der Wissenschaftslehre selbst entlehnten, sondern einen aus der Voraussetzung, dass es ausser ihr wirklich noch andre von ihr getrennte Wissenschaften gebe, entspringenden Einwurf zu beantworten haben, so können wir ihn nicht anders, als gleichfalls durch eine Voraussetzung beantworten; und wir haben vor der Hand genug gethan, wenn wir nur irgend eine Möglichkeit der geforderten Begrenzung aufzeigen. Dass sie die wahre Grenze angebe — ob es gleich wohl der Fall seyn dürfte — können und sollen wir hier nicht beweisen.

    Zeilenumgebung 2256
    Dieser zweite Theil ist an sich bei weitem der Wichtigste; der erste ist freilich nicht minder wichtig, aber nur als Grundlage des zweiten, und weil dieser ohne ihn schlechthin unverständlich ist. Im zweiten bekommt der theoretische Theil erst seine sichere Begrenzung, und seine feste Grundlage, in dem aus dem aufgestellten nothwendigen Streben, die Fragen beantwortet werden: Warum müssen wir unter der Bedingung einer vorhandenen Affektion überhaupt vorstellen; mit welchem Rechte beziehen [B4] wir die Vorstellung auf etwas ausser uns, als auf ihre Ursache; mit welchem Rechte nehmen wir überhaupt ein durchgängig durch Gesetze bestimmtes Vorstellungsvermögen an: (welche Gesetze nicht als im Vorstellungsvermögen einheimisch, sondern als Gesetze des strebenden Ich, deren Anwendung durch die Einwirkung des gegenstrebenden Nicht-Ich auf das Gefühl bedingt wird, vorgestellt werden.) In ihm wird eine neue durchgängig bestimmte Theorie des Angenehmen, des Schönen, und Erhabenen, der Gesetzmässigkeit der Natur in ihrer Freiheit, der Gotteslehre, des sogenannten gemeinen Menschenverstandes, oder des natürlichen Wahrheitssinnes, und endlich ein Naturrecht, und eine Sittenlehre begründet, deren Grundsätze nicht bloss formal, sondern material sind. Alles durch Aufstellung dreier Absoluten. Eines absoluten Ich, und der selbstgegebnen, unter Bedingung einer Einwirkung des Nicht-Ich vorstellbaren Gesetze; eines absoluten von allen unsern Gesetzen unabhängigen und freien, unter der Bedingung, dass es dieselben positiv oder negativ, aber immer in einem endlichen Grade ausdrücke, vorstellbaren Nicht-Ich; und einer absoluten, unter der Bedingung, dass es eine Einwirkung des Nicht-Ich von einer Wirkung des Ich, oder einem Gesetze unterscheide, vorstellbaren Vermögens in uns, uns nach Maassgabe der Einwirkung beider, schlechthin zu bestimmen. Ueber diese drei Absoluten hinaus geht keine Philosophie.

    Ende Analyse Wissenschaftslehre 1794.


    Fichte-1795  erfasst aber nicht ausgewertet
    Grundriss des Eigenthtümlichen der Wissenschaftslehre, in Rücksicht auf das theoretische Vermögen, als Handschrift für seine Zuhörer,
    von Johann Gottlieb Fichte.
    Erste Ausgabe: Jena, Gabler. 1795.
    Zweite unveränderte Ausgabe: Tübingen, Cotta. 1802-
    Zweite verbesserte Ausgabe: Jena und Leipzig, Gabler. 1802.

    Ende Grundriss des Eigenthtümlichen der Wissenschaftslehre 1795
     
     



    Fichte-1797  erfasst aber nicht ausgewertet
    Fichte, Johann Gottlieb (1797) Erste Ejnleitung in die Wissenschaftslehre, Philosophisches Journal Bd. V, S. 1—47. 1 7 9 7.
    Anmerkung. Von dieser Abhandlung, wie von dem ganzen Hefte des philosophischen Journals (Bd. V. Heft 1.), in welchem sie zuerst erschien, existiren zwei Abdrücke: 1) Augsburg, bei Georg Friedrich Wilhelm Späth, 1797; S) Jena und Leipzig, bei Christian Ernst Gabler, 1797. Der letztere Abdruck enthält einige Veränderungen, welche unter dem Texte bemerkt sind. — Die über dem Texte bemerkten Seitenzahlen mit Klammern [] beziehen sich auf den letzteren Abdruck, die freistehenden kleinen Zahlen auf den erstgenannten. —

    Ende Erste Ejnleitung in die Wissenschaftslehre 1797



    Fichte 1801
    Fichte, Johann Gottlieb (1801) Darstellung der Wissenschaftslehre. Aus dem Jahre 1801. Zum ersten Male gedruckt.)  In (3 — 163) Johann Gottlieb Fichte's sämmtliche Werke. Herausgegeben von J. B. FICHTE, Zweiter Band. Berlin, 1845. Verlag von Veit und Comp.
    [Interne Quelle: D:\EigDat\E-Books\Philosophie\Fichte\SW01_TheorPhilosophie-I_Fichte_1845.pdf]
     
     
    Gesamtzusammenfassung Beziehung und Zusammenhang Fichte 1801
    Es steht ziemlich sicher fest, dass Fichte in seiner großen, erstmals gedruckten Arbeit mit über 160 Seiten zur Wissenschaftslehre den Beziehungs- und Zusammenhangsbegriff nicht erklärt, näher erläutert oder gar definiert, auch nicht durch Querverweise, Fußnote oder Literaturhinweis. 

    Zusammenfassung Beziehung 1801
    Bei den ersten 5 Fundstellen von "Beziehung" der Seiten 3-60 wird der Begriff Beziehung nicht erklärt, näher erläutert oder gar definiert, auch nicht durch Querverweis, in Fußnote oder durch einen Literaturhinweis. Ich habe die weitergehende Analyse ab Ende S. 60 daher eingestellt.  Ich gehe davon aus, wenn die ersten 5 Fundstellen der ersten 58 Seiten (S. 3-60) keine Erklärung des Beziehungsbegriffs erfolgt, dies auch weiterhin nicht geschieht. 

    Zusammenfassung Zusammenhang 1801
    Bei den ersten 5 Fundstellen von "Zusammenhang" der Seiten 3-55 wird der Begriff Zusammenhang nicht erklärt, näher erläutert oder gar definiert, auch nicht durch Querverweis, in Fußnote  oder durch einen Literaturhinweis. Ich habe die weitergehende Analyse ab S. 55 daher eingestellt. Ich gehe davon aus, wenn die ersten 5 Fundstellen der ersten 52 Seiten (S. 3-55) keine Erklärung des Zussamenhangbegriffs erfolgt, dies auch weiterhin nicht geschieht. 

    Fundstellen Beziehung Ficht 1801
     Zeile  119: tes Vorstellens — versteht sich in Beziehung auf den Gegen
     Zeile  244: ihr liegt. Es kann ihr, in Beziehung auf Individuen, lediglich
     Zeile  941: Zero in Beziehung auf den Act, das aber schlechtweg und ohne
     Zeile 1206: Endlich sind die beiden Beziehungen derselben, das oben und
     Zeile 2155: den, dass es. in Beziehung auf ein mögliches Wissen, ein rei
     Zeile 3268: Nun wurde zwar nachher, nach Beziehung einer absolut
     Zeile 3672: ist sie vollendet, und in Beziehung auf den Raum ein geschlos
     Zeile 3878: Freiheit, sondern in irgend einer inneren Beziehung bestimmt.
     Zeile 3957: — Dieses also zu umfassende Wissen ist nun, in Beziehung auf
     Zeile 4731: durch das Universum. — Trieb, als Substantielles in Beziehung
     Zeile 5491: borgen bleibenden Beziehung auf das absolute Seyn. — Dieses
     Zeile 5561: der Charakter des Ich, in Beziehung auf das Wissen, — und
     Zeile 5576: verlören wir die Beziehung auf die Wahrnehmung, verlören
     Zeile 5705: Beziehung auf möglichen Portschritt der Klarheil nicht über
     Zeile 5787: wird nur in Beziehung auf das absolute Seyn negirt, d. h. ge
     Zeile 5856: gen in Beziehung auf seinen intelligiblen Charakter bedeute.
     Zeile 5873: Indifferenz des Wissens in Beziehung auf die Anschauung; je

    Erste Fundstellen "Beziehung" und ihre Textumgebung
    Zeile  119: "Endlich, indem er, dieses Alles zusammengefasst, zu wissen behauptet , sonach in alle Ewigkeit nicht anders zu urtheilen sich verspricht , setzt er sein in diesem Augenblicke gefälltes Urtheil, als Urtheil für alle Zukunft sowohl, als für alle Vergangenheit, wenn in ihr über diesen Gegenstand hätte geurtheilt werden sollen, fest; er betrachtet sonach sein Urtheil gar nicht als ein in diesem Augenblicke gefälltes, sondern übersieht sein und aller vernünftigen Wesen Urtheil über diesen Gegenstand schlechthin in aller Zeit, d. i. absolut zeitlos, wenn es mit der Behauptung des ausgesprochenen Wissens Grund haben soll. Mit einem Worte: der Leser schreibt sich zu eine Uebersicht und ein Auffassen altes Vorstellens — versteht sich in Beziehung auf den Gegenstand, an welchem wir es erwiesen haben — schlechthin mit Einem Blicke."

    Zeile  244: ihr liegt. Es kann ihr, in Beziehung auf Individuen, lediglich
    "3) Die Anschauung ist selbst absolutes Wissen, Festigkeit, Unerschütterlichkeit und Unwandelbarkeit des Vorstellens; die Wissenschaftslehre aber ist lediglich die Einheits-Anschauung jener Anschaung. Sie ist daher selbst absolutes Wissen, Festigkeit, Unerschütterlichkeit und Unwandelbarkeit des Urtheils. Das also, was nun wirklich Wissenschaftslehre ist, kann von einem vernünftigen Wesen nicht widerlegt, ihm kann nicht widersprochen. es kann daran nicht einmal gezweifelt werden, indem alle Widerlegung, aller Widerspruch und aller Zweifel auf ihrem Boden erst möglich gemacht wird, sonach tief unter ihr liegt. Es kann ihr, in Beziehung auf Individuen, lediglich das begegnen, dass jemand sie nicht besitze. 4) Da die Wissenschaftslehre eben nur die Anschauung des unabhängig von ihr vorausgesetzten und vorauszusetzenden
    Wissens (vom Linienziehen, Triangel u. s. w.) ist, so kann sie kein neues und besonderes, etwa nur durch sie mögliches materiales Wissen (Wissen von Etwas) herbeiführen, sondern sie ist nur das zum Wissen von sich selbst, zur Besonnenheit, Klarheit und Herrschaft über sich selbst gekommene allgemeine Wissen."

    Zeile  941: Zero in Beziehung auf den Act, das aber schlechtweg und ohne
    "Oder sie ruht im Charakter des absoluten Seyns, so dass ein Bestehen schlechthin vorausgesetzt werde, und dieses nur zu einem Bestehen des Wissens, zu einem Bestehen in und für sich selbst erhoben werde; sie sieht also auf das Innere dieses Sichergreifens: so soll dem Acte / desselben ein ruhendes Vermögen zum Acte vorausliegen; ein
    Zero in Beziehung auf den Act, das aber schlechtweg und ohne weiteres durch die Freiheit zum positiven Factum erhoben werden kann. Dass der Act vollzogen wird, der blossen Form nach, soll nach wie vor von der Freiheit abhängen; dass er aber vollzogen werden kann, soll in einem Seyn und Soseyn schlechthin begründet seyn. Das Wissen soll nicht, wie vor her, absolut leer seyn, und das Licht durch Freiheit erzeugen, sondern es soll das Licht absolut in sich selbst haben, und dasselbe durch Freiheit nur entwickeln und erfassen."

    Zeile 1206: "Endlich sind die beiden Beziehungen derselben, das oben und das unten, auch nicht ohne einander; und wir bekämen so, wie das Bcwusstseyn anhebt, ein untrennbares Fünffache, als eine vollkommene Synthesis."

    Zeile 2155: "Wir haben, ausser dem zu Anfange aufgestellten Begriffe des Absoluten, während der letzteren Untersuchungen einen noch schärferen von der Form des Absoluten uns errungen: den, dass es in Beziehung auf ein mögliches Wissen, ein reines, durchaus und schlechthin an sich gebundenes Denken sey, das nie aus sich selbst herauskam, um auch nur nach einem Warum seines formalen oder materialen Seyns zu fragen, oder ein Weil desselben, wenn es auch ein absolutes Weil wäre, zu setzen; in welchem, eben wegen dieser abso luten Negation des Weil, das Fürsich (das Wissen) noch nicht gesetzt ist, das also eigentlich ein blosses reines Seyn ohne alles Wissen ist, ohnerachtet wir dies Seyn in unserer Wissen der Wissenschaftslehre."
     
    S.60: Weitergehnde Analyse eingestellt. Ich gehe davon aus, wenn die ersten 5 Fundstellen der ersten 58 Seiten (S. 3-60) keine Erklärung des Beziehungsbegriffs erfolgt, dies auch weiterhin nicht geschieht. 

    Fundstellen Zusammenhang Ficht 1801
    Zusammenfassung Fundstellen Zusammenhang
    S.55: Weitergehnde Analyse eingestellt. Ich gehe davon aus, wenn  auf den ersten 52 Seiten (S. 3-55) keine Erklärung des Zussamenhangbegriffs erfolgt, dies auch weiterhin nicht geschieht.

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     Zeile  129: mehr bedeuten soll, als es dem Zusammenhange zufolge be
     Zeile 1005: Ein Wissen, welches, durch den Zusammenhang mit sei
     Zeile 1735: — Offen liegt hier der Wendepunct und Zusammenhang
     Zeile 1744: selben fürs wirkliche Wissen: dies ist der Zusammenhang mit
     Zeile 1907: Dieses Vollziehen wird nun im gegenwärtigen Zusammenhange
     Zeile 1944: ches nirgends soviel Licht, als in diesem Zusammenhange, sich
     Zeile 2197: absoluter Zusammenhang des A und B f + l, der ohne B(V°""
     Zeile 2207: menhang (+) mit dem Absoluten zusammenhangendes und das
     Zeile 2382: nur in einem anderen Zusammenhange, aufstellten; so dass
     Zeile 2867: in den Zusammenhang an (wie dieser Punct denn auch von
     Zeile 3025: einen Zusammenhang mit dem absoluten Seyn gar nicht habe;
     Zeile 3029: nicht einmal von irgend einem Zusammenhange mit diesem
     Zeile 4678: Zusammenhange. Das Ich, von welchem wir reden, ist an sich
     Zeile 4845: Diese Mannigfaltigkeit, ihr Zusammenhang und Verhältniss ist
     Zeile 5144: Dieser Zusammenhang der allgemeinen Wahrnehmung mit
     Zeile 5343: gesetztes, keinesweges ein den Zusammenhang, den wir nur

    Zeile  129: mehr bedeuten soll, als es dem Zusammenhange zufolge be
    "Nun verhindert uns nichts, davon zu abstrahiren, dass in dem gewählten Beispiele es gerade das Vorstellen über die Linie zwischen zwei Puncten war, welches mit dem Einen
    Blicke umfasst wurde; und demzufolge als Resultat unserer Untersuchung den bloss formalen Satz aufzustellen: es giebt, falls der Leser unsere obigen Fragen beantwortet hat, wie wir es voraussetzten, für denselben ein Wissen, und dieses Wissen ist das Auffassen eines gewissen Vorstellens (oder, wie wir lieber sagen, der Vernunft; welches Wort indessen hier nicht mehr bedeuten soll, als es dem Zusammenhange [1801-Z1] zufolge bedeuten kann) in seiner Gesammtheit schlechthin mit Einem Blicke. Nichts verhindert uns, sage ich, diese Abstraction zu machen, wenn wir nur nicht etwa vermittelst derselben unser Resultat willkürlich erweitern, sondern gänzlich unentschieden lassen, ob es bloss den zum Beispiel untergelegten Gegenstand eines Wissens, oder ausser ihm auch noch mehrere gebe."

    Zeile 1005: Ein Wissen, welches, durch den Zusammenhang mit sei
    §. 14. Wort -Erklärungen.
    Ein Wissen, welches, durch den Zusammenhang [1801-Z2] mit seinem Neben-Wissen, gesetzt wird als seyend, schlechthin was es ist, ist ein Wissen von Qualität. Ein solches Wissen ist nothwendig ein Denken; denn nur das Denken ruht vermöge seiner Einheits-Form auf sich selbst, dagegen das Anschauen nie auf eine Einheil kommt, die sich nicht wieder in Separaten auflöste. Das Wissen von Qualität, von welchem wir hier gesprochen haben, ist das absolute Fürsichseyn des absoluten Wissens selbst. Aus diesem heraus, und über dasselbe hinausgehen kann kein Wissen.

    Zeile 1735: — Offen liegt hier der Wendepunct und Zusammenhang
    "Auf diese Art also ist das Seyn mit dem Wissen verbunden ´[1801-Z3p?] , indem das Wissen selbst sich als ein absolutes und unveränderliches Seyn (ein Seyn, was es ist, in dem es ursprünglich sich fixirt findet) auflasst. — Offen liegt hier der Wendepunct und Zusammenhang [1801-Z4] mit dem früheren Raisonnement: er liegt zwischen Freiheit und Nichtfreiheit. Die Freiheit (immer die formale — mit der materialen oder quantitativen — innerhalb der Quantität, welche letztere hier selbst durch die erstere herbeigeführt ist. — haben wir es in diesem ganzen Abschnitte nicht zu thun) ist selbst nichtfrei, d. i. sie ist gebundene Freiheit, diese in Form der Nothwendigkeit, — wenn einmal ein Wissen ist."

    Zeile 1744: selben fürs wirkliche Wissen: dies ist der Zusammenhang mit
    "... Möglichkeit des Wissens allein durch Freiheit, Nothwendigkeil der selben fürs wirkliche Wissen: dies ist der Zusammenhang [1801-Z4] mit dem Obigen. Die Aufgabe ist gelöst, und der Miltelpunct der vorigen Synthesis selbst ins Wissen aufgenommen, d. h. der Mittelpunct der jetzigen aufgestellt. Das Wissen ist in sich selbst zu Ende: es umfasst sich und ruht auf sich selbst als Wissen."

    Zeile 1907: Dieses Vollziehen wird nun im gegenwärtigen Zusammenhange
    "Denken nichts Anderes, als die völlige Aufhebung der Freiheit, der absoluteste Fatalismus und Spinozismus.) Nun ist aber ferner, wie aus dem Obigen bekannt. dieses
    Denken der formalen Freiheil nur unter der Bedingung möglich (wie wir indessen sagen, das absolute Wissen, aber für jetzt sagen zu lassen uns sehr hüten wollen), dass die formale Freiheit, oben beschriebener Weise, sich selbst innerlich vollziehe. Dieses Vollziehen wird nun im gegenwärtigen Zusammenhange gleichfalls gedacht; denn die ganze Stimmung des Wissens, die wir hier betrachten, ist ja ein Ruhen und Gebundenseyn an sich. Hierdurch wird nun die unten liegende Anschauung. für das ruhende Denken nemlich, selbst zu einem Seyn (Zustande), zu einem, ob es gleich Agilität in sich ist und bleibt, doch eben das Denken Bindenden, indem es dasselbe aus dem Schweben zwischen Seyn und Nichtseyn, wie es in der reinen Möglichkeit war, zum positiven Seyn fixirt."

    Zeile 1944: ches nirgends soviel Licht, als in diesem Zusammenhange, sich
    "Steigen wir von hier aus zu einem Nebengliede, über welches nirgends soviel Licht, als in diesem Zusammenhange [1801-Z5] , sich verbreiten lässt."
     
    S.55: Weitergehnde Analyse eingestellt. Ich gehe davon aus, wenn die ersten 5 Fundstellen der ersten 52 Seiten (S. 3-55) keine Erklärung des Zussamenhangbegriffs erfolgt, dies auch weiterhin nicht geschieht. 

    Ende  Darstellung der Wissenschaftslehre 1801 (erstmals gedruckt)
     



    Fichte 1802
    Fichte, Johann Gottlieb (1802) Wissenschaftslehre. Zweite, verbesserte Auflage. Jena und Leipzig: Gabler.

    Ende  Wissenschaftslehre zweite verbesstere Auflage 1802



    Fichte 1810

    Fichte, Johann Gottlieb (1810) Die Wissenschaftslehre in ihrem allgemeinen Umrisse. Erste Ausgabe: Berlin, bei J. E. Hitzig. In (696-708) Johann Gottlieb Fichte's sämmtliche Werke. Herausgegeben von J. B. FICHTE, Zweiter Band. Berlin, 1845. Verlag von Veit und Comp.
    [Interne Quelle: D:\EigDat\E-Books\Philosophie\Fichte\SW02_TheorPhilosophie-II_Fichte_.pdf]
     
     
    Gesamtzusammenfassung Beziehung und Zusammenhang Fichte 1810
    Es steht sicher fest, dass Fichte in seiner letzten zusammenfassenden Arbeit mit 13 Seiten zur Wissenschaftslehre den Beziehungs- und Zusammenhangsbegriff nicht erklärt, näher erläutert oder gar definiert, auch nicht durch Querverweise, Fußnbote oder Literaturhinweis. 

    Zusammenfassung Beziehung 1810
    Es gibt nur 4 Fundstellen von "Beziehung" auf den Seiten 696-708. Hier wird der Begriff Beziehung nicht erklärt, näher erläutert oder gar definiert, auch nicht durch Querverweis, in Fußnote oder durch einen Literaturhinweis. 

    Zusammenfassung Zusammenhang 1810
    Es gibt nur 2 Fundstellen von "Zusammenhang" auf den Seiten 696-708. Hier wird der Begriff Zusammenhang nicht erklärt, näher erläutert oder gar definiert, auch nicht durch Querverweis, in Fußnote oder durch einen Literaturhinweis. 

    Beziehung in Fitchte 1810
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     D:\EigDat\E-Books\Philosophie\Fichte\Wissenschaftslehre_1810.txt (4 Treffer)
     Zeile 234: unmittelbaren Beziehung gefühlt, und erhalten, durch diese Be
     Zeile 244: in seiner doppelten Beziehung zur Körperwelt, theils als
     Zeile 245: Sinn, um die Beziehung derselben auf seinen Trieb zu fühlen,
     Zeile 274: dieses ganze Gebiet nichts, und nur in seiner Beziehung auf

    Zeile 234: "Diese durch den Trieb geforderte Wirksamkeil kann nur eine Wirksamkeit auf die Körperwelt seyn. Der Trieb zur Wirksamkeit wird daher angeschaut in einer unmittelbaren Beziehung auf die Körper; diese werden demzufolge in dieser unmittelbaren Beziehung gefühlt, und erhalten, durch diese Beziehung, ihre innere, mehr als raumfüllende Qualität; und es wird durch diese Bemerkung die oben unvollendet gebliebene Bestimmung der Körper vollendet.

    Zeile 244-245: "Sollte zufolge dieses Triebes, und der Erscheinung der Selbstbestimmung, das Vermögen sich als in der That wirkend erblicken, so würde es in dem Erblicken dieser Wirksamkeit mit der Körperwelt in dieselbige Eine Form der Anschauung zusammenfallen : es wurde darum in dieser mit der Körperwelt vermittelnden Anschauung sich selbst als einen Körper erblikken; in seiner doppelten Beziehung zur Körperwelt, theils als Sinn, um die Beziehung derselben auf seinen Trieb zu fühlen,
    theils als Organ, um seine Wirksamkeit darauf anzuschauen."

     Zeile 274: "Da das Vermögen, ohne Schema des götttlichen Lebens, nichts ist, hier aber dasselbe in dieser seiner Nichtigkeit schematisirt wird, so ist dieses ganze Gebiet nichts, und nur in seiner Beziehung auf das wirkliche Seyn, indem dessen factische Möglichkeit dadurch bedingt ist, erhält es eine Bedeutung."
     

    Zusammenhang in Fichte 1810
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     D:\EigDat\E-Books\Philosophie\Fichte\Wissenschaftslehre_1810.txt (2 Treffer)
     Zeile 268: werden könne: und dies bildet den Zusammenhang zwischen
     Zeile 412: Princip aufgehoben und vernichtet wird. Ihr Zusammenhang

    Zeile 268: "Es ist klar, dass der Zustand, da das Vermögen sich lediglich der Anschauung der Körperwelt hingiebt, und in der selben aufgeht, mit demjenigen, da es auf seinen Trieb auf die schon erkannte zu wirken aufmerkt, auseinanderfällt; dass je doch auch in dem letzten Zustande ein Schema der vorhanden seynsollenden Dinge bleibt, damit der Trieb auf sie bezogen werden könne: und dies bildet den Zusammenhang zwischen diesen beiden auseinanderfallenden Zuständen der Anschauung. Dieses ganze Gebiet der Anschauung ist, wie gesagt. Ausdruck und Schema des blossen Vermögens. Da das Vermögen, ohne Schema des götttlichen Lebens, nichts ist, hier aber dasselbe in dieser seiner Nichtigkeit schematisirt wird, so ist dieses ganze Gebiet nichts, und nur in seiner Beziehung auf das wirkliche Seyn, indem dessen factische Möglichkeit dadurch
    bedingt ist, erhält es eine Bedeutung."

    Zeile 412: "Beide, das reine Denken und das Anschauen, fallen also auseinander, dass das letztere durch das erstere bis in sein Princip aufgehoben und vernichtet wird. Ihr Zusammenhang aber wird dadurch gebildet, dass das letztere die factische Möglichkeit des ersten bedingt; auch dass das in dem letzteren erschienene Ich in seinem blossen Schema (denn in seiner Wirklichkeit ist es zugleich mit dem Triebe vernichtet) auch im erstereu bleibt, und darauf sich besonnen wird."

    Ende  Wissenschaftslehre in ihrem allgemeinen Umrisse 1810
     





    Literatur (Auswahl)
    Hinweis: Fichte Digitalisate sind umfangreich im  Internetarchiv  dokumentiert:
    • Fichte, Johann Gottlieb (1794) Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre als Handschrift für seine Zuhörer. Jena und Leipzig: Gabler.

    • [Interne Quelle: D:\EigDat\E-Books\Philosophie\Fichte\Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre.pdf]
    • Fichte, Johann Gottlieb (1795) Grundriss des Eigenthtümlichen der Wissenschaftslehre, in Rücksicht auf das theoretische Vermögen, als Handschrift für seine Zuhörer,
    • Fichte, Johann Gottlieb (1797) Erste Ejnleitung in die Wissenschaftslehre, Philosophisches Journal Bd. V, S. 1—47. 1 7 9 7.
    • Fichte, Johann Gottlieb (1801) Darstellung der Wissenschaftslehro a. d. J. 1801. . . 3 — 163

    • [Interne Quelle: D:\EigDat\E-Books\Philosophie\Fichte\SW01_TheorPhilosophie-I_Fichte_1845.pdf]
    • Fichte, Johann Gottlieb (1802) Wissenschaftslehre. Zweite, verbesserte Auflage.
    • Fichte, Johann Gottlieb (1810) Die Wissenschaftslehre in ihrem allgemeinen Umrisse.

    • [Interne Quelle: D:\EigDat\E-Books\Philosophie\Fichte\SW02_TheorPhilosophie-II_Fichte_.pdf]
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    Links (Auswahl: beachte)
    • Buchhinweis: Psychologie der Relationserfassung und des Vergleichens von Dr. Georg Katona (1924. Leipzig: Barth).
    • Begriffsanalyse Zusammehang.
    • Begriffsanalyse Beziehung und Zusammenhang von Sachverhalten.
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    Glossar, Anmerkungen und Fußnoten  > Eigener wissenschaftlicher Standort. * Eigener weltanschaulicher Standort *
    1) GIPT= General and Integrative Psychotherapy, internationale Bezeichnung für Allgemeine und Integrative Psychotherapie.
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    Notizen
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    Querverweise
    Standort: Begriffsanalyse Zusammenhang und Beziehung in Fichtes Wissenschaftslehre..
    *
    Haupt- und Verteilerseite Begriffsanalysen.
    Überblick Arbeiten zur Theorie, Definitionslehre, Methodologie, Meßproblematik, Statistik und Wissenschaftstheorie besonders in Psychologie, Psychotherapie und Psychotherapieforschung.
    *
    Suchen in der IP-GIPT, z.B. mit Hilfe von "google": <suchbegriff> site:www.sgipt.org
    z.B. Wissenschaft site:www.sgipt.org. 
    *
    Dienstleistungs-Info.
    *

    Zitierung
    Sponsel, R.  (DAS). Begriffsanalyse Zusammenhang und Beziehung in Fichtes Wissenschaftslehre. Internet Publikation  für Allgemeine und Integrative Psychotherapie  IP-GIPT. Erlangen:  https://www.sgipt.org/wisms/sprache/BegrAna/BezZus/BA_BezZus_Fichte.htm
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    Änderungen Kleinere Änderungen werden nicht extra ausgewiesen; wird gelegentlich überarbeitet und ergänzt.
    12.02.2026    Abgeschlossen.
    10.05.2026    angelegt.