Internet Publikation für
Allgemeine und Integrative Psychotherapie
(ISSN 1430-6972)
Abteilung Politische Psychologie, Bereich
Recht - Überblick
- Präambel
- Sprache -
IP-GIPT DAS=21.01.2009
Internet-Erstausgabe, letzte Änderung 11.05.13
Impressum:
Diplom-Psychologe Dr. phil. Rudolf Sponsel
Stubenlohstr. 20 D-91052 Erlangen
Mail:
sekretariat@sgipt.org_
Zitierung
& Copyright_
Anfang Unrecht im Namen des Rechts: Kapitalrecht
- Justizkritik_Service_
Überblick_
Relativ
Aktuelles_Rel.
Beständiges Titelblatt_
Konzept_
Archiv_
Region__
_Wichtiger
Hinweis zu Links und Empfehlungen
Willkommen in unserer Internet-Publikation
für Allgemeine und Integrative Psychotherapie, Abteilung Politische
Psychologie, Bereich Recht (Justiz) und hier speziell zum Thema:
Dokumente und Materialien zum Thema Unrecht im
Namen des Rechts,
ermöglicht, gedeckt und gefördert durch
Politik, Macht und oberfaule Eliten
und ihre Medien.
Unrecht im Namen des Rechts
Kapitalrecht - Justizkritik
Das Ergebnis dieser traurig-empörenden Seite
ist: Recht ist etwas anderes als was bei uns geschieht. Recht und Rechtsstaat
finden nur sehr bedingt statt, aber viel Unrecht im Namen des Rechts. Wer
Mist macht auf höherer Ebene, wird in den Amigorepubliken gnadenlos
belohnt; je bedeutender Position und Schaden, desto milder die Strafe,
denn Eigentum und Macht verpflichtet - zu mehr natürlich.
Euro-Dollar-Justitia
der Deutschland Amigo AG. RS 1975/2009
von Rudolf
Sponsel, Erlangen
Inhalt-Stichworte (Alphabetisch):
Editorial
*
Abzocke
* Ackermann * ÄrztInnen,
PsychiaterInnen und PsychologInnen als willfährige Gutachter im Staatsauftrag
* Afghanistan-Krieg
* Aktenflucht im Bundesarchiv
* Amigos...
* Amts- und Gerichtssprache *
Arbeitsmarktstatistik
* Arbeitssituation- und Arbeitsrecht * Aristoteles
Staatstheorie * Armut * Auf
dem rechten Auge blind * Aufklärung
* Bagatellverfahren
* Bahn-Bespitzelung * Banken
und Geldinstitute * Barschel * Bayern
* Bayerische Landesbank * Bayerisches
Versammlungsrecht * Becker, B. * Bestverdiener
*
Bock-Gärtner-Phänomene
* Boni statt Mali * Bürokratie
* Bundesfinanzhof * Bundesgerichtshof:
Lehman-Fehlurteil
* Bundespräsident * Bundestag
* Bundesverfassungsgericht(Fehlurteile)
* Bundestrojaner * Bundeswehr
* Bundesmarine * Chemie-Schäden * Containern
* Cross-Border-Leasing (CBL)
* Deutsche
Nachkriegs"eliten" mit Nazivergangenheit * Diehl
* Eigentum verpflichtet * Eliten
* Entnazifizierung * Esser
* EU Europäische Union * EZB
Europäische Zentralbank * Falschbeschuldigungen
* Fehlurteile > Justizirrtum
* Filbinger * Finanzkrise
* Finanzgerichte
* Finanzverwaltung
*Flick-Skandal * Freiheit
* Geheimdienste * Gewaltenteilung
auf dem Papier * Guttenberg - kein Promibonus?
* Hartz-IV * Hartz,
P. * Hessen * Heuschrecken-Recht
*
IKB * Im Namen des Volkes*
Insiderhandel
* Insolvenzrecht gegen Arbeitnehmer
* Internet: Internetberichterstattung
* Filesharinghaftung *
Hitlers
Gesetze und Erlasse gelten auch in der Bundesrepublik * Justizirrtum
* Justizmobbing * Justizreform
* Justiz- &. Rechtssysteme
*
Kanther
*
Kartellrecht
* Kirchenpriviledien * Kirchprozess
* Koch * Kohl * Kommunen
* Korruption * Kreditabtretung
* Leuna * Liechtenstein
* Liechtenstein-Prozesse *
Lobbyismus:
Konzerne
schreiben die Gesetze, Ständiger
Rechtsbruch in Brüssel * Löhne * Mannesmann
* Mappus * Ministerpräsidenten
* Naturrecht * Nazi-Juristen
* Nazi-Rechtsprechung * Neue
Richtervereinigung * Obama * Oberländer
* Oligarchie * Pacta
sunt servanda * Parteien * Pasker
* Pervertierung des
Leistungsprinzips * Politik * Polizei
* Positives Recht * Prozessberichterstattung
Internet > Internetberichterstattung * Psychiatrisierung
* Public
Private Partnership (PPP) * Puvogel
* Recht * Rechtsstaat *
Rechtsstaatvarianten
* Rechtsverdreher:
Zumwinkel
*
Rechtsmissbrauch
* Rentenbetrug Risikoverschleierung?
* Richterbund:
Erklärung,
Kritik
* Richter-Kriminalität * Sachsen-Landesbank
* Sachsen NPD Skandal * Sachsen-Skandal
*
Schmid
* Schneider Immobilien-Skandal
*
Schweiz * SEK
- Sonder-Einsatz-Kommando: unverhältnismäßige
Einsätze * Siemens * Spendenbetrug
* Staatsanwaltschaften * Stasi
* Staatsterrorismus * Statistik
deutscher Rechtspflege * Statistikfälschungen
* Steuern * Steuerhinterziehung
* Steueroasen * Steuerfahndung:
Frankfurter
Psychopathologisierungen * Steuersünder,
prominente * Strafen und Strafmaß:
Absonderliche
Strafmaßbegründungen * Strafgesetzbuch
* Strauß, Max * Stuttgart
21 * Transparenz * Trennung Staat
und Kirche * Verbraucherschutz
* Verfahrenseinstellungen * Verfassungsbrüche
* Verfassungsschutz * Versetzungen
* Versicherungsrecht * VW-Skandal
* Werbung * Whistleblower
* Wiedervereinigung * Wiesheu
* Wissenschaftstheorie * Zimmermann("Old
Schwurhand") * Zivilcourage
* ZPO
§
522 Abs. 2 * Zumwinkel
*
Zweierlei
Maß *
Literatur
* Links * Querverweise*
Wir leben in einem Schweizer-Käse-Rechtsstaat
mit viel Löchern.
"Ein Land, das solche Richter hat und duldet, braucht keine Feinde
mehr." (>VGH)
„Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!“
(Brecht)
|
Editorial: Im sog. deutschen Rechtsstaat
gilt das Prinzip (Art 3,1
GG): vor dem Gesetz sind alle gleich bis auf die, die gleicher sind,
d.h. Macht oder Geld haben oder zum Justizsystem selbst gehören. Der
Rechtsstaat
im Namen der Freiheit, der sich
nach dem Dritten Reich mangels unbelasteter RichterInnen (> Entnazifizierung),
PolitikerInnen und Eliten gar nicht richtig entwickeln
konnte, ist durch die Macht der Verhältnisse in wichtigen Teilen in
fortschreitender Auflösung begriffen. Das Recht ist weitgehend ein
Spiegel der gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse und der
hierfür (un)verantwortlichen
Eliten, die in
diesem Lande extrem korrumpiert, funktions- und positionsorientiert verlottert
sind. Eine oligarche
Fehlentwicklung stützt
und fördert die andere. Das Leistungsprinzip ist weitgehend aufgehoben:
SesselfurzerInnen und Ellenbogentartüffs bestimmen, wo's lang geht.
Was diese Leute wirklich können und drauf haben, kann man sehr drastisch
an der Bewältigung der Finanz- und
Wirtschaftskrise studieren: Die können wirklich nichts, außer
Schulden
machen, die sie nicht bezahlen müssen, wobei sie sich noch völlig
scham- und hemmungslos die eigenen Taschen vollstopfen. Und wer Mist macht
auf höherer Ebene, wird gnadenlos belohnt. In diesem einzigartigen
Sumpf steckt die Justiz nicht nur, sie stützt und deckt ihn auch in
vielfältiger Weise und ist in nicht geringen Teilen selbst infiziert.
So gesehen hat sich das deutsche Rechts- und Unrechtswesen nach dem Zusammenbruch
des Dritten Reiches wieder extrem unverhältnismäßig zu
Gunsten der Mächtigen und Reichen entwickelt. Wie deutsche Gerichte
inzwischen weitgehend gesehen werden, scheint man auch im Richterbund
allmählich mitzubekommen, wobei man die Realität geflissentlich
verleugnet (Ausnahme: BGH
Vorsitzender Tolksdorf). Man hat nicht verstanden, dass jede bewusste
Problemlösung
mit der Problemwahrnehmung anfängt. Dazu gehörte
z.B. auch die Wahrnehmung der Rechtsrealität, dass Artikel 14,2
GG, Eigentum verpflichtet,
die Druckerschwärze nicht wert ist und seit Jahrzehnten nicht die
geringste faktische Bedeutung hat. Es sind nur große, hohle und theatralische
Worte. Hauptverantwortlich sind die Politik mit ihren Unrechtsgesetzen
und bürokratischen Hürden und eine Justiz, die viel mehr als
nötig sehr willfährig, wie überall auf der Welt, Unrecht
im Namen des Rechts zugunsten der Reichen und Mächtigen spricht und
sich - wie auch totalitäre Systeme - hinter Formalismen verschanzt.
Das ist die große Achillesverse des Rechts. Und deshalb kamen die
große Schar der Rechtsverbrecher und Rechtsbeuger meist nicht nur
glimpflich davon, sondern sie konnten in ihren neu-alten Roben auch
ganz einfach so weiter machen als wäre nichts gewesen (3. Reich, DDR):
von den ca. 570 Richtern und Staatsanwälten des Volksgerichtshofes
wurde gerade mal einer (Lautz) zu 10 Jahren
Zuchthaus verurteilt, aber bereits 1951 begnadigt. Ein Land, das solche
Richter hat und duldet, braucht keine Feinde mehr. Eine wesentliche Hauptaufgabe
jeder Justiz ist es, die Gesetze anzuwenden, Recht zu sprechen, um die
Rechtsordnung und den Rechtsfrieden zu sichern. Und so wähnt sich
die Justiz einzig dem Gesetz verpflichtet, aber das ist reine Propaganda,
denn das Gesetz ist sehr vielfältig, und es gibt viele Möglichkeiten,
die Gesetze so oder anders auszulegen. Welche Norm greift in diesem oder
jenen Fall mehr oder weniger? Artikel 3,1 GG, wonach vor dem Gesetz alle
gleich sein sollen, wird ständig missachtet. Die StaatstheoretikerInnen
und Rechtsgelehrten haben noch keinen Weg gefunden, dieser fürchterlichen
Rechtsstaatspest einen wirksamen Riegel vorzuschieben. Ist nun die Bundesrepublik
ein Rechtsstaat und wenn: wie sehr (> Schweizer
Käse Metapher)? Damit stellt sich die Grundsatzfrage, was eine
sog. rechtsstaatliche Justiz von einer gewöhnlichen Justiz, die es
auch in allen Staatsformen und Diktaturen gibt, unterscheidet?
Die folgenden Materialien und Dokumente zur Rechtsprechung
werden im Laufe der Zeit meine Kritik und Thesen durch immer mehr Belege
aus den verschiedensten Bereichen untermauern: Reiche, Mächtige
und Amigos erfahren eine rechtliche Vorzugsbehandlung. Sehr wichtig
bei der Gesamtbetrachtung ist auch, dass der gesamte Justizapparat der
Bundesrepublik aus dem Nationalsozialismus hervorgegangen ist. Das wurde
nicht nur nie angemessen aufgearbeitet, sondern die Justizverbrechen der
Nazijuristen
wurden durch Vertuschen, Bagatellisieren, Umdeuten und sophistisches Verdrehen
in scheinbar rechtmäßiges Verhalten in widerwärtigster
Weise in doppeltes Unrecht verwandelt. Es ist ein großes Verdienst
der 68er Bewegung, diesen zum Himmel stinkenden Justiz- und Nachkriegseliten-Saustall
in die Öffentlichkeit gebracht und unabweisbar belegt zu haben, wobei
auch Materialien, die von der DDR aus propagandistischen
Motiven zur Verfügung gestellt wurden, sehr wichtig waren. Die deutsche
Nachkriegs-Justiz ist wesentlich von Nazi-Richtern aufgebaut, wie die gesamte
Republik wesentlich von Nazis, Exnazis, ihren Apparatschiks und opportunistischen
MitläuferInnen aufgebaut wurde. Die Entnazifizierung
war weitgehend eine Farce und Theater. Die juristische Naziaufarbeitung
spottet jeder Beschreibung und ist ein erneuter Beleg für die Sentenzen:
Eine
Krähe hackt der andern kein Auge aus und die Großen lässt
man laufen und die Kleinen hängt man auf. Rechtsstaat?
Absurde,
antinomische, aporietische oder paradoxe Verhältnisse?
Abwehr-Strategien
> Strategien
und Taktiken der Verschleppung, Abwiegelung und Entmutigung.
Allgemeine Abwehrmanöver in Stichworten: * "abern"
(Ja, aber) * abstreiten * abwiegeln * aussitzen * bagatellisieren * fehlende
Rechtsgrundlage behaupten * Fristen verstreichen lassen * Gutachten verlangen
* In Sicherheit wiegen * Kann niet-verstaan * Kommission einberufen * liegen
lassen * Mittel reklamieren * Nacherklärungen, Nachbesserungen verlangen
* nicht reagieren (Toter Mann Spiel) * scheinbare Zugeständnisse machen
* umdeuten * Unterlagen * Untersuchungsausschuss einsetzen * Unverständnis
vorgeben * verdrehen * verleugnen * verlieren * verschleppen
* Voraussetzungen in Frage stellen * Zeit gewinnen * Zeitmangel behaupten
* Zuständigkeitsspiele *
Abzocke
Abkassierte
Kunden – Das System Vodafone [PDF]
"Der Telekommunikationsriese Vodafone kämpft hierzulande mit der
Telekom um die Marktführerschaft - und das mit "harten Bandagen" und
unerlaubten Mitteln. So klagen immer mehr Vodafone-Stammkunden darüber,
dass sie - häufig sogar gegen ihren ausdrücklichen Willen - von
Vodafone-Mitarbeitern angerufen werden. Bei den Gesprächen sollen
sie mit angeblichen Vorteilen in neue Tarife und Verträge gelockt
werden. Doch die sind nachher oft teurer als zuvor, kritisiert auch der
Bundesverband der Verbraucherzentralen. Den Verbraucherschützern fällt
Vodafone besonders negativ auf - zur Zeit läuft eine Klage wegen unerlaubter
Telefonwerbung gegen das Unternehmen. Trickreich gehen Vodafone-Mitarbeiter
auch vor, um Kunden anderer Firmen anzuwerben. Nach einem unautorisierten
und damit verbotenen Anruf werden immer wieder angebliche Vertragsabschlüsse
vorgetäuscht, um Provisionen zu kassieren. Das und viele weitere "Tricks"
bestätigt Frontal21 ein ehemaliger Vodafone-Mitarbeiter." [F21
7..5.13]
Ackermann. [W.MannesmannProzess]
ÄrztInnen,
PsychiaterInnen und PsychologInnen als willfährige GutachterInnen
im Staatsauftrag
Parapsychopathologische
forensische Gutachter - okkulte Nichtsachten
Der gesunde Menschenverstand besagt: Wenn man nichts weiß,
kann man nichts sagen und erst recht nicht gutachten. Das mag für
jeden vernünftig denkenden Menschen ab einem IQ von 90 unmittelbar
einleuchtend und richtig sein, aber die forensisch-psychiatrische Zunft
kümmert das nicht, am wenigsten einige verantwortliche forensisch-psychiatrische
Professoren (z.B. Kröber, Saß). Offenbar maßen sie sich
besondere parapsychopathologische
Fähigkeiten an, wenn sie auch ohne angemessene Datengrundlage
bei Beweisfragen "gut"achten, wo das in aller Regel nicht möglich
ist, ganz typisch etwa bei Schuldfähigkeitsgutachten,
wo doch der § 20 StGB ganz eindeutig, klar und unmissverständlich
formuliert: "Ohne Schuld handelt, wer bei Begehung der Tat
wegen einer tiefgreifenden Bewußtseinsstörung
oder wegen Schwachsinns oder einer schweren anderen seelischen Abartigkeit
unfähig
ist, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln."
Es ist schlicht und einfach nicht möglich, ohne zu den fraglichen
Tatzeitpunkten persönlich untersucht
und exploriert zu haben, etwas
über die seelisch-geistige Verfassung der ProbandIn zu eben den fraglichen
Tatzeitpunkten auszusagen. Und so sehen es ja auch die "Mindestanforderungen
für Schuldfähigkeitsgutachten" (insbesondere 1.13,
1.17,
1.18,
1.21).
Wer ohne Datengrundlage trotzdem "gut"achtet, obwohl er nichts weiß,
kann nur ein okkultes Nichtsachten ("Meinungsachten", "Mutmaßungsachten",
"Phantasieachten", "Spekulationsachten") fertigen. Okkult deshalb, weil
offenbar auf verborgene Erkenntnisquellen zurückgegriffen wird; Nichtsachten,
weil keine Datengrundlage zu Befinden und Verfassung während der fraglichen
Tatzeitpunkte vorliegt, die Datenbasis also die leere Menge, das
Nichts ist. Das wirft die Hypothese auf, ob solcherart verstandene forensische
Psychiatrie nichts selbst ein (pseudo-) wissenschaftliches
Wahnsystem ist.
Das parapsychopathologische und okkultue Nichtsachten
wird anscheinend auch besonders von einigen "renommierten" Professoren
der forensischen Psychiatrie - angeblich die "crème de la crème"
(O-Ton, Justizministerin
Dr. Beate Merk) - gepflegt, so z.B. Prof. H.-L Kröber im Fall
Mollath (Übersicht)
oder Prof. Henning Saß im Fall Zschäpe (SZ
2.5.13) und nicht nur von "unteren Rängen" wie den Nürnberger
oder Bayreuther "Gut"achtern im Fall Mollath.
Abschiebehaft:
Der Fall Prof. Dr. Theo Vogel
In Niedersachsen und in den nördlichen Bundesländern haben
umstrittene Gutachten von Prof. Dr. Theo Vogel vor allem bei der
Abschiebehaft für Aufsehen und Kritik gesorgt. In einer parlamentarischen
Anfrage
Bündnis 90/ Die Grüne vom 12.08.2009 heißt es: "Prof.
Dr. Vogel wurde bereits mehrfach von niedersächsischen Ausländerbehörden
mit der Erstellung von Gutachten zur Reisefähigkeit abzuschiebender
Personen beauftragt. Zu dem genannten Gutachten nimmt Dr. med. Hans Wolfgang
Gierlichs, zertifizierter Gutachter und Supervisor der Landesärztekammer
Nordrhein-Westfalen für die Begutachtung in aufenthaltsrechtlichen
Verfahren, Stellung mit der Aussage: „Zusammenfassend weist das Gutachten
erhebliche methodische Mängel auf, es ist darüber hinaus tendenziös.“
Afghanistan-Krieg > Bundeswehr.
Der Afghanistan Krieg ist für jedermann offensichtlich grundgesetzwidirg.
Das Grundgesetz, weniger als ½ Jahr nach der Erklärung der
Menschenrechte am 23. Mai 1949 unterzeichnet, erlaubt aus guten Gründen
Krieg nur im Verteidigungsfall (GG Artikel 26
und 115
a folgende).
Krieger des Lichts in
Afghanistan.
Der evangelische Militärpfarrer Göde in Kunduz nennt die
deutschen Soldaten in Afghanistan „Krieger des Lichts". Auch
für Christen sei Afghanistan der richtige Platz, um Licht in das Dunkel
zu bringen.[Quelle: "Töten für den Frieden - Die Politik,
die Kirche und der Krieg." Das Erste, Mittwoch, 01.12.10 23:30
- 00:15 (45 Min.) [ARD]
Bei Youtube finden Sie den Film: Teil
1, Teil 2,
Teil
3.]
___
Staatsrepräsentanten
und Verfassungsbruch.
Ohne Zweifel bewegt sich Deutschland seit der verfassungswidrigen
Wiedervereinigung auf das vierte Reich
zu. Der Verfassungsbruch und die Rechtsbeugung haben ein systematisches
und systemisches Ausmaß erreicht, das keinen anderen Schluß
zulässt:
Ex-Bundespräsident
Köhler.
"Am 22.05.2010 veröffentlichte der Deutschlandfunk folgenden Auszug
aus einem Interview mit dem Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland:
O-Ton Horst Köhler: „Meine Einschätzung
ist aber, daß insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite
der Gesellschaft zu verstehen, daß ein Land unserer Größe
mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit
auch wissen muß, daß im Zweifel, im Notfall auch militärischer
Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie
Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern,
die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ
durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. Alles das soll diskutiert
werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg.“
Der Inhalt dieser Erklärung wurde bekräftigt durch die ihr
folgende Aussage in Bezug auf den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan:
„Aber es wird wieder, sozusagen, Todesfälle
geben. Nicht nur bei Soldaten, möglicherweise auch durch Unfall mal
bei zivilen Aufbauhelfern. Das ist die Realität unseres Lebens heute.
Man muss auch um diesen Preis, sozusagen, seine am Ende Interessen wahren.
Mir fällt das schwer, das so zu sagen, aber ich halte es für
unvermeidlich, dass wir dieser Realität ins Auge blicken. Deshalb
halte ich es auch nach der Diskussion über den Begriff Krieg
oder kriegsähnlichen Zustand oder bewaffneter Konflikt für ganz
normal, wenn die Soldaten in Afghanistan von Krieg sprechen und ich habs
auch für normal gehalten, dass ich auch in dem Gespräch mit Ihnen,
dann nicht ne verkünstelte andere Formulierung gewählt habe.“"
[SQ]
Rücktrittserklärung
BP Köhler (youtube):
„Meine Äußerungen zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr
am 22. Mai dieses Jahres sind auf heftige Kritik gestoßen. Ich bedauere,
dass meine Äußerungen in einer für unsere Nation wichtigen
und schwierigen Frage zu Missverständnissen führen konnten. Die
Kritik geht aber so weit, mir zu unterstellen, ich befürwortete Einsätze
der Bundeswehr, die vom Grundgesetz nicht gedeckt wären. Diese Kritik
entbehrt jeder Rechtfertigung. Sie lässt den notwendigen Respekt für
mein Amt vermissen.
Ich erkläre hiermit meinen Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten
– mit sofortiger Wirkung. Ich danke den vielen Menschen in Deutschland,
die mir Vertrauen entgegengebracht und meine Arbeit unterstützt haben.
Ich bitte sie um Verständnis für meine Entscheidung."
Aktenflucht
im Bundesarchiv.
Eine bewährte staatskriminelle Methode in diesem Land ist es,
dass Akten verschwinden:
"Geheime
Akten der Bundesregierung verschwunden. Das Ministerium bestätigte,
dass seit Beginn dieser Legislaturperiode fast 3200 geheim eingestufte
Akten vernichtet wurden - statt sie in den entsprechenden Registraturen
abzulegen und später dem Bundesarchiv zu übergeben. ...
" [Spiegel
13.12.8]
Bundeslöschtage: "Wie in
Kohls Kanzleramt drei Gigabyte Daten und Schränke voller Akten verschwinden"
> Das System Leuna, S. 76f :
"Bohls 'Privatakten'
Persönliche Unterlagen des Kanzleramtschefs, die bei den Bundes-Löschtagen
verschwanden
-
07.02.92 Personalplanung für die im Lagezentrum eingesetzten
BGS-Vollzugsbeamten 18. 08. 92 Vermerk ChefBK über Gespräch EKHK
Otto Kreicker wg. Zentralstelle für die Bekämpfung der Regierungskriminalität
Berlin
-
02.04.93 Solidarpakt für Deutschland
-
04.04.93 Sts Kastrup vor dem Bundesverfassungsgericht: Welche
Rolle hat die angegriffene Regelung bei den «Zwei-plus-Vier»
-Verhandlungen gespielt?
-
04.05.93 1000-Tage-Einheit
-
09.06.93 Gefährdungslage (Aktenordner vertrauliche Vermerke
-Panzerschrank)
-
11.06. 93 Agnes Hürland-Büning wg. Fa. TED (elf
aquitaine/Thyssen)
-
06.09.93 Negativberichterstattung über Teilnahme am
Betriebsausflug nach Warstein
-
01.10.93 Parteienfinanzierung
-
02.11.93 Nachfolge von Weizsäcker
-
01.05.94 Fuchs-Panzer für China,
Sehr. Baumeister (Panzerschrank)
-
02.12.94 Tornado-Einsatz Bosnien (Persönliche Akte -
Panzerschrank)
-
Fax MdB Joschka Fischer v. 18.1.95 wg. Tschetschenien
-
Ausführlicher Lebenslauf von Joschka Fischer
-
23.03.95 Akte 01.06.96 Personalangelegenheiten Abteilung
4, Vermerk Dr. Nehring, Perspektiven für Gruppenleiter 42 und 04
-
02.01.96 Weihnachtsfeier im Bundeskanzleramt (Akte persönliche
Korrespondenz - Panzerschrank)
-
01.04.96 Schreiben Sts.a.D. Pfahls v. 8, Januar 1996 an BK
und ChefBK wg. Ermittlungsverfahren wg. Verdacht von Schmiergeldzahlungen
(Akte vertraulich - Panzerschrank)
-
Akte CHBK 01. 04. 96 Vorgang Sts a.D. Pfahls wg. Ermittlungsverfahren;
Verdacht Schmiergeldzahlungen im Zusammenhang mit Lieferung von ABC-Spürpanzern
der Firma Thyssen an Saudi-Arabien
-
26.04.1996 Schreiben Premierminister von Singapur Goh
Chok an BK v. 15. April 1996 und Vermerk ChefBK wg. Telefonat mit Herrn
von Pierer bezüglich Auftragsvergabe Firma Siemens
-
02.01.97 Fax vom 11. 09. 96 von Herrn. Martin, Bundesverband
Deutscher Ärzte für Frischzellen-Therapie wg. Verbot der Frischzellen-Therapie
an ChefBK
-
04.01.97 Enteignungen 45-49 des Ministeriums für Auswärtige
Angelegenheiten der russischen Föderation
-
02.11.97 Haushalt - globale Minderausgaben."
Querverweise: > , Sachsen-Skandal,
Max
Strauß,
Amigos,
Filz, Seilschaften, Korruptis und Man versteht sich auch ohne Absprachen.
> Kartelle. > Deutsche
Nachkrieges"eliten" mit ... > Vier
Freunde: Politik, Wirtschaft, Justiz und Wissenschaft > Zumwinkel
> Schneider >
Die Steueroasen werden von Politik und Justiz ermöglicht, gedeckt
und geschützt. Der Filz aus politischer Macht, Geld und "Recht" -
besser Unrecht - erklärt z.B., weshalb es sich Liechtenstein
bislang (26.1.9) leisten kann, das Steuerfluchtabkommen nicht zu unterschreiben.
etilE-Amigos
der höchsten Ebene waren oder sind verwickelt (z.B. > Koch)
und haben ein Interesse an der Aufrechterhaltung der Steuerschlupflöcher.
Die europäische - auch nicht die deutsche - Politik will gar keine
richtige Regelung wie die USA. Wie leicht eine solche nämlich ginge,
das haben die USA ja vorgemacht: entweder kooperiert ihr - oder wir schließen
Eure Banken. So einfach wäre das.
-
CDU-Politiker entkommt Prozess wegen Tankbetrugs. Betrug: Der CDU-Politiker
Manfred Kolbe hat bereits dreimal vergessen, zu bezahlen. Auch nach dem
dritten Mal "Schwarztanken" ist der sächsische CDU-Politiker Manfred
Kolbe an einem Prozess vorbeigeschliddert. Das Verfahren gegen den Bundestagsabgeordneten
und früheren Justizminister von Sachsen wurde gegen Zahlung einer
Geldbuße in Höhe von 1000 Euro eingestellt. Einen entsprechenden
Bericht der "Dresdner Morgenpost" bestätigte eine Sprecherin des Amtsgerichts
Borna. Das Geld soll an das Jugendhaus Leipzig gehen. ..." [T-Online
4.11.11] RS: Was hätte wohl ein Hartz4'ler bekommen?
Amts- und Gerichtssprache.
> Literatur
Sprache, Kommunikation und (Un-) Verständlichkeit des Rechts.
Die Juristensprache - obschon deutsch - ist größtenteils
für viele in seiner Bedeutung unverständlich und schon von daher
von grundauf verfehlt. Ein Recht, das vom Volk nicht verstanden wird, wird
seinem Kernauftrag nicht gerecht.
§ 184 GVG bestimmt: Die Gerichtssprache ist deutsch. In Lässig
( ; GB)
wird hierzu weiter ausgeführt: "In bewußter Anlehnung an §
184 GVG bestimmen §§ 23 Abs. 1 VwVfG, 87 Abs. 1 AO: 'Die Amtssprache
ist deutsch!' - was für Behörden ebenso für Gerichte heißen
sollte: Klares, einfaches und verständliches Deutsch."
Im Duden
(2008) Verständlichkeit als Bürgerrecht wird im Vorwort
ausgeführt:
"Der freie Zugang zu Wissen wird heute als Grundrecht
angesehen. Erst dieses Recht gewährleistet Chancengleichheit und damit
eine funktionierende demokratische Gesellschaft.
Eine neue Qualität bekommt dieses Grundrecht
durch die fortschreitende »Verrechtlichung« moderner Gesellschaften:
Früher ging man in die Schule, machte einen Berufsabschluss oder studierte,
ging seinem Beruf nach, fuhr in den Urlaub, stritt sich ab und an mit dem
Nachbarn – aber kaum jemand kam auf die Idee, diese Aktivitäten unter
der Perspektive des Rechts zu sehen. Heute hingegen wollen bereits Schülerinnen
und Schüler, Azubis, Studierende, vom Nichtraucherschutz oder Bußgeldverfahren
Betroffene usw. oftmals genau wissen, was „ihr gutes Recht“ ist. Die Gerichte
spüren die damit zusammenhängende »Klagewut« vieler
Bürgerinnen und Bürger. Aber wie immer man dazu stehen mag: Kaum
zu bestreiten ist, dass das Bedürfnis nach einfachem Zugang zum Recht
in der breiten Öffentlichkeit immer mehr an Bedeutung gewinnt. Damit
steigt für Bürgerinnen und Bürger auch das Bedürfnis,
sogar die Notwendigkeit, sich aktiv mit der Rechtssphäre auseinanderzusetzen.
Eine wichtige Voraussetzung ist, dass der Zugang zum Recht nicht durch
vermeidbare Barrieren be- oder gar verhindert wird. Das betrifft ganz entscheidend
auch den Wortlaut von Gesetzen und Verordnungen. »Zugang zum Recht«
bedeutet in dieser Minimalversion: »Mündige Rechtssubjekte«
sollten zumindest am Wortlaut (kritisch) kontrollierend nachvollziehen
können, was eine bestimmte Passage rechtlich implizieren könnte.
..."
Arbeitsmarktstatistik.
> Dirk Müller
> Statistikfälschungen.
Obwohl völlig klar, dass eine vernünftige, vorausschauende
und verwertbare Arbeitsmarktstatistik von grundlegender Bedeutung für
die Volkswirtschaft, Gesellschaft und die Politik ist, erlaubt sich der
Staat mit Hilfe einer willfährig- tolerierenden Justiz ein Ausmaß
falscher Daten (>Panorama 4.6.9.], die selbst Potemkin
noch zum Erröten bringen könnten.
Arbeitssituation
und Arbeitsrecht. > Kündigungsschutz.
Ordnung und Recht muss sein, vor allem ganz unten und ganz besonders
bei Hartz-IV: Was in Deutschland Billigarbeits-
und Zeitarbeitsstätten die letzten Jahre los ist (1.2.9), spottet
jeder Beschreibung. Entwürdigende faktische Versklavung - teilweise
vergleichbar dem Niveau der Situation der Zwangsarbeiter im 3. Reich -
sind in einem Ausmaß verbreitet, dass man sich verwundert die Augen
reibt und fragt: wann werden die Chefetagen gestürmt und die Sklavenhalter
und Ausbeuter davon gejagt? Aktuell verdienstvolles Anschauungsmaterial
zu diesen unglaublichen Zuständen liefern am 1.2.9 der Tatort
"Kassensturz"
und Anne Will "Tatort
Arbeitsplatz – lieber ausgenutzt als arbeitslos? ".
Querverweis: Business Crime Control
- Arbeitsunrecht in Deutschland: [O]
Arbeitsgericht
Nürnberg gibt Quasi-Erpressung des BND und Arbeitgebers recht
Die Nürnberger Nachrichten berichteten am 21.4.11:
"Entlassen, weil er nicht mit dem BND reden will - 21.04.11. Nürnberg
- Die Nürnberger Flugambulanz Aero-Dienst hat ihren Flottenchef entlassen,
weil der Spitzen-Pilot sich weigert, Gespräche mit dem Bundesnachrichtendienst
zu führen. In erster Instanz hat das Arbeitsgericht der Firma recht
gegeben. Begründung: Der 55-jährige gebürtige Iraker stelle
für sie ein Sicherheitsrisiko dar."
Wie es scheint "kooperierte" der Arbeitsgeber "Aero-Dienst",
der früher zum Rüstungskonzern Diehl, gehörte, mit dem Bundesnachrichtendienst
BND in widerwärtigster Weise, um den kurdischen Iraqi, der 1997 mit
seiner Familie vor der Verfolgungen und Diskriminierungen des arbaischen
Faschisten Saddam Hussein floh, unter Druck zu setzen, damit er mit dem
BND zwei mal im Jahr "intensive Gespräche" führe. Ausgerechnet
die Justiz der Stadt, die seit Jahrzehnten bemüht war, ihren ekelhaften
Ruf als Reichsparteistadt zu überwinden, scheint nun mit massiver
Hilfe der
Nürnberger
Justiz alte braune Gepflogenheiten wieder zu erwecken. Doch damit nicht
genug. Die NN berichten weiter: "In der Tat hat das Arbeitsgericht unter
Vorsitz Wolfgang Bärs die Klage Muradis abgewiesen. Mehr noch: Es
schloss auf Antrag des Aero-Dienstes bei der Verhandlung die Öffentlichkeit
aus, weil die Staatssicherheit gefährdet sein könne." (siehe
auch)
Dem kann man nur hinzufügen: Ungeheuerlich!
31
Jahre Arbeitstreue gegen den Verdacht, 1,30
Euro unterschlagen zu haben [BAG
Urteil v. 10.6.2010, 2 AZR 541/09]
"... Emmely klagte gegen die Kündigung. Kolleg/innen aus verschiedenen
Branchen und Gewerkschaften standen ihr zur Seite. Sorgten für Öffentlichkeit,
kamen Ende August mit Transparenten zur Verhandlung ins Arbeitsgericht.
Was den Richter offenbar besonders aufbrachte.
Nach langem Hin und Her mit den Zeugen wurde die
Klage gegen die Verdachtskündigung abgewiesen. Am Ende erklärte
der Richter noch, wenn Frau E. in einem Schriftsatz ihres Anwalts Reue
gezeigt und versprochen hätte, es nie wieder zu tun, wäre die
Entscheidung anders ausgefallen. "Ein Skandal", sagt ihr Anwalt dazu. Im
Strafrecht wäre der Prozess eingestellt worden, wegen Geringfügigkeit.
In seiner Stellungnahme schreibt er: "1,30 Euro sind nach Meinung des Arbeitsgerichts
mehr wert als 31 Beschäftigungsjahre - deutlicher kann ein Gericht
die Verachtung für die Tätigkeit von abhängig Beschäftigten
nicht ausdrücken. ..." [verdi
publil 08/09]. auch [netzwerkit
8.1.9], [TS
18.1.9]
Kündigungsschutz. [> BAG
- Kassel]
-
Liste der verhaltensbedingten Kündigungsgründe ... [Rechtinco]
-
Verhaltensbedingte Kündigung ... [Sozialhilfe24]
-
"Fristlose Kündigung - Interessenabwägung - Abmahnung - Fall
"Emmely". Leitsätze.
1. Rechtswidrige und vorsätzliche Handlungen des Arbeitnehmers,
die sich unmittelbar gegen das Vermögen des Arbeitgebers richten,
können auch dann ein wichtiger Grund zur außerordentlichen Kündigung
sein, wenn die Pflichtverletzung Sachen von nur geringem Wert betrifft
oder nur zu einem geringfügigen, möglicherweise gar keinem Schaden
geführt hat.
2. Das Gesetz kennt auch im Zusammenhang mit strafbaren Handlungen
des Arbeitnehmers keine absoluten Kündigungsgründe. Es bedarf
stets einer umfassenden, auf den Einzelfall bezogenen Prüfung und
Interessenabwägung dahingehend, ob dem Kündigenden die Fortsetzung
des Arbeitsverhältnisses trotz der eingetretenen Vertrauensstörung
- zumindest bis zum Ablauf der Kündigungsfrist - zumutbar ist oder
nicht. ..." [BAG
Urteil v. 10.6.2010, 2 AZR 541/09]
-
"Abmahnung – Der Fall "Emmely" und die arbeitsrechtliche Abmahnung ..."
[123recht]
-
"Wer frech wird, fliegt. Die Vorgesetzte eine "blöde Kuh"? Die Worte
sollten einem im Halse stecken bleiben. Ausgesprochen können sie schnell
eine fristlose Kündigung nach sich ziehen, erklärt die Kolumne
zum Arbeitsrecht. ...Grobe Beleidigungen des Arbeitgebers, seiner Vertreter
oder anderer Kollegen sind immer als Gründe zur fristlosen Kündigung
geeignet. Dabei kommt es jedoch auf viele Faktoren an. Vor allem ist von
Bedeutung, ob sich die Handlungsweise des betroffenen Mitarbeiters nachhaltig
auf das Betriebsklima auswirkt und die Autorität des Angesprochenen
untergräbt. Auch wird der Bildungsstand des Beleidigenden berücksichtigt
sowie seine psychische Situation. ..." [Zeit
23.9.9]
Kündigung
und zerrüttetes Vertrauensverhältnis. Der Kündigungsschutz
ist ein grundsätzlich wichtiges Recht, das in Deutschland allerdings
nicht richtig eingerichtet wurde, so dass es die letzten Jahrzehnte zunehmend
mehr unterlaufen wird und ausgehöhlt wurde (Zeitarbeit, Leiharbeit).
Das verdanken wir wahrscheinlich zwei Faktoren: (1) einem unseligen Rechtsidealismus,
der Realitäten nicht nur verleugnet, sondern auch verdreht und (2)
den Gewerkschaften, die legitimen Kündigungsinteressen der Arbeitgeber
nicht genügend Entfaltungsspielraum ließen. Um es kurz zu sagen:
es gibt ungeeignete, unwillige, egozentrische, faule und destruktive MitarbeiterInnen,
denen völlig berechtigt gekündigt werden können sollte.
Und in die Arbeitszeugnisse gehörte das auch genau, zumindest im Prinzip
- nicht entwertend, aber sachlich klar und deutlich - hineingeschrieben.
Euphemistische Fantasien und Verleugnungen sind nicht nur falsch und verlogen,
sondern ganz elementar die Unwahrheit und damit grundsätrzlich auch
Unrecht. Darüberhinaus gefährdet es natürlich viele Unternehmen,
insbesondere Kleinunternehmen. Ein solcher wirtschaftlich und rechtlich
eigentlich untragbarer Unsinn musste sich Schlupflöcher wie Zeit-
und Leiharbeit suchen, wo der übliche Kündigungsschutz umgangen
werden kann. Wird also ein Intresse zu weit getrieben, dann kann dies auf
lange Sicht zum genauen Gegenteil führen. Vor dieser Situation stehen
wir nun seit einigen Jahren bzw. Jahrzehnten. Der Kündigungsschutz
wird unterlaufen und umgangen, weil er einseitig zu Gunsten auch ungeeigneter
MitarbeiterInnen von rechtsidealistischen Traumtänzern in Politik
und Justiz auf der einen und einseitig interessegeleiteten ArbeitnehmervertreterInnen
auf der anderen Seite bestimmt wird. Daneben hat sich ein merkwürdiger
und falscher Rechtsgrundsatz entwickelt, dass nämlich ein Prozess
vor dem Arbeitsgericht letztlich immer zu Gunsten des Arbeitsgebers
gegen den Arbeitnehmer ausgeht, selbst wenn der Arbeitnehmer bei der ersten
Verhandlung Recht bekam. Denn beim zweiten Mal wird regelmäßig
dem Arbeitsgeber eingeräumt, dass aufgrund des ersten Prozesses das
Vertrauensverhältnis
zerrüttet sei. Hier wird von den Arbeitsgerichten und vom
Arbeitsrecht der Begriff des Vertrauens völlig absurd verdreht und
missbraucht. Das Argument eines zerrütteten Vertrauensverhältnis
kann niemals allein darauf gegründet werden, dass ein Arbeitnehmer
seine Rechte und Interessen - und noch dazu berechtigt - wahrnimmt.
Weitere Informationen zum Kündigungsschutz
-
Kündigungsschutz
und Altersgrenze (21.1.2010): Bei einigen obersten deutschen Richtern
besteht wohl der dringende Verdacht, dass sie geistig ihrer Aufgabe nicht
gewachsen sind, wenn sie nicht erkennen können, dass jemand, der 10
Jahre bei einer Firma gearbeitet hat, nicht deshalb nur Anspruch auf 3
Jahre Entschädigungsausgleich hat, weil er oder sie 28 Jahre alt und
im Gesetz steht, dass Altersfristen erst ab dem 25. Lebensjahr gelten.
Der EU Gerichtshof entschied, dass dies ein Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot,
hier aus Altersgründen, sei. Wenn oberste deutsche Richter nicht in
der Lage sind, zu erkennen, dass der Gesetzestext wenigstens zweideutig
ist und eine kapitalfreundliche (kapitalkritische) und damit arbeitnehmerfeindliche
(arbeitnehmerfreundliche) Interpretation zulässt, so ist das nicht
zu begreifen, es sei denn man nimmt an, was inzwischen die Spatzen vielfach
von den Dächern pfeifen, die deutsche Justiz ist nicht neutral, sondern
entscheidet in dubio pro Kapital.
Aristoteles'
Staatstheorie. [die wohlweislich nicht gelehrt wird]
Armut. > Containern.
Recht und Gesetz steht in Deutschland auf Seite der Reichen und Besitzenden.
Feigheit und Sadismus des Rechts richten sich daher oft gegen die Armen.
Auf dem
rechten Auge blind - Fehlleistungen deutscher Justiz und Regierungen
> Materialien
(Rechtsradikale,Neonazis * Gewaltstatistik
Deutschland.
Rechte Gewalttäter – Versagt
die Justiz?
"Am 17. April beginnt der Mordprozess gegen Beate Zschäpe und
ihre Unterstützer vor dem Oberlandesgericht München. Er gilt
als einer der wichtigsten der jüngeren deutschen Geschichte, denn
lange haben die deutschen Sicherheitsbehörden den Terror von Rechts
unterschätzt. Seit der Aufdeckung der NSU-Morde vor eineinhalb Jahren
wurde von allen Seiten mehr Härte gegenüber rechtsextremen Tätern
und ein besserer Schutz für die Opfer gefordert. Doch geändert
hat sich wenig, wie Frontal21 an verschiedenen Beispielen zeigt. Opfer
rechter Gewalt fühlen sich nach wie vor von der Justiz im Stich gelassen."
[Frontal21
5.3.13]
Aufklärung der NSU-Morde
- Das falsche Spiel der Spitzel
"Über ein Jahrzehnt lang konnte der Nationalsozialistische Untergrund
(NSU) ungestört morden und Raubüberfälle begehen. Seit einem
Jahr beschäftigt sich ein Untersuchungsausschuss des Bundestags mit
dem Versagen der Ermittler. Heraus dringt immer wieder Unfassbares: Offenbar
schützten deutsche Behörden auch höchst fragwürdige
V-Leute, schredderten Akten, verschwiegen Hinweise. Den Zielfahndern, die
jahrelang vergeblich nach den Untergetauchten suchten, wurden Hinweise
auf Aufenthaltsort und Bewaffnung des Nazi-Trios vorenthalten. Und auch
heute behindern der Verfassungsschutz und seine V-Leute die Aufklärung
der Mord-Taten." [Frontal21
5.3.13]
Weimarer
Republik: "Statistiker Emil Gumbel. Rechnen gegen den Terror. Er kämpfte
mit Zahlen - und riskierte dabei sein Leben. 1922 untersuchte der Mathematiker
Emil Julius Gumbel Hunderte politische Morde in der jungen Weimarer Republik
und offenbarte schonungslos die Willkür der deutschen Justiz. Dann
nahm seine Karriere in Deutschland abrupt ein Ende. ... Das Bestürzende
an Gumbels Statistiken war das Ausmaß der tendenziösen Rechtsprechung,
das sie offenlegten: Er zählte in den beobachteten vier Jahren insgesamt
376 politisch motivierte Morde. 354 wurden von rechten Aktivisten begangen,
lediglich 22 von Linken. Die Gerichte ahndeten jedoch die 22 Linksmorde
mit zehn Hinrichtungen und zusammengenommen knapp 249 Jahren Zuchthaus
sowie dreimal Lebenslänglich. Für die 354 Rechtsmorde hingegen,
die hauptsächlich von ehemaligen Militärs verübt wurden,
verhängten sie insgesamt lediglich 90 Jahre und zwei Monate Haft,
eine einzige lebenslängliche Gefängnisstrafe und insgesamt 730
Reichsmark Geldstrafe. 326 Morde blieben sogar völlig ungesühnt.
Perfider ausgedrückt: Ein durchschnittlicher Mord von links kostete
das Leben, einer von rechts gerade einmal vier Monate Haft und zwei Reichsmark.
...[Spiegel
1.5.12]
Schriften: 1921: "Zwei Jahre Mord".
1923; "Vier Jahre politischer Mord".
Die Zeit hat am 15.9.10 insgesamt 137 Schicksale rechtsradikaler Gewalt
recherchiert. Das Ergebnis kann man nur als ungeheuerlich bewerten. Hier
wird völlig unzweideutig nachgewiesen, wie abnorm milde und
abwegig die deutsche Jusitz bei rechtradikaler Gewalt urteilt. Einige paar
Beispiele
"Der 17 Jahre alte Kurde Nihad Yusufoglu wird am 28.Dezember 1990 in
der Kleinstadt Hachenburg (Rheinland-Pfalz) von einem gleich alten Skinhead
durch einen gezielten Messerstich ins Herz getötet. Nach Angaben der
Staatsanwaltschaft Koblenz gehörte der Täter zum Umfeld der rechtsextremen
Gruppierung "Taunusfront". Das Landgericht Koblenz verurteilt den Messerstecher
wegen Totschlags zu einer Jugendstrafe von sechs Jahren. Nach Ansicht der
Strafkammer ist bei dem Skinhead "ein gewisser ausländerfeindlicher
und rassistischer, möglicherweise auch rechtsextremistischer Hintergrund"
zu erkennen, doch sei dem Täter nicht nachzuweisen, dass er zum "Zeitpunkt
des Messerstichs rassistische Motive verinnerlicht" hatte. Dieser Fall
wird von der Bundesregierung 1993 genannt, 1999 nicht und 2009 auch nicht."
(Die
Zeit-2 15.9.10).
"Der 23-jährige Matthias Knabe wird am 8. Mai 1991 bei Gifhorn
(Niedersachsen) von fünfzehn Skinheads angegriffen. Anschließend
treiben sie den Punk zur Bundesstraße 4. Dort wird er von einem Auto
angefahren und erleidet schwere Hirnverletzungen, an denen er am 4. März
1992 stirbt. Das Landgericht Hildesheim verurteilt im November 1992 den
18-jährigen Christian B. wegen Beteiligung an einer Schlägerei
und fahrlässiger Tötung zu zwei Jahren Haft. Das Gericht geht
davon aus, Matthias Knabe sei vor das Auto gelaufen. Augenzeugen haben
aber angegeben, er sei von den Skinheads auf die Straße gestoßen
worden." (Die
Zeit-3 15.9.10).
"In der Nacht zum 26. Juli 1994 ertrinkt in Berlin der polnische Bauarbeiter
Jan W. in der Spree. Der 45-Jährige und ein 36-jähriger Landsmann
sind nach einem Streit mit einer Gruppe junger Deutscher ins Wasser getrieben
und gewaltsam daran gehindert worden, ans Ufer zurückzuschwimmen.
Eine Polizeistreife hörte die Rufe "Polacken, verpisst Euch" und "lasst
den Polen nicht raus". Auf den Tod von Jan W. reagiert die Gruppe belustigt.
Das Gericht kann keine ausländerfeindlichen Motive erkennen. Die Rufe
hätten lediglich auf die "Ausländereigenschaft" der Opfer angespielt.
Im Mai 1995 werden vier 19- bis 25-jährige Männer und zwei 16-
und 17-jährige Mädchen wegen Körperverletzung mit Todesfolge
und schwerer Körperverletzung zu Bewährungsstrafen und Freiheitsstrafen
bis zu vier Jahren verurteilt." (Die
Zeit-6 15.9.10).
Aufklärung.
Die Aufklärung wurde in Deutschland nie richtig verwirklicht.
Das sieht man unmittelbar am Status der großen Kirchen (> Kirchenprivilegien,
> Trennung von Staat und Kirche).
Deutschland wäre als ein echter aufgeklärter Rechtsstaat anzusehen,
wenn (1) die staatlich organisierte Kirchensteuer aufgehoben, (2) die staatlich
finanzierte Gehälter der höheren großen Kirchenfunktionsträger
(die nicht von der Kirchensteuer bezahlt werden) abgeschafft, (3) die staatlich
wesentlich mit-finanzierten und übereigneten Kirchengüter (Kirchen,
Denkmäler, Häuser, Grundstücke) aufgegeben. (4) die theologischen
Fakultäten aus den staatlichen wissenschaftlichen Universitäten
herausgenommen, (5) die religiösen Symbolen, hauptsächlich
Kruzifixe und Kreuze aus den öffentlichen Räumen (Gerichte, Schulen,
Parlamente, ...) verschwinden und (6) Mitspracheprivilegien bei Gesetzen,
in den Medien, in Wissenschaft und Forschung, bei gesellschaftlichen Veranstaltungen
oder Institutionen abgeschafft und damit fair anderen weltanschaulichen
Gruppierungen gleichgestellt würden.
Bagatellverfahren.
-
"Bagatellverfahren. Putzfrau wehrt sich gegen Kündigung wegen Wassertrinkens.
Vergangenes Jahr machten Rechtsstreits um Entlassungen wegen Bagatellvergehen
Schlagzeilen. Ein ähnlicher Fall beschäftigt das Arbeitsgericht
in Baden-Baden. Eine Putzfrau wurde entlassen, weil sie eine Flasche Wasser
gestohlen haben soll. Sie klagt. ... " [ftd
5.8.10] RS: So muss es sein. Unten muss man Flagge zeigen
und sein Mütchen kühlen, und oben wird abgezockt, betrogen und
gestohlen, veruntreut und korrumpiert, wie es schlimmer nicht geht. Das
ist der deutsche Kapitalrechtsstaat, wo fortwährend Unrecht im Namen
im Namen des Rechts verkündet wird.
-
"Gewerkschaft empört über "Maultaschen-Urteil". Verstoß
gegen die ausdrückliche Anweisung des Arbeitgebers. Drakonischer Richterspruch
für ein Bagatellvergehen: Nach 17 Jahren Betriebszugehörigkeit
muss eine Altenpflegerin das Seniorenheim verlassen, weil sie ein paar
Maultaschen gegessen hatte, anstatt sie als Essensrest zu entsorgen. Ein
Ver.di-Vertreter sprach von einem "Schandurteil". ..." [Sp
16.10.09]
-
Urteil des Landesarbeitsgerichts. Vergleichsvorschlag im Maultaschen-Fall.
Im Streit um die fristlose Kündigung einer Altenpflegerin wegen sechs
gestohlener Maultaschen hat das baden-württembergische Landesarbeitsgericht
einen Vergleich vorgeschlagen. Demnach soll der Frau ordentlich gekündigt
werden und sie eine Abfindung von rund acht Monatsgehältern erhalten.
Der Arbeitgeber, der der Frau fristlos gekündigt hatte, hat nun laut
Gericht bis zum 3. Mai Bedenkzeit. ..." [WO
30.3.10]
Bahn-Bespitzelung
-
"Mehdorn bleibt in Datenaffäre ungestraft. Der deutsche Ex-Bahnchef
kommt in der Datenaffäre um die massenhafte Bespitzelung von Mitarbeitern
straffrei davon. Berlin - "Das Verfahren ist eingestellt worden", sagte
der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Donnerstag
der Nachrichtenagentur Reuters. "Eine Straftat konnte nicht nachgewiesen
worden." Die Ermittlungen richteten sich gegen den gesamten damaligen Bahn-Vorstand
und damit auch gegen Mehdorn wegen Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses.
... " [dS
8.7.210] RS: So kennen wir die deutsche Justiz, die ewige
Meisterin des Hornberger Schusses.
Banken und Geldinstitute
Das Banken- und Geldintsitutssystem hat sich zu einem Betrugs- und
Inkompetenzsystem systemischen Ausmaßes entwickelt: wesentlich gefördert
und gedeckt durch Politik und Justiz. Das Bankensystem dient weder der
Wirtschaft noch dem Verbraucher und damit auch nicht der Gesellschaft -
schon gar nicht dem Gemeinwohl. Der offene und von der Justiz gedeckte
Etikettenschwindel oder Betrug hat kaum vorstellbare Ausmaße angenommen
(> Wertpapier-Schaden).
Es muss völlig neu organisiert werden.
Beraten und verkauft ""ZDFzoom"
geht der Frage nach: Wie gut ist die Beratung durch deutsche Geldinstitute
wirklich? Hat sich die Beratung der Banken seit der Finanzkrise gebessert?
"ZDFzoom"-Autorin Ute Waffenschmidt trifft Bankkunden, die aufgrund von
schlechter Beratung ihr ganzes Hab und Gut verloren haben. Offensichtlich
können Banken es sich immer noch leisten, Kunden schlecht zu beraten.
Zirka 30 Milliarden Euro verlieren Anleger so Jahr für Jahr, schätzen
Experten. Die Gesetzeslage in Deutschland ist bankenfreundlich und spielt
den Beratern in die Hände. Geprellte Kunden haben die Beweispflicht
bei einer Fehlberatung. Verbraucherschützer fordern schon lange eine
Umkehr der Beweispflicht. In anderen Staaten sieht das nämlich ganz
anders aus. "ZDFzoom" hat Testkunden losgeschickt, die sich bei verschiedenen
Banken beraten lassen. Das Ergebnis der Stichproben ist ernüchternd:
Noch immer empfehlen viele Banken provisionsträchtige Produkte. Wenn
Kunden im Vertrauen auf gute Beratung zum Beispiel ihre Altersvorsorge
darauf aufbauen, kann das den direkten Weg in die Altersarmut bedeuten.
... " [ZDF
30.1.13]
Barschel, Uwe.
-
"Vertuschungsverdacht: Das Verschwinden eines Beweismittels macht
aus dem Fall Uwe Barschel einen Justizskandal ... Nach Angaben von Möller
war die Tüte mit dem einzelnen schwarzen Haar 1997 in Lübeck
auf einer Asservatenliste erfasst und zusammen mit anderen Beweismitteln
zum Fall Barschel in einem verschlossenen Raum verwahrt worden. Als sie
im Sommer dieses Jahres zur Untersuchung nach Kiel geschickt wurde, war
die Tüte aber leer. ..." [Hintergrund
29.9.11]
-
""Barschel wurde ermordet". Früherer Staatsanwalt bekräftigt
in neuem Buch die Mord-These. Viele Spuren führen zu den möglichen
Interessen von Geheimdiensten. Der ehemalige Lübecker Chefermittler
in der Barschel-Affäre lässt nicht locker. Nach einem fast fünf
Jahre dauernden Rechtsstreit kommt ein Buch des heute pensionierten Staatsanwalts
Heinrich Wille über den nicht ganz geklärten Tod des CDU-Politikers
Uwe Barschel am Donnerstag auf den Markt: "Ein Mord, der keiner sein durfte.
Der Fall Uwe Barschel und die Grenzen des Rechtsstaates" ..." [Welt
Online 25.8.11]
Bayern
Bei strenger Betrachtung könnte man sagen, dass mit dem Urteil
der 5. Strafkammer des Münchner Landgerichts vom 24. April 1961
zum Meineid des Dr. Zimmermann
durch die Richter Speidel, Müller und Rieder der Rechtsstaat in Bayern
aufgehoben worden war, wenn CSU-Parteiinteressen eine Rolle spielten. Ein
solches unglaubliches Urteil passt zu Banenrepubliken, Diktaturen und Gulagsystemen.
Bayern wurde mit diesem Urteil zu einem Land mit politischer CSU-Justiz.
Das setzt sich mit vielen Beisipelen fort, etwa im Fall Wiesheu,
Kulac
(Peggy), Mollath und besonders ei
der Milde gegenüber unrechtmäßiger Staats- und Polizeigewalt
wie auch bei der Psychiatrisierung
als politisches Disziplinierungsmittel. (Komplizenschaft zwischen RichterInnen,
die ihre Aufgabe nicht pflichtgemäß erfüllen, und willfährigen,
inkompetenten PsychiaterInnen).
Bayerische Landesbank
> Der Fall Michael Kemmer.
Bayerisches Versammlungsrecht
-
Aus einer Pressemitteilung der Linken/ Coburg [PDF]:
Neues
bayerisches Versammlungsrecht: Haft wegen Infostand. "Der Kreisverband
Coburg hatte am 01.12.2009 seine monatliche Hartz-IV-Protestveranstaltung
vor dem Gebäude der ARGE Coburg durchgeführt. Diese Infoveranstaltung
bedurfte keiner Genehmigung, da nur drei Parteimitglieder an der Veranstaltung
teilnahmen. Das verschärfte bayerische Versammlungsgesetz sieht hier
für genehmigungspflichtige Versammlungen eine Mindesteilnehmerzahl
von vier Personen vor.Die im Vorfeld über die Aktion informierte Polizei
erwartete die drei Parteimitglieder bereits vor Ort und führte Personenkontrollen
durch. Ein weibliches Parteimitglied, dass lediglich den Transport der
Personen und des mitgeführten Infomaterials übernahm und sichtbar
nicht an der Kundgebung teilnahm, wurde trotz mehrfacher Richtigstellung
durch René Hähnlein als Kundgebungsteilnehmerin gezählt,
was dann später zur Einleitung eines Strafverfahrens gegen Hähnlein
und am 02.03.2010 zu einer Verurteilung durch das AG Coburg wegen Verstoßes
gegen §20 Abs. 2 Nr. 6 BayVersG führte. Der daraufhin ergangene
Strafbefehl über 20 Tagessätze zu je 15 Euro wurde von René
Hähnlein bewusst nicht beglichen, womit die entsprechende Ersatzfreiheitsstrafe
von 20 Tagen durch Haftbefehl vollzogen wurde. ..."
Becker, Boris. [SekQuel: NN 27.1.9,
S.2]
Bestverdiener, im
Betrug vereint
"Der durch den Fall Zumwinkel ausgelöste Steuerskandal zeigt:
Wer viel Geld hat, kommt leichter zu dem Schluss, er dürfe den Staat
und seine Regeln missachten. Wenn jemand zwei Persönlichkeiten in
sich vereint, dann ist er, medizinisch gesehen, ein Schizophrener. Wenn
jemand im Fernsehen und in Ethik-Beiräten Ehrlichkeit predigt und
den Werteverfall beklagt, gleichzeitig aber systematisch Steuern hinterzieht,
ist er wahrscheinlich ein deutscher Großerbe oder Spitzenmanager.
..." [SZ
16.2.8]
BND.
-
"Der BND führte bei der Fahndung nach RAF-Terroristen Ermittler
des Bundeskriminalamts in die Irre. Der Bundesnachrichtendienst (BND)
gab bei der Fahndung nach Terroristen der Roten Armee Fraktion (RAF) mehrmals
falsche Auskünfte. Das zeigen Dokumente, die die Bundesregierung auf
Antrag des SPIEGEL freigegeben hat. ..." [Spiegel
22.4.12]
-
"So wird ein Prozess fast zur Geheimsache. Ausschluss der Öffentlichkeit
aus Staatsschutzgründen beschränkt Berichterstattung. Nürnberg
- Ein Pilot klagt gegen seinen Rauswurf bei einem mittelständischen
Unternehmen — und die Öffentlichkeit wird aus Staatsschutzgründen
ausgeschlossen. Damit verwunderte das Arbeitsgericht Experten: Denn das
zugrundeliegende Gesetz wird nicht einmal bei Prozessen gegen Spione oder
Terroristen angewandt. ... " [NN
21.4.13]
-
Wiesn-Attentat 1980 "Terrorismus Historiker: Darum plante
mein Vater das Wiesn-Attentat ... AZ: Herr Kramer, Sie haben vor Gericht
unter Eid ausgesagt, dass der Geheimdienst hinter dem Bombenanschlag auf
das Münchner Oktoberfest steckt. Sind Sie sich da ganz sicher? ANDREAS
KRAMER: Natürlich bin ich mir sicher, sonst würde ich so einen
schweren Vorwurf nicht erheben. Es war mein Vater, der maßgeblich
daran beteiligt war. Er hat es mir selbst erzählt. AZ: Den offiziellen
Ermittlungen zufolge war es aber der Geologie-Student Gundolf Köhler,
der die Bombe zündete. Und er soll aus eigenem Antrieb und alleine
gehandelt haben. AK: Die offizielle Darstellung, an der es ohnehin genügend
Zweifel gibt, ist ein Märchen. Der Terrorakt war eine gezielte und
lange vorbereitete Aktion des Bundesnachrichtendienstes, für den mein
Vater gearbeitet hat und in dessen Auftrag er auch gehandelt hat.... "
[AZ
5.5.13]
Bock-
Gärtnerphänome in der deutschen Justiz. > Volksgerichtshof.
Zu den widerwärtigsten Phänomenen in der deutschen Justiz
gehört die Verdrehung von Täter- und Opferrollen. Das schier
unglaubliche Kapitel doppelter Opferverhöhnung scheint - zumindest
an der Oberfläche - 2009 zu Ende gegangen zu sein:
"Braune Seilschaften in der deutschen Justiz. Wie ehemalige NS-Juristen
die Rehabilitierung der Opfer bremsten. NÜRNBERG - Vor 65 Jahren,
am 8. Mai 1945, endete der Zweite Weltkrieg. 64 Jahre hat es gedauert,
bis die letzten Opfer der Wehrmachts-Justiz, die sogenannten »Kriegsverräter«,
rehabilitiert wurden. Warum widerfuhr ihnen erst so spät Gerechtigkeit?
Darüber referiert heute Abend der renommierte Historiker Wolfram Wette
in Erlangen (20 Uhr, in der Volkshochschule, Friedrichstr.19). Wir sprachen
mit Wette.
»Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht
sein«: Mit diesem berühmt-berüchtigten Satz rechtfertigte
der damalige baden-württembergische Ministerpräsident Hans Filbinger
1978 seine frühere Tätigkeit als Marinerichter während der
Zeit des Nationalsozialismus. ... " [NN
21.4.10]
Boni statt Mali (wörtl. Gutes
statt Schlechtes, Zulage statt Abschlag, Lohn statt Strafe)
Es ist ziemlich undenkbar, dass in Deutschland ein Manager, der fundamental
Mist macht und großen Schaden anrichtet, zur Verantwortung - an der
er angeblich so schwer trägt - gezogen wird. Stattdessen scheint es
allgemeiner Sitte und Moral, Treu und Glauben zu entsprechen, dass Inkompetenz,
Fehlentscheidungen und Misserfolge belohnt werden müssen. Eigentum
verpflichtet, Gemeinwohl, Solidarität, Gerechtigkeit, Verhältnismäßigkeit:
all das spielt keine Rolle - für die Oligarchen. Am meisten scheint
der Rechtsstaat bedroht zu sein, wenn gleiches Recht für alle gälte,
denn schließlich sind groß und klein ja nicht gleich, womit
eine Gleichbehandlung ganz unverhältnismäßig und ungleich
wäre (falls Sie das nicht verstanden haben, können Sie hier
nachsehen).
Bürokratie,
Gesetzes- und Verordnungsflut
Der Dschungel von Zigtausend Gesetzen und Verordnungen ist durch die
unübersichtliche Masse, Intransparenz und Verwirrung rechtsstaatsfremd
und widerspricht elementaren Grundsätzen von Klarheit und Einfachheit.
Das gilt ganz besonders für das Steuerrecht.
Bundesfinanzhof. > Steuern.
Doppelter Betrug
- Anlage und Staat - durch das höchste Finanzgericht für
Rechtens erklärt: Plusminus berichtet am 11.2.9:
"Steuern auf Gewinne, die es nie gab? Vorgeschichte. Die Firma Commodity
Trading Service GmbH (CTS) aus dem saarländischen Saarlouis hatte
15 Jahre lang in ganz Deutschland Anleger geworben. Rund 200 Millionen
DM wurden eingesammelt und angeblich sehr profitabel angelegt, vor allem
bei Warentermingeschäften in den USA. In Wirklichkeit war alles nur
ein so genanntes Schneeball-System, das 2001 zusammenbrach. Der Firmengründer
wurde zu acht Jahren Haft verurteilt und beging später Selbstmord.
Die Mehrzahl der Anleger ging weitestgehend leer aus. Gewinne wurden nicht
ausgeschüttet.
Steuern auf Gewinne, die es nie gab. Doch die Finanzämter
forderten Steuern auf die fiktiven Gewinne. Mehrere Gerichte widersprachen
dem in erster Instanz. Aber im November 2008 entschied der Bundesfinanzhof
zum Entsetzen der Anleger, dass die Steuern doch gezahlt werden müssen.
Rechtsanwalt Axel G. Günther kritisiert: "Die Finanzverwaltung sagt
zwar, wir werden keinen um seine Existenz bringen, aber damit ist natürlich
eigentlich nur das Existenzminimum gemeint." Für viele Betroffene
bedeute dies einen regelrechten Absturz ins Bodenlose."
Bundesgerichtshof. (BGH)
Extremes
Fehlurteil des BGH zur Bankenhaftung bei der Lehman Pleite.
Ein klares, ja krasses Fehlurteil zur Bankenhaftung bezüglich
der durch den Bankrott wertlos gewordenen Lehman-Papiere sprach der XI.
Zivilsenat des BGH am 27.9.2011. Der entscheidende und grundlegende Fehler
dieses Urteils ist, den Kreditinstituten im Nachhinein erlaubt zu haben,
dass ein Hinweis auf eine fehlende Einlagenversicherung der Lehman Papiere
bei Insolvenz nicht notwendiger Bestandteil einer ordentlichen Bankberatung
sei. Der zweite grobe Fehler dieses Urteils ist, dass vom Gericht geleugnet
wird, dass die Höhe der Provision an einem Wertpapier-Geschäft,
die Risikoaufklärung zu Ungunsten des Kunden beeinflusst. Wenigstens
hätte das Gericht hier eine klare Grenze ermitteln, untersuchen und
vorgeben müssen, z.B. dass Provisionen in dem Maße als überhöht
anzusehen sind, wenn sie den ProzentRANG
von 75 überschreiten. Damit zeigt sich wieder einmal, auf welcher
Seite die höchsten deutschen Gerichte stehen: ein Land, das solche
RichterInnen hat, braucht wirklich keine Feinde mehr.
Mitteilung
der Pressestelle Nr. 145/2011:
"Bundesgerichtshof entscheidet über zwei Schadensersatzklagen
von Lehman-Anlegern
Der u. a. für das Bankrecht zuständige XI. Zivilsenat des
Bundesgerichtshofs hat in zwei Parallelverfahren erstmals über Schadensersatzklagen
von Anlegern im Zusammenhang mit dem Erwerb von Zertifikaten der niederländischen
Tochtergesellschaft der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers
Holdings Inc. entschieden.
In der Sache XI ZR 178/10 hatte der Anleger im Dezember
2006 auf Empfehlung einer Mitarbeiterin der beklagten Sparkasse einen Betrag
in Höhe von 10.000 € in eine "ProtectExpress-Anleihe" investiert.
In der Parallelsache XI ZR 182/10 hatte die dortige Klägerin im Oktober
2007 auf Empfehlung eines Mitarbeiters derselben Sparkasse für 10.000
€ eine "Bull Express Garant Anleihe" erworben. In beiden Fällen
handelt es sich um Inhaberschuldverschreibungen der niederländischen
Lehman Brothers Treasury Co. B.V., deren Rückzahlung von der US-amerikanischen
Lehman Brothers Holdings Inc. garantiert wurde. Zeitpunkt und Höhe
der Rückzahlung hingen bei der "ProtectExpress-Anleihe" von der Wertentwicklung
eines aus 10 Titeln des DAX 30-Index bestehenden Aktienkorbs ("Lehman Brothers
Deutschland Dividend Basket") und bei der "Bull Express Garant Anleihe"
von der Wertentwicklung des Aktienindex EuroStoxx 50 ab. Bei beiden Anleihen
sollte der Anleger im für ihn ungünstigsten Fall den angelegten
Betrag am Laufzeitende ohne Zinsen zurück erhalten.
Mit der Insolvenz der Emittentin (Lehman Brothers
Treasury Co. B.V.) und der Garantin (Lehman Brothers Holdings Inc.) im
September 2008 wurden die erworbenen Zertifikate weitgehend wertlos. Mit
ihren Klagen verlangen die Anleger, die der beklagten Sparkasse mehrere
Aufklärungspflichtverletzungen vorwerfen, im Wesentlichen die Rückzahlung
des Anlagebetrages zuzüglich des Ausgabeaufschlages nebst Zinsen.
Das Landgericht hat den Klagen stattgegeben. Auf
die Berufungen der Beklagten hat das Oberlandesgericht die Klagen abgewiesen.
Die hiergegen gerichteten Revisionen der Kläger hat der Bundesgerichtshof
zurückgewiesen und zur Begründung im Wesentlichen ausgeführt:
Nach den vom Berufungsgericht rechtsfehlerfrei getroffenen
Feststellungen habe die Beklagte in beiden Fällen ihre Pflicht zur
anleger- und objektgerechten Beratung nicht verletzt. Für die beklagte
Sparkasse sei nach den unangegriffenen berufungsgerichtlichen Feststellungen
zum Zeitpunkt des jeweiligen Beratungsgesprächs ein konkretes Insolvenzrisiko
der Emittentin bzw. der Garantiegeberin nicht erkennbar gewesen; auch die
Kläger hätten nichts anderes behauptet. Die Beklagte sei allerdings
zur Aufklärung über das bei Zertifikaten der vorliegenden Art
vom Anleger zu tragende sog. allgemeine Emittentenrisiko, wonach die Rückzahlung
des angelegten Kapitals von der Zahlungsfähigkeit des Emittenten abhängt,
verpflichtet gewesen. Dieser Verpflichtung sei sie indes nachgekommen.
Das Berufungsgericht habe jeweils rechtsfehlerfrei festgestellt, dass die
Anleger über das Risiko, bei einer Lehman-Insolvenz die Anlagesummen
vollständig zu verlieren, hinreichend belehrt worden seien. In einem
solchen Falle bedürfe es keiner zusätzlichen Aufklärung
darüber, dass die streitgegenständlichen Zertifikate keinem Einlagensicherungssystem
unterfielen, weil einer dahingehenden Information keine eigenständige
Bedeutung zukomme.
Zu Recht habe das Berufungsgericht ferner eine Aufklärungspflicht
der beklagten Sparkasse über die Gewinnmarge der von ihr verkauften
Zertifikate verneint. Eine Bank, die eigene Anlageprodukte empfehle, sei
nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs grundsätzlich nicht
verpflichtet, darüber aufzuklären, dass sie mit diesen Produkten
Gewinne erziele; denn in einem solchen Fall sei es für den Kunden
offensichtlich, dass die Bank eigene (Gewinn-)Interessen verfolge, so dass
darauf nicht gesondert hingewiesen werden müsse. Nichts anderes gelte,
wenn - wie dies hier nach den bindenden Feststellungen des Berufungsgerichts
in beiden Sachen der Fall war - fremde Anlageprodukte im Wege des Eigengeschäfts
(Festpreisgeschäft) zu einem über dem Einkaufspreis der Bank
liegenden Preis veräußert werden. Dem stehe auch weder die Rechtsprechung
des Bundesgerichtshofs zur Offenlegung versteckter Innenprovisionen noch
diejenige zur Aufklärungsbedürftigkeit von Rückvergütungen
entgegen, weil die Gewinnmarge beim Eigengeschäft keiner dieser beiden
Fallgruppen zugeordnet werden könne.
Für die von den Anlegern geltend gemachten
Schadensersatzansprüche sei schließlich ohne Belang, ob ihnen
bekannt gewesen sei, dass der Erwerb der Zertifikate im Wege des Eigengeschäfts
der Beklagten erfolgt sei. Zu einer diesbezüglichen Informationspflicht
sei die Beklagte vertraglich nicht verpflichtet gewesen. Die Annahme einer
Pflicht zur Auskunft über das Eigengeschäft laufe nämlich,
wie schon das Berufungsgericht zutreffend angenommen habe, auf die als
solche für den Anleger bedeutungslose Information hinaus, dass die
Bank ihn über Existenz und Höhe der Gewinnspanne nicht aufzuklären
habe.
Urteil vom 27. September 2011 - XI ZR 178/10 LG
Hamburg - Urteil vom 23. Juni 2009 - 319 O 4/09 OLG Hamburg - Urteil vom
23. April 2010 - 13 U 118/09 und Urteil vom 27. September 2011 - XI ZR
182/10 LG Hamburg - Urteil vom 1. Juli 2009 - 325 O 22/09 OLG Hamburg -
Urteil vom 23. April 2010 - 13 U 117/10"
_
Medienstimmen
zum Lehman-Urteil des BGH vom 27.9.2011:
-
"Verbraucherschützer. BGH-Urteil «Schlag ins Gesicht»
für Anleger. Verbraucherschützer haben mit scharfer Kritik auf
die vom BGH abgewiesenen Schadensersatzklagen von Anlegern der Pleite-Bank
Lehman Brothers reagiert. Das Urteil sei ein Schlag ins Gesicht für
die Anleger, sagte der Bankenexperte des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen,
Manfred Westphal. Viele Anleger seien beim Kauf von Lehman-Zertifikaten
nicht nur falsch beraten, sondern regelrecht über den Tisch gezogen
worden. Der Bundesgerichtshof hatte Schadensersatzklagen von Lehman-Anlegern
abgewiesen. ..." [Stern
27.9.11]
_
BGH-Chef
kritisiert "Deals" wegen zu milder Strafen. Der Präsident des
Bundesgerichtshofs, Klaus Tolksdorf, hat Absprachen in Strafprozessen getadelt.
Oft würden danach Strafen verhängt, die nicht angemessen seien.
Der Eindruck, vor Gericht gebe es eine Zweiklassengesellschaft, sei deshalb
nachvollziehbar. ..." [Spiegel
30.1.9]
_
Grundsatzentscheidung
zur Strafhöhe bei Steuerhinterziehung
Aus der Pressemitteilung Nr.
221/2008 zum Urteil vom 2. Dezember 2008 - 1 StR 416/08
"... Der Bundesgerichtshof hat die Revision des Angeklagten verworfen
und dabei zu zwei Fragen grundsätzliche Ausführungen gemacht:
Bei einer Steuerhinterziehung ist die Höhe
des Hinterziehungsbetrags ein Strafzumessungsumstand von besonderem Gewicht.
Der Steuerschaden bestimmt daher auch maßgeblich die Höhe der
Strafe. Dabei kommt der gesetzlichen Vorgabe des § 370 Abs. 3 Satz
2 Nr. 1 AO indizielle Bedeutung zu, wonach bei einer Hinterziehung in "großem
Ausmaß" in der Regel nur eine Freiheitsstrafe, und zwar von sechs
Monaten bis zu zehn Jahren, angedroht ist. Der BGH hat ausgeführt,
dass ein großes Ausmaß – wie bereits zum gleichen Merkmal bei
Betrug entschieden – dann vorliegt, wenn der Steuerschaden über 50.000
€ liegt. Das bedeutet, dass jedenfalls bei einem sechsstelligen Hinterziehungsbetrag
die Verhängung einer Geldstrafe nur bei Vorliegen von gewichtigen
Milderungsgründen noch schuldangemessen sein wird. Bei Hinterziehungsbeträgen
in Millionenhöhe kommt eine aussetzungsfähige Freiheitsstrafe
nur bei Vorliegen besonders gewichtiger Milderungsgründe noch in Betracht.
Bei der letztgenannten Fallgestaltung (Millionenbetrag) wird auch eine
Erledigung im Strafbefehlsverfahren regelmäßig nicht geeignet
erscheinen, da hier nur eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, deren Vollstreckung
zur Bewährung ausgesetzt wird, verhängt werden kann. ...
"
> Fehlurteil Kreditabtretungen. ("Wir machen Weg
frei für die Finanzkrise")
"Vorschriftswidrige Besetzung" am Strafsenatdes Bundesgerichtshofs?
... Die ehemalige Vorsitzende des 2. Strafsenats, Ruth Rissing-van Saan,
sagte in einer Stellungnahme gegenüber dem SPIEGEL: "Wenn man verantwortungsvoll
die Position eines Vorsitzenden ausfüllen will, ist es unmöglich,
zwei vollausgelastete Senate als Vorsitzender zu leiten." Auch mehrere
amtierende Richter des 2. Strafsenats sollen sich bei einer Anhörung
aus verfassungsrechtlichen Gründen gegen diese Lösung ausgesprochen
haben. ... " [Spiegel
8.1.12]
Bundesmarine > Bundeswehr.
Bundespräsident
Der Bundespräsident soll überparteilich sein, wird aber faktisch
von der politischen Mehrheit bestimmt, wobei jeder mit gesundem Menschenverstand
Ausgestattete unmittelbar weiß und erkennt, dass ein von der politischen
Mehrheit ausgewählter Bundes-Präsident niemals unparteiisch sein
kann. Damit ist eine tiefe schizophrenogene Aporie
der deutschen Staatskonstruktion angelegt. Zwar heißt es in
"Art.55
GG (Berufs- und Gewerbeverbot)
(1) Der Bundespräsident darf weder der Regierung noch einer gesetzgebenden
Körperschaft des Bundes oder eines Landes angehören.
(2) Der Bundespräsident darf kein anderes besoldetes Amt, kein
Gewerbe und keinen Beruf ausüben und weder der Leitung noch dem Aufsichtsrate
eines auf Erwerb gerichteten Unternehmens angehören."
aber es wird offensichtlich ignoriert, was der Präsident 20,
30, 40 Jahre vor seiner Wahl gemacht hat, und dass dies - ob und wer will
oder nicht - seine Amtsausübung beeinflussen muss. Wieder einmal zeigt
sich, wie schlecht die deutsche Verfassung konzipiert ist. Verlogenheit
und die Leugung elementarer Tatsachen sind nicht nur dem deutschen Staatswesen
immanent, sondern auch dem Grundgesetz und der Verfassung.
Besonders unsinnig erscheint die Konstruktion eine lebenslangen "Ehrensoldes",
selbst wenn einer aus Schimpf und Schande das Handtuch werfen musste. Einen
"Ehrensold" kann es sinnvollerweise doch nur dann geben, wenn der Bundespräsident
seine Aufgabe ehrenvoll und kompetent ausgefüllt hat. Hierfür
scheint eine Zeit, die nicht länger als die ausgeübte Amtzeit
war, völlig ausreichend. Auch das sollte die Bundesversammlung bei
der Neuwahl für den vergangenen Bundespräsidenten.
Stimmen zum Fall Wulff
-
"Bezug zum Amt entscheidend. Mehrere Juristen haben dem deutschen Bundespräsidenten
Christian Wulff vorgeworfen, in seiner Zeit als Ministerpräsident
von Niedersachsen gegen geltendes Recht verstoßen zu haben. „Christian
Wulff hat meines Erachtens gegen das niedersächsische Ministergesetz
verstoßen“, sagte der Verfassungsrechtler Hans Herbert von Arnim
der Tageszeitung „Die Welt“ ..." [orf
2.1.12]
-
"Staatsrechtler Hans Herbert von Arnim hat die Kreditaffäre analysiertErmittlungen
gegen Wulff „unausweichlich“ ..." [focus
30.12.11]
-
"BundespräsidentVon Arnim: Wulff hat gegen Gesetz verstoßen.
..." [focus
17.12.11]
-
"Verfassungsrechtler Arnim: Wulff hat gegen Ministergesetz verstoßen
..." [Infokrieg
17.12.11]
-
"Neuer Vorwurf gegen Wulff: Verfassungsbruch. Bundespräsident kommt
nicht zur Ruhe. Nur wenige Stunden nach seiner öffentlichen Stellungnahme
zu den Vorwürfen in der Kreditaffäre sind neue Vorwürfe
gegen Bundespräsident Christian Wulff laut geworden. Wie die "Hannoversche
Allgemeine Zeitung" (HAZ) am Freitag berichtet, gibt es Hinweise, dass
die niedersächsische Staatskanzlei eine Landtagsanfrage der SPD im
März 2010 falsch beantwortet haben könnte. Das wäre ein
Verfassungsverstoß, für den Wulff als damaliger Ministerpräsident
direkt verantwortlich wäre. ..." [bdn
23.12.11]
-
"Verfassungsbruch bei der Wahl von Christian Wulff. Der unrühmlichen
Präsidentenwerbung von Christian Wulff ist ein weiteres Kapitel hinzuzufügen,
das in der Öffentlichkeit interessanterweise nicht gesehen wird. Schauen
wir mal in Art. 55 des Grundgesetzes: (1) Der Bundespräsident darf
weder der Regierung noch einer gesetzgebenden Körperschaft des Bundes
oder eines Landes angehören. (2) Der Bundespräsident darf
kein anderes besoldetes Amt, kein Gewerbe und keinen Beruf ausüben
und weder der Leitung noch dem Aufsichtsrate eines auf Erwerb gerichteten
Unternehmens angehören. Christian Wulff ist ja – vorsichtshalber erst
nach seiner Wahl – als Ministerpräsident von Niedersachsen zurückgetreten.
Allerdings ist er nach wie vor Aufsichtsratsmitglied bei VW – was nach
Art. 55 Abs. 2 ausdrücklich ausgeschlossen ist. Zwar hat er dort um
seine Demission gebeten und diese wurde auch angenommen, doch endet sein
Aufsichtsratsmandat nach der VW-Satzung erst mit Wirkung Mitte Juli. Damit
gehörte Herr Christian Wulff bei der Annahme seiner Wahl am 30.06.2010
und auch noch heute am Tag seiner Vereidigung 02. Juli 2010 dem Aufsichtsrat
eines auf Erwerb ausgerichteten Unternehmens an – was unsere Verfassung
aber ausdrücklich verbietet! ..." [2.7.10
meinungsblog]
Bundestag
Handstreich
im Bundestag: Wie zwei Abgeordnete das Meldegesetz durchs Parlament drückten
"In nicht einmal einer Minute haben die Koalitionsfraktionen kürzlich
das umstrittene Meldegesetz durch den Bundestag gebracht. Nach Recherchen
von abgeordnetenwatch.de war es ein Änderungsantrag der Abgeordneten
Hans-Peter
Uhl (CSU) und Gisela Piltz (FDP), durch den im letzten Moment eine
verbraucherfreundliche Regelung zum Schutz von persönlichen Daten
aus dem Gesetzestext gekippt wurde. Hat sich die Adresslobby zu früh
gefreut? ..." [aw
9.7.12]
Bundestrojaner. [W]
-
"Staatstrojaner Hauptsache, wir können überwachen? Hier gibt
es keinen Interpretationsspielraum: Die Äußerungen des Bundesinnenministers
in der Staatstrojaner-Affäre sind verheerend. Eine Replik. ...Implizites
Bekenntnis zum Verfassungsbruch. „Ich weiß nicht, welche Software
der CCC vorliegen hat, also kann ich nicht beurteilen, was das Programm,
das der CCC analysiert hat, kann oder nicht kann“, versuchte der Bundesinnenminister
die Frage nach den klaffenden Sicherheitslücken im vom CCC analysierten
Trojaner zu parieren. Es mag den Minister überraschen, aber das Internet
ist nicht nur ein Hort von hinterhältigen Kriminellen und Übeltätern.
Es wird tatsächlich auch zur Informationsübermittlung verwendet.
Und so ist die Trojaner-Variante, über die der Minister nichts zu
wissen vorgibt, seit Samstag, dem 8. Oktober, auf der Webseite des CCC
für jedermann herunterladbar - sogar für das Bundesinnenministerium.
Der kritische Teil, die Funktion zum Code-Nachladen, war sogar unübersehbar
groß gedruckt in der FAS zu besichtigen. Man sollte meinen, die Zeit
hätte für die Informationsbeschaffung ausreichen können."
[faz
17.10.11]
-
"... Der «Bundestrojaner» liefert deutsche Bürger an
US-Kontrolle aus. Wenn das Spionageprogramm auf einem befallenen Computer
seine gesammelten Informationen weitergeben oder wenn es neue Befehle entgegennehmen
soll, muss es mit seinem «Führungsoffizier», das heisst
mit dem Kontroll-Computer, kommunizieren. Der CCC hat analysiert, dass
der nächste Kontroll-Computer auf eine festgelegte Internet-Adresse
in den USA verweist: Alle gesammelten Daten und auch alle an den überwachten
Computer gesendeten Steuerbefehle fliessen in beide Richtungen über
einen Computer in den USA. Vorläufiges Fazit: Die mit dem Bundestrojaner
offengelegten Abläufe sind bedenklich in jeder Hinsicht: Verfassungsgerichtsurteile
werden bewusst missachtet. Freiheitsrechte der einzelnen Bürger
werden verletzt. Ausländischen Mächten werden Zugriffe auf
die Intimsphäre der eigenen Bürger eingeräumt. Der Bürger
wird belogen, an der Nase herumgeführt und zum Opfer staatlicher Willkür.
Wodurch unterscheidet der Staat sich von einer Räuberbande? ..." [ZF
17.10.11]
Bundesverfassungsgericht
Das Bundesverfassungsgericht trägt mit zahlreichen Fehlurteilen
(z.Z. Kassenarzturteil,
Werbung,
Bundeswehr, Balkankrieg, Afghanistankrieg, Griechenlandhilfe, Finanzhilfe
für Finanzchaoten [Saarland-Bremen
Urteil 27.5.1992], Wiedervereinigung, Untreue bei Managern) wesentliche
Verantwortung für den bedauernswerten Zustand dieser Republik.
-
"Bundeswehreinsätze
im Inland Karlsruhe fällt Katastrophen-Entscheidung. Zum ersten Mal
haben sämtliche Richter des höchsten deutschen Gerichts in einer
fundamentalen Verfassungsfrage entschieden. Es ist jedoch keine gute Entscheidung:
Die Richter haben mit ihrem Beschluss, Bundeswehreinsätze im Inneren
zu erlauben, das Grundgesetz nicht interpretiert. Sie haben es verändert.
Das war und ist nicht ihre Sache. ..." [SZ
17.8.10]
-
"Richter und Regierungen. Der Anschein der Nähe. Richter sollten
sich nicht mit ihren wichtigsten Prozessparteien besprechen. Doch die Bundesregierung
trifft sich regelmäßig mit Verfassungsrichtern. ... Dagegen
sind regelmäßige Klausurabende der Richter mit ihrer wichtigsten
Prozesspartei im Justizsystem zu Recht nicht vorgesehen. Denn was dort
an gemeinsamen Erkenntnissen entsteht, bleibt nicht nur der Öffentlichkeit,
sondern auch den jeweiligen Prozessgegnern der Bundesregierung verborgen.
..." [taz 16.2.12]
-
Fehlurteil
vom 9.2.2010 zur Hartz-IV. Bedarfsberechnung.
Untreue bei Managern
-
"Urteil: Kriminelle Manager jetzt schwerer zu fassen. Bundesverfassungsgericht:
Untreuen Managern muss künftig der durch sie verursachte Schaden nachgewiesen
werden. Werden Manager in Deutschland kriminell, dann veruntreuen sie
in der Regel Gelder ihrer Firma. Generell sollte gegen solche Vergehen
hart vorgegangen werden, wie das Bundesverfassungsgericht nun entschied.
Allerdings hoben die Verfassungshüter die Hürden für strafrechtliche
Verurteilung an. Die Richter forderten, dass für eine Verurteilung
wegen Untreue der jeweils entstandene Schaden zuvor konkret bestimmt werden
muss(Az. 2 BvR 2559/08 u.a.). Damit wird es für die Justiz in Deutschland
künftig schwerer, Manager wegen Untreue zu belangen. ..." [TO
11.8.10]
-
"Bundesverfassungsgericht zur Untreue Landowsky lacht, Karlsruhe hilft.
Für die Justiz wird es künftig schwerer, Manager wegen Untreue
im Amt zu belangen. Das Bundesverfassungsgericht pocht auf eine konkrete
Schadensbenennung. Deshalb darf sich die einstige Berliner CDU-Größe
Landowsky erst einmal freuen. ..." [SZ
11.8.10]
Haushaltsnotlage
Man sollte annehmen, dass auch eine BundesverfassungsrichterIn begreifen
kann, dass bei Haushaltsnotlagen nicht nur nach deren Ausmaß, sondern
auch nach deren Verursachung und Zustandekommen differenziert werden muss.
Es ist ja völliger Unfug, Gebietskörperschaften in Haushaltnotlagen
mit der Solidargemeinschaft beizustehen, wenn die Haushaltsnotlage durch
ambitionierte Ansprüche, Misswirtschaft, fehlende oder unangemessene
Finanzplanung (z.B. keinerlei Tilgungsplanung), oder offensichtliche Fehler
finanzökonomischer Haushaltsvernunft, z.B. dass in guten Zeiten keine
Rücklagen gebildet wurden, um in schlechten Zeiten Reserven zu haben
oder andere Fehler von der politischen Führung der Gebietskörperschaft
zu verantworten ist. Das heißt, geholfen kann und soll nur werden,
wenn eine echte, unverschuldete Notlage vorliegt, etwas infolge der Bewältigung
einer Naturkatastrophe. Über die eigenen Verhältnisse leben ist
aber keine Naturkatastrophe, sondern Ausdruck von Verantwortungslosigkeit
oder Unvermögen. Stünde in solchen Fällen die Solidargemeinschaft
mit Hilfen ein, gäbe es für niemand mehr einen vernünftigen
Grund, verantwortungsbewusst und kompetent zu haushalten und zu wirtschaften.
Daher war das Urteil des BVerG vom 27. Mai 1992 ein extrem grober Fehler,
der leider auch mit dem Urteil vom 19. Oktober 2006 zur Haushaltsnotlage
von Berlin nicht richtig korrigiert wurde. Wer die Folgen seines unangemessenen
Handeln nicht mehr selbst zu tragen hat, sondern auf andere, besonnene,
sparsam und umsichtig Wirtschaftende abwälzen kann, verliert an Motivation.
Es ist daher dringend an der Zeit, elementare Binsenwahrheiten des Lebens
auch höheren Orts wieder zu würdigen. Und dazu gehört auch,
dass nicht immer nur von Verantwortung geredet und gelogen wird, sondern
sie mit dem Preis der Folgen und Konsequenzen auch verlangt wird.
Nur wer weiß, dass er im Ernstfall die eingebrockte Suppe selbst
auslöffeln muss, kann ein ernsthaftes Motiv zu verantwortlichem Haushalten
und Wirtschaften aufbauen.
Polizeiaufgaben.
Verfassungsrichter will Bundeswehr zur Terrorabwehr einsetzen.
"Richter Kirchhof: "Streitkräfte könnten bestimmte polizeiliche
Aufgaben übernehmen". Der Einsatz der Bundeswehr im Inneren ist umstritten.
Ausgerechnet der Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts fordert
nun, das Grundgesetz zu ändern, um für Klarheit zu sorgen: Soldaten
könnten zur Terrorabwehr innerhalb Deutschlands eingesetzt werden
und gefährdete Objekte schützen. ..." [Spiegel
23.12.10]
Zug um Zug wird der Rechtsstaat ausgehöhlt
- zu Gunsten einer ebenso verfehlten wie überholten Großmachtsideologie
im Sinne Kaiser Wilhelms oder Adolf Hitlers. Diese Äußerung
passt ganz ins Bild zum grundgesetzwidrigen Angriffskrieg in Afghanistan
und der offenen Verkündung Ex-Bundespräsident Köhlers und
Kriegsministers Gutenberg die Wehrmacht für Wirtschaftsinteressen
einzusetzen.
Bundesverfassungsrichter/Gericht
bei youtube:
Bundeswehr
> Afghanistan-Krieg. > Ex-Bundespräsident
Köhlers Fehlleistung. > Bundeswehrskandale.
de Maizières:
"Auslandseinsätze der Bundeswehr Über den Hindukusch hinaus.
"Wohlstand erfordert Verantwortung": Die Bundeswehr muss sich nach
den Worten de Maizières darauf einstellen, auch dann zu Auslandseinsätzen
aufgefordert zu werden, wenn keine deutschen Belange berührt werden.
Das birgt Zündstoff. "Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch
verteidigt." Dieser Satz des früheren SPD-Verteidigungsministers Peter
Struck zur Rechtfertigung des Engagements in Afghanistan galt fast zehn
Jahre lang als Leitlinie dafür, warum die Bundeswehr an Auslandseinsätzen
teilnimmt. Politiker durften, das machte Struck damit deutlich, die historisch
gut begründete militärische Zurückhaltung Deutschlands aufgeben,
wenn handfeste nationale Interessen dies erforderten. ... " [SZ
18.5.11]
Ex-Verteidigungsminister
zu Guttenberg. [youtube]
"Dürfen Militäreinsätze auch Wirtschaftsinteressen dienen?
Nach einer umstrittenen Äußerung zu dieser Frage trat Bundespräsident
Köhler im Mai zurück. Verteidigungsminister zu Guttenberg stützt
nun seine These grundsätzlich und plädiert dafür, das Thema
„ohne Verklemmung“ anzugehen.
Guttenberg sprach sich für einen unverkrampften Umgang mit wirtschaftlichen
Interessen in der Sicherheitspolitik aus. Es gelte in gewissen Kreisen
immer noch als „überaus verwegen“, den Zusammenhang zwischen diesen
beiden Bereichen herzustellen, monierte der CSU-Politiker am Dienstag in
Berlin. Stattdessen sollte man „offen und ohne Verklemmung“ damit umgehen.
Die Opposition kritisierte Guttenberg scharf und warnte ihn davor, den
Verteidigungsauftrag der Bundeswehr umzuinterpretieren. ..." [Focus
9.11.10]
"Guttenberg hält an Thesen zu Wirtschaftsinteressen fest. Passau
(dpa) - Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat trotz der
Kritik der Opposition erneut einen Zusammenhang zwischen Sicherheitspolitik
und deutschen Wirtschaftsinteressen hergestellt. Das sei keine verwegene
Aussage, das sei ein vitales Interesse unseres Landes, sagte Guttenberg
in Passau. Der Minister hatte bereits vor wenigen Tagen ähnliche Aussagen
von Ex- Bundespräsident Horst Köhler unterstützt und war
dafür von der Bundestags-Opposition scharf kritisiert worden. ...
" [Zeit
12.11.10]
___
Verteidigungsminister
Jung in der Einführung zum Weißbuch der Bundeswehr 2006:
"Die Sicherheitspolitik Deutschlands wird von den Werten des Grundgesetzes
und dem Ziel geleitet, die Interessen unseres Landes zu wahren, insbesondere:
.... den freien und ungehinderten Welthandel als Grundlage
unseres Wohlstands zu fördern und dabei die Kluft zwischen armen und
reichen Weltregionen überwinden zu helfen." (S. 9 und 24; fett-kursiv
RS)
S. 25 fordert präventive Sicherheitsvorsorge (fett-kursiv RS):
"Sicherheitsvorsorge kann daher am wirksamsten durch Frühwarnung und
präventives
Handeln gewährleistet werden und muss dabei das gesamte sicherheitspolitische
Instrumentarium einbeziehen."
Das Transparenz-Verständnis des Weißbuches der Bundeswehr
2006 erklärt es wie folgt:
Man muss es wohl schon als großartigen demokratischen Akt feiern,
dass Lesen und Zitieren nicht verboten wird.
____
Geschichte
der Bundeswehr im Lichte deutscher Vergangenheit und Gegenwart.
Die Geschichte der Bundeswehr, also die Wiederbewaffnung - Adenauers
größte Sünde - , ist eine gute Möglichkeit, zu verstehen,
was Deutschland und das deutsche Volk war und ist: die Nachfolger der Nazis,
durch die der Wiederaufbau Deutschlands im wesentlichen bewerkstelligt
wurde. Ohne die vielen Nazis in Justiz und Verwaltung, Politik, Wirtschaft
und Finanzwelt wäre es kaum gegangen. Aber was bedeutet das? Hitlergestalten,
Faschisten, Folterer, verlogener und heimtückischer politischer und
juristischer Abschaum (Typ Freisler) findet sich auf der ganzen Welt, zu
allen Zeiten und auch heute, was die meisten ZeitgenossInnen aber nicht
wahrhaben wollen. Nicht nur die Deutschen, aber auch sie, sind Meister
der Verdrängung, denn der Mensch kann seine eigene innere und äußere
Realität oft nicht aushalten. Er muss sie, quasi aus innerer Selbstwertbildnot
umdeuten, färben und schönen (> Abwehr).
Und so lügt, verleugnet und frisiert er sich ein falsches Bild der
Wirklichkeit zurecht. Und das ist die eigentliche tiefe und kaum kurierbare
Wunde eines demokratischen Rechtsstaates, wenn nicht erkannt wird, dass
am Hindukusch nicht die Freiheit verteidigt, sondern die Verfassung gebrochen
und Grundrecht gebeugt wird. Aber es scheint Entwicklungs- und Wesensmerkmal
dieser Bundesrepublik, die wieder wer ist, zu sein, dass fortlaufend
die Verfassung gebrochen und Recht gebeugt wird. In absehbarer Zukunft
wird sich zeigen, ob der Weg ins vierte
Reich noch abgewendet werden kann. Es sieht allerdings nicht gut aus
für den Rechtsstaat, die Demokratie und
die Gewaltenteilung ...
Bundeswehr
Youtube-Werbefilm nach Kritik entfernt
"Die Bundesregierung hat einen Kurzfilm der Bundeswehr von ihrem Youtube-Kanal
im Internet genommen, nachdem er von SPD und Grünen als gewaltverherrlichend
kritisiert worden war. ....In dem Film sind Aufnahmen des Wachbataillons
mit Szenen von Soldaten, Panzern, Schiffen, Flugzeugen und Hubschraubern
im Einsatz zusammengeschnitten, unterlegt mit Hardrockmusik und der Nationalhymne.
Auch eine Explosion und der Abschuss von Waffen werden gezeigt. ... " [faz
18.11.11]
Chemie-Schäden.
Holzschutzmittel-Vergiftungen:
Das Rechtsverständnis - in dubio pro industria - der deutschen Justiz
wurde sehr gut in dem Film von Mirko Tomic (SWR
28.1.9) dokumentiert: "Krank durch Chemie?Die Holzschutzmittel-Opfer
- Legal vergiftet, dann vergessen".
Familie Brünnicke hatte 2003 ein Fertighaus
gekauft. Große Freude, bis die Familie krank wurde. Experten stellten
eine hohe Konzentration an giftigen Holzschutzmitteln fest. Familie Brünnicke
zog aus, riss das Fertighaus ab. Hatte nicht der Holzschutzmittelprozess
der 90er-Jahre die Gefahr sozusagen gebannt? Zwei Chemiemanager waren verurteilt
worden. Doch der Bundesgerichtshof hob das Urteil später auf. Staatsanwalt
Erich Schöndorf, damals Ankläger, sagt heute: 'Die Geschichte
geht weiter und fängt wieder von vorne an'. Es gibt Tausende von Holzschutzmittelgeschädigten,
die damals krank wurden. Und es gibt neue Opfer. Der Film schlägt
einen Bogen vom Frankfurter Holzschutzmittelprozess bis heute und beleuchtet
anhand konkreter Beispiele die Auswirkungen und Folgen moderner Holzschutzmittel.
"Was zählt, ist nicht, ob unsere Mittel krank machen, sondern ob wir
dafür haften" wird einer der damals im Frankfurter Holzschutzmittelprozess
verurteilten Manager zitiert."
Containern > Armut.
"Prozess in Lüneburg Mann nahm Kekse aus Mülltonne. Wenn
Menschen Abfall nach Essbarem durchsuchen, heißt das "Containern".
Weil ein Mann eine Packung Kekse mit angelaufenen Verfallsdatum aus einer
Mülltonne nahm, steht er jetzt vor Gericht. ..." [SZ
9.1.12]
Cross-Border-Leasing
(CBL). > Beispiele: Baden-Württemberg,
Nürnberg,
München.
Dass Kämmerer z.B. in New York okkultue Verträge, die sie
nicht einmal vollständig einsehen können, für ihre Kommunen,
Stadträte und letztlich haftenden BürgerInnen abschließen,
die diese gar nicht kennen und offenbar auch gar nicht kennen dürfen,
ist eine solch ungeheure Absurdität und stellt den Rechtsstaat dermaßen
auf den Kopf, dass man sich fragt, ob wir Narren, Chuzpisten, Kriminellen
oder Strohalmverzweifelten aufgesessen sind.
Deutsche Bank. > Geschichte
im 3. Reich.
Deutsche
Nachkriegs"eliten" mit Nazivergangenheit.
Diehl > PWK02-09.
-
"Diehl-Steueraffäre: Polizei meldet sich an. Wie in Luxemburg
die Durchsuchung einer Bank abläuft - 01.05.09. NÜRNBERG
- Was Justizbeamte erleben, die wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung
und der Untreue gegen einen großen (Rüstungs-)Konzern und gegen
die Finanzbehörden ermitteln, liest sich wie ein Wirtschaftskrimi:
Das skandalträchtige Steuerverfahren in Sachen Diehl würde Stoff
für ein spannendes Drehbuch liefern. Einblicke in ein merkwürdiges
Drama. ..." [NN
1.5.9]
-
"Rüstungskonzern Diehl. Ärger mit bayerischem Steuergeschenk.
Das
bayerische Finanzministerium soll dem Nürnberger Rüstungskonzern
Diehl ein Steuergeschenk in Höhe von 60 Millionen Mark gemacht haben.
Die zuständige Steuerprüferin klagt jetzt gegen diese Entscheidung.
..." [Spiegel
20.11.1]
-
"Rüstungsfirma Diehl. Waffen bauen, Sprache säubern. "Diehl produziert
Streumunition" - eine Feststellung, die der Nürnberger Rüstungskonzern
einem Journalisten gerichtlich verbieten lassen will. Es geht um Diehls
"Smart 155". ..." [taz 2.3.10]
Eliten
Versagen der Eliten, weltweit.
"Zahlreiche Staaten der Welt entwickeln sich einer neuen Studie zufolge
zu Diktaturen oder Alleinherrschaften. Der Reichtum der Welt wird nur von
ganz Wenigen abgeschöpft. ..." [SZ
17.2.8]
Deutsche
Nachkriegs"eliten" mit Nazivergangenheit: Hier wären Abertausende
aufzuführen, was mir nicht möglich ist. Daher begnüge ich
mich mit einer Reihe - geplant sind rund 100 - repräsentativer
Beispiele aus verschiedenen Bereichen und unterschiedlicher Schuld:
* Abs, H.J [W]
* Ambros, O. [W]
* Buetefisch, H. [W]
* Filbinger. (Ministerpräsident BW)
* Flick, F. (W)
* Fränkel, (W)
* Globke, H (Staatssekretär von Adenauer; W)
* Jaehne, F. [W]
* Kiesinger, K.G. (Bundeskanzler; W)*
Krupp, Alfried (W)
* Meer, Fritz ter [W]
* Oberländer (Minister) * Schleyer,
Hans Martin (Industriemagnat; Das
Parlament 50-51,2004) * Porsche, F. (W)
* Schmitz, H. [W]
* Schrübbers, H. (W)
*
Querverweise: Großindustrie
und Aufstieg der NSDAP [W]
Braunbuch [W] Original-Online-Version
des Braunbuchs von 1968 [O]
Eigentum verpflichtet. >
Heuschrecken-Recht.
Dieser Artikel 14,2
GG wird seit Jahrzehnten grob missachtet und ist faktisch nicht einmal
die Druckerschwärze wert.
Bayerische
Verfassung
-
Artikel 156. Der Zusammenschluß von Unternehmungen zum Zwecke der
Zusammenballung wirtschaftlicher Macht und der Monopolbildung ist unzulässig.
Insbesondere sind Kartelle, Konzerne und Preisabreden verboten, welche
die Ausbeutung der breiten Massen der Bevölkerung oder die Vernichtung
selbständiger mittelständischer Existenzen bezwecken.
-
Artikel 157. (1) Kapitalbildung ist nicht Selbstzweck, sondern Mittel zur
Entfaltung der Volkswirtschaft.
-
(2) Das Geld- und Kreditwesen dient der Werteschaffung und der Befriedigung
der Bedürfnisse aller Bewohner.
-
Artikel 158. Eigentum verpflichtet gegenüber der Gesamtheit. Offenbarer
Mißbrauch des Eigentums- oder Besitzrechts genießt keinen Rechtsschutz.
Entnazifizierung
> Nachkriegs"eliten"
... > [W]
Youtube: Hitlers Eliten nach 1945: Juristen
- Freispruch in eigener Sache. Offiziere 1,
2,
3.
Journalisten:
Diener der Macht 1,
2,
3.
Unternehmer:
Profiteure des Unrechts 1,
2,
3.
Ärzte:
Medizin ohne Gewissen 1,
2,
3,
Ärzte
unterm Hakenkreuz 1,
2,
3.
Klee: Alles Kranke ist Last 1,
2,
3.
Die
gescheiterte Entnazifizierung in der Justiz und Richterschaft nach 1945
*
Zitate über
gescheiterte Entnazifizierung in Deutschland nach 1945 *
Der Führer
ging - die Nazis blieben 1,
2,
3,4,
5.
youtube-Filmliste über DVD "Gescheiterte Entnazifizierung".
Die Entnazifizierung der Alliierten war weitgehend eine Farce und zu
dem frühen Zeitpunkt der ersten Nachkriegszeit gar nicht angemessen
möglich. Sie hätte später von deutschen Gerichten und Staatsanwaltschaften
unter Aufsicht ordentlicher alliierter JuristInnen richtig und gründlich
durchgeführt werden müssen. Das ging aber nicht, weil die deutsche
Nachkriegsjustiz - wie auch alle anderen Institutionen - überwiegend
von - mehr oder minder schlimmen - Nazis durchsetzt war. So lesen wir etwa
bei
Senfft
(1988;
S. 175: "Die Amerikaner beobachteten, daß z.B. der Bamberger Oberlandesgerichtspräsident
etwa 90% seiner Richter aus alten Nazis rekrutierte."
 |
Vollnhals
kommt im Kapitel 1 "Das gescheiterte Experiment" klar zu dem Ergebnis,
dass die Entnazifizierung nicht nur gescheitert ist, sondern, so, wie sie
angelegt war, auch scheitern musste (S. 55). Der größte Fehler
war, sich viel zu wenig auf die echten Nazis zu konzentrieren und sich
viel zu sehr mit den kleinen Hinz und Kunz "Pg" aufzuhalten. Beispiel Niedersächsische
Justiz: Vollnhals berichtet (S. 330 ), "daß 51 Prozent der niedersächsischen
Richter und Staatsanwälte in gleicher Eigenschaft im Dienste
der Nazis standen, daß 71 Prozent der Richter und Staatsanwälte
NSDAP-Mitglieder waren und daß schließlich nicht weniger als
97 Prozent der in der niedersächsischen Justiz tätigen Richter
und Staatsanwälte bei Kriegsgerichten tätig waren. Neben 7 Oberstrichtern
steht auch ein ehemaliger Generalrichter eines Kriegsgerichts im Dienste
der niedersächsischen Justiz, flankiert von 27 Oberfeldrichtern und
58 Oberstabsrichtern an Kriegsgerichten.
Im Gegensatz dazu beschäftigt Niedersachsen nur 8 Richter und
Staatsanwälte, die wegen Betätigung gegen das Naziregime verurteilt
oder inhaftiert worden waren und 19, die aus den gleichen Gründen
disziplinarisch bestraft wurden." |
Auswärtiges Amt und NS-Zeit.
-
"Das Auswärtige Amt war eine "verbrecherische Organisation".
Das ist das Ergebnis einer Historikerkommission. Erschreckend sind die
Details. Das Auswärtige Amt, das traditionsreichste deutsche Ministerium,
war tief in die Vernichtung der europäischen Juden verstrickt. Am
kommenden Donnerstag wird der Bericht einer hochkarätigen Historikerkommission
vorgestellt, die der damalige Bundesaußenminister Joschka Fischer
(Die Grünen) 2005 eingesetzt hatte. Das wesentliche Ergebnis lautet:
„In vielen Fällen waren Angehörige des Auswärtigen Dienstes
(...) an der Deportation von Juden unmittelbar beteiligt. Mitunter ergriffen
sie sogar die Initiative.“ Der Marburger Politikhistoriker Eckhard Conze,
der die Kommission geleitet hat, sprach in verschiedenen Interviews am
Wochenende zugespitzt davon, das Außenministerium sei in der nationalsozialistischen
Zeit „eine verbrecherische Organisation“ gewesen.
Sowohl die Spitzen des Auswärtigen Amtes, voran
der 1938 bis 1943 amtierende Amtschef Staatssekretär Ernst von Weizsäcker,
als auch die Vertretungen in den von der Wehrmacht besetzten oder mit Deutschland
mehr oder weniger verbündeten Staaten waren intensiv befasst mit Vorbereitungen
von Deportationen in die deutschen Vernichtungslager in Ostmitteleuropa.
Dem Bericht zufolge, der auch als voluminöses Buch erscheint („Das
Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in
der Bundesrepublik“. Blessing Verlag, München. 880 Seiten, 34,95 Euro)
gehörten im Jahre 1943 von den 703 Angehörigen des Höheren
Dienstes 573 Mitglieder der NSDAP an; jeder zehnte Spitzendiplomat war
darüber hinaus auch der SS beigetreten. ... " [WO
24.10.10]
Lit: „Das Amt und die Vergangenheit.
Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik“. Blessing
Verlag, München.
-
"Welle der Wahrheiten. Sechs
Jahrzehnte nach den Nürnberger Prozessen gegen die Wortführer
des NS-Reg lassen Ministerien und Behörden nun zum ersten Mal offiziell
die Frage untersuchen: Wie Nazi-braun waren die Gründerjahre der Republik
wirklich? ... Das Stück Vergangenheitsbewältigung im Namen der
Bundesregierung hatte die Fraktion der Linken mit einer parlamentarischen
Anfrage erzwungen. Und so wurde erstmals per Bundestagsdrucksache 17/8134
amtlich, was jahrzehntelang regierungsamtlich als Tabu behandelt wurde:
25 Minister, ein Bundespräsident und ein Bundeskanzler der Bundesrepublik
waren in NS-Organisationen. [<S.32] ... Die Hälfte aller Staatssekretäre,
Abteilungsleiter und Unterabteilungsleiter, so wurde jetzt schon bekannt,
waren in den fünfziger Jahren Parteigenossen der NSDAP. ... Die Selbstgerechtigkeit
der deutschen Nachkriegsjustiz steht in krassem Gegen-[>] satz zu dem Unheil,
das die Branche über Deutschland gebracht hat. Ihre Verbrechen stehen
ganz oben auf der Liste der Schande. Zwischen 1933 und 1945 haben deutsche
Richter, zivile und militärische, schätzungsweise 50000 Todesurteile
gefällt, die meisten wurden auch vollstreckt. „Der Dolch des Mörders",
sagte der US-amerikanische Chefankläger Telford Taylor damals im Nürnberger
Juristenpro-zess, „war unter der Robe des Juristen verborgen." Und etwa
80 Prozent dieser Richter und Staatsanwälte, die bis zum 8. Mai dem
Terrorregime Hitlers zu Diensten standen, sprachen bald wieder Recht -
in der jungen Bundesrepublik. „Möglicherweise ist tatsächlich
der Beweis erbracht", schrieb der NS-Spezialist Jörg Friedrich, „dass
ein Rechtsstaat auf einem Justizmassengrab stehen kann. ..." [<S.37;
DER SPIEGEL Nr.1, 2.1.2012]
-
Bundesjustizministerium
und NS-Strafverfolgung
"NS-Strafverfolgung - Das Bundesjustizministerium und seine Vergangenheit.
Das Bundesjustizministerium (BMJ) war jahrzehntelang ein Auffangbecken
für Juristen mit NS-Vergangenheit. Sie setzten dort ihre Karriere
fort, die sie schon während der Zeit des Nationalsozialismus begonnen
hatten. So hatten in den sechziger Jahren alle Abteilungsleiter des Ministeriums
eine einschlägige NS-Vergangenheit. Das ist das vorläufige Resümee
der Professoren Manfred Görtemaker und Christoph Safferling, die im
Auftrag des BMJ die frühe Geschichte des Ministeriums wissenschaftlich
aufarbeiten. Kernstück ihrer Forschung ist die Frage, inwieweit diese
Juristen aus dem Ministerium heraus dafür gesorgt haben, dass NS-Verbrecher,
die Massenmorde begangen hatten, hierfür juristisch kaum belangt werden
konnten und Ende der sechziger Jahre sogar von einer "kalten" Amnestie
profitierten. Ihre Untersuchungsergebnisse veröffentlichen Görtemaker
und Safferling Anfang Juni.. Frontal21 hat die beiden Wissenschaftler bei
ihren Forschungsarbeiten begleitet." [F21
7.5.13; PDF]
Esser. [W.Der
MannesmannProzess]
EU Europäische Union
> Lobbyismus.> Pacta
sunt servanda - manchmal hat sogar der Teufel recht
Die europäische Union ist eine Fehlkonstruktion von Anfang an.
Inzwischen hat sich mehr als bestätigt, dass zig-Rechtsbrüche
die gesamte EU als völlig unzuverlässiges und morbides Unrechts-System
ausweisen: das gemeinsame Werk von Politiker-, Jurist- und LobbyistInnen.
Rechtsbrüche in der EU.
Bundeskanzlerin Merkel räumt in ihrer Rede am 23.11.2011 zu den
Maastrichkriterien ein, dass europäisches Recht ständig gebrochen
wurde: "Das eigentliche Problem ist, dass wir in den zehn Jahren mindestens
60 solcher Verstöße hatten und dass in keinem der Fälle
irgendeine Wirkung entfaltet wurde, wodurch ein Land daran gehindert worden
wäre, so weiterzumachen. Deshalb ist Vertrauen verloren gegangen,
Vertrauen der internationalen Märkte in die Handlungsfähigkeit.
..." [Online]
Schleichende und
kalte Umwandlung der Währungs- in eine Transfer- und Haftungsunion.
Hierzu einige Pressestimmen:
-
"Die europäische Integration stellt die Verfassungsidentität
Deutschlands in Frage. Sollen die Währungsunion in eine Transfer-
und Haftungsgemeinschaft umgewandelt werden? Ein öffentlicher Diskurs
darüber ist zwingend. ..." [faz
10.8.12]
-
Deutsche Bundesbank: " Stellungnahme anlässlich der öffentlichen
Anhörung des Finanzausschusses des Deutschen Bundestags. zu den „volkswirtschaftlichen
Auswirkungen der Euro-Staatsschuldenkrise und neuen Instrumenten der Staatsfinanzierung“
am 9. Mai 2012. Mit der Gründung der Europäischen Währungsunion
(EWU) wurde die Geldpolitik der Mitgliedstaaten vergemeinschaftet. Als
Hauptziel des unabhängigen Eurosystems wurde die Gewährleistung
von Preisstabilität verankert. Die Koordinierung der Finanz- und Wirtschaftspolitik
wurde auf europäischer Ebene verstärkt. Um sowohl die gemeinsame
Geldpolitik als auch die Mitgliedstaaten vor einer unsoliden Finanzpolitik
einzelner Staaten und den damit verbundenen Auswirkungen zu schützen,
wurde dabei zum einen ein System von Fiskalregeln auf der europäischen
Ebene vereinbart. Zum anderen sollte die Aussicht auf risikoadäquate
Zinsaufschläge der staatlichen Verschuldungsneigung disziplinierend
entgegenwirken. Die Folgen einer unsoliden Finanzpolitik sollten somit
von dem betreffenden Staat selbst getragen und nicht auf die anderen Länder
der Währungsunion verteilt werden. Die Verträge schließen
eine umfassende Fiskal-, Transfer- oder Haftungsunion aus und enthalten
das Nicht-Haftungsprinzip („No Bail Out“). In der EWU verbleibt die letzte
Entscheidungshoheit über die Ausgestaltung der jeweiligen Finanz-
und Wirtschaftspolitik zum überwiegenden Teil auf der nationalen Ebene
und damit bei den nationalen Parlamenten. Der Geldpolitik wurde die monetäre
Staatsfinanzierung ausdrücklich untersagt. Auch blieben die Bankenaufsicht
und die Verantwortung für die Stabilität der nationalen Bankensysteme
auf der nationalen Ebene verankert. Dieses Nebeneinander von gemeinsamer
Geldpolitik und nationalen Finanz- und Wirtschaftspolitiken unterscheidet
die EWU grundlegend von anderen Währungsräumen. ..." [DBB
9.5.12]
-
"Die vielen Wege zur EU-Haftungsunion. Eurobonds, Tilgungsfonds,
ESM-Banklizenz: Die Diskussion über eine gemeinschaftliche Haftung
in der Union ist wieder voll entbrannt. So viel scheint schon klar: Sie
wird zentrales Thema im Wahlkampf für die deutsche Bundestagswahl
und dürfte auch die österreichische Wahlauseinandersetzung (spätestens
Herbst 2013) prägen: Die Frage, ob die Euroländer noch weitere
Haftungen füreinander übernehmen sollen bzw. in welcher Form.
..." [dS
12.8.12]
"Euro-Krise: "Rechtsbruch gehört zum Alltag", so der Europarechtler
Prof. Bernhard Wegener in den Nürnberger Nachrichten vom 9.2.2012,
S. 21: [NN] "... Bricht also Politik geltendes Recht?. Wegener:
Praktisch wird das Recht von der Politik überspielt. Das haben wir
in Krisensituationen immer wieder erlebt. Schon die bisherigen Euro-Rettungsmaßnahmen
verstoßen ja gegen geltendes Recht. Insbesondere die fortgesetzten
Anleihen-Käufe der Europäischen Notenbank verletzen eindeutig
die Unionsverträge. ..."
"Ständiger Rechtsbruch in Brüssel: dort sollen 700
Lobbyisten der Finanzindustrie, ausgestattet mit 300 Millionen Euro, die
EU-Abgeordneten fest im Griff haben. In den Beratungsgremien zur Fionanzkrise
sitzen fast ausschließlich Angehörige des Bankstersystems, die
für diese Krise verantwortlich sind: "Steuermilliarden. Wie sich die
Banker in Brüssel die Regeln selber machen ... Yiorgos Vassalos, NGO,
Corporate Europe Observatory (Übersetzung MONITOR): 'Die Kommission
hat im Moment 260 Experten, die sie bei der Gesetzgebung am Finanzmarkt
beraten sollen, die werden von der Kommission eingeladen. Nur, 200 von
diesen 260 kommen direkt von der Finanzindustrie. ... Myriam vander Stichele,
Mitglied Expertengruppe Bankwesen EU-Kommission (Übersetzung MONITOR):
'Der Effekt dieser Art von Gesetzgebung ist, dass die Situation, die uns
in die Krise geführt hat, zementiert wird. Die Finanzlobbyisten in
diesen Expertengruppen haben den Gesetzgeber fest im Griff. Alles, was
verabschiedet wird, nimmt große Rücksicht auf ihre Interessen.'
... " [(Monitor
624 vom 25.8.11, PDF-Dokumente
Änderungsanträge EU-Parlament]
"EZB begeht fortgesetzten Rechtsbruch. Der FDP-Bundestagsabgeordnete
Frank Schäffler begrüßt die Aussagen von Bundespräsident
Christian Wulff zur Euro-Schuldenkrise. "Die EZB begeht einen fortgesetzten
Rechtsbruch, indem sie Staatsanleihen überschuldeter Euroländer
aufkauft und damit die Schulden sozialisiert", sagte er der Frankfurter
Neuen Presse. Schäffler hält es für möglich, dass die
Koalition in ihren eigenen Reihen künftig keine Mehrheit mehr für
weitere Rettungsaktionen findet. ... " [HZ]
""Was die Zentralbanken machen, muss man als Rechtsbruch bezeichnen"
Andreas Beck vom Institut für Vermögensaufbau zu Goldkäufen,
Euro-Krise, warum er von italienischen Staatsanleihen mehr hält als
von deutschen - und weshalb Anlageberatung immer wichtiger wird. ... "
[ftd
12.10.12]
EZB Europäische
Zentralbank > Lobbyismus. >
Der Aufkauf von Staatsanleihen maroder EU-Länder durch die EZB
ist ein klarer Rechtsbruch der ETB, der EU und der Rechtsorgane der EU,
die dies so hinnehmen.
-
"EZB begeht fortgesetzten Rechtsbruch. Der FDP-Bundestagsabgeordnete
Frank Schäffler begrüßt die Aussagen von Bundespräsident
Christian Wulff zur Euro-Schuldenkrise. "Die EZB begeht einen fortgesetzten
Rechtsbruch, indem sie Staatsanleihen überschuldeter Euroländer
aufkauft und damit die Schulden sozialisiert", sagte er der Frankfurter
Neuen Presse. Schäffler hält es für möglich, dass die
Koalition in ihren eigenen Reihen künftig keine Mehrheit mehr für
weitere Rettungsaktionen findet. ... " [HZ]
-
"Hahn: Klagen gegen die Europäische Zentralbank zulassen -
FAZ. Der hessische Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) fordert, die
Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank (EZB) auf dem Rechtsweg
gegen "politische Einflussnahme" zu verteidigen. Der "Frankfurter Allgemeinen
Zeitung" (FAZ/Freitagausgabe) sagte Hahn: "Der wiederholte Ankauf von Staatsanleihen
von überschuldeten Euro-Staaten stellt eine Überdehnung der Satzung
der EZB dar, denn eine Europäische Bad-Bank und die Vermehrung der
Geldmenge sind keine Beiträge zu Sicherung der Geldmarkstabilität."
..." [Ly
29.9.11]
-
"Trichet kämpft einen verlorenen Kampf. Nach dem Kauf von Anleihen
finanzschwacher Euro-Länder und dem Rücktritt von Chefvolkswirt
Jürgen Stark kämpft Notenbankchef Jean-Claude Trichet um seinen
Ruf. Um die EZB selbst ist es jedoch noch schlimmer bestellt. ....
der
Anleihekauf ist ein Vertragsbruch, denn damit ist die Trennung von
Fiskal- und Geldpolitik aufgehoben. Und als EZB-Chef davon auszugehen,
dass die Staatschefs es ernst gemeint haben, als sie ihm gegenüber
beteuerten, die EZB müsse die Staatsanleihen nur kaufen, bis der EFSF,
der Krisenfonds für Europa, einsatzfähig sei, war leichtgläubig.
Trichet hätte es sich schriftlich geben lassen sollen. Dokumentiert
ist das nirgendwo. ... " [HB
13.9.11]
-
""Erwin Teufel. „Regierungen halten sich nicht mehr an Gesetze“.
Erwin Teufel, ehemaliger Ministerpräsident Baden-Württembergs,
bricht sein Schweigen. In der F.A.S. beklagt er das fehlende Profil der
CDU und das Verhalten in der Schuldenkrise: „Wenn Staatschefs wesentliche
Stabilitätskriterien wegputzen, geht Vertrauen verloren“ ... „Wenn
Staats- und Regierungschefs in einer Nacht wesentliche Stabilitätskriterien
wegputzen, die in Verträgen festgehalten, die also geltendes Recht
sind, geht Vertrauen verloren. Vom Bürger erwartet man, dass er sich
an Normen hält, an Recht und Gesetz hält, an Verträge hält,
pacta
sunt servanda - und Staats- und Regierungschefs tun es nicht.“
" [faz
31.7.11]
Maastrichter
Stabilitätskriterien der Staatsschulden.
An die zwei Maastrichter Stabilitätskriterien
(1. Höchstens 3% Neuverschuldung des BIP, 2. höchstens 60% an
Staatsschulden vom BIP) haben sich die allermeisten Länder,
allen voran auch Deutschland, nicht gehalten. Aber auch nicht an die Verwirklichung
einer stimmigen und fundierten Finanz- und Wirtschaftsunion. Man hat überwiegend
Europa gespielt, Show und Theater inszeniert, aber nie Nägel mit Köpfen
gemacht. Die Köpfe in Europa haben in erster Linie Bretter vor dem
Kopf .
Falschbeschuldigungen
> Aussagepsychologie, Suggestivfragen,
Justizirrtum.
-
http://falschbeschuldigung.org/Falschbeschuldigung
-
"Strafjustiz Böse Eloquenz. Die gefährlichsten Falschbeschuldiger
sind Menschen mit unauffälligen psychischen Störungen, sagt der
Gutachter Günter Köhnken
Fehlurteile > Justizirrtum.
Feldmeyer, Johannes.
[Siemens Korruption; SekQuel: NN 27.1.9, S.2]
Filbinger. Filbinger hat als NS-Jurist
bei der Kriegsmarine Todesurteile ausgestellt und vollstrecken lassen,
offenbar ein guter Hintergrund, in der CDU Karriere zu machen und
in Baden-Württemberg Ministerpräsident zu werden. [W.FilbingerAffäre]
Finanzkrise
2007/08/09.
Die
gegenwärtige Wirtschaftskrise ist eine Krise des Rechts. Wenn
nicht Ordnung in das Chaos der «toxischen» Papiere gebracht
wird, kann die Welt der Rezession nicht entfliehen. Laut dem Entwicklungsökonomen
Hernando de Soto ist die gegenwärtige Krise vor allem eine Krise des
Rechts. Die «toxischen» Papiere auf den Bilanzen der Banken
würden das ganze Rechtssystem und damit das Fundament der Wirtschaft
vergiften. Das Problem sei, dass diese Papiere, die in riesigem Umfang
kreiert wurden, kaum bewertbar und sehr intransparent seien. Die Regierungen
müssten Ordnung in das Chaos bringen. (Red.) ... " [NZZ
18.3.9]
Finanzgerichte
Finanzverwaltung
Flick-Skandal:
"Die gekaufte Republik"
"Von allen Polit-Skandalen der Nachkriegszeit war der Flick-Skandal
wahrscheinlich die größte Affäre: Um eine Steuerbefreiung
in dreistelliger Millionenhöhe zu erreichen, hatte der Flick-Konzern
die Republik inventarisiert und Politiker, Parteien, Stiftungen sowie Vereine
mit Barem bedacht. In Erinnerung blieben Begriffe wie die "gekaufte Republik",
die "Bonner Landschaftspflege" und, bei den Älteren zumindest, der
Name des 1933 in Lübeck geborenen Beamten Klaus Förster.
Durch einen Zufallsfund war der Regierungsdirektor
Mitte der siebziger Jahre als Leiter der Steuerfahndung
Sankt Augustin auf die Parteispendenaffäre gestoßen, die schließlich
den Flick-Skandal auslöste. Staatstragende Parteien hatten am Staat
vorbei Finanzmittel nach Liechtenstein geschafft,
gewaschen, zurückgeschmuggelt und den deutschen Fiskus betrogen. ...
" [SZ 6.2.9]
Freiheit
- vom der vielfältigen Missbrauch eines Grundwertes.
Geheimdienste.
> CIA, KGB;
MOSSAD.
Beim Foltern natürlich immer
dabei ...
"EU. Die
Spione Brüssels: EU baut eigenen Geheimdienst auf Neben
der CIA und dem KGB gibt es auch einen eigenen Geheimdienst. Die EU Intelligence
Community beschäftigt 1.300 Mitarbeiter und kostet den Steuerzahler
230 Millionen Euro jährlich. Nun regt sich im Europäischen Parlament
Widerstand gegen die Truppe. Denn niemand kontrolliert die Spione Brüssels
effektiv. ..." [DMN
8.5.13]
Bundesnachrichtendienst
BND.
Mit welch widerwärtigen Methoden der BND anscheinend arbeitet,
wurde jüngst in einem Arbeitsagerichtsverfahren
in Nürnberg offenbar. Zur Krönung dieses seltsamen Rechtsstaates
gehört aber ohne Zweifel, dass dieses Vorgehen auch noch rechtlich
in einer Art Geheimverfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit für
rechtens erklärt wurde.Pfui Teufel kann man da nur sagen.
Verbrechen europäische
Geheimdienste
Der Fall Guiseppe Gulotta
[W] "Giuseppe Gulotta
verbrachte als prominentes Justizopfer 22 Jahre im Gefängnis. Der
italienische Staatsbürger war zu Unrecht für den Mord an zwei
Carabinieri verurteilt worden, der als Massaker von Alcamo Marina in die
Geschichte einging. Erst am 13. Februar 2012 wurde Gulotta von allen Vorwürfen
rechtskräftig freigesprochen.
Am 27. Januar 1976 wurden die Carabinieri Carmine
Apuzzo und Salvatore Falcetta in ihrer Kaserne im Schlaf erschossen. Wie
der langjährige Italien- und Vatikankorrespondent Andreas Englisch
in der ZDF-Sendung Markus Lanz am 14. Februar 2013 ausführte, sollen
die Carabinieri im Rahmen einer nächtlichen Verkehrskontrolle ahnungslos
einen Lkw mit einer geheimen Waffenlieferung für die NATO-Untergrundarmee
Gladio gestoppt haben. Hierauf seien sie als ungewollte Mitwisser von einem
Spezialkommando ermordet worden. Im Sinne eines schnellen Fahndungserfolgs
wurde der damals 18-jährige Maurerlehrling Giuseppe Gulotta zusammen
mit drei weiteren Männern namens Gaetano Santangelo, Vincenzo Ferrantelli
und Giuseppe Vesco als Täter verurteilt. Gulotta, der die Tat unter
Folter gestanden hatte, erhielt eine lebenslange Haftstrafe.
Erst im Jahre 2007 gestand ein Ermittler, das Geständnis
Gulottas durch Folter erzwungen zu haben. Gulotta selbst erzählt bei
Markus Lanz, eine ganze Nacht lang geschlagen und scheinexekutiert worden
zu sein. Am 26. Januar 2012 beantragte der Generalstaatsanwalt beim Berufungsgericht
der Reggio Calabria Giuseppe Gulottas Freispruch in allen Anklagepunkten.
Dem Antrag wurde im Rahmen der Revision am 13. Februar 2012 stattgegeben.
Journalist Andreas Englisch bei Markus
Lanz: »Ich fühle mich bei dem Fall ja selber schlecht, weil
die Medien – und ich auch! – haben in dem Fall versagt. Also dass er (Gulotta)
reingelegt worden war, das wusste in Italien jeder, das war vollkommen
klar. Nur, wir haben auch einfach zu wenig dagegen getan.«[1]
Im Januar 2013 verklagte Giuseppe Gulotta den italienischen
Staat auf 69 Millionen Euro Schadenersatz."
"Der lange Arm von Gladio und das Eingeständnis
eines Bild-Reporters
Giuseppe Gulotta war 22 Jahre unschuldig eingesperrt – vermutlich für
ein Verbrechen der Nato-Geheimarmee
Der Justizskandal um den heute 55-jährigen
italienischen Staatsbürger Giuseppe Gulotta hat vermutlich auch eine
gewaltige politische Dimension. Gulotta, der als 18-Jähriger angeblich
in eine Carabinieri-Station eingebrochen und zwei Carabinieri erschossen
haben soll, saß 22 Jahre als verurteilter Mörder im Gefängnis.
Vor kurzem kam heraus: Er ist unschuldig. Was nach einem schlimmen Versagen
der Justiz aussieht, bekommt nun einen anderen Geschmack.
Vor wenigen Tagen sprach der ehemalige Vatikan-Korrespondent
der Bild-Zeitung, Andreas Englisch, bei Markus Lanz im ZDF mit klaren Worten
über den Fall Gulotta. Englisch schilderte hierbei die Umstände,
die zur Verhaftung Gulottas geführt haben - aus einer bisher in den
Medien unbekannten Perspektive. ..." [Telepolis
19.2.13]
Geldtabu.
Gewaltenteilung auf
dem Papier.
Die Idee der Gewaltenteilung ist alt (Aristoteles;
Locke, Montesquieu) und gilt als grundlegendes Prinzip eines Rechtsstaates:
Legislative (Gesetzgebung), Exekutive (Regierung, Verwaltung), Judikative
(Gerichte). In Deutschland gibt es aber nur eine Gewaltenteilung pro forma
und ausschließlich auf dem Papier [W].
Nachdem alle obersten, also die letztlich entscheidenden
Gerichte politische Gerichte sind, weil durch die Politik befördert,
versetzt und berufen, gibt es auf höchster und wichtigster Ebene gar
keine Gewaltenteilung.
Damit ja nichts schief geht, wird aber auch jede
RichterIn durch die Verwaltung beurteilt, bewertet, befördert, versetzt
und berufen. Damit steuert die Politik politisch genehme gegenüber
wirklich unabhängigen RichterInnen, die natürlich nicht so leicht
etwas werden können. Die besten findet man daher wahrscheinlich auf
der unteren Ebene. Bereits die Oberlandesgerichte schweben weit entrückt
in den Wolken unter den obersten Richtern in blutrot im (symbolisch) königsblauen
Himmel. Die Abhängigkeit von der Exekutive gilt noch mehr für
die Staatsanwälte.
Aber auch dass unsere Parlamente von BeamtInnen
(meist deutlich mehr als 50%) überschwemmt sind, ist im Ergebnis eine
Aufhebung der Gewaltenteilung. Eine echte repräsentative Demokratie
bräuchte für die Parlamente zur Sicherung echter Repräsentanz
Quotenregelungen.
Die wahre Macht im Staate haben aber die großen
Konzerne, deren AgentInnen ganz offiziell in den Ministerien ihre Arbeitsplätze
einnehmen und die Gesetze für die Parlamente und Regierungen entwerfen.
"Richterschaft
fordert Augenhöhe mit den anderen Staatsgewalten. Die Bundesmitgliederversammlung
2011 der Neuen Richtervereinigung (NRV) hat den Bundesgesetzgeber aufgefordert,
endlich die Justizstrukturen entsprechend der Staatsordnung in der Bundesrepublik
Deutschland zu modernisieren. Dazu hat sie einen kompletten Gesetzentwurf
nebst detaillierter Begründung vorgelegt. ... " [NRV
.4.11]
Bundesverfassungsgericht
und Gewaltentrennung. Die Verfassungsbeschwerde, die hier erklärt
wird, ist zunächst gegen einen Richter im Landgericht Marburg gerichtet:
Dr. Christoph Ullrich links auf dem Bild mit dem grünen Schlips. Ullrich
ist zugleich Mitglied des Kreistags Limburg-Weilburg. Er missachtet die
Gewaltentrennung, ein Prinzip der freiheitlich-demokratischen Grundordnung.
..." [23 Januar 2011 von bloegi]
"Deutsches
Richtergesetz § 4 Unvereinbare Aufgaben [Abruf
24.1.11]
Deutsches Richtergesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. April
1972 (BGBl. I S. 713), das zuletzt durch Artikel 9 des Gesetzes vom 5.
Februar 2009 (BGBl. I S. 160) geändert worden ist
(1) Ein Richter darf Aufgaben der rechtsprechenden
Gewalt und Aufgaben der gesetzgebenden oder der vollziehenden Gewalt nicht
zugleich wahrnehmen.
(2) Außer Aufgaben der rechtsprechenden Gewalt
darf ein Richter jedoch wahrnehmen
-
Aufgaben der Gerichtsverwaltung,
-
andere Aufgaben, die auf Grund eines Gesetzes Gerichten oder Richtern zugewiesen
sind,
-
Aufgaben der Forschung und Lehre an einer wissenschaftlichen Hochschule,
öffentlichen Unterrichtsanstalt oder amtlichen Unterrichtseinrichtung,
-
Prüfungsangelegenheiten,
-
den Vorsitz in Einigungsstellen und entsprechenden unabhängigen Stellen
im Sinne des § 104 Satz 2 des Bundespersonalvertretungsgesetzes."
Richtervereinigungen
fordern institutionelle Unabhängigkeit der Justiz. "Die Richterverbände
in Deutschland halten eine grundlegende Reform des Justizsystems für
nötig. Richter müssten nicht nur als Person, sondern schon von
der Institution her unabhängig von Einflüssen der Politik sein,
forderten der Deutsche Richterbund, die Neue Richtervereinigung und die
in der Gewerkschaft ver.di organisierten Richter und Staatsanwälte
am 20.02.2009 bei einer Podiumsdiskussion zur Selbstverwaltung der Justiz
in Berlin." ... [C.H.Beck]
Guttenberg
- kein Promibonus?
Hartz
IV - Das Kontrastprogramm.
Hartz, Peter. (SPD, Gewerkschaftsmitglied,
einstiger Bundesverdienstkreuzträger); [W.PeterHartz]:
"Am 15. November 2006 wurde bekannt, dass gegen Peter Hartz in Braunschweig
ein Strafverfahren wegen Untreue als VW-Vorstand in 44 Fällen eröffnet
wurde. Ihm drohte für jede dieser 44 Taten eine Geld- oder Freiheitsstrafe
bis zu 5 Jahren und damit als Gesamtstrafe eine Freiheitsstrafe bis zu
15 Jahren.
Am 17. Januar 2007 gestand Hartz in der auf lediglich
zwei Verhandlungstage angesetzten Gerichtsverhandlung alle 44 Klagepunkte
ein. Der Gesamtschaden dieser Schmiergeld-Affäre beträgt 2,6
Millionen Euro. Fast zwei Millionen Euro dieser Summe zahlte Hartz an Klaus
Volkert, damaliger Chef des Betriebsrats. Trotz einer theoretischen Höchststrafe
von 15 Jahren Freiheitsstrafe einigten sich Staatsanwaltschaft und Verteidiger
allerdings auf eine Freiheitsstrafe von 2 Jahren, die zur Bewährung
ausgesetzt wurde, und eine Geldstrafe von 360 Tagessätzen à
1600 € (insgesamt also 576.000 €) im Gegenzug für ein volles
Geständnis."
Hessen
"„Ausgekocht:
Hinter den Kulissen hessischer Machtpolitik“ Pitt von Bebenburg
und Mathias Thieme, zwei Journalisten der Frankfurter Rundschau, haben
ein Buch über das „System Koch“ geschrieben, über all die Skandale
und Absprachen, die in der hessischen CDU seit Jahren üblich waren.
..." [NDS 13.9.11]
Heuschrecken-Recht.
Das hemmungslose Ausschlachten und Ruinieren solider Unternehmen ist
die perverseste Wirtschaftsfunktion, die von Gesetz und Recht ermöglicht,
gedeckt und gefördert wurde. Schuld sind aus der Politik: Kohl, Schröder,
Fischer, Eichel, Clement, Müller, Glos, Merkel, Müntefering,
Steinmeier u.v.a.
Das hemmungslose Ausschlachten von soliden Firmen
(z.B. Grohe)
steht so offensichtlich in krassestem Widerspruch zu Art. 14,2
GG, dass man sich nur ans Hirn greifen kann, wie so etwas in einem
sog. Rechtsstaat sozialer Marktwirtschaft möglich
sein kann.
"Dossier
Märklin - Der große Eisenbahnraub. Finanzinvestoren werden
oft als "Heuschrecken" beschimpft, die in Unternehmen einfallen, abgrasen
und weiterziehen. Was beim Spielzeughersteller Märklin unter dem Deckmantel
der Sanierung geschah, war anders: noch schlimmer. ... Die Pleite
der Göppinger Traditionsfirma ist viel mehr als nur die Folge schlechten
Managements. Sie ist ein Paradebeispiel für zügellose Raffgier
und dafür, wie pervers das Geschäft mit Sanierungen bisweilen
betrieben wird. Und wie schamlos sich Investoren und ihre Geschäftspartner
dabei bereichern. Ohne Rücksicht auf das Wohl der Firma und ihrer
Beschäftigten. Bei Märklin wurden systematisch Jahr für
Jahr Millionen abgesaugt - durch astronomische Geschäftsführer-
und Aufsichtsratsbezüge, sündhaft teure Darlehen, Bestandsverminderungen
zu Schleuderpreisen und horrende Beraterhonorare. ... " (ftd
18.2.9)
Hitlers
Gesetze und Erlasse gelten auch in der Bundesrepublik
Obwohl man es nicht für möglich hält muss man in unserer
begnadeten Republik und bei unserer Justiz mit allem rechnen, sogar damit,
dass NS-Kriegsverbrecher mit einstigen Hitler-Erlassen geschützt
werden. So teilten die Nürnberger Nachrichten heute mit (NbN
29.5.12): "NS-Kriegsverbrecher Klaas Carel Faber ist tot. Mit dem Tod
des Niederländers endet auch ein jahrzehntelanger Justizstreit - 28.05.
11:30 Uhr. INGOLSTADT - Bis zuletzt lebte Klaas Carel Faber unbehelligt
in Ingolstadt - geschützt von einem Erlass Hitlers. Mit dem Tod des
niederländischen NS-Kriegsverbrechers endet ein jahrzehntelanger Streit
um seine Auslieferung. ... ...
Faber war im Jahr 1947 für die Ermordung von
Gefangenen im holländischen Transitlager Westerbork in den Niederlanden
zum Tode verurteilt worden. Nachdem seine Strafe 1948 in lebenslange Haft
umgewandelt worden war, gelang ihm 1952 die Flucht nach Deutschland. Bis
zuletzt lebte er unbehelligt in Ingolstadt – geschützt unter anderem
von einem „Führererlass“ von Adolf Hitler, nach dem alle niederländischen
Freiwilligen der Waffen-SS automatisch deutsche Staatsbürger waren.
Die wiederum dürfen nur an andere Staaten ausgeliefert
werden, wenn sie selbst zustimmen. Die Bundesrepublik hatte in den 50er
Jahren zwar ebenfalls ein Verfahren gegen Faber eröffnet. Weil die
Niederlande kein Beweismaterial weitergaben, sprach das zuständige
Gericht in Düsseldorf den NS-Verbrecher aber frei."
Weitere Informationen auch im NiederlandeNet.
Insiderhandel Kapitalurteile
Die meisten großen Börsengeschäfte sind wahrscheinlich
Insidergeschäfte, die allerdings bei unserem Beweisidealismusrecht
zu Gunsten der Weisse-Kragen-Kriminellen schwierig nachzuweisen sind. Wenn
aber ausnahmsweise doch jemand erwischt wird, kommt er meist mit Geldstrafen
davon, allenfalls Bewährung wird, wenn auch eher selten verhängt.
Fehlurteile des
Landgerichts München ?
"Insideraffäre. Ex-Aktionärsschützer kommt mit Bewährungsstrafe
davon. Das Landgericht München hat das zweite Urteil in der Insideraffäre
um manipulierte Aktienkurse verkündet. Ein früherer Funktionär
der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger kann seine Haftstrafe auf Bewährung
verbüßen - der Mann hatte alle Vorwürfe gestanden. ..."
[Spiegel
19.1.2]
"Insideraffäre. Ex-Aktionärsschützer
legt Geständnis ab. Das erste Urteil in der Insideraffäre
um manipulierte Aktienkurse ist gefallen: Ein ehemaliger Börsenbrief-Herausgeber
kam mit einer Bewährungsstrafe davon. Auch ein früherer Funktionär
der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) kann auf eine milde Strafe
hoffen. ..." [Spiegel
17.1.2]
Die NN vom 18.1.2 berichten aus der hanebüchenen
Urteils-Begründung: "Strafmildernd wertete das Gericht, dass der Mann
nichts an seinen Geschäften verdiente, weil all seine Gewinne durch
einen hohen Verlust bei einem Aktiendeal zunichtegemacht wurden. Der Mann
ist einer von vier Angeklagten, gegen die die Staatsanwaltschaft seit 2008
wegen krimineller Börsengeschäfte ermittelt. Drei davon waren
früher für die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) tätig."
(>
Bock-Gärtnerphänomene)
Es sollte sich eigeentlich von selbst verstehen,
dass Menschen in einer besonderen Rolle und Vertrauensstellung nachhaltiger
zur Rechenschaft gezogen werden müssten als solche, die nicht in einer
solchen Rolle oder Vertrauensstellung stehen (Heilfachkundige - PatientInnen;
LehrerInnen - SchülerInnen; Justiz, Polizei, Beamte, Staatsrepräsentanten;
Schützer - Schützlinge; ...).
Freenet
Insiderhandel Urteil des Landgerichts Hamburg (30.1.9)
"Der ehemalige Freenet-Vorstandsvorsitzende Eckhard Spoerr und Finanzvorstand
Axel Krieger sind am Freitag wegen Insiderhandels zu Geldstrafen verurteilt
worden. ... Die Anklage hatte Bewährungsstrafen von einem Jahr und
Geldstrafen von 300.000 Euro für Spoerr und 150.000 für Krieger
gefordert. ... " (ftd
30.1.9)
Harlos 2003. "Das Urteil über Gerhard
Harlos ist gesprochen. Die Punkte der Anklageschrift: Kapitalanlage-
und Kursbetrug, Gründungsschwindel und Insiderhandel. Am Ende eines
langen Prozesses kungelten die Anwälte mit den Richtern. Harlos' Strafe:
zwei Jahre auf Bewährung. ... " [mm 27.11.3]
IKB
Lächerliche 10 Monate auf Bewährung gab es für Ex-IKB-Chef
Ortsseifen, 10 Jahre wären angemessen gewesen. Dies zeigt wieder einmal
mehr als deutlich, auf welche Seite die deutsche Justiz steht.
-
"IKB-Staatsanwaltschaft hat Chance vertan. Die Wirtschaftspresse
kritisiert das Urteil gegen Ex-IKB-Chef Stefan Ortseifen als unzureichend
und fordert eine strafrechtliche Aufarbeitung der Krise. ..." [HB
15.7.10]
Im Namen des Volkes.
Die Theorie steht bei Wikipedia,
ein Stück Wirklichkeit können Sie hier lesen: "Im Namen des Volkes"
wird das Volk verhöhnt, auf seinem Rechtsgefühl "brutalstmöglich"
herumgetrampelt und ein Unrecht nach dem andern verkündet.
Insolvenzrecht gegen
Arbeitnehmer
Ein "schönes" Beispiel dieses Rechts- und "Sozialstaates" für
das Kapital brachte Report München:
-
Gerichtsvollzieher statt Rettungsschirm: "Wenn Arbeiter ihren Lohn zurückzahlen
müssen. Die Mitarbeiter einer kleinen Druckerei in Franken können
es nicht fassen. Bis zum Schluss haben sie ihrem insolventen Betrieb die
Treue gehalten, sogar verspätete Lohnzahlungen in Kauf genommen. Und
genau dafür werden sie jetzt bestraft. Weil sie von der Krise ihres
Arbeitgebers wussten, sollen sie drei Monate ihres Gehalts zurückzahlen.
Das ist ein Wahnsinn? Nein, das ist deutsches Insolvenzrecht! ...
" [RM
26.1.9]
Internetberichterstattung
-
Watchblog für Presserechtsverfahren. Einsamer Kampf eines Gerichtreporters.
Seit er selbst mal in die Mühlen der Justiz geriet, berichtet Rolf
Schälike auf seiner Website über Presserechtsverfahren vor den
Landgerichten - zum Missfallen vieler Kläger und Anwälte.
... [taz
12.12.9]
Internet
Filesharinghaftung
-
"Internet-Urteil. Rentnerin ohne Computer muss wegen
Raubkopie zahlen. Schon der Verdacht reicht aus: Obwohl eine Rentnerin
nach eigenen Angaben weder Computer noch Router besitzt, muss sie einer
Anwaltskanzlei 650 Euro zahlen - wegen vermeintlicher Verbreitung eines
raubkopierten Hooligan-Films. ..." [Spiegel
20.12.11] Hierzu auch: "Filesharing: Haftung des Anschlussinhabers.
Warum man als Betroffener einer Filesharing-Abmahnung praktisch keine Chance
hat, sich gegen eine Klage auf Erstattung der mit der Abmahnung verbundenen
Anwaltskosten zur Wehr zu setzen, zeigt ein neues Urteil des Amtsgerichts
München (Urteil vom 23.11.2011, Az.: 142 C 2564/11). ..." [ORuBR
19.12.11]
Justizirrtum >
Youtube Videos zum Thema. > Psychiatrisierung
als Disziplinierungsmittel des Staates.
> 12
Hauptsünden der Vernehmung. > Andere
forensische Beweis-Methoden und Indizienquellen. > Aussagepsychologie.
> Aussagepsychologie und Beweis Methodik.
> Aussgepsychologische Wahrheitstheorie
1. Systematik der Falsch-Aussagen. > Suggestivfragen.
> Zur Problematik des Beweises.
-
"Justizirrtümer: Blind vor
der Wahrheit. Justizirrtümer: Zu Unrecht verurteilt. Horst Arnold
und Harry Wörz - zwei Namen, die für fatale Justizirrtümer
stehen: Fehlurteile zerstörten ihr Leben. Im Mordfall Peggy könnte
ein Skandal bevorstehen, das Schicksal von Gustl Mollath empört seit
langem. Glaubt man einem hohen Richter, ist die Zahl falscher Schuldsprüche
riesig. ..." [SpO
26.4.13]
-
Bayern:
Der Fall Rupp zeigt extreme Schwächen der Vernehmungskompetenz
der Kripo, der Staatsanwaltschaft und der Richter in Ingolstadt.
-
"Die Polizei befürchtet einen Imageverlust. Ingolstadt (DK)
Wundenlecken ist bei der Ingolstädter Kriminalpolizei nach einem Urteil
am Landshuter Amtsgericht angesagt. Richter Bernhard Suttner hatte am Montag
einigen Beamten in einem Prozess wegen Falschaussage gegen einen Schrotthändler
aus dem Donaumoos völlige Unprofessionalität vorgeworfen ein
gutes Haar an den eingesetzten Ermittlern gelassen. [Donaukurier 19.12.12]
-
"STRAFJUSTIZ Schämt sich keiner? Viel Überzeugung, kein
Beweis: Der Justizskandal im Fall des Bauern Rudolf Rupp endet mit einem
drittklassigen Freispruch. Von Gisela Friedrichsen [Spiegel 28.2.11]
-
"Justizskandal im Fall Rudi Rupp: Polizeivideos belegen Manipulation
der Aussagen. 2001 kommt der Bauer Rudi Rupp ums Leben. Zwei Töchter,
Ehefrau und Schwiegersohn gestehen, ihn getötet und zerstückelt
zu haben. Fünf Jahre später wird sein Leichnam aus der Donau
geborgen. SPIEGEL TV zeigt nun exklusiv, wie es zu den falschen Geständnissen
kommen konnte. [SpO
19.3.12]
-
"Getöteter Bauer: "Man brauchte Geständnisse". Im zweiten
Prozess um den vermeintlich zerstückelten Bauern Rudolf Rupp bleibt
der Staatsanwalt dabei: Die Familie hat den Landwirt getötet. Die
Verteidigung forderte hingegen Freisprüche. Die Theorie, dass die
Angehörigen den 52-Jährigen den Hunden zum Fraß vorwarfen,
stamme von den Ermittlern. [Spiegel 24.2.11]
-
[Spiegel tv > youtube]
-
"Unschuldig hinter Gittern Wie die deutsche Justiz ihre Opfer im Stich
lässt. Hunderte Menschen kommen jedes Jahr für Taten in Haft,
die sie nicht begangen haben. Doch Hilfe können sie nach ihrer Freilassung
nicht erwarten. Für das oft zerstörte Leben der Justizopfer hat
der Staat nur 25 Euro Schadenersatz pro Gefängnistag übrig -
und viele bürokratische Schikanen. ... 25 Euro Entschädigung
pro Tag. Kein Land in Europa zahlt Opfern von Fehlurteilen so wenig wie
Deutschland, sagt der Rechtsanwalt Ulrich Schellenberg, Berliner Landesvorsitzender
im Deutschen Anwaltverein. Diese Menschen seien oft traumatisiert, die
geringe Entschädigung ein "bodenloser Skandal". Erst 2008 wurde der
Satz von 11 Euro auf 25 Euro pro Tag angehoben. Der Deutsche Anwaltsverein
hatte 100 Euro gefordert, so viel etwa zahlen auch mehrere andere EU-Staaten.
..." [SZ
1.9.12]
-
Justizirrtum
Unschuldig verurteilt – und zur Kasse gebeten. "Justizopfer. Wegen
Mordes war Monika de Montgazon 2003 zu lebenslänglich verurteilt worden.
Monika de Montgazon saß nach einem Fehlurteil 888 Tage im Gefängnis.
Nun soll sie laut Kammergericht 32.000 Euro bezahlen. ... Dass sie im März
2006 das Gefängnis wieder verlassen konnte, hatte sie umfangreichen
Gegengutachten zu verdanken, die sie selbst mit Hilfe ihres Schwagers beauftragt
hatte. ...Wieso das Kammergericht die Zahlung der Kosten für die fünf
Gutachten ablehnte, die zu dem Freispruch führten, wird aus einem
der Beschlüsse deutlich, die de Montgazon und Schellenberg vorlegten.
„Von der Erstattungspflicht ausgenommen sind Kosten, die eine wirtschaftlich
denkende Person nicht aufgewandt hätte“, heißt es darin. Mit
anderen Worten: Die zu lebenslanger Haft Verurteilte hätte aus dem
Gefängnis heraus mit den Gutachtern günstigere Tarife aushandeln
sollen. Das Gericht hält Stundensätze von bis zu 84 Euro für
vertretbar. Die von de Montgazon über ihren Schwager beauftragten
Gutachter haben hingegen bis zu 125 Euro berechnet. Aus Sicht des Kammergerichts
habe sie „nicht plausibel dargelegt“, wieso die Kosten nötig waren.
„Die erhebliche Bedeutung, welche die Angelegenheit für die Beschwerdeführerin
hatte, vermag einen darüber hinausgehenden Satz nicht zu rechtfertigen.“
..." [TS
12.4.12]
-
Arnold, Horst (Lehrer, der nach einem
falschen Vergewaltigungsvorwurf fünf Jahre unschuldig im Gefängnis
saß) bei Beckmann
6.10.11. "Ein Fehlurteil zerstörte sein Leben: Im August 2001
wird der Biologie- und Sportlehrer Horst Arnold von einer Kollegin beschuldigt,
sie in der Unterrichtspause brutal vergewaltigt zu haben. 2002 verurteilt
das Darmstädter Landgericht den damals 42-jährigen zu fünf
Jahren Gefängnis – trotz zweifelhafter Beweislage und den kaum glaubhaften
Aussagen des angeblichen Opfers. Weil der Lehrer wegen des falschen Vergewaltigungsvorwurfs
keine Reue zeigen kann und eine Therapie verweigert, muss er seine Haftstrafe
vollständig verbüßen. Jetzt hat das Kasseler Landgericht
im Wiederaufnahmeverfahren Horst Arnold wegen "erwiesener Unschuld" freigesprochen:
Die Hauptbelastungszeugin soll sich mehrfach durch Lügen und erfundene
Geschichten systematisch persönliche Vorteile verschafft haben, das
Darmstädter Gericht habe elementare Grundregeln der Wahrheitsfindung
missachtet. Bei "Beckmann" schildert Horst Arnold, wie er durch das Fehlurteil
alles verlor: seinen Job, seine Gesundheit und seine Freunde. Begleitet
wird der 52-Jährige von seinem Rechtsanwalt Hartmut Lierow, der den
Fall neu aufrollte."
-
"Unglaublicher Justizirrtum Unschuldiger Lehrer stirbt ein Jahr nach
seiner Freilassung. Fünf Jahre lang hat ein Lehrer in Hessen wegen
Vergewaltigung unschuldig hinter Gittern gesessen, bevor er endlich freigesprochen
wurde. Anschließend wartete der 53-Jährige auf einen Prozess
gegen seine Ex-Kollegin wegen Falschaussage. Nun wird gegen das angebliche
Vergewaltigungsopfer ermittelt. Doch den Triumph über die Frau, die
sein Leben ruinierte, erlebt er nicht mehr. ..." [Brisant
5.7.12]
-
Gesetzeslücke:
Lehrer darf Sex mit 14-Jähriger haben. Auch das Umgekehrte kommt
vor, dass für jedermensch - außer JuristInnen - offensichtlich
sexueller Missbrauch, zu einem Freispruch führt, wie Panorama am 26.1.12
bekannt machte: "Ein 32-jähriger Lehrer hat ein sexuelles Verhältnis
mit einer 14-jährigen Schülerin seiner Schule – und wird vor
Gericht freigesprochen, weil er ihre Klasse nicht regelmäßig
unterrichtet hat. Ein Urteil, das Lehrer, Eltern und Schüler gleichermaßen
erstaunt und empört. Juristen dagegen halten es für korrekt:
Das Oberlandesgericht Koblenz habe nicht anders entscheiden können,
die Rechtslage sei nun einmal so. ..."
-
Beckmann
6.10.2011: Unschuldig im Gefängnis. Wie ein Fehlurteil
ein Leben zerstören kann.
-
Der Fall Ulvi Kulac ("Peggy")
Infos
Bürgerinitiative. Filmische Fantasie, die an den Fall erinnert:
Das
unsichtbare Mädchen, arte, 30.3.12:
"Niemals in seiner jahrzehntelangen Dienstzeit bei der
Kripo hätte dies der heute 64-jährige, pensionierte Hauptkommissar
Altendorf für möglich gehalten: Dass ein geistig behinderter
junger Mann wegen Mordes verurteilt werden könnte, obwohl weder die
Leiche des vermeintlichen Opfers noch eindeutige Blut- und DNA-Spuren gefunden
werden konnten. Altendorf wurde damals sogar vom Innenminister persönlich
als Leiter der Sonderkommission abgesetzt, um die Ermittlungen durch einen
anderen Kommissar schneller voranzutreiben.
Das war vor elf Jahren. Die achtjährige Sina Kolb
war spurlos aus dem Dorf Eisenstein verschwunden. Nach einer mehrere Monate
dauernden Suche verhaftete der neue Soko-Leiter den 28-jährigen behinderten
Emanuel "Ecco" Stock und brachte diesen dazu, den Mord an Sina zu gestehen.
Zwei Tage später widerrief Ecco alle seine unter Druck entstandenen
Aussagen. Dem Richter jedoch genügte das Geständnis.
Beim alljährlichen Dienstausflug der Mordkommission,
der sie diesmal ins tiefe Franken, ins Bärental, wie die Gegend um
Eisenstein an der Grenze zu Tschechien genannt wird, führt, lernen
sich der pensionierte Kommissar Altendorf und der 32-jährige Hauptkommissar
Niklas Tanner kennen. Tanner ist seit einem Jahr bei der Mordkommission
in der Kreisstadt Sihl, unweit von Eisenstein.
Die beiden Kommissare nähern sich allmählich
an, der jüngere Tanner reagiert mehr und mehr fasziniert wie irritiert
auf den verschrobenen, scheinbar unnahbaren Älteren. Obwohl er eigentlich
einen aktuellen Mordfall bearbeiten muss - eine Frau aus dem Dorf wurde
erdrosselt -, dringt Tanner immer tiefer in das Labyrinth der Ereignisse
von damals ein.
Inge-Maria Kolb kaufte zu einem Zeitpunkt ein Grab für
ihre Tochter, als noch keineswegs feststand, ob das vermisste Mädchen
überhaupt tot war.
Wie konnte ein Mädchen so unsichtbar werden, dass
nicht einmal ihre Leiche, sondern nur ihr Schatten beerdigt wurde?
Tanner entdeckt neue Spuren, bringt Licht ins Dunkel,
und als er einer Fährte ins Rotlichtmilieu hinter der Grenze folgt,
bezahlt er seinen Wagemut beinahe mit dem Leben. Von seinem Chef Michel
- dieser war der damals in die "SOKO Sina" berufene "Erfolgskommissar"
- massiv unter Druck gesetzt, verbeißt Tanner sich erst recht in
die alten Akten. Zumal Altendorf ihm endlich sein geheimes Archiv zur Verfügung
stellt. Altendorfs Schlafzimmer ist bis an die Decke vollgestopft mit Materialien
zum Fall Sina Kolb." [arte]
-
Der
Fall Gustl Mollath (Nürnberg, Bayreuth). > Potentielle
Fehler in forensisch-psychopathologischen Gutachten.
-
Dr. Strate hat seinen Wiederaufnahmeantrag gestellt (19.2.2013)
-
Besser kann man es nicht kommentieren: Die Ehre der Justiz [SZ
13.2.13]
-
In der 45. und 46. KW wird der Fall von vielen Medien aufgegriffen und
gewinnt immer größere Brisanz. Ein Höhepunkt war die neue
Sendung von Report Mainz am 13.11.12 (Justizskandal
in Bayern) mit der Veröffentlichung des internen Prüfberichtes
der HypoVereinsbank
-
"Bayerische Opposition greift Ministerin Merk geschlossen an: Unwahrheit
oder Unfähigkeit? München: Bayerischer Landtag | München
(nh). Nach Überzeugung von Florian Streibl, rechtspolitischer Sprecher
der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, hat die Staatsministerin für
Justiz, Dr. Beate Merk, bei Ihrer Stellungnahme zum Fall Gustl Mollath
vor dem Rechtsausschuss des Bayerischen Landtags am 8. März 2012 nicht
die Wahrheit gesagt. Streibl: „Der Fall Mollath ist ein Justizskandal ungeheuren
Ausmaßes.“ Die Staatsministerin hat auf Initiative der Abgeordneten
Florian Streibl, FREIE WÄHLER, Inge Aures, SPD, und Christine Stahl
von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN zwar eingehend zum Fall Mollath Stellung
genommen – „Ob aus Unfähigkeit, oder Vorsatz - die Wahrheit gesagt
hat sie dabei aber offensichtlich nicht“, so Inge Aures. ..." [myheimat]
-
"Steuerfahnder haben die Spur aufgenommen. Wende im Psychiatrie-Fall
Ferdl G. – Finanzamt stützt sich auf Angaben, die der Nürnberger
2003 vorlegte [Nürnberger Nachrichten 29.10.12, S. 15, weitere Auszüge
hier]
-
Der anscheinend überforderte Verfassungsausschuss der Bayerischen
Landtags sieht nach einem Artikel der Nürnberger Nachrichten vom 9.3.12,
S. 15 "keinen Handlungsbedarf".
-
Neuer psychiatrischer Gutachter zerfetzt u.a. auch das psychoanalytische
"Gut"achten. Nürnberger Nachrichten 7.3.2012, S. 14. Näheres
auf der Unterstützerseite.
-
Neue Anhörung im Bayerischen Landtag am 08.03.2012, 9:15 Uhr (PDF).
-
"Psychiatrie-Fall beschäftigt Karlsruhe ... NÜRNBERG — Mit dem
Fall des Nürnbergers Ferdl G., der nach Urteilen mehrerer Gerichte
seit sechs fahren in der Bayreuther Psychiatrie eingesperrt ist,
beschäftigt sich jetzt das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe.
Der Anwalt des 55riährigen Ingenieurs sieht das Grundrecht auf rechtliches
Gehör, und den elementaren Maßstab der Verhältnismäßigkeit
grob verletzt. ..." [Nürnberger Nachrichten 25.1.12, S.15)
-
"Streit um Psychiatrie-Einweisung. Wahnvorstellung oder Bankenskandal?
Gustl Mollath hatte die HypoVereinsbank wegen angeblicher Schwarzgeldtransfers
angezeigt. Er kam in die Psychiatrie. Bayerns Justizministerin verteidigt
das Urteil. ..." [taz
18.12.11]
-
Erörterung im Bayerischen Landtag am 15.12.11 [Videodoku]
-
Freie Wähler wollen Psychiatrie-Fall neu aufrollen. Abgeordnete stellen
Dringlichkeitsantrag [PDF]
im Landtag — Der Nürnberger Ferdl G. ist seit Jahren weggesperrt .
NÜRNBERG - Der Psychiatrie-Fall des Nürnbergers Ferdl G.,
der seit sechs Jahren in einer Abteilung für psychisch kranke Straftäter
eingesperrt ist, muss nach Ansicht der Landtagsfraktion der Freien Wähler
(FW) neu aufgerollt werden. Ein Laienrichter, der damals an dem Gerichtsverfahren
gegen Ferdl G. beteiligt war, hat unterdessen von einem „Fehlurteil“ gegen
den Mann gesprochen. „Wenn nur ein Teil dessen stimmt, was wir bisher wissen,
dann haben wir es mit einem Justizskandal zu tun, wie ihn Bayern seit Jahrzehnten
nicht erlebt hat“, sagte Florian Streibl, rechtspolitischer Sprecher der
Freien Wähler...." [NN
14.12.11]
-
Der Fall Mollath Unschuldig in der Psychiatrie? Report Mainz Dienstag,
13.12. 11, 21.45 Uhr. "Seit fast sechs Jahren sitzt Gustl Mollath aus Nürnberg
in der Psychiatrie, weggesperrt von der Justiz. Er sei gemeingefährlich,
leide an der Wahnvorstellung, dass seine Frau und andere Schwarzgeld in
die Schweiz gebracht hätten. Diese Behauptung hatte Gustl Mollath
in einer detaillierten Anzeige gegenüber der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth
im Jahr 2003 geäußert. Er lieferte Namen von angeblichen Schwarzgeldkunden,
nannte Kontaktpersonen in der Schweiz, legte Dokumente vor. Dennoch sah
die Staatsanwaltschaft Nürnberg keine Anhaltspunkte für Ermittlungen.
REPORT MAINZ ist seinen Hinweisen nachgegangen und auf erstaunliche Indizien
gestoßen. [RepMainz
13.12.11]
-
"Die Bank selbst nahm die schweren Vorwürfe ernster als die Justiz.
Nürnberger sitzt seit Jahren in der Psychiatrie - Interne Untersuchungen
beim Geldinstitut führten aber zu 'personellen Konsequenzen'" U.a.
wird ausgeführt: "Die Nürnberger Staatsanwaltschaft hat jederzeit
die Möglichkeit, das Verfahren wieder aufzunehmen, wenn neue Gesichtspunkte
auftauchen. Dafür gibt es nach Auskunft von Antje Gabriels-Gorsolke,
Sprecherin der Behörde, jedoch keinen Anlass. Der ehemalige Ministerialrat
Wilhelm Schlötterer spricht in der Angelegenheit unterdessen von einem
„menschenverachtenden politischen Justiz-Skandal" bis hinauf zur amtierenden
Ministerin Beate Merk (CSU). Er war früher ini bayerischen Finanzministerium
selbst für Steuerfahndung zuständig und hat sich des Falles angenommen.
Bekannt geworden ist Schlötterer - er ist selbst CSU-Mitglied - durch
sein Buch „Macht und Missbrauch", in dem er sich unter anderem mit der
gezielten Einflussnahme von prominenten CSU-Politikern auf Steuerermittlungen
und dem seiner Ansicht nach rücksichtslosen CSU-Machtapparat beschäftigt.
Gegenüber unserer Zeitung äußert Schlötterer jetzt
den „dringenden Verdacht", dass Ferdl G. durch ein „vorsätzlich falsches
Urteil und ein vorsätzlich falsches Gutachten in die Psychiatrie weggesperrt
wurde", um auf diese Weise „die Bank, ihre einflussreichen Kunden und andere
Beteiligte" zu schützen. Das Justizministerium war mit dem Fall Ferdl
G. in der Vergangenheit mehrfach befasst." (Nürnberger Nachrichten
11.11.11, S. 17)
-
Dr. Wilhelm Schlötterer: Der Fall Gustl Mollath - youtube Teil
1, Teil
2 (Villa Leon, Nürnberg 5.3.2011).
-
Gustl Mollaths Seite. Gustl
Mollaths Videos bei youtube: 1,
2,
3,
4,
5,
6.
-
Der Psychiater Weinberger und seine vernichtende Kritik der psychiatrischen
"Gut"achten [PDF]
-
Großer Bericht Nürnberger Nachrichten 7.10.2011, S. 16, hieraus:
"Mehr als fünf Jahre sitzt Ferdl G. (Name geändert) jetzt schon
zwangsweise in psychiatrischen Krankenhäusern. Der 55-jährige
Nürnberger gilt als kranker, allgemeingefährlicher Gewalttäter.
Er lebt, so haben die Gerichte mehrfach entschieden, in dem anhaltenden
Wahn, Opfer des Bankensystems zu sein. Seine Gedanken würden um einen
"fernen Punkt von Unrecht" kreisen. Für seinen Anwalt und renommierte
Psychiater ist das Unrecht allerdings gar nicht so fern. G. werde mundtot
gemacht, weil er kenntnisreich, die Verschiebung ungeheurer Mengen von
Schwarzgeld von Nürnberg aus in die Schweiz angezeigt hat. Ob das
tatsächlich stimmt oder nicht, um diese Frage hat die Justiz von Anfang
an mit größter Hartnäckigkeit einen Bogen gemacht. Jetzt
soll sich das Bundesverfassungsgericht mit dem Psychiatrie-Fall beschäftigen."
-
DER SPIEGEL Nr. 22, 30.5.2011, Titelgeschichte Fehlurteile. Wie
gerecht kann Justiz sein?
-
Peters, Karl (1972). Fehlerquellen im Strafprozeß. Eine Untersuchung
der Wiederaufnahmeverfahren in der Bundesrepublik Deutschland. 2 Bde. Karlsruhe:
C.F. Müller.
-
Rückert, Sabine (2007). Unrecht
im Namen des Volkes. Ein Justizirrtum und seine Folgen. Hamburg:
Hoffmann und Campe.
-
Schobert, Stephan (bei Beckmann am 6.10.2011): "Stephan Schober (Kraftfahrer,
der als Zeuge zu Unrecht wegen angeblicher Falschaussage in vierwöchige
U-Haft kam) und seine Ehefrau Elke Schober. Aus dem Zeugenstand in Untersuchungshaft:
Obwohl Stephan Schober die Wahrheit aussagte, wurde er als Zeuge im Prozess
um einen Autounfall wegen angeblicher Falschaussage verhaftet. Erst vier
Wochen später ließ die Nürnberger Justiz den unschuldigen
Familienvater wieder frei. Seine Frau Elke und die beiden Kinder belastet
das geschehene Unrecht bis heute."
-
Steuerfahnderskandal in Hessen.
Youtube
Videos zum Thema Justizirrtum und Fehlverhalten des Ordnungssystems
Vorab: Die Wirklichkeit beschreiben ist manchmal
schwierig und gefährlich, eine gute Möglichkeit ist daher die
Kunst (Literatur, Film, Theater), die in einigen Fällen ein viel trefferendes
Bild der Wirklichkeit zeichnet als es nach des Justiz-, Rechts- und Machtverhältnissen
möglich ist oder ratsam erscheinen lässt. Beispiel: Sexueller
und Macht-Mißbrauch in der Psychoanalyse wird wahrscheinlich
durch Yaloms Buch Die rote Couch viel treffender beschrieben, als
es in einer Sachdokumentation möglich gewesen wäre. Gute Möglichkeiten
der Gesellschaftskritik bietet auch der Krimi.
-
Gustl Mollaths Videos: 1,
2,3,
4,
5,
6.
-
Beckmann Justizirrtum - der Fall Arnold (6.10.11): Zeugin Lügnerin
[Y]
-
Mona Lisa - unschuldig verurteilt (27.8.11): Der Fall Witte, Zeugin
war noch Jungfrau : [Y]
-
Tatort
795: Konstanz - Im Netz der Lügen 1,
2,
3,
4,
5.
-
Wie Richter ein Fehlurteil verschleiern und an Gerechtigkeit kein Interesse
haben. Aus dem Film
"Die Geschwoerene" (ARD 28.7.2009)
-
Justizirrtum! Die Leiche ohne Kopf - Der Fall Maria Rohrbach Montag, 31.10.2011
23.30 bis 00.15 Uhr BR-alpha Folge 1 von 4
-
Justizirrtum! Mord beim Ave Maria - Der Fall Eva Mariotti Mittwoch, 02.11.2011
23.30 bis 00.15 Uhr BR-alpha Folge 2 von 4
-
Justizirrtum! Tödliches Rendezvous - Der Fall Hetzel Wellenbild BR-alpha
BR Freitag, 04.11.2011 14.15 bis 15.00 Uhr Folge 3 von 4
-
Justizirrtum! Tod am Bahndamm - Der Fall Kampa Wellenbild Montag, 07.11.2011
14.15 bis 15.00 Uhr BR-alpha Folge 4 von 4
-
Pfusch in der Justiz. (1/2) Pfusch am Mandanten - Recht & Gerechtigkeit.
BR-alpha. 7.11.11, 23:30 - 00:15 (45 Min.)
-
Pfusch in der Justiz (2/2) Wenn Anwälte pfuschen. BR-alpha.
08.11.2011, 23.30 bis 00.15 Uhr
Justizmobbing
-
"Nazi-Pamphlet Vorwand für Hausdurchsuchung bei Antifaschisten. Mehrere
Briefe mit rassistischen Äußerungen und Drohungen wurden Anfang
Februar 2013 in München verschickt, als Absender waren bekannte Münchener
Antifaschisten angegeben. Die Münchener Polizei ermittelte wegen Volksverhetzung,
in völlig absurder Weise ausgerechnet gegen die Antifaschisten. Damit,
so das „Münchner Bündnis gegen Krieg und Rassismus", machen die
ermittelnden Behörden die Nazis zur Hilfstruppe „für ihre Repressionsmaßnahmen
gegen Linke und Antifaschisten". Wir sprachen mit Walter Listl, Sprecher
der DKP Südbayern und selbst Betroffener der polizeilichen Willkür.
..." [Erlanger Rot No.2, 2013, S.]
Justiz und Rechtssysteme
>
Rechtsstaat,
Justizreform,
Alle Gesellschaften haben und brauchen eine Justiz oder ein Rechtssystem.
Das einfachste und älteste System ist die Naturrechtslehre der Sozialdarwinisten:
was recht ist, bestimmt faktisch letztlich immer der Stärkere (Sieger-
oder Machtjustiz). Denn Recht und Gesetz sind natürlich nur so stark,
wie die Faust, die es durchzusetzen bereit und fähig ist. Sämtliche
Staats- und Rechtsformen sind davon mehr oder minder bestimmt, wie sehr
sie sich auch bemühen, ihrer Herrschaft den sozialdarwinistischen
Charakter zu nehmen, wobei sie meist viel Nebel und Weihrauch aufsteigen
lassen, um auch ihrer Gewaltherrschaft die letztliche Rohheit und Willkür
zu nehmen. Damit fängt die Verlogenheit vieler Rechtsgelehrter und
Rechtssysteme an. Auch die sog. Demokratie ist eine Gewaltherrschaft, in
der Mehrheiten Minderheiten ihren Willen aufzwingen. Und sämtliche
Herrschaftssysteme beanspruchen natürlich das Gewaltmonopol. Das Konsensusprinzip,
wonach sich "alle" einigen müssen, gilt nur in ganz wenigen Kulturen
und Gesellschaften (z.B. die "jirge" = große Ratsversammlung bei
den
Afghanen).
In Führersystemen (Führer, Könige,
Kaiser, Diktatoren, Tyrannen) ist oft der Führer zugleich oberster
Richter, der meist auch das letzte und entscheidende Wort hat. Recht ist
dann vollkommen abhängig von Gutdünken, Lust, Laune und Willkür
des Führers oder auch derer, auf die er sein Gerichtsmonopol überträgt.
In Standes- oder Klassengesellschaften bestimmen die Stände mehr oder
minder mit. Nachdem sich in allen Gesellschaften einer gewissen Größe
Mächtigere herausbilden, die meist auch nach förmlicher Macht
streben, kann man meist verschiedene -
oligarchische
- Ebenen der Macht erkennen. Das Wesen einer jeden Gesellschaft
ist daher ihre oligarchische Struktur, die sich zwar in stetem Fluß
befindet, aber nicht grundsätzlich verändern muss. Aber das eherne
Gesetz der Oligarchie heißt,
dass die Mächtigen mächtiger werden und die weniger Mächtigen
ohnmächtiger. In den meisten Fällen führt dies zu Privilegien
der wenigen Mächtigen und Benachteiligungen der Ohnmächtigen,
was zu ununterbrochenen gesellschaftlichen Kämpfen, manchmal sogar
zu großen Reformen oder gar Revolutionen führt. Nachdem die
Mächtigen und Oligarchen das Recht zu ihren Gunsten bestimmen und
beeinflussen, gibt es - was diese Seite zu beweisen sucht - immer zweierlei
Maß und zweierlei Rechtsanwendung, ein günstiges Recht für
die Mächtigen und Oligarchen und ein strenges, ungünstiges Recht
für die Ohnmächtigen und Prekären, was von den Herrschenden
und den Rechtssystemrepräsentanten immer geleugnet wird. Besonders
in Führergesellschaften werden meist zunehmend Scheinrechts-, in Wahrheit
Unrechtssysteme entwickelt, ganz typisch etwa im Nationalsozialismus. Schon
die Staatsdefinition war völlig willkürlich und unsinnig, sogar
wahnhaft, wenn der Führerwille dem Volkswillen gleichgesetzt wurde.
Das konnte niemals Recht im Sinne der Demokratie und Aufklärung sein,
und das hat auch jeder wissen können und müssen, ganz besonders
jeder
Jurist. Aber es wollte gar niemand wissen. Der Soziopath
Hitlert
ist völlig legal an die Macht gelangt und das Parlament hat völlig
legal der Diktatur zugestimmt und sich selbst entmachtet: lieber Adolf
Hitler, wir legen freiwillig unser Schicksal in Deine Hand, wir geben unseren
Willen auf, führe Du uns, Du allein weißt, was für uns,
das deutsche Volk gut ist. Genau das hat Hitler gemacht und jeglichen
Widerstand mit Polizei-, Staats- und Justizterror mit 1000fach härtesten
Strafen bis hin zum Tod bedroht und vollstreckt. Bereits kleine kritische
Bemerkungen oder auch Witze konnten Gestapo-, KZ- oder Justizterror mit
völliger Entrechtung, Demütigung, Folter und Tod auf den Plan
rufen. Die Justiz hat sich nahezu vollständig, freudig und begeistert
an diesem sadistischen Treiben beteiligt. Niedertracht und Denunziation,
Verlogenheit und Heimtücke wurden in abstoßendster und ekelhaftester
Weise zum Volkssport, spalteten Familien und Bezugspersonen. Und die bundesdeutsche
Justiz war vollkommen unfähig und weitestgehend auch völlig unwillig,
dieses widerwärtige Unrecht zu sühnen. Dabei ist das himmelschreiende
Unrecht für jeden klar und aufrecht denkenden Menschen offensichtlich
- nur für unsere JuristInnen nicht. Schon deshalb kann Deutschland
kein richtiger Rechtsstaat sein. Und schon deshalb fordert ein solches
Rechtssystem höchstes Misstrauen heraus. Woran also krankt dieser
Rechtsstaat? Offensichtlich wird das Recht Leuten überlassen, die
es nicht ausfüllen können, die es
verdrehen,
verbiegen, auf den Kopf stellen und bis zur völligen Unverständlichkeit
entstellen. JuristInnen kontrollieren JuristInnen, aber die "Inzuchtkontrolle"
funktioniert nicht ausreichend und es bedarf völlig neuer und wirksamer
Kontrollstrukturen.
Justizreform > Rechtsstaat,
Justiz-
und Rechtssysteme,
Kanther, Manfred. [W.31.1.9,
fett-kursive Hervorhebungen von RS]:
"... Im Jahr 2000 wurde Kanther im Zusammenhang mit der Spendenaffäre
der hessischen CDU beschuldigt, gegen das Parteispendengesetz verstoßen
zu haben, indem er 1983 als Generalsekretär der hessischen CDU Schwarzgelder
in Höhe von 20,8 Mio DM (10,6 Mio. Euro) heimlich erst in die Schweiz
und dann nach Liechtenstein geschafft hatte.
Er legte deshalb am 25. Januar 2000 sein Bundestagsmandat
nieder.
Inzwischen ist seine Mitverantwortung juristisch bestätigt worden.
Allerdings ließ Kanther auch im Prozess (2004) jegliches Schuldbewusstsein
vermissen; er habe sich schließlich nicht persönlich bereichert,
so seine Argumentation, sondern seine Partei unterstützen wollen.
Am 18. April 2005 wurde Manfred Kanther erstinstanzlich
vom Landgericht Wiesbaden zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten
auf Bewährung verurteilt, weil Kanther sich der Untreue gemäß
§ 266 des Strafgesetzbuches schuldig gemacht habe. Der Bundesgerichtshof
hob das Urteil des Landgerichts Wiesbaden mit Urteil vom 18. Oktober 2006
teilweise auf und verwies das Verfahren im Umfang der Aufhebung an das
Landgericht Wiesbaden zurück. Das Landgericht Wiesbaden habe zu Recht
angenommen, dass die Verbringung der Parteigelder auf Schweizer Konten
im Jahr 1983, ihre Überführung in das Vermögen der Zaunkönig-Stiftung
und ihre fortlaufende Verheimlichung gegenüber der CDU Hessen eine
Untreue zum Nachteil des Landesverbandes Hessen darstelle, die erst mit
der Rückführung der Gelder im Jahr 2000 beendet gewesen sei.
Allerdings sei seine Verurteilung wegen der Mitwirkung an falschen Rechenschaftsberichten
der hessischen CDU rechtlich nicht haltbar. Kanther sei in diesem Punkt
keine vorsätzliche Schädigung des Vermögens seiner Partei
vorzuwerfen, weil er zwar das Risiko von Rückforderungen erkannt habe,
dessen Realisierung aber vermeiden wollte. Dieser Sachverhalt könne
jedoch einen Betrug (§ 263 StGB) zum Nachteil der Bundesrepublik Deutschland
darstellen. In der Vorinstanz wurde dies aus strafprozessualen Gründen
nicht geprüft.
Am 25. September 2007 wurde das Verfahren vor dem
Landgericht Wiesbaden erneut eröffnet und Kanther am 27. September
2007 wegen Untreue zu einer Geldstrafe in Höhe von 300
Tagessätzen verurteilt. ..."
Kartellrecht.
"Das Kartellrecht novellieren: Strafrechtliche Konsequenzen für
Kartelltäter! Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup (Fachbereich Wirtschaftsrecht,
Fachhochschule Gelsenkirchen): In Großbritannien und den Vereinigten
Staaten von Amerika werden Kartelltäter nicht nur mit Geldbußen,
sondern auch mit Haft bestraft. Das Bundeskartellamt und die Europäische
Kommission dagegen behandeln eine unzulässige Kartell - absprache
lediglich als Ordnungswidrigkeit. Die verhängten Geldbußen bleiben
oft wirkungslos. ..." [Orientierungen zur Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik
125 (3/2010): PDF]
Kirchenprivilegien > Trennung
von Staat und Kirche > Aufklärung.
Die Trennung von Staat und Kirche ist zwar Verfassungsprinzip - an
das sich aber niemand hält. Und so werden Atheisten, Agnostiker und
Freireligiöse, mindestens ein Drittel der Bevölkerung dazu verdammt,
die Gehälter von Bischöfen, Pfarrern und andere Kirchenkosten
zu bezahlen. So berichtet Panorama
am 4.6.9: "Alte Pfründe: Steuermillionen für die Kirchen.
Staat und Kirche sind in Deutschland getrennt. Vor mehr als 200 Jahren
musste die Kirche Macht und Ländereien an die weltlichen Herrscher
abgeben. Doch immerhin wurde die Kirche entschädigt, und zwar mit
einer fürstlichen Regelung. Denn die Entschädigung bekam sie
nicht einmalig, sondern seitdem in Form einer regelmäßigen Zahlung
- bis in alle Ewigkeit? ... " [auch
schon 17.10.2002]
Kirchprozess
Gabor
Steingart im MorningBriefing Handelsblatt 20.12.11: "Gestern ging nach
zehn Jahren der Kirch-Prozess gegen die Deutsche Bank zu Ende. Und er endete
wie so viele deutsche Wirtschaftsverfahren mit der Einstellung gegen Zahlung
einer Geldstrafe. Unser Unternehmensressortleiter Wolfgang Reuter kritisiert
in seinem Kommentar das Nicht-Urteil - aus prinzipiellen Erwägungen:
"Die Weigerung der Justiz, sich mit der Causa zu befassen und Recht zu
sprechen, ist im umgangssprachlichen Sinne Unrecht."
Koch. ["W.Spendenaffäre"]
Eine rechtswidrige und geschmacklose Praktik ohnegleichen - illegale
Parteispenden angeblichen Vermächtnissen verstorbener Juden anzudichten
- scheint für ein dauerhaftes Spitzenamt in der CDU und für die
Position eines hessischen Ministerpräsidenten in keiner Weise störend
oder hinderlich. Die Geschäfte wurden mit Hilfe einer Liechtensteiner
Stiftung ("Zaunkönig") getätigt.
Kohl. [W.Parteispendenaffäre]
Ein Rechtsstaat, der etwas auf sich hält, hätte ihn so lange
in Beugehaft nehmen müssen, bis er das Gesetz, das selbst unterzeichnet
hatte, erfüllt. Aber Deutschland ist kein echter Rechtsstaat, wenn
Mächtige, Reiche oder höhere Jistizamgehörige betroffen
sind.
Kommunen.
Leipzig:
"Immobilienskandal in Leipzig. Leipzig: Skandal um "herrenlose
Grundstücke". Die Stadt Leipzig verkauft Hunderte angeblich herrenlose
Grundstücke an Investoren. Und das obwohl die wahren Eigentümer
nicht einmal ermittelt werden. 2011 war diese illegale Praxis bekannt geworden
- doch das Rathaus wusste schon seit Jahren davon. ... Seit Mitte der 90er-Jahre
haben Mitarbeiter der Leipziger Stadtverwaltung angeblich herrenlose Grundstücke
an Investoren verkauft, obwohl sie die wahren Eigentümer leicht hätten
ermitteln können. Als „herrenlos“ gelten vor allem in Ostdeutschland
solche Immobilien, deren Eigentumslage unklar ist, weil Grundbücher
zu DDR-Zeiten nur unzureichend geführt oder in der Wendezeit abhanden
kamen beziehungsweise gefälscht wurden. ... " [FR
10.5.12]
"Behördenärger: Warum Bürger in Leipzig ihr Erbe
verloren haben. Bereits im März dieses Jahres berichtete "Escher
– Der MDR-Ratgeber" über einen Grundstückverkauf der Stadt Leipzig,
bei dem "aus Versehen" ein Bürger enteignet wurde. Obwohl er jahrelang
Grundsteuer bezahlt hatte, wurde sein Erbe ohne sein Wissen in kürzester
Zeit und scheinbar ohne eingehende sachliche Prüfung durch einen gesetzlichen
Vertreter verkauft. Inzwischen hat die Stadt eingeräumt, dass 350
Grundstücke von gesetzlichen Vertretern verkauft worden seien. Bei
20 Prozent davon wurde Grundsteuer bezahlt, das heißt, dass der Eigentümer
eigentlich bekannt war. Nur eine Behördenpanne? Für die Betroffenen
jedenfalls ein Schock. ..." [mdr
14.7.11]
Korruption
-
"Bestechung.
Die Korruption greift in NRW um sich - Anstieg um 153 Prozent Die
Zahl der Korruptionsverfahren in NRW stieg 2012 um mehr als elf Prozent
auf 348 Fälle mit 3107 Delikten. Das Landeskriminalamt schlägt
Alarm. Immer öfter lassen sich kommunale Bedienstete, Ärzte oder
leitende Angestellte bestechen. Die CDU fordert Transparenzgesetz. Laut
„Transparency International“ fehlt es in NRW an Personal und Sachverstand,
um eine wirksame Kontrolle zu gewährleisten. ..." [dW
14.4.13]
-
"Unternehmen. Zunehmender Wettbewerb drängt Unternehmen zur Korruption.
Deutsche Manager schönen die Bilanzen, um sich ihre Boni zu sichern.
Ein Normalfalls so scheint es. Immerhin geben auch 30 Prozent der Manager
auch an, dass Korruption in Unternehmen und in Deutschland an der Tagesordnung
ist. ..." [DMN
8.5.13]
-
"Beeinflussung der Presse Champagner bis zum Abwinken. Danner: "Mein
Job war es, dafür zu sorgen, dass möglichst positive Berichte
über die Autos geschrieben werden." Der Ex-Pressechef des Autokonzerns
Mazda enthüllt, wie er Journalisten gefügig machte. Franz Danner
spricht dabei nicht aus Reue, sondern um für sich selbst ein milderes
Urteil bei einem Gerichtsprozess zu erwirken. ..." [FR
18.4.13]
-
Kassenärzte
wegen Korruption nicht strafbar. "Kassenärzte, die für die
Verordnung von Arzneimitteln Geschenke von Pharma-Unternehmen entgegennehmen,
machen sich nicht wegen Bestechlichkeit strafbar. Das entschied der Bundesgerichtshof
(BGH) in einem am Freitag veröffentlichten Beschluss. Beifall fand
die BGH-Entscheidung bei den Ärzten. Dagegen forderten Oppositionspolitiker
und Krankenkassen rasch ein Anti-Korruptionsgesetz für Mediziner.
Die Richter sprechen zwar von «korruptivem Verhalten» - dies
sei jedoch nach geltendem Recht nicht strafbar. Die Grundsatzentscheidung
des Großen Senats für Strafsachen war im Gesundheitswesen seit
Monaten mit Spannung erwartet worden (Az.: GSSt 2/11). Der niedergelassene
Arzt handele weder als «Amtsträger» noch als «Beauftragter»
der gesetzlichen Krankenkassen, hieß es zur Begründung. Auch
Mitarbeiter von Pharmaunternehmen, die Ärzten Vorteile gewähren,
seien entsprechend nicht wegen Korruptionsdelikten strafbar, entschied
der BGH. ...." [HA
22.6.12]
[BGH Beschluss vom 29.3.2012 Az.: GSSt 2/11 - PDF],
hieraus: "a) Nach den vom Landgericht getroffenen Feststellungen praktizierte
R. seit spätestens 1997 unter der Bezeichnung „Verordnungs-[>3] management“
ein Prämiensystem für die ärztliche Verordnung von Medikamen-ten
aus ihrem Vertrieb. Danach sollte der verschreibende Arzt 5 % der Herstellerabgabepreise
als Prämie dafür erhalten, dass er Arzneimittel des Unternehmens
verordnete. Die Zahlungen wurden als Honorar für fiktive wissenschaftliche
Vorträge ausgewiesen. Auf der Grundlage dieses Prämiensystems
übergab die Angeklagte in insgesamt 16 Fällen verschiedenen Vertragsärzten
Schecks über einen Gesamtbetrag von etwa 18.000 Euro. ..."
Kreditabtretung. "Wir
machen Weg frei für die Finanzkrise"
Jeder vernünftige Mensch wird ohne Mühe erkennen können,
dass Kreditabtretungen das Bankgeheimnis und den allgemeinen Grundsatz
von Treu und Glauben verletzen, wenn Kreditverträge ohne ausdrückliche
Einwilligung des Kunden und ohne umfassende, klare und verständliche
Risikoaufklärung in welcher Form auch immer weitergegeben werden dürfen
(direkt oder versteckt inform von Verbriefungen). Nicht so deutsche Richter
[2] und der BGH [3] - Ausnahme des
OLG Frankfurt [1].
Und so muss sich natürlich auch niemand wundern, dass die Finanzkrise
mit den oberfaulen, weil vielfach wertlosen Krediten durch die Sanktionierung
deutscher Richter unter jeglicher Missachtung elementarster allgemeiner,
kaufmännischer und rechtlicher Grundprinzipien möglich wurde.
Die Problematik ist seit den 90er Jahren bekannt [4].
Aber was jeder versteht, verstehen die meisten deutschen Richter nicht,
weil sie überwiegend auf der Seite des Geldes und der Macht stehen.
Was Recht ist, steht also nicht im Gesetz, sondern wird in den Köpfen
der auslegenden Richter entwickelt, und zwar so, dass es für die Interessen
der Geldmächtigen passt. Die Finanzkrise ist daher auch wesentlich
durch die "globalen" Richter und ihre falsche Parteilichkeit zu Gunsten
der Reichen und Mächtigen Globalplayer
gegen das Wohl der Völker mitbedingt.
[1]
OLG Frankfurt Urteil vom 25.05.2004.
[2] Brandt, S. & Reimer, R. (2005),
Richter machen Weg frei für Kreditabtretungen, In: Frankfurter Allgemeine
Zeitung vom 26. Januar 2005, S. 23
[3] BGH Richter erlauben Handel mit
faulen Krediten. Banken können Darlehen wirksam an Dritte abtreten
- müssen ihren Kunden aber möglicherweise den entstandenen Schaden
ersetzen. ... " [SZ
27.2.2007]
[4] Früh, A.
(2000). Abtretungen, Verpfändungen, Unterbeteiligungen, Verbriefungen
und Derivate bei Kreditforderungen vor dem Hintergrund von Bankgeheimnis
und Datenschutz. WM, 54. Jg., (2000), S. 497-504
Leuna: "Das System Leuna"
"Politiker und Industrielle privatisieren nicht nur Raffinerien,
sondern den Rechtsstaat gleich dazu."
 |
Zu diesem Buch: "«Brutalstmögliche Aufklärung»
sollte der CDU-Parteispendenaffäre ein schnelles Ende bereiten. Das
Gegenteil geschieht: DiePolitik mauert, und die Justiz verweigert die Arbeit,
Inzwischen ist längst deutlich geworden, dass der Spendenaufruhr des
Frühjahrs 2000 nur ein Gïied in einer langen Kette von Skandalen
ist: Leuna, Fuchs-Panzer, Airbus-Jets, Eisenbahnerwohnungen, Parteispenden
und schließlich die Bundeslöschtage im Bonner Kanzleramt, denen
drei Gigabyte Daten zum Opfer fielen. Sie alle sind vielfach miteinander
verflochten - nicht zuletzt durch eine Reihe von Immer wieder auftauchenden
Akteuren. Eine trübe Flut von Skandalen überschwemmt das Land,
und sie unterspült die Fundamente unserer Verfassung. Politiker und
Industrielle privatisieren nicht nur Raffinerien, sondern den Rechtsstaat
gleich dazu. Die Verflechtung von Politik und Wirtschaft ist so eng geworden,
dass Interessenkonflikte kaum mehr wahrgenommen werden. Die Gewaltenteilung
funktioniert nicht mehr." |
Liechtenstein.
"Ein BND-Dossier erschütterte schon 1999 die Idylle in Liechtenstein.
Lateinamerikanische Drogenclans, italienische Mafiagruppen - die hofierte
Kundschaft in dem kleinen Land? So notierte es jedenfalls der BND vor neun
Jahren. Dazu gebe es ein Geflecht aus hohen Beamten, Politikern und Bankdirektoren.
...
Der "Spiegel" berichtete: "Zu der hofierten Kundschaft,
notierte der BND penibel, gehörten ,lateinamerikanische Drogenclans,
italienische Mafiagruppierungen und russische OK-Gruppen'. Sie alle würden
nicht nur als Anleger geduldet, sondern mit ,maßgeschneiderten Finanzdienstleistungen'
zur Wäsche ihres schmutzigen Geldes angelockt. Und das alles gefahrlos:
Denn solche Geschäfte in Liechtenstein, urteilt der deutsche Auslandsgeheimdienst,
würden geschützt durch ,ein Geflecht aus Beziehungen von hohen
Beamten, Richtern, Politikern, Bankdirektoren und Anlageberatern, die sich
bei der Abwicklung illegaler Geldgeschäfte im Auftrag internationaler
Krimineller gegenseitig unterstützen'. ..." [HAB
16.12.8]
Liechtenstein-Prozesse
> Steuerhinterziehung
-
Erster LP: "Bewährungsstrafe im ersten Liechtenstein-Prozess. ...
Zwischen 2001 bis 2006 hatte der Verurteilte elf Millionen Euro in Stiftungen
in Liechtenstein angelegt und die Erträge daraus - etwa 7,5 Millionen
- dem Fiskus vorenthalten. "Es handelt sich um eine für normale Gehaltsverdiener
fast unvorstellbare Summe", sagte der Vorsitzende Richter Gerhard Riechert."
... [Spiegel
18.7.9]
-
LP: Erpresser. Haupttäter Michael F. "Haftstrafe für Hauptangeklagten.
Im Rostocker Liechtenstein-Prozess wurde der Hauptangeklagte zu fünf
Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Der Mann hatte mit zwei Komplizen
mutmaßliche Steuersünder erpresst. ..." [n24
23.1.9]
-
LP: Zumwinkel: > Zumwinkel (2 Jahre auf Bewährung
und nur eine Million Euro Geldbuße).
Lobbyismus > Lobbyplag.eu.
Unter der Initiative von rot-grün wurde es immer mehr üblich,
dass Großkonzerne und wirtschaftliche Interessengruppen Gesetze und
Verordnungen in den Ministerien ausarbeiten.
-
Konzerne
schreiben die Gesetze: Externe Mitarbeiter in deutschen Bundesministerien
[W]
-
Ständiger Rechtsbruch
in Brüssel: dort sollen 700 Lobbyisten der Finanzindustrie, ausgestattet
mit 300 Millionen Euro, die EU-Abgeordneten fest im Griff haben. In den
Beratungsgremien zur Fionanzkrise sitzen fast ausschließlich Angehörige
des Bankstersystems, die für diese Krise verantwortlich sind: "Yiorgos
Vassalos, NGO, Corporate Europe Observatory (Übersetzung MONITOR):
"Die Kommission hat im Moment 260 Experten, die sie bei der Gesetzgebung
am Finanzmarkt beraten sollen, die werden von der Kommission eingeladen.
Nur, 200 von diesen 260 kommen direkt von der Finanzindustrie. ... Myriam
vander Stichele, Mitglied Expertengruppe Bankwesen EU-Kommission (Übersetzung
MONITOR): "Der Effekt dieser Art von Gesetzgebung ist, dass die Situation,
die uns in die Krise geführt hat, zementiert wird. Die Finanzlobbyisten
in diesen Expertengruppen haben den Gesetzgeber fest im Griff. Alles, was
verabschiedet wird, nimmt große Rücksicht auf ihre Interessen."(Monitor
624 vom 25.8.11, PDF-Dokumente
Änderungsanträge EU-Parlament])
Löhne.
Ein Werktätiger muss von seinem Lohn leben können. Das ist
elementares Menschenrecht und sollte damit auch durch das Grundgesetz geschützt
sein. Der Konsum kann nur dann zum BIP beitragen, wenn er erfolgt. Dazu
braucht der Konsument Geld. Mindeslöhne sind daher nicht nur ein Gebot
der Menschenrechte, sondern auch der Wirtschaftsvernunft. Das wird von
den höheren Gerichten oft nicht gesehen und stattdessen Fehlurteile
gegen die Werktätigen, Konsument und die Wirtschaftsvernunft gefällt.
BSG:
"Gerichtsentscheid:
Stundenlohn von 5 Euro ist zumutbar. Höchstrichterliche Entscheidung:
Arbeitssuchende dürfen ein Jobangebot durch die Agentur für Arbeit
nicht ablehnen, weil ihnen der Lohn zu niedrig ist.. Arbeitssuchende dürfen
ein Jobangebot nicht mit der Begründung ablehnen, der Lohn sei zu
niedrig. Das hat das Bundessozialgericht nun entschieden. Eine Arbeitssuchende
hatte ein Jobangebot durch die Agentur für Arbeit abgelehnt, weil
ihr der Stundenlohn von 5,37 Euro zu niedrig erschien. ... Das Bundessozialgericht
entschied nun, dass die Agentur für Arbeit die Zahlungen an die Arbeitssuchende
zu Recht einstellte, weil der Nettolohn, den der potenzielle Arbeitgeber
bereit war zu zahlen, höher gewesen wäre als ihr Anspruch auf
Arbeitslosengeld. ...[DMN
7.5.12]
Mannesmann. > Vodafone.
Rechtsgespräch,
Mannesmannrecht und mehr Über berufsrichterliches Handeln und
seine Grenzen
"In einem kundigen Beitrag unter der Überschrift „Im Namen der
Farce: Das spezielle Mannesmann-Prozessrecht“ (FAZ-Feuilleton 12.5.2004/No.
110, p. 39) geht es um einige Ungereimtheiten der Rechtsanwendung im Düsseldorfer
Verfahren gegen Mannesmann-Spitzen(st)manager. Darauf aufmerksam macht
uns Dr.iur. Walther Grasnick, Honorarprofessor an der Juristischen Fakultät
der Philipps-Universität Marburg. Es geht um ein geheimes –um nicht
zu sagen konspiratives- Rechtsgespräch. Dieses regte die Vorsitzende
Richterin K. an. Frau K. führte es auch unter ihrer Leitung selbst
durch. Das strafrechtsrelevante Institut des Rechtsgesprächs kennt
die Strafprozessordnung in der Tat nicht. Bisher jedenfalls. Insofern handelte
es sich um „spezielles Mannesmann-Prozeßrecht“.
Und weil dieses „Rechtsgespräch“ nicht nur „unter Ausschluss der
Öffentlichkeit“, sondern auch unter Ausschluss sowohl „der Schöffen,
also der Laienrichter“, als auch der sich für alle Fälle bereithaltenden
„Ersatzrichter“ stattfand – war es nicht rechtens. Denn freilich ist während
des Gesamtverfahrens, das sogenannte „Rechtsgespräch“ eingeschlossen,
die „Mitwirkung ausnahmslos aller Richter“ zwingend geboten. Insofern kann
auch das strafprozessual bisher nicht vorgesehene „Rechtsgespräch“
nicht eine an sich wünschenswerte, weil auf materiale Gerechtigkeit
zielende „Rechtsfortbildung“, etwa im Sinne Karl Engisch´, sein.
Sondern stellt eine konkrete berufsrichterliche Verletzung geltenden Strafprozessrechts
dar. Insofern ist Walther Grasnicks Kennzeichnung dieser Veranstaltung
als „Farce“ keineswegs überzogen. Denn dieses „Rechtsgespräch“
unter Leitung von Richterin K. war prozessrechtlich in der Tat „eine lächerliche,
unseriöse Machenschaft.“ So umschreibt das „Ethymologische Wörterbuch
des Deutschen“ von Wolfgang Pfeiffer u.a. (dtv-Ausgabe, 1995³, p.
324) die Bedeutung von Farce." [Rechtkultur
aktuell 1. Jg. 2002/03 - 5. Jg. 2006/07 S.7]
Mappus
-
"EnBW-AffäreMappus soll Finanzminister unter Druck gesetzt haben.
In der Affäre um den Rückkauf der EnBW-Anteile werden weitere
Details bekannt. Ex-Ministerpräsident Mappus soll seinen Finanzminister
zur Unterschrift gedrängt haben – „hart an der Grenze zur Nötigung“
sagt ein Grüner. ..." [HB
13.7.12]
-
"Interne Mails der Investmentbank Morgan Stanley belegen: Dirk Notheis,
Deutschland-Chef des Geldhauses und enger Freund von Stefan Mappus, zog
hinter den Kulissen die Fäden. Er gab dem Ministerpräsidenten
bis ins Detail vor, was zu tun sei. Der gehorchte. Beobachter wie der Tübinger
Politikwissenschaftler Hans-Gorg Wehling sind schockiert: „Das hätte
niemand für möglich gehalten, dass ein Banker einen Ministerpräsidenten
wie eine Marionette führt.“ Morgan Stanley kassierte dafür Millionen,
das Land beklagt einen Schaden in Milliardenhöhe. ... Ermittlungen
wegen Untreue. Im Zusammenhang mit dem umstrittenen Rückkauf der EnBW-Aktien
ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen den früheren baden-württembergischen
CDU-Ministerpräsidenten Stefan Mappus und den Banker Dirk Notheis
wegen Verdachts der Untreue und Beihilfe zur Untreue. Das teilte die Behörde
am Mittwoch mit. Dazu sollten im Laufe des Tages mehrere Geschäftsräume
und Wohnungen durchsucht werden. Aus einem Gutachten des Landesrechnungshofes
hätten sich «zureichende tatsächliche Anhaltspunkte»
für den Tatverdacht ergeben, hieß es. ..." [Frontal21
10.7.12]
-
"... Uli Sckerl, B‘90/Die Grünen, Obmann Untersuchungsausschuss EnBW:
„Das war eine Operation, die manche Geheimdienstoperation vor Neid erblassen
lassen könnte. Eingeweiht waren Markus und sein Banker. Die Administration
war komplett ausgeschaltet. Es hat teilweise skurrile Züge angenommen.
Es gibt ... Offensichtlich hat es unterwegs immer wieder Szenen gegeben,
wo Mappus, der ja viel unterwegs war im Land, im Auto telefoniert, sein
Chauffeur muss aussteigen, damit er Telefonat führen kann.“ ..." [Monitor
12.7.12]
Ministerpräsidenten
Naturrecht. > Recht,
Positives
Recht, Rechtsstaat.
Verschleierender und unklarer Begriff; Auffassung, dass es Rechte "von
Natur aus" geben soll (z.B. Freiheits- oder die Menschenrechte),
die keiner weiteren Begründung bedürfen, die quasi aus "Gründen
der Natur" ewig bestünden und gelten, was natürlich Unsinn ist,
weil die Natur kein Recht - nur Ereigniss und Geschehen
- kennt. Das Recht ist eine menschliche Erfindung und schöpferische
Kulturleistung.
In primitivster Form, das sozialdarwinistische oder faschistische
"Recht" des Stärkeren, das natürlich kein Recht, sondern ein
rechteloses Gewaltgebaren beschreibt und den falschen Sprung vom natürlichen
Sein auf ein natürliches "Recht" vollzieht.
Quellentext-1 Das Fischer Lexikon Recht,
S. 256 "... Jedoch hat sich eine besondere Lehre bemüht, dies trotzdem
zu tun: die Naturrechtslehre. N a t u r r e c h t ist das überall
und zu jeder Zeit bestehende, von Gesetzen unabhängige, möglicherweise
sogar gegen sie gerichtete gewissermaßen mit dem Menschen geborene
Recht. Allerdings ist es trotz eifrigster Bemühung hervorragender
Rechtsgelehrter seit Jahrhunderten und gerade wieder in neuester Zeit noch
immer nicht gelungen, dieses Recht, seinen Standort und seinem Inhalt zu
bestimmen. Es steht bisher im wesentlichen nur fest, daß es ein Naturrecht
gibt. Aber schon der Begriff Naturrecht ist mißverständlich.
Recht will ja gerade von der Natur lösen und eine von ihr unabhängige
eigene geistige Ordnung unter den Menschen aufrichten; und Naturrecht will
darüber hinaus die Unveräußerlichkeit gewisser Grundrechte
des Menschen als Zeichen der Kultur hinstellen; es müßte demnach
eigentlich eher 'Kulturrecht' heißen. Ferner hat sich bisher gezeigt,
daß es einen absoluten Inhalt auch beim Naturrecht nicht gibt; vielmehr
ist Naturrecht heute unter diesen Umständen etwas ganz anderes als
gestern unter jenen Umständen. Dieses 'relativie' Naturrecht hat im
Laufe der letzten Jahrhunderte eine größere Bedeutung für
den Freiheitswillen des Menschen und sei u Widerstand gegen Unrecht gehabt,
das seinen Ausdruck in Gesetzen gefunden hatte, und es gilt noch heute
in der Wissenschaft als Gegenpol zum Positivismus, der zwischen Recht im
Gesetz keinen Unterschied macht. ..."
Quellentext-2 Avenarius
S. 261: "Naturrecht. Unter N. versteht man ein für alle Zeiten u.
Völker gültiges Idealrecht, das seine Entstehung nicht der staatlichen
Rechtsetzung verdankt, sondern „von Natur aus" vorgegeben ist. Das N. ist
griechischen Ursprungs ; es ist vor allem in der platonischen Ideen- u.
der aristotelischen Entelechienlehre entwickelt worden. Insbesondere Thomas
von Aquin hat das antike Naturrecht, vornehmlich im Rückgriff auf
Aristoteles, fortgebildet u. christlich untermauert. Nach Ansicht der thomistischen
Scholasiik hat Gott in der Schöpfungsordnung Werte angelegt, die dem
Menschen kraft seiner Natur erkennbar sind. Durch ihre Befolgung erfüllt
der Mensch seinen natürlichen Daseinszweck. In der Neuzeit hält
das profane Vernunftrecht zwar an dem universalistischen u. überzeitlichen
Geltungsanspruch des N. fest, löst es .iher von seiner Begründung
im göttlichen Schöpferwillen u. emanzipiert es so von der Moraltheologie.
In dieser Ausprägung fand das N. Eingang in die großen Kodifikationen
des 17. und 18. Jahrhunderts (z.B. preußisches Allgemeine Landrecht
von 1794). ... "
Nazi-JuristInnen > Volksgerichtshof.
> Deutsche
Nachkriegs"eliten" mit Nazivergangenheit >
Die übelsten Justiz-Verbrecher erhielten nicht nur außergewöhnlich
milde Strafen - ja sogar Freisprüche - , meist wurden sie auch noch
vorzeitig begnadigt oder aus der Haft entlassen. Vielfach wurde nicht einmal
ermittelt oder angeklagt oder mit fadenscheiniger und sophistischer Argumentation
- z.B. Vorsatz nicht nachweisbar, aus Überzeugung geurteilt (!) -
das Verfahren eingestellt. Von ca. 800 Nazi-Juristen hier eine kleine Auswahl:
-
Albrecht, Erwin: [W1,
2,
3,]
-
Altstötter,
Josef: Seit 1932 Mitglied des Reichsgerichts, seit 1943 Ministerialdirektor
im Reichsjustizministerium und Leiter der Abteilung für bürgerliches
Recht. Seit 1933 Mitglied der SA; 1937 Beitritt zur SS und zur NSDAP; Träger
des Goldenen Parteiabzeichens. Schuldig nach Punkt 4 der Anklageschrift;
5 Jahre Zuchthaus; 1950 aus der Haft entlassen. Später als
Rechtsanwalt tätig.
-
Ammon, Wilhelm von:
Ab 1935 in der Strafrechtsabteilung des Reichsjustizministeriums (u.a.
zuständig für Verfahren gemäß Hitlers "Nacht- und
Nebel-Erlaß). Schuldig nach Punkten 2 und 4 der Anklageschrift;
10 Jahre Zuchthaus; 1951 begnadigt.
-
Bellmann, Kurt:
[W1, 2,
3,]
-
Cuhorst, Hermann:
Vorsitzender des Sondergerichts Stuttgart (dort noch vor 1945 abgelöst).
Nach [PDF]
ca. 120 Todesurteile. Freigesprochen. Im Oktober 1948 im Rahmen des Entnazifizierungsverfahrens
als "Hauptschuldiger" zu 6 Jahren Arbeitslager verurteilt. Die Strafe wurde
nicht
verbüßt.
-
Dannegger, Johannes:
[W1,
2,
3,]
-
Eisele, Walter: [W1,
2,
3,]
-
Engert, Karl: Im Reichsjustizministerium
- zuletzt als Ministerialdirektor - tätig gewesen; 1947 außer
Verfolgung gesetzt wegen Verhandlungsunfähigkeit.
-
Hassencamp, Fritz:
Richter am OLG Kassel. 1943 Verbrecherisches Todesurteil gegen Werner Holländer.
Vollstreckung 1944. Freigesprochen vom Landgericht Kassel 1950 und 1951
nach Revision. [W]
-
Joel, Günther: 1933-1943
im Reichsjustizministerium als Referent für Strafsachen und Verbindungsmann
zwischen dem RJMin und der SS, dem SD und der Gestapo tätig. 1943
Generalstaatsanwalt in Hamm. 1934 Mitglied der NSDAP, 1938 der SS, zuletzt
im Rang eines Obersturmbannführers. Schuldig nach den Anklagepunkten
2, 3 und 4; 10 Jahre Zuchthaus; 1951 bereits nach 4 Jahren begnadigt.
[1, 2, 3]
-
Kessler, Edmund: Richter
am OLG Kassel. 1943 Verbrecherisches Todesurteil gegen Werner Holländer.
Vollstreckung 1944. Freigesprochen vom Landgericht Kassel 1950 und 1951
nach Revision. [W]
-
Klemm, Herbert: Von
1933-1935 persönlicher Referent des sächsischen Justizministers
Thierack. 1935-1940 im Reichsjustizministerium, anschließend
in der Parteikanzlei in München tätig. Seit Jahresbeginn 1944
Staatssekretär im Reichsjustizministerium. Seit 1931 Mitglied der
NSDAP, seit 1933 Oberscharführer in der SA. Enge Zusammenarbeit mit
Martin Bormann, der 1946 vom IMT in Abwesenheit zum Tod verurteilt wurde.
Schuldig nach Punkten 2 und 3 der Anklageschrift.
Verurteilt zu lebenslänglicher Freiheitsstrafe, später begnadigt
zu 20 Jahren Zuchthaus. 1951 aus der Haft entlassen.
-
Lautz, Ernst: Seit 1939
als Oberreichsanwalt beim Volksgerichtshof insbesondere mit Verfahren wegen
Hoch- und Landesverrats befaßt. Er war nicht Mitglied der NSDAP.
Schuldig nach Anklagepunkten
2 und 3; verurteilt zu 10 Jahren Zuchthaus. 1951 begnadigt.
-
Lerche, Walter Dr.:
Braunschweiger Sondergerichtsvorsitzenden (55 Todesurteile). Verfahren
eingestellt, angebotene Justizkarriere ausgeschlagen: Oberlandeskirchenrat
der evangelischen Kirche. [PDF]
-
Markl, Hermann: Staatsanwalt
in Nürnberg, der für Leo Katzenberger wegen Rassenschande die
Todesstrafe forderte, qualifizierte sich in seiner NS-Karriere nach
dem Krieg zum Richter am OLG München. [Quelle: Film Leo und Claire;
W]
-
Mettgenberg,
Wolfgang: Zuletzt Ministerialdirigent für Strafrechtspflege und Strafvollstreckung
im Reichsjustizministerium. Schuldig nach Punkten 2 und 3 der Anklageschrift;
verurteilt zu 10 Jahren Zuchthaus. Er verstarb 1950.
-
Nebelung, Günther:
Senatspräsident am Volksgerichtshof. Freigesprochen. Später
als Rechtsanwalt tätig. [W]
-
Oeschey, Rudolf:
Vorsitzender des Sondergerichts Nürnberg, "bekannt als das brutalste
Deutschlands" (so die Urteilsbegründung); später Reichsanwalt
beim Volksgerichtshof. Seit 1931 Mitglied der NSDAP. Vorsitzender des Rechtswahrerbundes
im Gau Franken. Schuldig nach Punkten 3 und 4 der Anklageschrift;
verurteilt zu lebenslanger Freiheitsstrafe, die 1951 in eine Gefängnisstrafe
von 20 Jahren umgewandelt wurde. Kurze Zeit später aus der Haft
entlassen.
-
Rothaug,
Oswald: Richter, der das Todesurteil ("Rassenschande ist schlimmer als
Mord") gegen Leo Katzenberger wegen Rassenschande verhängte. Von April
1937 bis Mai 1943 Vorsitzender des Sondergerichts Nürnberg, später
Reichsanwalt beim Volksgerichtshof. Mitglied der NSDAP seit 1937; Mitarbeiter
des SD. 1947 verurteilt nach Punkt 3 der Anklageschrift
zu lebenslanger Freiheitsstrafe, aber schon 1956 begnadigt. [Quelle:
Film Leo und Claire; W]
-
Rothenberger, Curt:
Seit 1937 Justizsenator in Hamburg, später Oberlandesgerichtspräsident.
1942-43 Staatssekretär im Reichsjustizministerium, dann Notar in Hamburg.
Mitglied der NSDAP seit 1933. Nach Punkten 2 und 3 der Anklageschrift
verurteilt zu lebenslanger Freiheitsstrafe. 1950 aus der Haft entlassen.
-
Schlegelberger,
Franz: 1927-1931 Ministerialdirektor, 1931-1942 Staatssekretär im
Reichsjustizministerium, zuletzt als Justizminister. Bei seinem Ausscheiden
aus dem Amt erhielt er von Hitler eine Dotation von 100.000 RM. Mitglied
der NSDAP seit 1931. Verurteilt nach Punkten 1 und 3 der Anklageschriftzu
lebenslanger Freiheitsstrafe. 1950 wegen Haftunfähigkeit entlassen.
-
Tyrolf, Walter: Staatsanwalt
am Sondergericht Hamburg, der in mehreren Bagatellfällen wie leichtem
Diebstahl und "Rassenschande" für die Todesstrafe plädierte,
die auch vollstreckt wurde. Trotzdem erhielt auch Tyrolf nach dem Krieg
eine Unbedenklichkeitserklärung. Er wurde unter anderem Vorsitzender
Richter im Hamburger Euthanasieprozeß, der fast zeitgleich zum Harlan-Verfahren
("Jud Süß")
lief. Wieder ging es um Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wieder sprach
Tyrolf die wegen Totschlags angeklagten Ärzte frei. Ende der 50er
Jahre wurde gegen Tyrolf wegen seiner Tätigkeit am Sondergericht ermittelt.
Doch das Verfahren wurde eingestellt - mangels Tatverdacht, wie es offiziell
hieß ... [nach Q]
Querverweise: Wikipedia: Ungesühnte Nazi-Justiz
[W],
Juristenprozess [W],
NS Prozesse (zu Verbrechen im Nationalsozialismus): [W],
Furchtbare Juristen [W],
Aufhebung von NS-Unrechtsurteilen [W],
Gesetz zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile in der Strafrechtspflege
1998, 2002 [W],
Volksgerichtshof [W], Sondergerichte der NS-Zeit [W],
Braunbuch [W] Original-Online-Version
des Braunbuchs von 1968 [O]
Nazi-Rechtsprechung. > Neo-Nazi-Rechtsprechung
- Zum Umgang mit Neo-Nazis, > Verfassungsbeschwerden,
Zu den schlimmsten Irrungen des Rechts nach dem Zusammenbruch des 3.
Reiches gehört die Bewertung der verbrecherischen Nazi-Gesetze durch
die höchsten deutschen Gerichte - Bundesverfassungsgericht
und Bundesgerichtshof - als "rechtmäßig". Es ist geradezu unvorstellbar
und widerwärtig, dass von ca. 570 Richtern und Staatsanwälten
des terroristischen "Volksgerichtshofs"
der Fallbeilsadisten nur ein einziger (Lautz)
rechtskräftig zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt, aber bereits 1951
"begnadigt" wurde, bei RAF-Mitgliedern wäre vergleichsweise die 10fache
Zeit anzusetzen. Was hat denn das mit Recht zu tun? Das ist schlimmste
Gesinnungsjustiz. Eindrucksvoll kurzdokumentiert am Ende des Films "Die
weisse Rose":
Dem ist nichts hinzuzufügen. Erst 1998, geändert 2002,
wurde das Gesetz zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile
in der Strafrechtspflege beschlossen [W]
Nicht
angenommene Verfassungsbeschwerden zur Nazi-Rechtsprechung nach derQuelle:"
-
AKTENZEICHEN 2 BvR 1473/04 (Nationalsozialistisches Unrecht) >>> Glorifizierung
von Auschwitz und in den Verfahren gegen den Untersturmführer der
Waffen-SS und den Auschwitz-Konzentrationslager-Arzt Hans Münch.
-
AKTENZEICHEN 2 BvR 1811/04 (Nationalsozialistisches Unrecht) >>> Glorifizierung
von Nazi-Helden in der deutschen Bundeswehr auf Grund der vorsätzlichen
Verharmlosung von Nazi-Verbrechen und von Verbrechen gegen die Menschlichkeit,
hier mit der Aufrechterhaltung bei der Bundeswehreinheiten-Benennung des
Jagdfluggeschwaders Werner Moelders.
-
AKTENZEICHEN 2 BvR 1807/04 (Nationalsozialistisches Unrecht) >>> Glorifizierung
von Auschwitz in den Verfahren gegen den bayerischen Staatsminister a.
D. Dr. Manfred Weiß auf Grund von Strafvereitelung im Amt und krimineller
Vereinigung mit dem Untersturmführer der Waffen-SS und dem Auschwitz-Konzentrationslager-Arzt
Hans Münch.
-
AKTENZEICHEN 2 BvR 1989/05 (Nationalsozialistisches Unrecht) >>> Freispruch
am Landgericht Kiel im Juni 1974 für den Polizeihauptkommissar Heinz
Gerhard Riedel mit der Behauptung der Tod durch Gas sei nicht grausam gewesen
und die Opfer bei seiner Mordaktion im 2. Weltkrieg an sieben Partisanen
mit Autoabgasen hätten wissen müssen, dass die Deutschen sich
der Methode des Mordens durch Vergasen bedienen.
-
AKTENZEICHEN 2 BvR 1990/04 (Nationalsozialistisches Unrecht) >>> Glorifizierung
von Nazi-Helden in der deutschen Öffentlichkeit und Gesellschaft und
auf Grund der vorsätzlichen Verharmlosung von Nazi-Verbrechen und
von Verbrechen gegen die Menschlichkeit, hier mit der Aufrechterhaltung
der Straßennamensgebung nach dem Nazi-dekorierten Graf Gerhard von
Schwerin.
-
AKTENZEICHEN 2 BvR 1373/05 (Nationalsozialistisches Unrecht) >>> Gestapo-Folter
und Mord hier am Beispiel der "Todeself" in Kiew, nach der 5:3 Niederlage
der deutschen Luftwaffenelf 'Adler' im Zenit-Stadion gegen den 'FC Start',
der ukrainischen Betriebsmannschaft der Bäckerei III, am 9. August
1942.
-
AKTENZEICHEN 2 BvR 2164/05 (Nationalsozialistisches Unrecht) >>> BRD-Karriere
des in der Tschechoslowakei verurteilten Nazi-Blutrichters von Prag Dr.
Kurt Bellmann, der mehr als 110 Todesurteile unterzeichnet, als Landgerichtsdirektor
von Hannover nach 1945.
-
AKTENZEICHEN 2 BvR 1990/05 (Nationalsozialistisches Unrecht) >>> Mord an
20 jüdischen Kindern zu Adolf Hitlers Geburtstag am 20. April 1945
in Hamburg (Bullenhuser Damm), um das lebende Beweismaterial medizinischer
Experimente in den Konzentrationslagern zu vernichten sowie BRD-Karriere
des KZ-Arztes Hans Klein nach 1945.
-
AKTENZEICHEN 2 BvR 1973/06 >>> (Nationalsozialistisches Unrecht) >>> Staatssekretär
im Reichsverkehrsministerium Herrn Albert Ganzenmüller, der die Deportationszüge
der Deutschen Reichsbahn für die Deportationen von politisch und rassisch
Verfolgten nach Auschwitz und in andere Konzentrationslager organisiert.
-
AKTENZEICHEN 2 BvR 1239/07 (Nationalsozialistisches Unrecht) >>> Verweigerung
der Ausstellungseröffnung durch deutsche Bahnchef Hartmut Mehdorn
zur Thematik der Deportationszügen der Reichsbahn in die Nazi-Konzentrationslager.
-
AKTENZEICHEN 2 BvR 1124/08 (Nationalsozialismus, NS-Unrecht und NS-Verbrechen,
NS-Terrorjustiz und NS-Unrechtssprechung) >>> Strafrechtliche Verfolgung
des Hitlergruß-witzelnden Richters Sigurd Mertig vom Landgericht
Mainz vor dem Hintergrund der NS-Justizverbrechen und vor dem Hintergrund
der Verunglimpfung und Beleidigung der Opfer und Verfolgten der Nazi-Terrorjustiz."
Querverweise Nazi-Rechtsprechung:
-
Keine Ruhe den NS-Kriegsverbrechern. [O],
-
Neo-Nazi-Rechtsprechung
- Zum Umgang mit Neo-Nazis.
-
Wikipedia: Ungesühnte Nazi-Justiz [W],
Juristenprozess [W],
NS Prozesse (zu Verbrechen im Nationalsozialismus): [W],
Furchtbare Juristen [W],
Aufhebung von NS-Unrechtsurteilen [W],
Gesetz zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile in der Strafrechtspflege
1998, 2002 [W],
Volksgerichtshof [W], Sondergerichte der NS-Zeit [W],
Braunbuch [W] Original-Online-Version
des Braunbuchs von 1968 [O]
Neue
Richtervereinigung
-
Bericht über die Situation der Menschenrechte in Deutschland [O061121]
"... Wir konstatieren einen schleichenden Abbau des Rechtsstaats,
der weitgehend parteiübergreifend von der Politik in Deutschland betrieben
wird, wobei aus unserer Sicht insbesondere die Landesjustizminister überwiegend
eine eher negative Rolle spielen."
1. Verfassungswidriger Abbau der Ressourcen für
die Gerichte und Staatsanwaltschaften
2. Durchsetzung der Ressourcenreduzierung durch
Druck auf Richter - Verletzung der Richterlichen Unabhängigkeit
3. Neuartige Verletzung der Richterlichen Unabhängigkeit
durch Gerichtspräsidenten in Deutschland
4. Überlange Verfahrensdauer und die Untätigkeitsbeschwerde
5. Abbau von Rechtsmitteln -- Sogenannte "Große
Justizreform"
6. Begrenzung der Prozesskostenhilfe
7. Drohende Verschlechterung der Situation des
Strafvollzugs
8. Small Claims (neue Verfahrensregeln bei Geringfügigkeit)
... "
Nürnberger
Juristenprozess > [W]
> Lautz.
Oberländer. An den kriegsverbrecherischen
polnischen Massakern [AB-Aktion]
beteiligt, offenbar eine gute Voraussetzung um Vertriebenenminister unter
Adenauer und Staatssekretär im Bayerischen Innenministerium zu werden.
[W]
Oligarchie.
> Das
Pyramiden-Modell oligarcher Systementwicklung.
Pacta sunt servanda (Verträge
müssen eingehalten werden). Rechtsprinzip, das auf höherer Ebene
in der Welt nicht gilt. > Manchmal hat sogar
der Teufel recht
Parteien.
-
Schwarze
Kassen der CDU/CSU - Dokumentation der Machtkonstruktion ..."
[arte/youtube
20.10.11] Hierzu auch: Das System Oktogon - Interview mit Frank Garbely
"Gab es in den von Ihnen aufgezeigten Finanzierungsstrukturen auch andere
Parteien als die CDU/CSU und die FDP, die vom „System Oktogon“ profitiert
haben? Am Anfang haben vor allem diese beiden Parteien von dieser illegalen
Parteifinanzierung profitiert. Doch ab den 60er Jahren wurde das System
immer häufiger über große Wirtschaftsverbände abgewickelt.
Im Zuge dessen sind unseren Nachforschungen nach dann auch SPD-Funktionäre
in den Genuss dieser Gelder gekommen. [arte
1.6.11]
-
Parteien missbrauchen Fraktionsgeld.
"Es gibt sie im Sommer wie im Winter - Feste der Parteien und Feste
der Fraktionen. Doch wer zahlt die Sausen eigentlich? Wenn die Partei feiert,
muss sie selbst zahlen. Wenn es hingegen eine Feier der Fraktion ist, zahlt
der Staat - also der Steuerzahler. Eben deswegen müssen Partei- und
Fraktionsfeiern streng getrennt werden. Sonst droht für Experten ein
Fall von verdeckter - und damit verbotener - Parteienfinanzierung. ..."
[Panorama
20.10.11]
Pasker,
Hans-Uwe - Richter am OLG
http://bloegi.wordpress.com/2009/01/17/richter-hans-uwe-pasker-im-seminar-fur-fuhrungskrafte/
Pervertierung
des Leistungsprinzips > Um
was geht es? > Konstruktive
Vorschläge.
Wenn "Leistungsträger" unabhängig davon, ob sie Erfolg haben
oder gar Schaden anrichten, belohnt werden - sei es mit grandiosen Gagen,
mit Boni ("Boni-Perversion") wo "Mali" angesagt wären oder mit dem
berüchtigten goldenen Handschlag, sprich völlig ungerechtfertigten
Abfindungen, vorzeitigem Ruhestand oder Pensionsluxus, dann weiß
eigentlich jeder Mensch - bis auf die Oligarchen und ihre Amigos - dass
hier fundamentales Unrecht geschieht. Nur unsere Richter wissen keinen
Weg, dieses Unrecht zu hemmen, wohl aber zu bahnen, wie sie in zahlreichen
Fehlurteilen eindruckvoll im Namen des Volkes dokumentieren. Das ist weder
im Sinne des Volkes noch des Gesetzes, sondern eine fundamentale geistige
und moralische Verirrung, die ihresgleichen nur noch in Diktaturen, Gottesstaaten
und Feudalherrschaften findet. Mit Demokratie und Rechtsstaat hat das alles
recht wenig zu tun.
Phillips, Rhodri [Firma
Brochier; SekQuel: NN 27.1.9, S.2]
Politik.
-
"Bundesfinanzhof Wie Schäuble Urteile vom Tisch wischt.
Wenn das oberste Finanzgericht entscheidet, dass dem Steuerzahler mehr
Geld zusteht, weiß der Finanzminister sich zu helfen: Er erklärt
das Urteil einfach per Erlass für ungültig. Experten kritisieren
diese Möglichkeit heftig. ... " [SZ
20.1.12]
-
"Spekulationsverbot für Kommunen und Bundesländer. Der
Bundesgerichtshof hat in einem Urteil vom 22. März 2011 einen Zinssatz-Swap-Vertrag
zwischen der Deutschen Bank und einer privaten Klägerin wegen der
Verletzung von Beratungspflichten für nichtig erklärt. Dem folgte
jetzt ein weiteres Urteil des Bundesgerichtshofs gegen die WestLB wegen
eines gleichartigen Spekulationsgeschäfts mit nordrhein-westfälischen
Kommunen. Offenbar sind allein im Jahr 2005 von der WestLB mit hunderten
von Gemeinden in Nordrhein-Westfalen Swap-Geschäfte (Zinswetten) immer
nach dem gleichen Muster im Wert von insgesamt 4,1 Milliarden Euro abgeschlossen
worden. Mithin droht eine Klagewelle, da zahlreiche geschädigte Gemeinden
jetzt gegen diese Spekulationsgeschäfte mit guter Erfolgsaussicht
klagen können. Es ist erstaunlich, dass in Deutschland der Gesetzgeber
solange zögert, mit einer dringend erforderlichen Gesetzesänderung,
die Spekulationsgeschäfte von Bundesländern, Kommunen und anderen
öffentlichen Einrichtungen grundsätzlich für rechtsunwirksam
zu erklären. Dies ist umso unverständlicher, als der Bundesgerichtshof
derartige kompetenzüberschreitende („ultra vires“-)Geschäfte
bereits vor über einem halben Jahrhundert für nichtig erklärt
hat (BGH Urteil vom 28. 2.1956). ..." [diw
18.1.12]
-
"Staatsrechtler von Arnim Parteienstaat kostet 500 Millionen Euro.
"Keine Demokratie ohne Transparenz", sagte Bundestagspräsident Norbert
Lammert jüngst im Gespräch mit dem stern. Doch damit ist es nicht
weit her. Eine Replik von Hans Herbert von Arnim. Im stern (3/2012) spricht
der Präsident des Bundestags, Norbert Lammert, vollmundig von "Transparenz",
"Kontrolle" und "Demokratie". In Wahrheit ist der Bundestag in eigener
Sache geradezu ein Hort von Intransparenz und mangelnder Kontrolle - mit
fatalen Folgen für die Demokratie. Das Sündenregister ist lang.
... " [stern
18.1.12]
Polizei
-
"Bloggerin macht einen Scherz: Hausdurchsuchung mit acht Mann! In
Dortmund wurde eine Unternehmerin in aller Früh von vier (!) Polizeibeamten
aus dem Bett geholt, weil sie auf ihrem Blog satirisch darüber berichtet
hatte, einen Doktor-Titel (h.c.) geschenkt bekommen zu haben. Zeitgleich
wurde ihr Büro von weiteren vier (!) Beamten durchsucht. Ein Lehrstück,
wie der Staat außer Kontrolle gerät. Hoffentlich steckt hinter
der Aktion außer Dummheit keine Methode. ..." [DWN
18.4.13]
-
"Polizeigewalt:
Gericht verurteilt Beamten .... In erster Instanz hatte der Beamte
dies vor Gericht noch geleugnet und war zu einer Freiheitsstrafe von eineinhalb
Jahren verurteilt worden. Im Berufungsverfahren räumte er jetzt die
Vorwürfe ein und erhielt elf Monate. Ab einem Jahr wäre er zwangsweise
aus dem Beamtenverhältnis entlassen worden, erläuterte die Justizsprecherin.
Die Anzeigen gegen Polizisten wegen Körperverletzung im Amt waren
2012
auf 151 gestiegen. In den Jahren zuvor habe die Zahl konstant bei rund
130
gelegen, hatte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann kürzlich gesagt."
[Mittelbayerische 12.3.13]
-
"Polizeigewalt "Das war wie eine Hinrichtung". Ein Notruf. Die Polizei
kommt und schießt. Ein Mann wird verletzt und stirbt. So geschehen
in Berlin im Oktober 2012. Werden die Beamten angeklagt? Oder schützt
sie ihre Uniform? ..." [Zeit
15.2.13]
-
"Gericht spricht Beamten frei. Ein USK-Beamter ist vom Vorwurf der
Körperverletzung im Amt freigesprochen worden. Das Landgericht München
sah es als nicht erwiesen an, dass er nach einer Verfolgungsjagd einen
Fußballfan absichtlich getreten hatte. Das Urteil dürfte auch
Signalwirkung für ein anderes Verfahren haben. ... Zwar war
der Einsatz gegen die Fußballfans von einem USK-Beamten gefilmt worden.
Die entscheidenden Sekunden des Zugriffs auf den Italiener fehlten aber
auf dem Band, das dem Gericht vorlag." [SZ
15.2.13]
-
"Schläge im Namen des Gesetzes. Die Polizei klagt über
die vermeintlich zunehmende Gewalt gegen Beamte. Aber es gibt auch Gewalttäter
in Uniform - und eine Polizei, der die Fehlerkultur fehlt. ... [SZ
14.2.13]
-
Strafsache Polizei. "Seit Jahren ist Bayern stolz auf die niedrigste
Kriminalitätsrate in Deutschland. Die Polizei ist bekannt für
effektives Durchgreifen und eine hohe Aufklärungsquote. Doch manche
Zahlen lassen ahnen, dass die Polizei auch gerne mal über's Ziel hinaus
schießt und die "bayrische Art", "etwas härter hinzulangen"
(Max Streibl), weiterhin gute Tradition ist. ..." [Spiegel
TV 11.2.13]
-
Dokumentation Polizeigewalt Schleswig ..."Parallel zur Verhandlung
kam es zu massiver Polizeigewalt. Und anstatt diese aufzuklären, kriminalisiert
die Justiz die Betroffenen. Um über die Hintergründe der Prozess
am 20.3. (Beleidigung), 4.4. (Widerstand) und 17.4. (Widerstand) zu informieren,
veröffentlichen wir in loser Reinfolge ein Artikelserie zur Dokumentation
von Polizeigewalt in Schleswig." [indymedia
10.2.13]
-
"Nach Vorwürfen gegen Münchner Beamte Polizeipräsidium
lehnt externe Behörde ab. Reportage Autobahnpolizei Polizeigewalt
bei Einsätzen Platzwunden, Prellungen, Schüsse. Das Problem der
internen Ermittler: Politiker und Kriminologen fordern nach dem Prügel-Vorfall
in München, dass die Polizei eine unabhängige Einheit schafft,
die mögliche Vergehen von Beamten untersucht. Doch das Polizeipräsidium
will nicht. ..." [SZ
9.2.13]
-
"Vorwürfe gegen Münchner Polizei "Der Beamte ist ausgetickt"
Ein
Münchner Polizist schlägt einer gefesselten Frau in der Inspektion
mit der Faust ins Gesicht - und bricht ihr die Nase. Aus Notwehr, sagt
der Beamte. Ein Gewaltexzess, sagt der Anwalt der 23-Jährigen. Licht
ins Dunkel bringen könnte nun ein Video. ..." [SZ
5.2.13]
-
Wasserburger Polizei Interne Ermittler sollen Prügelvorwürfe
klären "Sie sollen einen Mann mit dem Kopf an eine Wand gestoßen
haben: Nach den Prügelvorwürfen gegen Wasserburger Polizisten
werden nun interne Ermittler aus München das mutmaßliche Opfer
und einen Zeugen vernehmen. Der Fall hat einige rätselhafte Aspekte.
..." [SZ
16.1.13]
-
Hessischer Polizeiskanadal. Polizeimobbing – ein Ex-Gutachter packt
aus. Auf unliebsame Beamte der hessischen Polizei wurde offenbar systematisch
Druck ausgeübt, um sie aus dem Dienst zu drängen. Das belegen
Unterlagen und Aussagen eines früheren Polizeigutachters, die der
hessenschau vorliegen. Die Opposition fordert eine unabhängige Aufklärung
der Mobbing-Affäre. .. .[NDS
25.11.12]
-
Panorama
(7.6.12):
"Prügelnde Polizisten: Gewalt ohne Folgen. Elena Schelhas wird
auf die Polizeiwache gerufen, sie soll dolmetschen. Doch dazu kommt es
nicht. Als sie die Wache nach zwei Stunden wieder verlässt, hat sie
eine große Beule an der Stirn. Zwei Polizisten sollen sie attackiert
und drei Mal gegen eine Wand gestoßen haben - das berichtet sie zumindest.
Die Übersetzerin stellt Anzeige wegen Körperverletzung, doch
das Verfahren gegen die Beamten wird eingestellt. Die Aussage der Polizisten,
die 60-jährige Frau sei aus freien Stücken gegen die Wand gelaufen,
erscheint dem ermittelnden Staatsanwalt glaubwürdig. Zu einer Stellungnahme
ist er nicht bereit. Die Begründung dafür klingt zynisch: Die
Resozialisierungschancen des Opfers müssten gewahrt bleiben.
Die Aufklärungsquote bei Polizeiübergriffen
ist sehr niedrig - nur bei drei Prozent der Vorwürfe kommt es zur
Anklage. Häufiger Grund: Interne Ermittlungsstellen sind für
die Untersuchung der Vorfälle zuständig - Polizisten ermitteln
gegen ihre eigenen Kollegen. Deutschland ist hier eher eine Ausnahme: Fast
überall in Europa sind unabhängige Ermittlungsstellen eingerichtet.
Der Europarat fordert die Bundesrepublik schon lange auf nachzuziehen.
Doch Politiker wie der bayrische Innenminister Joachim Herrmann sehen trotz
aller Kritik keinen Handlungsbedarf." [Querverweise ai-1,
ai-2]
_
-
Rosenheimer
Polizeiskandal - Psychiatrisierung der Opfer scheint in Bayern in Mode
zu kommen. > Psychiatrisierung.
-
"Nachdem der Prozess um den Polizeiskandal in Rosenheim überraschend
eingestellt wurde, sieht die bayerische Justizministerin Merk den “Rechtsfrieden”
endlich wieder hergestellt. Doch in Rosenheim ist noch lange kein Friede
eingekehrt. Denn ob der umstrittene Polizeieinsatz im Herbst 2010 rechtmäßig
war, wird in einem öffentlichen Prozess nie aufgearbeitet werden können.
Das Vertrauen der Bevölkerung in die Ordnungshüter – und nun
auch noch in die Justiz – ist empfindlich gestört. ..." [quer
24.5.12]
-
"Umstrittener Polizeieinsatz Staatsanwalt stellt Angeklagte als psychisch
krank dar. Die Beamten sollen sie gegen die Wand geschleudert und ihr in
den Unterleib geboxt haben - wie eine Gewaltorgie schildert Sandra B. vor
dem Amtsgericht Rosenheim einen Besuch der Polizei. Angeklagt sind allerdings
nicht die Beamten, sondern die Frau und ihre Familie. ..." [SZ
2.3.12]
-
"Polizeieinsatz vor Gericht Angeklagte spricht von roher Gewalt. Im Prozess
gegen eine Familie aus Pfaffenhofen bei Rosenheim wegen Widerstands gegen
Beamte hat eine Angeklagte schwere Vorwürfe gegen die Polizei erhoben.
Die 36-Jährige sagte, ein Beamter habe sie brutal verprügelt.
... Der Anwalt der Hauptangeklagten, Hartmut Wächtler, hatte zu Beginn
des Prozesses die Einstellung des Verfahrens beantragt. Nach seiner Ansicht
wurden "irreparable Verfahrensfehler" begangen, weil gegen den Grundsatz
eines fairen Prozesses verstoßen worden sei: So habe die Rosenheimer
Polizei unter anderem gegen sich selbst ermittelt, anstatt die Untersuchungen
an eine andere, unbeteiligte Behörde abzugeben, sagte Wächtler.
Er warf den Ermittlern vor, jegliche Zurückhaltung aufgegeben und
falsche Informationen verbreitet zu haben. Auch argumentierte der Anwalt,
die ermittelnden Polizisten hätten versucht, Beweismaterial zu vernichten.
.." [br
2.3.12]
-
"Umstrittener Polizeieinsatz: Tochter schildert Gewaltorgie. Prozess wird
in zwei Wochen fortgesetzt - Psychiatrische Gutachten der Kläger verlangt.
ROSENHEIM - Magenschwinger, immer wieder Tritte in den Unterleib,
zu Boden gerungen und gefesselt – so hat die Tochter einer wegen Widerstandes
gegen Vollstreckungsbeamte angeklagten Familie den umstrittenen Polizeieinsatz
vom Herbst 2010 nahe Rosenheim vor Gericht geschildert. ..." [nb
2.3.12]
-
"Rosenheimer Polizeiskandal: Herrmann zieht Konsequenzen. München
- Nach den Gewalt- und Prügelvorwürfen gegen Rosenheimer Polizeibeamte
zieht Innenminister Joachim Herrmann (CSU) organisatorische Konsequenzen.
..." [Rosh24
6.12.11]
-
"Rosenheim Polizisten unter Prügelverdacht. Der 15-Jährige ging
gesund in die Rosenheimer Wiesn-Wache auf dem Herbstfest hinein und kam
mit einer Platzwunde wieder heraus: Mehrere Beamte stehen unter Prügelverdacht.
Sie sollen den Kopf des Jungen mehrfach gegen die Wand geschlagen haben.
Die Staatsanwaltschaft hat sich eingeschaltet und nimmt die Hinweise "sehr,
sehr ernst". ..." [SZ
23.9.11]
-
"Was waren das noch für Zeiten, als man den Lehrern noch den Glauben
schenken konnte, dass Polizisten ausnahmslos die Guten seien - und Eltern
ihren Kindern und Jugendlichen beibringen konnten: "Wenn du Schwierigkeiten
hast, dann darfst du immer zu einem Polizisten gehen, der wird dir sicher
helfen." Diese naive Einstellung dürfte sich nun wohl auch in einer
der bislang schönsten Ecken Deutschlands erledigt haben. Unweit von
München, in Stadt und Landkreis Rosenheim, wo brutale Zivilbeamte
eine ganze Familie verprügeln - und der Polizeichef persönlich
einen schmächtigen 15jährigen krankenhausreif schlägt...
" [Bericht
Kulturgemeinde.de.]
_
-
"Zwickauer Neonazi-Trio. BKA löscht Ermittlungsdaten. Sensible
Ermittlungsdaten über das Trio von Neonazis aus Zwickau sind offenbar
gelöscht worden. Politiker fordern sofortige Aufklärung über
den Vorfall. Das Bundeskriminalamt (BKA) hat sensible Ermittlungsdaten
im Zusammenhang mit dem Zwickauer Neonazi-Trio bei der Bundespolizei löschen
lassen. Dabei handele es sich unter anderem um die Daten, die Spezialisten
der Bundespolizei auf dem Handy des mutmaßlichen Terror-Unterstützers
Andre E. entschlüsselt hatten, berichtet die Zeitung „Bild am Sonntag“.
..." [FR
11.2.12]
_
-
"Neue Erkenntnisse legen gezielte Tötung von Benno Ohnesorg am
2.6.1967 nah. Die West-Berliner Polizei hat offenbar die Hintergründe
des tödlichen Schusses auf Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 vertuscht.
Damit wurde der Kriminalbeamte Karl-Heinz Kurras, der Ohnesorg erschossen
hatte, geschützt. Neue Ermittlungen der Bundesanwaltschaft und Recherchen
des SPIEGEL haben ergeben, dass Kurras den Schuss offensichtlich unbedrängt
aus nächster Nähe und umgeben von mehreren Polizisten abgegeben
hat. Kurras hatte sich dagegen auf Notwehr berufen und beteuert, er sei
von Demon stranten mit Messern bedroht worden. Eine neue Auswertung alter
Filme und Fotos mittels hochauflösender Abtastung zeigt hingegen,
dass dies nicht den Tatsachen entspricht. [Spiegel 4,12; 23.1.12]
_
-
"Kandidat für Berliner Polizeispitze Nebenverdienste trotz Krankenschein.
Im Streit um die Besetzung des Präsidentenamts bei der Berliner Polizei
gerät Kandidat Udo Hansen nach MDR-Recherchen unter Druck. Danach
hat der Favorit des scheidenden Innensenators Ehrhart Körting (SPD)
zwei Beratertätigkeiten ausgeübt, obwohl er aus gesundheitlichen
Gründen vom Dienst befreit war und weiter Bezüge vom Bundesinnenministerium
erhielt. ..." [Fakt
4.11.11]
-
Bericht
Amesty International "TÄTER UNBEKANNT Mangelnde Aufklärung von
mutmaßlichen Misshandlungen durch die Polizei in Deutschland"
(Juli 2010 - Art.Nr. 21710)
TODESFÄLLE IN GEWAHRSAM ODER INFOLGE MUTMASSLICHER POLIZEILICHER
GEWALTANWENDUNG [ai-PDF]
"„DIE GLAUBWÜRDIGKEIT DES VERBOTES VON FOLTER UND ANDEREN FORMEN
DER MISSHANDLUNG WIRD IMMER DANN ERSCHÜTTERT, WENN AMTSPERSONEN, DIE
DAGEGEN VERSTOSSEN, FÜR IHRE TATEN NICHT ZUR VERANTWORTUNG GEZOGEN
WERDEN.“
Europäisches Komitee zur Verhütung von Folter und unmenschlicher
oder erniedrigender Behandlung oder Strafe (CPT), General Report 14, 2004,
Punkt 25.
-
Der Fall Oury Jalloh [ai-PDF]
-
Der Fall Adem Özdamar [ai-PDF]
-
Der Fall Jendrik Thiel [ai-PDF]
FÄLLE VON MUTMASSLICHER MISSHANDLUNG UND UNVERHÄLTNISMÄSSIGER
GEWALTANWENDUNG
-
Transparenz schützt Menschenrechte: Der Spot zur Kampagne. Dieser
Clip zeigt drei Fälle rechtswidriger Polizeigewalt in Deutschland.
Drei Fälle aus dem aktuellen Bericht von Amnesty International. Drei
Fälle, in denen niemand zur Rechenschaft gezogen wurde. [ai]
_
_
Positives Recht. > Recht,
Naturrecht,
Rechtsstaat.
Die richtige Lehre, wonach Recht ist, was Menschen zum Recht erklären.
Dazu gehört natürlich auch all das, was Menschen, weil sie die
persönliche Verantwortung scheuen oder sich gern mit höheren
Mächte schmücken, "Gott"
oder der "Natur" unterstellen.
Psychiatrisierung
als Disziplinierungsmittel des Staates > Potentielle
Fehler in forensisch-psychopathologischen Gutachten.
> siehe auch u.a. das Gegenteil: ÄrztInnen,
PsychiaterInnen und PsychologInnen als willfährige Gutachter im Staatsauftrag
Auf eine besondere Gefahr struktureller Richtergewalt macht die sehr
informative Homepage
von Gerhard Zollenkopf, selbst Opfer, aufmerksam: "Der §
56 ZPO nun ermöglicht es Richtern, mißliebige Parteien mittels
"Zweifel" an deren Prozeßfähigkeit zu "psychiatrisieren". Gegen
einen derartigen Anwurf existiert kein unmittelbares Rechtsmittel, weshalb
die Zweifel in dem Beweisbeschluss zwecks psychiatrischer Begutachtung
regelmäßig nicht hinreichend begründet/konkretisiert werden."
-
Fall BALSER, Rechtsanwalt und Notar, aus Hessen (2007)
bekannt geworden: wieder war es Dr. Holzmann, der hesssische-Steuerfahnder-Schlechtachter,
u.a. § ZPO 56 Variante (Eingang 4.1.13)
-
Fall Christidis aus Hessen: tv-orange
22.12.12.
-
Fall aus Lüneburg gemeldet (Eingang 23.12.12)
-
Fall aus Pforzheim gemeldet (Eingang 22.12.12)
-
Polizeimobbing – ein Ex-Gutachter packt aus. Auf unliebsame Beamte der
hessischen Polizei wurde offenbar systematisch Druck ausgeübt, um
sie aus dem Dienst zu drängen. Das belegen Unterlagen und Aussagen
eines früheren Polizeigutachters, die der hessenschau vorliegen. Die
Opposition fordert eine unabhängige Aufklärung der Mobbing-Affäre.
.. .[NDS 25.11.12]
[Hessenschau 24.11.12, 19.30]
-
Ex-Polizist packt aus und wird bedroht. Aufgrund von Geheimakten vom polizeipsychologischen
Dienst psychiatrisiert - youtube: http://www.youtube.com/watch?v=T1WvKqPYnNg&feature=player_detailpage
-
Der Fall Hippel (Augsburg). [js-hippel]
-
Der Fall Rüdiger Jung, Regensburg (2007).
-
Der Fall des unliebsamen "Kruzifixklägers" 1988 in Bayern. [PDF]
-
Der Fall der vier zu erfolgreichen hessischen Steuerfahnder:
-
Der Fall Schmenger [Info]
-
Der Fall des Ulvi Kulac ("Peggy") [BI]
-
Der Fall Gustl F. Mollath aus Nürnberg
(2006).
-
Der Fall des Münchner Teppichhändlers Herrmanns [AZ
4.2.10; Spiegel
20.12.08], SZ
17.5.10, W,
youtube,]
-
Der Fall Bayern-2009
-
Der Fall des Solarkritikers Rainer Hoffmann (2010) [PDF]
-
Der Fall Dr. Weigand [Info]
-
Der Fall Dr. Seebald [Info]
-
Der Fall Fall Rüdiger G. [Info]
-
Der Fall Zollenkopf ("Eigener Fall") [Info]
[Fälle
vor Geltung des GG]
-
Der Fall Rosenheimer
Polizeiskandal.
_
§
56 ZPO
Prüfung von Amts wegen
(1) Das Gericht hat den Mangel der Parteifähigkeit,
der Prozessfähigkeit, der Legitimation eines gesetzlichen Vertreters
und der erforderlichen Ermächtigung zur Prozessführung von Amts
wegen zu berücksichtigen.
(2) Die Partei oder deren gesetzlicher Vertreter kann
zur Prozessführung mit Vorbehalt der Beseitigung des Mangels zugelassen
werden, wenn mit dem Verzug Gefahr für die Partei verbunden ist. Das
Endurteil darf erst erlassen werden, nachdem die für die Beseitigung
des Mangels zu bestimmende Frist abgelaufen ist.
Der interessanteste historische Fall in Bayern ist sicher Ludwig
II, König von Bayern. Auch er wurde wie nicht wenige bis auf den
heutigen Tag nicht persönlich zur Sache untersucht und exploriert,
sondern "diagnostiziert" nach Aktenlage obwohl bereits um 1885 in der forensischen
Psychiatrie der Mindeststandard einer persönlichen
Untersuchung und Exploration allgemein anerkannt war.
Nicht nur historisch sondern auch grundsätzlich theoretisch sehr
interessant und aktuell ist Kleists
Kohlhaas mit der zentralen Aussage: Eine soziopathische und verbrecherische
Entwicklung kann aus einem völlig untadeligen Charakter und einer
seelisch-geistig gesunden Persönlichkeit hervorgehen - durch die Verhältnisse
und die Erfahrungen, die sie mit ungerechten Verhältnissen macht.
Zugleich macht Kleist hiermit deutlich, wie wichtig es ist, dass Recht
und Gesetz funktionieren .
Mit einem ebenso willfährigen wie abstrusen Konzept zur Psychiatrisierung
politischer Straftäter hat sich der Psychiater De Boor hervorgetan.
Eine gründliche Kritik finden Sie hier.
Sekundäre Psychiatrisierungsopfer
(die
das Unrecht dokumentieren, bekannt geben, anzeigen):
Public
Private Partnership (PPP). > Heuschrecken
nutzen die Not schuldentollwütiger
Politiker aus.
Puvogel, Hans, Dr.: "Der Autor
des Plädoyers für die »Ausscheidung der Minderwertigen
durch Tötung«, Dr. Hans Puvogel (S. 133), wurde 1976 niedersächsischer
Justizminister. Als ein Richter die anstößige Dissertation publik
gemacht hatte, leitete man gegen ihn (den Richter!) ein Dienststrafverfahren
ein, das mit einer Maßregelung endete, weil er mit der Veröffentlichung
seinem Dienstherrn die nötige Achtung schuldig geblieben war." [Quelle
Müller
1987, S. 216]
Rabulistik.
Rücksichtsloser Argumentationsstil, um jeden Preis Recht zu behalten.
[W]
Recht > Naturrecht,
Positives
Recht,
Rechtsstaat.
Recht ist, was Menschen als Recht vereinbaren, befinden und durchsetzen.
Da aus praktischen Gründen nicht alle ständig
über alles Rechtsbestimmungen und Rechtsfindungen durchführen
können, bedarf es bestimmter Delegationsverfahren (z.B. Gerichte)
und praktischer Durchführungsbestimmungen (z.B. Gesetze, Prozeßordnungen).
Grundrechte bedürfen natürlicherweise
einer Volksabstimmung, da sie jeden grundlegend betreffen. Das wurde hierzulande
selbst nach der Wiedervereinigung in einer
grandiösen Rechtsbeugung des Grundgesetzes umgangen. Auch dies zeigt
wieder einmal, was Deutschland für ein Rechtsstaat
- von Rechtsverdrehern - ist. Aber unabhängig
davon traut man dem eigenen Volks auch nicht über den Weg, dessen
Wertungen mit dem Generalverdacht des Populismus
entwertet werden, was die Regierenden aber nicht daran hindert z.B. bei
Wahlen mit heuchlerischen Schmeicheleien vom "mündigen Bürger"
und "Volkssouverän" das Gegenteil zu bekunden als sei Verschlagenheit
und Wahlbetrug ein Grundrecht für Politiker.
Das Rechtswesen ist vielfach verlottert, undurchsichtig,
unverständlich, bürokratisch-sophistisch und einer wirklichen
Fundierung im Volk weitestgehend entzogen und entrückt - was man gern
mit der nationalsozialistischen Entartung begründet, die aber weder
aufgearbeitet
(> Volksgerichtshof) noch überwunden
ist.
Rechtsmissbrauch
Das Recht wird ständig missbraucht und gebeugt, auch von RichterInnen.
Aber dieser Missbrauch ist oft sehr schwierig aufzudecken, nachzuweisen
oder gar angemessen zu ahnden. Es fehlen hier echte und effektive Kontroll-
und Ahndungseinrichtungen. Dem Thema kommt damit eine ganz besondere Wichtigkeit
zu. Im Grunde ist die ganze Seite durchtränkt von Rechtsmissbrauch
von oben bis unten, so dass es eines einzelnen Eintrage eigentlich gar
nicht mehr bedurfte. Wort und Begriff sollten aber gefunden werden können.
> Bundesverfassungsgericht
und Gewaltentrennung.
Verein gegen Rechtsmissbrauch
-
"Richterliche Unabhängigkeit ergibt sich vor allem aus dem Fehlen
von Kontrolle, Aufsicht und Tadel: "Der ehemalige Richter am Oberlandesgericht
Köln, RA Dr. Egon Schneider, beklagt in der Zeitschrift für die
Anwaltspraxis, 2005, Seite 49: „Eine crux unseres Rechtswesens ist das
völlige Versagen der Dienstaufsicht gegenüber Richtern. Welche
Rechtsverletzungen Richter auch immer begehen mögen, ihnen droht kein
Tadel.“ Quelle: VGR-INFORMATION Nr. 1 – 5/2009, Verein
gegen Rechtsmißbrauch e.V."
-
Literaturliste
des Vereins zum Rechtsmissbrauch (abgerufen 15.12.9):
-
Anders, Michel Die Sippe der Krähen. Die heimliche Macht
der Juristen Eichborn Verlag Frankfurt 1981
-
Arndt, Adolf Gesammelte juristische Schriften C.H.Beck, München
1976
-
Baldus/Grzeszick/Wienhues Staatshaftungsrecht C.F.Müller,
Heidelberg 2005
-
Behrendt, Ethel Rechtsstaat im Verzug Metha A. Behrendt,
München
-
Bernhard, Ralf Richteramt und Kommunalmandat Duncker &
Humbold Berlin 1983
-
Berra, Xaver (Rasehorn, Theo) Im Paragraphenturm Luchterhand
1966
-
Bitter, Wilhelm Verbrechen - Schuld oder Schicksal? Ernst
Klett Stuttgart 1969
-
Bossi, Rolf Halbgötter in schwarz. Deutschlands Justiz
am Pranger Eichborn Verlag Frankfurt, 2005
-
Dingfelder/Friedrich Parteiverrat und Standesrecht C.F.Müller
Heidelberg 1987
-
Fehn, Karl-Helmut Glücklicher Rechtsstaat Prometheus-Verlag,
Nieheim, 2. Auflage 1993
-
Fraenkel, Ernst Klassenjustiz und Pluralismus Hoffmann und
Kampe Verlag, Hamburg 1973
-
Frank, Maria Franz Josef Strauß und die Seilschaften
der Justiz Frank-Verlag, Forstenrieder Allee 87, München 1992
-
Godau-Schüttke, Klaus-Detlev Ich habe nur dem Recht
gedient - Die Renazifizierung der Justiz nach 1945 Nomos-Verlag, Baden-Baden
1993
-
Gössner, Rolf/Herzog, Uwe Im Schatten des Rechts Kiepenheuer
& Witsch 1984
-
Gritschneder, Otto Bewährungsfrist für den Terroristen
Adolf H./Der Hitlerputsch und die bayrische Justiz C.H.Beck, München
1987
-
Güde, Max Justiz im Schatten von gestern Hamburg 1959
-
Haferbeck, Edmund Bundesdeutsche (Justiz-) Behörden
- eine kriminelle Vereinigung? Echo-Verlag www.dr-haferbeck.de
-
Hillermeier, H. Im Namen des Deutschen Volkes. Todesurteile
des Volksgerichtshofs. Luchterhand 3. Auflage 1983
-
Hirschberg, Max Das Fehlurteil im Strafprozeß Fischer
Bücherei, Frankfurt 1962
-
Kaupen, Wolfgang Die Hüter von Recht und Ordnung Luchterhand
1971, 2. Auflage
-
Kaupen, Wolfgang/Rasehorn, Theo Die Justiz zwischen Obrigkeitsstaat
und Demokratie Luchterhand 1971
-
Kraschutzki, Heinz Die Gerechtigkeitmaschine C.F.Müller,
Karlsruhe 1970
-
Kühnert, Hanno Die Rechthabenden Greno, Nördlingen
1988
-
Kusserow, Raimund Richter in Deutschland Gruner und Jahr,
Hamburg 198?
-
Lamprecht, Rolf Die Lebenslüge der Juristen DAV/Spiegel-Buchverlag
2008
-
Lamprecht, Rolf Richter contra Richter Nomos-Verlag, Baden-Baden
1992
-
Lamprecht, Rolf Vom Mythos der Unabhängigkeit Nomos-Verlag,
Baden-Baden 1995
-
Lautmann, Rüdiger Justiz - Die stille Gewalt Fischer
- TB- Verlag 1972
-
Marcus, Hermann Wer je vor einem Richter steht Droste Verlag
Düsseldorf 1976
-
Mauz, Gerhard Die Justiz vor Gericht Goldmann München
1993
-
Möntmann, Hans, Georg Roben, Richter, Rechtsverdreher
Droemer Knaur München 1997
-
Müller, Ingo Furchtbare Juristen Th.Knaur Nachf. München
1989
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Naucke, Wolfgang Die strafjuristische Privilegierung staatsverstärkter
Kriminalität Vittorio Klostermann, Frankfurt 1996
-
Ostermeyer, Helmut Die juristische Zeitbombe Goldmann 1973
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Otto, Hans-Dieter Das Lexikon der Justizirrtümer Ullstein
TB 2003
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Ottwalt, Ernst Denn sie wissen, was sie tun. Ein deutscher
Justiz-Roman. 1931 (1972) Berlin, Malik 1931
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Rasehorn/Ostermeyer/Huhn/Hase Im Namen des Volkes? Luchterhand,
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Richter, Henry Die Lüge Recht Moby-Verlag Berlin 1.
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Richthaler, Henri Recht ohne Gerechtigkeit C-Verlag Geisenheim
1989
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Roth, Jürgen Nübel, Rainer - Fromm Rainer Anklage
unerwünscht! Korruption und Willkür in der deutschen Justiz Eichborn
Verlag Frankfurt, 2007
-
Rüping, Hinrich Staatsanwälte und Parteigenossen
Nomos-Verlag, Baden-Baden 1994
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Ruppel, Wolfgang Standeswidriges Verhalten des Anwalts im
Zivilprozeß und seine prozessualen und materiell-rechtlichen Folgen
Dissertation Gießen 1984. Dt. Bibliothek H8514674
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Rüthers, Bernd Die unbegrenzte Auslegung Mohr Siebeck,Tübingen,
6. Auflage 2003
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Schmid, Richard Das Unbehagen an der Justiz C.H.Beck, München
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Schmid, Richard Letzter Unwille edition cordelius Stuttgart
1984
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Schmid, Richard Unser aller Grundgesetz? Praxis und Kritik
S. Fischer, Ffm. 1971 / Büchergilde Gutenberg 1971
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Schneider, Egon Recht und Gesetz - Die Welt der Juristen
Verl. f. Rechts- und Anwaltspraxis, Herne 1992, 2.Auflage
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Schneider, Egon ZAP-Report: Justizspiegel, Kritische Justizberichte
Verlag f.d. Rechts- u. Anwaltspraxis, Herne/Berlin 1999
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Schneider, Egon Befangenheitsablehnung im Zivilprozess ZAP
2008, 3. Auflage (überarbeitet und wesentlich erweitert)
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Scholderer, Frank Rechtsbeugung im demokratischen Rechtsstaat
Nomos-Verlag, Baden-Baden 1993
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Schöndorf, Erich Strafjustiz auf Abwegen Fachhochschulverlag
Frankfurt 2001
-
Schöndorf, Erich Von Menschen und Ratten. Über
das Scheitern der Justiz im Holzschutzmittel-Skandal Verlag Die Werkstatt,
Göttingen 2000
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Senfft, Heinrich Richter und andere Bürger Delphi Politik
1988
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Simon, Dieter Die Unabhängikeit des Richters Wissenschaftl.
Buchges., Darmstadt 1975
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Spendel, Günter Rechtsbeugung durch Rechtssprechung
de Gruyter Berlin 1984
-
Wassermann, Rudolf Ist Bonn doch Weimar? Zur Entwicklung
der Justiz nach 1945 Luchterhand, Neuwied 1983
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Wassermann, Rudolf Die richterliche Gewalt v. Deckert Heidelberg
1985
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Wesel, Uwe Fast alles, was Recht ist. Jura für Nichtjuristen
Eichborn Verlag Frankfurt, 8. Auflage 2007
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Wesel, Uwe Risiko Rechtsanwalt Goldmann-TB 2003
-
Wickert, Ulrich Der mißhandelte Rechtsstaat Kiepenheuer
& Witsch 1977
-
Winter/Haferbeck Die Rechtsbeugermafia Verlag Roter Oktober
ISBN 3-934477-00-3
-
Wüllenweber, Hans Sondergerichte im Dritten Reich -
Vergessene Verbrechen der Justiz Luchterhand 1990
-
Wüllner, Fritz Die NS-Militärjustiz und das Elend
der Geschichtsschreibung Nomos-Verlag, Baden-Baden 1997, 2. Auflage
Rechtsstaat > Justizreform,
Justiz-
und Rechtssysteme.
In einem Rechtsstaat sollen Gesetze gelten, deren Zustandekommen und
Anwendungen verbindlich für alle schriftlich und kontrollierbar geregelt
sind, woran sich alle halten müssen (in Deutschland sind die gewählten
Vertreter durch ihre Immunität - die aufgehoben werden kann - davon
ausgenommen). Grundlegende Ideen, die für Rechtsstaaten eine Orientierungsrolle
spielen können, sind z.B.:
-
Aufnahme unveräußerlicher Menschenrechte: praktisch
vielfach nicht verwirklicht. Art. 1 GG, die Menschenwürde wird tagtäglich
selbst mit Hilfe des Rechts mit den Füßen getreten (Ausbeutung,
Entwertung und Erniedrigung zu Lohnsklavenvieh > Hartz
IV, Verweigerung Mindestlohn, Zeitarbeit, Kettenverträge, Heuschreckenrecht,
...).
-
Gleichheit vor dem Gesetz: wird ständig missachtet:
Reiche, Mächtige und Amigos erfahren oft eine unerträgliche Vorzugsbehandlung
(wie diese Seite beweisen wird).
-
Gewaltenteilung und Unabhängigkeit der Rechtsprechung:
nur oberflächlich, nicht wirklich und effektiv gewährleistet:
Justizangehörige können als Beamte jederzeit versetzt oder umbesetzt
werden; insbesondere die Staatsanwälte sind weisungsgebunden. Im Parlament,
der Legislative, sitzen ca. 60% Beamte; zahlreiche Instanzen und ihre Kontrollinstanzen
sind miteinander vermascht und verfilzt (Verwaltungsräte der Sparkassen
und kommunale Funktionsträger).
-
Verhältnismäßigkeit der Mittel. Vielfach
grundlegend nicht angemessen geregelt, wenn die Beweislast von Verbrauchern
gar nicht erbracht werden kann; Reiche und Mächtige sind extrem
begünstigt.
-
Ausreichende Verteidigungsmöglichkeiten für Beschuldigte
und Angeklagte.
-
Rechtsmittel- und Kontrollmöglichkeiten. Die Dokumentationsmöglichkeiten
sind dem Stand der Technik nicht angemessen. Das gesamte Kontrollsystem,
das innerhalb der Justiz bleibt, ist ein schwerwiegender Systemfehler,
wie man besonders an der juristisch völlig missglückten Aufarbeitung
der nationalsozialistischen Verbrechen sehen kann. Es müssten externe
Kontrollinstanzen (z.B. Ausschüsse, Delphigremien, Tribunale) geschaffen
werden.
-
Öffentlichkeit und Dokumentation: nach dem heutigen
Stand der Technik unzulänglich geregelt.
-
Gesetzliche Tatbestands- und Sachverhaltsgrundlagen. Übertrieben
einseitig positivistisch verwirklicht, so dass zu viele erlebte Rechtsverstöße
durch Maschen rutschen.
-
Angemessene Beweisanforderungen (schwieriger Spagat zwischen
Beweisidealismus, Realität und Praxis): meist opportunistische Praxis,
je nachdem um wen und was es geht.
-
Verständlichkeit, Klarheit und Widerspruchsfreiheit der Gesetze,
Verordnungen und Anwendungen (Urteile, Beschlüsse, Erlasse): vielfach
nicht erfüllt; die Gesetze und Verordnungen sind oft unverständlich
(> naiv-unkritischer
Universaliengebrauch) und unüberschaubar: Bürokratisierung,
Gesetzes- und Ordnungsflut schreitet immer weiter fort.
-
Opfer- und Zeugenschutz. Unzulänglich entwickelt, teilweise
scheint sogar Rechtsbeugung vorzuliegen, wenn kindlichen Opferzeugen die
entlastende und beweissichernde Videoerstvernehmung
versagt wird.
-
Rückwirkungsverbot: z.B. bei den Rentenbemessungswertungen
missachtet. Wer vor 20, 30, 40 Jahren Entscheidungen in Bezug auf seine
Altersvorsorge traf, muss vielfach im Nachhinein feststellen, dass die
Anwartschaftskriterien zu seinen Ungunsten verändert wurden.
-
Fairneß und Waffengleichheitsgebot. Die Möglichkeiten,
anzuklagen oder sich zur Wehr zu setzen, müssen fair sein.
Weitere Stichworte und Querverweise: Bestimmtheitsgebot, Gesetzesvorbehalt,
Gewaltmonopol des Staates, Legalitätsprinzip.
Rechtsstaatvarianten
Ist der Rechtsstaat ein wirklicher Rechtsstaat oder nur
ein Juristenrechtsstaat, also ein Rechtsstaat in den Augen
der JuristInnen, oder nur ein Scheinrechtsstaat, ein Rechtsstaattheater
oder
Rechtsstaatspiel,
wofür die Gerichtsinszenierungen mit ihren Kostümen sprechen,
aber auch völlig vermessene Ritualformeln wie "Im
Namen des Volkes". Seit Menschengedenken ist die Justiz ein Herrschaftsinstrument,
sie dient nicht dem Gesetz und rechtschaffen verstandenem Recht, sondern
den Herrschenden und ihren Vorstellungen von Recht und Gesetz, das
meist für die Herrschenden und ihnen Nahestehende "anders" angewendet
wird (> Lex Zimmermann) als
für den Rest des Volkes und "ganz anders" für diejenigen, die
zur Herrschaft in kritischer Diatanz, Opposition und gar im Widerstand
stehen (Brecht: „Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!“
)
> Psychiatrisierung
als staatliches Disziplinierungsmittel. Um diese Entwicklung aufzuzeigen,
ist diese Seite je gemacht worden und deshalb wird sie gepflegt. Viel spielt
sich in Hinterzimmern und in unkontrollierbaren Zwischen- und Grauzonen
ab. Vieles wird gar nicht, unzulänglich oder gar falsch dokumentiert.
Fiktive und unklare Begrifflichkeiten (>Universalien,
Rechtsbegriffs-
und Sprachproblem) und Aufgaben (Anknüpfungstatsachen
und interlokut-Problem). Manche Willkür und unerhörte Rechtsbrüche
werden hinter der richterlichen "Unabhängigkeit" versteckt. Die systemimmanenten
Kontrollen (hanebüchene Revisionsregeln versagen > Mollath)
funktionieren oft nicht und der Bürokratieaufwand hat staatszerstörerische
und völlig unübersichtliche Formen angenommen.
Der langen Vorrede kurzer Sinn: Offensichtlich gibt
es sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was der Rechtsstaat ist und
sein soll. Was sich in Bayern seit dem 24. April 1961 (> Lex Zimmermann)
abspielt, wenn höhere CSU-Interessen berührt sind, hat mit dem
Rechtsstaat, wie ihn normale, rechtschaffene und klar denkende BürgerInnen
verstehen, nichts, aber auch gar nichts zu tun. Und in Hessen hat der Rechtsstaat
spätestens seit der Psychiatrisierung
der Steuerfahnder aufgehört zu existieren, wenn höhere CDU-
und Banksterinteressen betroffen sind. Das lässt sich für den
Rest der Amigorepublik an vielen Fällen aufzeigen. Die Gleichheit
vor dem Gesetz ist ebenso eine Farce wie Eigentum verpflichtet
oder Angriffskriege sind verboten.
Recht ist also das, was die Mächtigen als solches definieren und durchsetzen
- wie es gerade gebraucht wird. Die Oligarchen
verstehen sich auch ohne Absprachen und deshalb sind Verschwörungstheorien
auch gar nicht nötig (> Kartelle).
Rechtsverdreher.
Ein Ausdruck, der schon in der Antikebreite
Verwendung fand. Recht und Rechtsverdrehung sind daher seit Jahrtausenden
ein immerwährendes Kritikthema bezüglich Rechtsauslegung und
Rechtsprechung. Die Logik - und besonders formale Logik - rechtlicher Wertungen
ist erst im 20. Jahrhundert entwickelt worden (> Juristische
Logik).
Beispiele: > Puvogel,
VGH-Richter/Denunzianten,
Rechtsverdrehung
im Fall Zumwinkel: "Glückliche Fügung
für Steuersünder Ab 1 Mio. Euro müssen Steuersünder
hinter Gittern. Das ist die bisher gängige Interpretation eines Urteils
des Bundesgerichtshofs. Doch der Zumwinkel-Prozess brachte eine überraschend
neue Erkenntnis: Wer fünf Mal 200.000 Euro hinterzieht, hinterzieht
noch lange nicht eine Million. ... " [ftd
27.1.9]
Einige
Historische Beispiele zur Wortverwendung (fett-kursiv RS
> siehe bitte auch hier):
-
Platon (Der Staat, (SW Bd. 2, S. 298 ff.): "... Und kommt
ein Sohn aus dem Hause des Vaters, so hört und sieht er dergleichen
noch mehr, daß die nur ihren nächsten Berufspflichten treuen
Männer in der Stadt Einfaltspinsel heißen und in keinem besonderen
Rufe stehen, während andrerseits die ihre nächsten Berufspflichten
vernachlässigenden Rechtsverdreher und politischen Schreier
Ehre und Lob einernten. ..."
-
Aristophanes (Die Ritter, Aristoph.-Kom. Bd. 1, S. 110) (c)
Aufbau-Verlag): " ... Wenn so ein Rechtsverdreher wieder
droht: ..."
-
Petron (Satyrikon, S. 16 ff.) " ... Nun hatten wir, so dachten
wir wenigstens, unseren Schatz wieder. Hals über Kopf eilten wir in
unsere Unterkunft, schlossen die Tür ab und lachten über die
Schläue der Gaffer nicht weniger als über die der Rechtsverdreher,
weil sie uns mit ihrer ungewöhnlichen Verschlagenheit unser Geld zurückgegeben
hatten. ... "
-
Phaedrus (Äsopische Fabeln, Das Schaf, der Hund und
der Wolf, S. 173; Aufbau-Verlag): "... Vom Schafe forderte der Rechtsverdreher
Hund ein Brot, das er behauptete ihm anvertraut zu haben. ... "
-
Schi-King im Das kanonische Liederbuch der Chinesen (S. 462)
2. Strophe im ""Der Himmel wirft sein Strafnetz aus": "... Freßwürmer,
die am Innern zehren,/ Dummköpfe, Harte, Leut' ohn' Ehren, / Verwirrungsstifter,
Rechtsverdreher,
– / Die herrschen, unserm Lande Zucht zu lehren. ..."
-
Cranz 1781 in "Charlatanerien in alphabetischer Ordnung",
S. 12: "Advokat, ist eins von den zweydeutigen Dingen in der jezt lebenden
Welt, woraus man nicht weiß was man damit machen soll. Zur Zeit ihrer
blühenden unangefochtenen Herrschaft wurden sie zu dem Geschlecht
der Blutygel gezählet, zu welchen die Patienten aus Noth ihre Zuflucht
nahmen und sich freywillig aussaugen ließen, um sich in anderweitigen
Nöthen Hülfe zu verschaffen. Im Ganzen passirten sie für
Ränkeschmieder, für
Rechtsverdreher, für Gewissensmörder
und am gelindesten beurtheilt, für ein nothwendiges Staatenübel.
In der jetzigen kritischen Epoke ihrer beschlossenen Abschaffung finden
sie Partisans, welche sie nur von der nützlichen Seite betrachten
und Vertheidiger, welche denen bisher im Nimbus von Würde gehüllten
Richtern dasselbe Schicksal auguriren, mit welchem bisher die Advokaten
dem bösen Geschrey allein ausgesetzt waren. Im Grunde betrachtet,
ist der beste Advokat seiner Vorschrift gemäß ein Künstler,
der die Sache seiner Parthey und hängenswerthe Fakta so zu drehen
und in ein so vortheilhaftes Licht zu setzen versteht, daß sie ein
gesetzmäßiges Ansehn gewinnen und dem Richter Mühe machen
nach ihrer wahren Lage beurtheilt zu werden. ..."
Regierungs-
und Staatsverbrechen > Geheimdienste,
Folter,
Krieg,
Kriegsverbrechen,
Völkermorde,
Auswahl-Liste.
Regierungen und Staaten dürften mit ihren Verbrechen noch deutlich
vor den Religionen und Kirchen liegen, mit denen sie allerdings oft gemeinsame
Sache machten, liegen. Es ist kaum vorstellbar, wie viele Verbrechen im
Auftrag oder unter Billigung von Regierungen und Staaten gemacht werden.
Obama, Friedensnobelpreisträger,
Führer zweier Kriege und mehrhundertfacher Drohnen-Auftragsmörder
Rentenbetrug
Rentenbetrug
durch Risikoverschleierung?
Plusminus berichtet (11.11.8):
"Pleite im Alter. Tausende Anleger verlieren ihr Erspartes ... Das Rentenmodell,
das Herr Schöfer abgeschlossen hat, wurde unter vielerlei Namen vertrieben:
Lex-Konzept, Europlan, Novarent. Im Detail unterscheiden sich die Produkte
erheblich, der Kern aber ist immer derselbe: Der Kunde nimmt bei einer
Bank ein Darlehen auf, zu einem Zins von weniger als sechs Prozent. Dieses
Geld wird direkt in eine Versicherung einbezahlt. Die erwirtschaftet, so
wurde es vorgerechnet, Traumrenditen von acht Prozent und mehr. Der Wert
der Versicherung wächst also schneller als der Schuldenberg aus Darlehen
samt Zinsen. Nach 15 Jahren wird der Kredit mithilfe der Versicherung abbezahlt.
Es bleibt ein Überschuss, und damit wird eine lebenslange Rente gezahlt.
Soweit das schöne Versprechen. Hans Herrman Schöfer ließ
sich überreden, einen Kredit von 316.000 Euro aufzunehmen. Das ist
ein vielfaches seiner Jahreseinkünfte. Geblieben ist ihm aber statt
einer lebenslanger Rente ein Schuldenberg von rund 180.000 Euro. ... "
Rentenbetrug
durch den Staat durch rückwirkende Veränderung der Bemessungsgrundlagen,
z.B. Streichung der Anerkennung von Ausfallzeiten etwa bei Ausbildung
(Schulen, Studium). Das ist ein klarer Verstoß gegen das Rechtsstaatsprinzip
des Rückwirkungsverbots.
Rhetorik.
Richterbund
nimmt Justiz gegen Absprache-Vorwürfe in Schutz
"Berlin - Der Deutsche Richterbund hat die Justiz gegen Vorwürfe
verteidigt, sie bevorzuge prominente Steuersünder mit Prozessabsprachen.
«Ich bedaure es, dass durch die Berichterstattung über Großverfahren
bei den Bürgern der Eindruck entstanden ist, man könne sich vor
Gericht freikaufen», sagte der Vorsitzende des Richterbunds, Christoph
Frank, dem «Tagesspiegel am Sonntag» zufolge. Dadurch schwinde
das Vertrauen in die Justiz. ..." [Q]
Kritik: Es entsteht nicht nur der "Eindruck"
der Käuflichkeit und Parteilichkeit, sondern das scheint nach den
Äußerungen Franks ja geltendes Recht zu sein, jedenfalls wenn
es um viel Geld geht und Reiche betroffen sind. Hier wird natürlich
kein Recht gesprochen, sondern Unrecht im Namen des Rechts, und das weiß
jede und jeder in diesem Land.
Richter-Kriminalität
Die "normale" Richter-Kriminalität dürfte
in Rechtsbeugung bestehen, d.h. das Recht nicht so anzuwenden, wie es sein
soll. Die Dunkelziffer dürfte sehr hoch sein, Offenbarwerden, Verfolgung
und Ahndung eher selten und gerechtete und strenge so gut wie nie erfolgen.
Das Thema Korruption und Bestechung ist ein anderes Feld. Ein extremes
Feld ist sicher der Bereich Kindesmissbrauch, der unpersönlich schon
mit Kinderpornographie anfängt. Der größte Skandal war
zweifellos der Fall Dutroux in Belgien: "Viele Bürger wurden mit der
Zeit dem Staat gegenüber misstrauisch. Sie glauben, dass die
Reichen und Mächtigen des Landes gedeckt werden, während der
Staat, Justiz und Polizei die Normalbürger nicht zu schützen
wissen." [W100820]
In Deutschland zeigt der Sachsen-Skandal,
dass noch viel juristische Aufklärung und Aufarbeitung notwendig ist.
Ermittlungen
bestätigen: Bedienstete des Nürnberger Gerichts arbeiteten privat
für Staatsanwälte und den Gerichtspräsident.
"Vielleicht war das Klo verstopft, vielleicht tropfte
auch nur der Wasserhahn. Der Präsident des Oberlandesgerichtes (OLG)
Nürnberg war mit dem Problem jedenfalls überfordert. Ein Fachmann
musste her. Wie günstig, wenn man Handwerker im Haus hat. Drei bis
vier Mal, so fanden jetzt Sonderermittler heraus, habe ein Haustechniker
des Nürnberger Justizpalastes in der Privatwohnung des OLG-Präsidenten
Wolfgang S. "während der Dienstzeit unentgeltlich Installationsarbeiten
durchgeführt". ... So wurden in dem politisch brisanten Ermittlungsverfahren
wegen Steuerhinterziehung gegen den früheren Strauß-Freund und
inzwischen verstorbenen Rüstungsunternehmer Karl Diehl tatsächlich
Akten an dessen Anwälte geschickt, die diese gar nicht hätten
sehen dürfen. Schuld daran sei gewesen, dass der Leiter der Hauptregistratur
im Justizpalast eine anderslautende Verfügung des Behördenleiters
"nicht verinnerlicht" und nicht an seine Untergebenen weitergeleitet habe,
so die Ministerin. ... " [SZ
7.10.2009]
"Nach Kinderporno-Skandal. Ex-Richter
kassiert noch immer Gehalt. Er sammelte über tausend kinderpornografische
Bilder auf seinem Computer, wurde vom Dienst suspendiert und verurteilt.
Seit zweieinhalb Jahren wird der Ex-Präsident des Kasseler Verwaltungs-
gerichts fürs Nichtstun bezahlt. ..." [FR
9.5.10]
"Früherer Präsident
des Verwaltungsgerichts Kassel auf eigenen Antrag aus dem Richterdienst
ausgeschieden. 11.08.2010 - Pressemitteilung
Der frühere Präsident
des Verwaltungsgerichts Kassel, Dr. R., ist auf eigenen Antrag mit Ablauf
des 4. August 2010 mit sofortiger Wirkung aus dem Richterdienst ausgeschieden.
Damit haben sich die bei den Richterdienstgerichten, zuletzt beim Dienstgericht
des Bundes für Richter beim Bundesgerichtshof, gegen ihn anhängigen
Verfahren, u.a. zur Entfernung aus dem Dienst, erledigt. Zuvor hatten alle
Vorinstanzen die durch das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration
und Europa eingeleiteten disziplinarrechtlichen Maßnahmen bestätigt.
Wie in allen Fällen der Beendigung eines Beamten-/Richterdienstverhältnisses
gesetzlich vorgesehen ist, wurde ein Verfahren zur Nachversicherung bei
der gesetzlichen Rentenversicherung eingeleitet." [HesJusMin
11.8.10]
"Gerichtspräsident von Kinderporno-Vorwurf
rehabilitiert. Die Ermittlungen gegen den vorläufig suspendierten
Präsidenten des Hamburger Landessozialgerichts wegen des Verdachts
auf Besitz von Kinderpornografie sind eingestellt worden. Nach einem Bericht
der Tageszeitung "Die Rheinpfalz" bestätigte der Leitende Oberstaatsanwalt
in Mainz, Klaus Puderbach, dies am Mittwoch. Danach haben die Ermittler
keinen hinreichenden Tatverdacht gegen den Juristen, der den Vorwurf stets
zurückwies.Die Staatsanwaltschaft hatte Mitte Dezember 2007 erklärt,
es bestehe ein Anfangsverdacht gegen den Mann. ... Die Staatsanwaltschaft
hatte Mitte Dezember 2007 erklärt, es bestehe ein Anfangsverdacht
gegen den Mann. Nun aber hieß es, ihm könne weder der Kauf noch
der Besitz solcher Bilder nachgewiesen werden. Denn die gefundenen
Hinweise auf Bilder könnten von einem externen Datenträger auf
den PC "importiert" werden, ohne dass der Nutzer dies bemerke. Außerdem
könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Bilder von einem externen
Datenträger stammten, der nicht dem Mann zuzurechnen sei. ..."
[WO
17.9.9] RS: Interessant, dass man die Aktivität von Aliens
nicht erwog.
"Unglaubliches Urteil Kinderpornos
kein zwingender Entlassungsgrund für Lehrer. Ein Lehrer und ein
Zollinspektor luden sich Kinderpornos auf ihre Computer. Um ihre Jobs als
Beamte müssen sie aber trotzdem nicht fürchten! Ein unglaubliches
Urteil... " [Bild
19.8.10]
Rückwirkungsverbot.
Darunter versteht man, dass Gesetze nicht rückwirkend Sachverhalte
definieren dürfen. Gegen dieses Rechtsstaatsprinzip wird in der Rentenbemessung
ständig verstoßen. In der Rentenfrage ist Deutschland daher
kein Rechtsstaat.
Sachsen Landesbank
Sachsen NPD Skandal
... [Spiegel
26.1.5] [SZ
2.4.8]
Sachsen-Skandal.
-
"Ehemalige Zwangsprostituierte: Wie die Justiz Mandy Kopp stigmatisierte.
Mandy Kopp: Nach Zeugenaussage wegen Verleumdung angeklagt Sie wurde
als Minderjährige zur Prostitution gezwungen, eingesperrt und misshandelt.
Zwanzig Jahre später geht Mandy Kopp mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit.
Unterlagen zeigen, dass Teile der Justiz ihr keine Hilfe waren - im Gegenteil:
Sie wurde als Prostituierte stigmatisiert...." [SpO
7.4.13]
-
"Leipziger Bordell "Jasmin" Prozess gegen ehemalige Zwangsprostituierte
vertagt ... Die beiden 35-jährigen Frauen sind wegen Verleumdung
angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, absichtlich unwahre Angaben zu früheren
Freiern gemacht zu haben. Sie hatten ausgesagt, zwei hochrangige Juristen
der sächsischen Justiz als Bordellbesucher wiedererkannt zu haben.
Die Beschuldigten weisen diese Vorwürfe zurück und stellten Strafanzeige.
..." [mdr
7.3.12]
-
"Sachsensumpf. Dresdner Gericht verurteilt kritische Journalisten.
Verurteilte Journalisten: Polizisten "massiv in ihrer Ehre verletzt". Das
Amtsgericht Dresden hat zwei Journalisten wegen übler Nachrede in
einem Artikel zur Sachsensumpf-Affäre zu Geldstrafen verurteilt. Ungewöhnlich:
Statt eines presserechtlichen Verfahrens gab es ein Strafverfahren und
die Dresdner Justiz entschied quasi in eigener Sache. Der Journalistenverband
ist entsetzt. ... " [Sp
13.8.10] RS: Offenbar eine Musterdemonstration für
Unbefangenheit im Bock-Gärtner-Dunstkreis.
"Sachsensumpf-Prozess. Urteil gegen die Pressefreiheit. Der Schuldspruch
gegen die zwei Journalisten in Dresden ist ein Skandal. Er bedroht die
Pressefreiheit und investigativen Journalismus. ... " [Zeit
14.8.10]
-
"Sachsen versinkt in einem Sumpf von Skandalen. Es geht um Kinderprostitution,
Korruption und Amtsmissbrauch. Im stern.de-Interview beschreibt Jürgen
Roth, Autor des demnächst erscheinenden Buches "Anklage unerwünscht",
das kriminelle Netzwerk. ... " [Stern
13.6.7] [focus
2.2.8 Schlamassel im Puff]
-
"Wir leben unter einem Unrechtstaat. Am 12. 8. 2010 wurden in Dresden
zwei Journalisten dafür verurteilt, dass sie getan haben, was Journalisten
tun sollen und in Wirklichkeit immer weniger tun: Recherchieren. Es ging
um den sogenannten „Sachsensumpf“, die Verwicklung von CDU-Politikern,
Verwaltungsbeamten und Richtern in Dresden in ein Schema von organisierter
Kriminalität. Die Ermittlungen wurden (offenbar auf Druck von
oben) eingestellt und alles blieb unter dem Teppich. Statt der Täter
werden nun die Journalisten verurteilt, die den Dingen nachgegangen sind.
Das ist das Ende der Pressefreiheit in Deutschland. ..." [BU
16.8.10]
Schmid,
Gerhard Vorsätzlicher Bankrottbetrug: 1 Jahr und 9 Monate auf Bewährung
"Der Mobilcom-Gründer und Ex-Milliardär Gerhard Schmid muss
nicht ins Gefängnis. Das Kieler Landgericht verurteilte den 56-jährigen
ehemaligen Mobilfunk-Unternehmer wegen vorsätzlichen Bankrotts in
drei Fällen zu einem Jahr und neun Monaten Haft, die zur Bewährung
ausgesetzt wurden. Fünf Monate gelten bereits als verbüßt.
..." [ntv 19.1.9]
Schneider Immobilien
Skandal
Während Jürgen Schneider zu einer für das Kapitalrecht
eher ungewöhnlich hohen Strafe veururteilt wurde, kamen die mitschuldigen
Banken nicht nur ungestraft sondern auch unermittelt davon, obwohl der
damalige vorsitzende Richter die - weisungsgebundene (>Gewaltenteilung)
- Staatsanwaltschaft mehrfach aufforderte, Ermittlungen einzuleiten. Dies
erklärte Jürgen Schneider in einem auch sonst sehr aufschlußreichen,
interessanten und authentisch wirkenden Interview bei Scobel
am 2.3.9. Jürgen Schneider machte glaubhaft deutlich, dass man
aus politischen Gründen die Banken ungeschoren ließ. Die Maskerade
des "Standort Deutschlands" sollte aufrecht erhalten werden.
Schweiz.
Die Schweiz fördert und ermöglicht Steuerbetrug wie z.B.
Luxemburg, Liechtenstein und Österreich in Europa. Wie die USA zeigen,
die mit Enzug der Bankenlizenzen in den USA drohten, kann man diese wirtschaftskriminellen
Steueroasen ganz einfach dazu bringen - wenn mann will - , die Daten der
Steuerbetrüger bekannt zu geben und mit den Finanzbehörden zu
kooperieren.
-
BANKGEHEIMNIS-BRUCH BEI UBS. 'Folgenschwerer Schlag für die Schweiz'.
Ist der Druck nur stark genug, wankt sogar das Bankgeheimnis: Um ihren
Steuerskandal abzuschließen, werden Kontodaten von 300 reichen UBS-Kunden
an US-Justizbehörden verraten. Schweizer Kommentatoren sprechen von
"Kapitulation" - und sehen Prinzipien des Rechtsstaats ausgehebelt. ...
" [Spiegel
19.2.9]
SEK
Sondereinsatzkommando der Polizei
Liest man manche Berichte, wofür SEKs eingesetzt werden, sträuben
sich einem bei manchen Fällen die Haare (> Schmerzensgeld für
dreibeinigen Hund) und man fragt sich, in was für einem Land man lebt
und was in manchen Hirnen von SEK-Vorgesetzten und Einsatzleitern wohl
vor sich gehen mag.
Bayern
-
Herzogenaurach. "Filmreifer Einsatz gegen mutmaßliche Diebe. Mitglieder
eines SEK der Polizei griffen vor den Augen zahlreicher Passanten an einer
Straßenkreuzung zu. ... Während des Zugriffs stoppten
Polizisten den Verkehr. Es kam zu einem Stau, der sich erst nach einer
Dreiviertelstunde wieder auflöste. Unbeteiligte sind bei dieser gefährlichen
Aktion nicht zu Schaden gekommen. " (EN 10.11.11, S. 15)
-
"Spektakulärer Einsatz. Festnahme-Aktion wie aus einem Krimi-Drehbuch
..." [EN 23./24.7.2011, S. 1 Erlangen]
-
Unverhältnismäßiger Einsatz:
"Schmerzensgeld für dreibeinigen Hund? Spezialeinheit hatte Herzogenauracher
Wohnung gestürmt — Familie klagt vor Gericht. HERZOGENAURACH
- Ein ohrenbetäubender Knall riss die Familie Scott aus dem Schlaf.
Vermummte Männer stürmten in die Wohnung. Es fielen Schüsse.
Mit einem Sondereinsatzkommando durchsuchte die Polizei die Zimmer und
fand – nichts. Den Hund kostete der Einsatz ein Bein. Nun wollen die Scotts
Schmerzensgeld. ... Die Aktion war richtig, sagt der Einsatzleiter vor
Gericht. Die Polizei vermutete eine Waffe im Zimmer des Sohnes Kevin. Die
Spezialkräfte habe man eingesetzt, weil der 26-Jährige mehrmals
wegen Widerstands gegen Beamte aufgefallen sei. Momentan sitzt Kevin Scott
wegen Drogendelikten im Gefängnis. Eine Schusswaffe hatten die Beamten
in der Wohnung nicht gefunden. ..." [NN
15.7.11] Kommentar: Ein unglaublicher, völlig unverhältnissmäßiger,
gefährlicher und unsinniger Vorgang.
Leserbrief zu Erlanger Nachrichten 23./24.7.2011 "Spektakulärer
Einsatz"
In letzter Zeit mehren sich Pressemitteilungen über Fehlverhalten
von SEKs. Es ist mit einem Rechtsstaat unvereinbar, dass SEK-Beamte nicht
zu identifizieren sind, etwa über eine Nummer, so dass man Fehlverhalten
eindeutig zuordnen könnte, wenn sich z.B. Einzelne gelegentlich aufführen
wie in einem Polizeistaat. Auch erscheinen Einsätze zuweilen völlig
unverhältnismäßig, riskant und traumatisierend, wie jüngst
in der EN 15.7.11 belegt ("Schmerzensgeld für dreibeinigen Hund?").
Der unbefangene Leser fragt sich, ob dieser Einsatz zu nächtlicher
Stunde wirklich nötig, verantwortungsvoll und professionell war, wenn
man gleichzeitig liest, dass der angebliche Waffenbesitzer zur nächtlichen
Einfallszeit des SEKs im Gefängnis saß, also gar nicht da war.
Insgesamt erscheint wünschenswert, dass mehr sachkundige PolizeipsychologInnen
eingebunden werden, um solche gefährlichen Ramboeinsätze zu verhindern.
Nachts Türen eintreten, vermummt und schwerbewaffnet Menschen schocken,
setzt echte und beachtliche Gefahr im Verzuge voraus und will wohl abgewogen
sein.
Dr. Rudolf Sponsel, Psychotherapeut und Forensischer Psychologe, Stubenlohstr.
20, 91052 Erlangen.(24.7.2011, erschien am 13./14.8.11)
Im Erlanger Bürgerforum ("Verschiedenes")
wurde am 30.7.11 folgende Anfrage platziert:
Augenzeugen SEK Einsatz Aldi Parkplatz 16.7.11
Am 16.7.11 zwischen 19 und 20 Uhr hat es auf dem Aldiparkplatz Ecke
Henke- und Gebbert Straße einen SEK Einsatz gegeben (wie die EN recherchierten
und am 23.7.11 berichteten). Betroffen waren drei Männer und eine
Frau. Die drei Männer wurden auf dem Bauch liegend über längere
Zeit mit dem Gesicht auf auf das Pflaster gedrückt. Die Frau schien
verletzt und saß.
Augenzeugen konnten zwar aufgrund des Uniformartigen erschließen,
dass es sich um Polizei handeln kann. Sicher war das aber nicht, da die
Einsatzkräfte keine Identifikationsnummern trugen, teilweise vermummt
waren, sich nicht auswiesen oder auch nicht informativ von direkt Handelnden
ausgewiesen wurden.
Fragen:
1) Gibt es Augenzeugen, die wissen, wann genau der Einsatz begann?
2) Gibt es Augenzeugen, die wissen, wann der Einsatz endete?
3) Gibt es Augenzeugen, die wissen, wie lange die Männer auf den
Boden gedrückt wurden?
4) Gibt es Augenzeugen, die Identifikationskennzeichen bemerkten?
Rudolf Sponsel, Erlangen (Am 27.8.11 hatte der Eintrag 51 Zugriffe,
aber keine Antwort. Am 8.6.12 waren es 1198 Zugriffe - aber immer noch
keine Antwort.) |
-
Frau bedrohte Ehemann mit Waffe. [EN 21.7.11, S. 16]
-
"Zutritt verwehrt: Das SEK zog ab. Ein 50-Jähriger verbarrikadierte
sich allein in seinem Wohnhaus." [NB
28.08.07]
Links:
Siemens
Korruptions"affäre".
Hier wird streng das Prinzip beachtet: Die Großen lässt
man laufen und die Kleinen hängt man auf. Je höher die Position
und je größer der Schaden, desto besser sind die Chancen bei
der deutschen Justiz ungerecht und billig davon zu kommen.
Sophistik.
Spendenbetrug
"Richter
verurteilt kriminelle Spendensammler zu Bewährungsstrafe - trotz Millionenschaden.
... Zitat aus dem Urteil: "Spätestens im Tatzeitraum war der eigentliche
Zweck der Vereine die Finanzierung des Lebensunterhaltes der Familie S.,
die über die Vereinsvermögen wie eigenes Vermögen verfügten."
Die Beschuldigten gestanden die gewerbsmäßige Veruntreuung von
insgesamt rund fünf Millionen Euro. Dafür verurteilte sie der
Richter zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und vergleichsweise kleine
Geldstrafen von 50.000 und 25.000 Euro. Die kriminelle Millionenbeute musste
Familie S. nicht zurückgeben. Die Ermittlungsverfahren für die
Jahre nach 2004 wurden gleich mit eingestellt. ..." [Fakt
17.1.12]
Staatsanwaltschaften.
-
"Nürnberger Justiz
prüft sich selbst Der Antrag auf Wiederaufnahme im Verfahren
Mollath
wird ausgerechnet der Staatsanwaltschaft zur Überprüfung vorgelegt,
unter deren Ägide es einst zu dem umstrittenen Urteil kam. Damit untersucht
jetzt dieselbe Justiz, ob das eigene Verhalten korrekt war. ..." [SZ
5.3.13]
-
"Pflegeheim-Streit Gefesselt und ruhiggestellt. Begleitung durch
den Tag: Weil in manchen Pflegeheimen zu wenige Pflegekräfte im Einsatz
sind, werden alte Menschen mitunter ruhig gestellt statt betreut. Eine
Pflegerin zeigt die Leitung eines Heimes wegen nicht genehmigter Fixierungen
an. Patienten würden dort ohne Absprache an ihr Bett gefesselt - einige
wohl schon seit Jahren. Die Staatsanwaltschaft stellt das Verfahren
jedoch ein. ..." [FR
3.12.12]
-
"Ermittelnder Staatsanwalt verfügt Strafzahlungen an eigenen Verein.
Staatsanwaltschaft Stendal unter Korruptionsverdacht. Bei Unternehmern
aus dem Großraum Magdeburg herrscht Empörung über die Staatsanwaltschaft
in Stendal. Dort wird seit fast zwei Jahren gegen den Jerichower Landrat,
Lothar Finzelberg (parteilos) wegen vermuteter Vorteilsnahme ermittelt.
Der vielfach vorbestrafter Kaufmann Uwe S. aus dem früheren Kreis
Genthin will Finzelberg insgesamt 370.000 Euro „zugesteckt“ haben, damit
der Verwaltungschef im Burger Kreishaus seine Mitarbeiter zu ungesetzlichen
Handlungen im Zusammenhang mit der Genehmigung von möglicherweise
illegalen Müllablagerungen in Tongruben in Möckern und Vehlitz
anweist. Doch jetzt ist die Stendaler Behörde selber in den
Verdacht geraten, korrupt zu sein. ..." [umweltruf
2.4.12]
-
"Justiz Wie Politiker Staatsanwälte unter Druck setzen. Staatsanwälte
sind die Schleusenwärter der Justiz. Sie ermitteln und erheben Anklage.
Oder lassen es bleiben. Denn politischer Druck bremst Staatsanwälte
immer wieder aus. ..." [wiwo
5.7.11]
Geselbstmordete in Berlin
-
"In Berlin bist
du beim »Selbstmord« nie allein. 28. September 2001: Im
Grunewald wird der ehemalige Computerexperte der Berliner Immobiliengesellschaft
Aubis, Lars-Oliver Petroll, erhängt aufgefunden. Petroll spielte ein
gefährliches Spiel. Als EDV-Fachmann der Aubis sammelte er Daten über
die dubiosen Geschäfte der beiden Aubis-Manager Klaus-Hermann Wienhold
und Christian Neuling. ...Das Treiben der drei mündete schließlich
in Milliardenverlusten und führte zu dem berühmten Berliner Bankenskandal,
der nicht nur die Berliner Bankgesellschaft, sondern auch den damals Regierenden
CDU-Bürgermeister Eberhard Diepgen in den Abgrund zog (am 16. Juni
2001 durch Misstrauensvotum gestürzt). ... Schon in den ersten Tagen
der Ermittlungen sei die Tendenz zur Selbstmordthese »überdeutlich«
gewesen, schrieben die Autoren eines Buches über den Todesfall Petroll
(Titel: Tod im Milliardenspiel – Der Bankenskandal und das Ende eines Kronzeugen)
laut Tagesspiegel-Website vom 29. März 2004. »Wichtige Zeugen
wie ehemalige Aubis-Mitarbeiter« seien nicht vernommen worden. Beweismaterial
hätten die Behörden links liegen gelassen, darunter eine SMS
mit dem Inhalt: »Wer soll dich killen?« Ein Strafrichter, der
dem Todesfall im Auftrag des Berliner Banken-Untersuchungsausschusses nachging,
warf Wienholds ehemaligen Kollegen bei der »Mordkommission«
später »schlampige Tatortarbeit« vor. Die Umstände
des Leichenfundes böten »sowohl Anhaltspunkte für eine
Selbsttötung als auch für einen Mord«, stellte er fest.
Am Tatort gab es deutliche Anzeichen für die Anwesenheit mindestens
einer weiteren Person bei Petrolls Ableben. ..." [Kopp
29.7.10]
-
Der Fall Tron (Boris F.), Geselbstmordet
1998?: "Ermordet wegen eines Telefons? Die Berliner Staatsanwaltschaft
hat die Ermittlungen im "Todesfall Tron" eingestellt. Doch an einen Selbstmord
des Hackers glauben seine Freunde nach eigenen Recherchen weniger denn
je. Die Akte ist geschlossen, Trons CCC-Freunde öffnen sie wieder
- im Web. ..." [Der
Spiegel 15.2.2] "...Die Berliner Staatsanwaltschaft stellte das Ermittlungsverfahren
wegen möglichen Fremdverschuldens im Fall F. denn auch ein. Und dabei
störte es auch gar nicht, dass F.s Suizid als einer der seltsamsten
Selbstmorde aller Zeiten in die Kriminalgeschichte eingehen dürfte.
Denn als man Boris F. (genau wie angeblich Heisig) fünf Tage nach
seinem Verschwinden erhängt an einem Baum vorfand, hatte er immer
noch die von seiner Mutter gekochte Spaghetti-Mahlzeit im Magen. Da er
sie nicht verdaut hatte, konnte das nur heißen, dass er kurz nach
dieser Mahlzeit gestorben war. Wie schaffte er es dann aber, fünf
Tage an einem Baum zu hängen, ohne dabei zu verwesen? »Ein Hängen
der Leiche über einen Zeitraum von drei, vier oder gar fünf Tagen
schlossen die Gerichtsmediziner in einer Stellungnahme vom 7.4.2000 daher
›praktisch aus‹« (Telepolis). ..."[Kopp
29.7.10] * [Tronland]. Ein
Biograph ist hier vorsichtiger: "Angesichts dieser umstrittenen Argumente
kann man ein vorsichtiges Fazit ziehen: Da es in diesem Fall extrem schwierig
ist, exakte Aussagen über den Todeszeitpunkt zu treffen, ist es denkbar,
dass Boris F. auch schon am Samstag, dem Tag seines Verschwin-dens, gestorben
ist. Dann erscheinen viele Dinge in einem anderen Licht. Das trifft vor
allem auf den Mageninhalt zu. Laut Obduktionsbericht: «Ca. 400 Milliliter,
große Nudelstücke, fruchtig, aromatisch, Salatstücke, kein
Fleisch.» Ein Foto zeigt die Reste des Gerichts, Einzelheiten sind
nicht zu erkennen. Die Eltern sind sicher, dass Boris nie Salat gegessen
hat. Am Samstag aber, kurz bevor er das Haus verließ, hatte ihm die
Mutter sein Lieblingsessen gekocht: Spaghetti, in der Sauce waren handgeschnittene
Basilikumblätter. Die könnten auch wie Salat aussehen, wenn sie
schon halb verdaut sind. Da der Magen nicht mehr verdaut, wenn ein [>55]
Mensch stirbt, muss Tron ungefähr vier bis sechs Stunden vor seinem
Tod dieses Nudelgericht gegessen haben.
Daher bleiben nur zwei Möglichkeiten: Entweder
die Nudeln sind genau jene, die er zu Hause vorgesetzt bekommen hatte,
und Boris F. ist schon am Samstagabend gestorben. Oder er hat sich zwischen
Samstag und Mittwoch an einem unbekannten Ort, aber in der Nähe der
elterlichen Wohnung aufgehalten, am Mittwoch noch einmal ein ähnliches
Gericht gegessen, entweder wieder mit Basilikum oder ausnahmsweise mit
Salat, und ist dann zu Tode gekommen. Im ersteren Fall war die mühevolle
Recherche der Kriminalpolizei, wo Tron sich aufgehalten haben könnte,
völlig vergeblich. Sein Handy hat sich am Sonntagabend ausgeschaltet,
weil der Akku sich geleert hatte. Dreimal ist es am Samstag noch angesprungen.
Eine nachträgliche Ortung ergab, dass Boris F. zu dieser Zeit das
Gebiet zwischen Britz-Süd und der Gropiusstadt, wo seine Mutter wohnt,
nicht verlassen hat." Quelle (S. 54f): Schröder, Burkhard (1999).
Tron. Tod eines Hackers. Reinbek: Rowohlt.
-
Mord
oder Selbstmord: der Fall der Jugendrichterin Kirstin Heisig. (Berlin)
Gerhard Wisnewski hat die Zweifel, die sich auf
Ungereimtheiten, Widersprüche und andere Indizien stützen zusammengetragen
in einem Artikel beim KOPP-Verlag (8.7.2010:
»So jemand bringt sich doch nicht um«) und in einer DVD ("Kirstin
heisig: Geheimsache Selbstmord") zusammengetragen. [Heisig-Doku]
Stasi
-
"Zeitung: Sechs Stasi-belastete Richter urteilen über SED-Opfer.
Richter mit Stasi-Vergangenheit sind in Brandenburg an der Rehabilitierung
von DDR-Unrechtsopfern beteiligt gewesen. Sechs der 13 belasteten Richter
hätten sich in den vergangenen 21 Jahren mit der Bearbeitung von "Restitutionsverfahren
nach dem Vermögensgesetz beziehungsweise Verfahren nach dem Strafrechtlichen
Rehabilitierungsgesetz" befasst, sagte Justizminister Volkmar Schöneburg
(Linke) der "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe). ..." [T-Online
13.12.11]
Statistik
deutscher Rechtspflege
Statistikfälschungen
Staatsterrorismus
Der Staatsterrorismus zeigt sich in mehreren - auch subtilen und scheinbar
sanften - Erscheinungenformen: (1) Aushöhlung, umdeuten, unterlaufen
der eigenen Gesetze und Verfassungsprinzipien durch Justiz (Rechtsbeugung),
Politik und Verwaltung, (2) durch die Sicherheitsinstitutionen wie z.B.
Polizei (Chorgeist), Bundeswehr, Grenzschutz, Staatsschutz und die Geheimdienste,
durch verschweigen, einschüchtern, drangsalieren, ausspionieren, mauscheln,
mauern, blockieren, hinhalten, behindern, unterdrücken und durch direkte
kriminelle Aktivitäten bis hin zu Folter und Mord, (3) durch das Geldmachtsystem
durch denunzieren und diffamieren, ausgrenzen, mobben, austricksen, ruinieren,
Gerüchte streuen gegenüber Kritikern und Gegnern u.a.m. und (4)
Selbstbevorteilung, Vorteilsnahme, Untreue, Betrug, Bestechung und Korruption
mannigfacher Weise.
-
"Von der perversen Logik des Staatsterrorismus. Martin Maurer über
seinen Polit-Thriller "Terror" und seine Recherchen über Gladio und
die Strategie der Spannung. Es geht um Staatsterrorismus und die geheimen
Armeen der NATO, kurz: Gladio. Maurer, der eigentlich Drehbuchschreiber
ist, hat fünf Jahre lang zum Thema recherchiert und seine Rechercheergebnisse
in dem Buch "Terror" verarbeitet, das gerade im Dumont Buchverlag erschienen
ist. Seine Romanfigur Marc Burth hat einen eigenen [extern] Blog. Dort
findet man Maurers Recherchematerial sowie Interviews, die er für
eine bis jetzt noch nicht realisierte Fernseh-Doku geführt hat. ..."
[heise 13.1.11]
Staatsverschuldung.
Die hemmunglose Staatsverschuldung
inkompetenter und schuldentollwütiger
Politiker ist nur möglich, weil sie von den Gerichten geduldet und
damit gefördert und unterstützt wurde. Und das wird sich mit
der angeblichen neuen "Schuldenbremse"
genau so wenig ändern wie seinerzeit mit dem Stabilitätsgesetz
von 1967.
Steuerfahndung
Neuer Steuerskandal in
Hessen
-
"Steuerfahnder-Affäre. Blum bleibt im Amt. Der FDP-Politiker Leif
Blum lässt sein Amt als Vorsitzender des hessischen Steuerfahnder-Untersuchungsausschusses
nicht ruhen, wie es die Opposition gefordert hat. ..." [FR
31.10.11]
-
"Steuerakten bei Oberfinanzdirektion abhanden gekommen. Frankfurt. Der
Oberfinanzdirektion Frankfurt sind nach Informationen der «Frankfurter
Rundschau» sensible Steuerakten und Selbstanzeigen abhandengekommen.
Am 9. April hätten mehrere Steuerfahnder unter der Aufsicht des Oberfinanzpräsidenten
Mario Vittoria zwei große Abfallcontainer der Behörde durchsucht,
berichtete die Zeitung (Samstagausgabe). Auch Ermittler der Staatsanwaltschaft
und des Landeskriminalamts (LKA) hätten an der Aktion teilgenommen.
..." [nh24
17.4.10]
Steuerskandal
in Frankfurt bei Youtube
-
http://www.youtube.com/watch?v=dPBH31S1kEU&feature=player_embedded
-
http://www.youtube.com/watch?v=axNkbgVtm68&feature=related
-
http://www.youtube.com/watch?v=jiyenWl2Fcs&feature=related
Frankfurter
Steuerfahnder durch Psychopathologisierung "neutralisiert"
Paranoia-Affäre "Wie
der Staat unbequeme Steuerfahnder kaltstellt. Vier exzellente Ermittler,
die am Finanzplatz Frankfurt die Banken das Fürchten lehrten, werden
vom Staat für paranoid erklärt. Jetzt klagen sie gegen das Land
Hessen. Gutachten, die Capital exklusiv vorliegen, belegen: Die Diagnose
ist nicht haltbar. Report einer staatlich inszenierten Zwangspsychiatrisierung.
... Amtierende Bundesrichter sprechen gegenüber Capital von einem
beispiellosen Justizskandal, gar von "staatlich organisierter Auslöschung
von vier Beamten", von einer "illegalen Zwangspsychiatrisierung unbequemer
Staatsdiener wie in einem Unrechtsregime". ..." [Capital
21.1.13]
"Steuerfahnder-Affäre. Verteidigung eines Psychiaters.
Im Untersuchungsausschuss zur hessischen Steuerfahnder-Affäre hat
am Montag der Psychiater ausgesagt, der die vier Beamten für dienstunfähig
erklärt hatte. ...Die Ausschusssitzung wurde mehrfach unterbrochen,
weil die Regierungsfraktionen die Leitung des stellvertretenden Ausschussvorsitzenden
Marius Weiß (SPD) beanstandeten. Der Vorsitzende Leif Blum (FDP)
fehlte aus Krankheitsgründen. Er war zuvor in die Kritik geraten,
weil er Partner einer Kanzlei ist, die Mandanten bei der Steuervermeidung
hilft. ..." [FR
22.11.11]
"Der Hessische
Ex-Beamte Frank Wehrheim kritisiert im Untersuchungsausschuss die Finanzverwaltung
sowie den früheren Finanzminister Weimar. Der ehemalige Steuerfahnder
Frank Wehrheim hat der Finanzverwaltung „Machtmissbrauch“ gegen aufmüpfige
Kollegen vorgeworfen. Sie habe nach dem Prinzip gehandelt: „Die, die man
ausgesucht hat, die macht man jetzt fertig“, sagte Wehrheim am Freitag
im Untersuchungsausschuss des hessischen Landtags. Das Gremium soll klären,
warum etliche Steuerfahnder aus ihrem Job gedrängt und vier von ihnen,
zu denen Wehrheim nicht zählte, für verrückt erklärt
und von 2007 bis 2009 aus dem Dienst geworfen wurden. Der heute 62-jährige
Wehrheim ließ sich frühzeitig pensionieren. Er arbeitet heute
als Steuerberater. Die Verantwortung für den Umgang mit den Fahndern,
die sich gegen eine umstrittene Amtsverfügung gewandt hatten, sah
Wehrheim bei der Oberfinanzdirektion Frankfurt (OFD) und dem Finanzministerium.
Dessen damaliger Abteilungsleiter Mario Vittoria, der heute die OFD führt,
habe „als Führungskraft versagt“. ..." [FR
5.11.11]
"Steuerfahnder-Affäre.
Jetzt reden die Fahnder. Sie wurden mit teilweise wortgleichen Gutachten
für verrückt erklärt und zwangspensioniert. Nun äußern
sich die vier kerngesunden hessischen Steuerfahnder erstmals vor dem Untersuchungsausschuss.
..." [FR
27.8.11] Und: "Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Medizinaldirektor.
Steuerfahnder-Affäre noch größer. Die Staatsanwaltschaft
Frankfurt ermittelt im Zusammenhang mit der Steuerfahnder-Affäre nun
gegen einen Medizinaldirektor des Hessischen Versorgungsamtes. Er soll
an der Ausstellung falscher Gesundheitszeugnisse mitgewirkt haben. ..."
[FR
27.8.11] RS: Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf her.
Die Bauernopfer, gegen die nun ermittelt wird, sind es nicht. Verantwortlich
sind inerter Linie der damalige Ministerpräsident Koch, der Justiz-
und Finanzminister. Die gehören angeklagt.
""Inside Steuerfahndung. Die Deutsche Steuergewerkschaft
schätzt, dass in Deutschland jedes Jahr 30 Milliarden Euro Steuern
in betrügerischer Absicht hinterzogen werden. Einem Heer von 86.000
Steuerberatern stehen gerade einmal 2.600 Steuerfahnder entgegen. Jeder
dieser Steuerfahnder erwirtschaftet im Schnitt jedes Jahr eine Million
Euro für den Fiskus. Wer nun denkt, dass die Steuerfahndung, die gleichzeitig
Verbrechen bekämpft und dem Staat Milliardeneinahmen verschafft, politische
Protektion genießen würde, der irrt. Im Gegenteil – wie die
Hessische Steuerfahnder-Affäre zeigt, wendet sich der Staat manchmal
sogar mit allen nur denkbaren Mitteln gegen erfolgreiche Staatsdiener,
die der Macht zu nahe kommen. Frank Wehrheim war einer dieser Frankfurter
Steuerfahnder, die der Macht zu nahe gekommen sind. Sein Buch „Inside Steuerfahndung“
ist zugleich ein anekdotenreicher und erschreckender Einblick in das weitgehend
unbekannte Feld der Steuerfahndung sowie in die hessische Steuerfahnder-Affäre,
es ist gleichzeitig auch eine Abrechnung mit der Politik. ... " [NDS
8.6.11]
"„Großes Unrecht geschehen“.
Der Ex-Abteilungsleiter der Frankfurter Steuerfahndung, Frank Wehrheim,
spricht im FR-Interview über die Zerschlagung seiner überaus
erfolgreichen Abteilung und darüber, dass Warnungen vor Prüfungen
in Großbanken gang und gäbe sind. ..." [FR
15.5.11]
"Untersuchungsausschuss.
Steuerfahnder bekommen keine Akteneinsicht. Dunkelheit statt Aufklärung:
Der Vorsitzende des Steuerfahnder-Untersuchungsausschusses, Leif Blum (FDP),
verweigerte den vier zwangspensionierten Steuerfahndern die Einsicht in
wichtige Akten. ..." [FR
25.1.11]
Verdienstvoll hat der Stern
51, 2008, 30-, unter dem Titel "Eiskalt abserviert", die Schweinerei,
die mit Frankfurter SteuerfahnderInnen - Anonym (50), Rudolf Schmenger
(47), Marco Wehner (38), Tina Feser (38), Heiko Feser (39), Frank Wehrheim
(59) - betrieben wurde, aufgegriffen, dokumentiert und an den Pranger gestellt
(>Zitat). Wieder einmal zeigt sich, dass psychiatrische
Gutachter sich als willfährige Büttel für jedes Gefälligkeitsgutachten
missbrauchen lassen. Ein Ministerium, das solches zulässt, befindet
sich allerdings in bester Gesellschaft totalitärer Herrschaft. Das
3. Reich erscheint in vielerlei Hinsicht nicht nur nicht aufgearbeitet,
sondern wieder auferstanden zu sein.
Zitat: "Steuerfahndung Frankfurt:
Eiskalt abserviert. Rudolf Schmenger, 47, zuletzt Amtsrat. Er wehrte sich
gegen das Aus - und wurde per Gutachten für verrückt erklärt.
Von Frauke Hunfeld. Als Ermittler holten sie für den Staat Millionen,
auch bei den großen Banken. Doch plötzlich war Schluss. Plötzlich
störten sie die Geschäfte und wurden als Querulanten aus dem
Dienst gemobbt. Die Geschichte von Rudolf Schmenger und seinen Kollegen
von der Steuerfahndung Frankfurt, die jetzt auf Gerechtigkeit hoffen.
... [stern
19.12.8]
Trotz
Verurteilung vom Landgericht Frankfurt weiter berufen: 12.000 Euro
Strafe. "Aufsehen erregte der im Sommer bekanntgewordene Fall, weil der
Psychiater die Steuerfahnder im Interesse der hessischen Landesregierung
dienstunfähig geschrieben haben soll Die Beamten hatten sich im Jahr
2001 gegen eine Amtsanweisung gewehrt, wonach Geldtransfers unter 500 000
Mark als steuerrechtlich unverdächtig einzustufen seien. Ein Psychiater
ist wegen Gefälligkeitsgutachten im Auftrag des Landes Hessen zu einer
Geldbuße von 12 000 Euro verurteilt und mit einem Verweis belegt
worden. Das Berufsgericht für Heilberufe beim Verwaltungsgericht Gießen
folgte in einem am Dienstag veröffentlichten Urteil der Klage der
Landesärztekammer Hessen, dass der Facharzt in vier Fällen gegen
die ärztlichen Sorgfaltspflichten verstoßen habe. Aufgrund der
fraglichen Gutachten waren vier Finanzbeamte des gehobenen Dienstes wegen
Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt worden, die als Steuerfahnder
tätig waren. ..." [AHN
19.11.9] [Az.: 21 K 1220/09 GLB]
"Steuerfahnder-Prozess.
Wer aufmuckt, ist ein Psycho-Fall. Ex-Steuerfahnder Rudolf Schmenger
nimmt die Nachricht von der Verurteilung seines Peinigers nicht mit Jubel
auf: "Im Vergleich zu dem Schaden, den dieser Arzt angerichtet hat, sind
12.000 Euro Bußgeld ein überschaubarer Betrag", sagt Schmenger.
"Es sind Menschen diffamiert und Familien zerstört worden." Auch für
den Staat sei der Schaden weitaus höher: "Vier bestens ausgebildete
Steuerfahnder stehen nicht mehr zur Verfügung. .... " [FR
17.11.9]
Die [taz
20.11.9] berichtet hierzu: "... Als sie plötzlich und für
sie unerwartet durch einen Erlass von der Behördenleitung ausgebremst
wurden, vermuteten sie, dass dies geschehe, weil ihre Aktivitäten
nach dem Regierungsantritt der CDU nicht mehr gewollt seien. Sie fühlten
sich aufs Abstellgleis geschoben und gemobbt.
Als sie sich mit allen rechtlichen
Mitteln wehrten, mussten sie sich psychiatrischen Gutachten unterziehen
und wurden nach Disziplinarverfahren als Querulanten wegen Dienstunfähigkeit
in den vorzeitigen Ruhestand geschickt.
Das Verfahren gegen den Nervenarzt
Thomas H. war von der Landesärztekammer angestrengt worden. H. hatte
den Steuerfahndern attestiert, sie litten an Verfolgungswahn und "chronischen
Anpassungsstörungen". Das Gericht kam jetzt zu dem Schluss, dass alle
vier Gutachten, seinerzeit gefertigt im Auftrag des Versorgungsamtes und
damit des Landes, "nicht entsprechend den fachlichen Anforderungen" erstellt
worden seien. ..."
Was
wussten Hahn und Koch?
TV-Kritik
"HR-Gespräch Steuerfahnder", Wenn der Staatssekretär schreit.
Vorhang auf zum kleinen rab- Fernseh- Untersuchungsausschuss, dem Stadtgespräch
des Hessischen Rundfunks (HR): Da stehen sie alle im Scheinwerferlicht
des Studios: Der Anwalt der Steuerfahnder, Otto Jäckel, der SPD-Landtagsabgeordnete
Norbert Schmitt, der Personalrat des Finanzamtes Frankfurt 1, Andreas Just
und der Staatssekretär des Finanzministeriums, Thomas Schäfer.
Es wird eine überraschend spannende Dreiviertelstunde zu einem sehr
sperrigen Thema: Finanzverwaltung, Beamtenrecht, Steuerhinterziehung, Mobbing
und Politik. [FR
20.1.10]
Klaus Förster,
der Steuerfahnder, der den Flick-Skandal aufeckte, in memoriam [Nachruf,
W].
Steuerhinterziehung > Liechtenstein-Prozesse,
BGH,
Steuersünder,
pominente,
Holzer & Agnes Hürland-Büning.
"Bewährungsstrafe für Holzer. ... Der skandalumwitterte Lobbyist
Dieter Holzer (67) ist in Düsseldorf zu einem Jahr Gefängnis
auf Bewährung verurteilt worden. Das Landgericht habe den geständigen
Geschäftsmann wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung schuldig gesprochen,
sagte eine Gerichtssprecherin am Dienstag und bestätigte Medienberichte.
Holzer hatte zuvor gestanden, der ehemaligen Verteidigungs-Staatssekretärin
Agnes Hürland-Büning (CDU) bei der Hinterziehung von Steuern
in Höhe von 1,7 Millionen Euro geholfen zu haben. Hürland-Büning
selbst war für verhandlungsunfähig erklärt worden. Das Gericht
bezog in die Strafe eine Verurteilung in Augsburg mit ein und erklärte
wegen der langen Verfahrensdauer drei Monate für vollstreckt. Hürland-Büning
hatte in der Regierung von Bundeskanzler Helmut Kohl
(CDU) von 1987 bis 1991 gemeinsam mit Ludwig-Holger Pfahls (CSU) das Verteidigungsministerium
unter verschiedenen Ministern geleitet. Danach war sie als Beraterin für
den Thyssen-Konzern tätig. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat
sie 1995 von Thyssen fast drei Millionen Euro (5,75 Millionen DM) für
eine letztlich wertlose Beratung erhalten. Wofür das Geld tatsächlich
floss, blieb unklar. . ... " [KSA
4.2.9]
Steuern
Steuern
auch auf Schein-Gewinne, die durch Betrug nie ausbezahlt wurden >
Bundesfinanzhof.
"Steuern für Madoff - Staat kassiert bei Opfern. Es klingt wie
eine unglaubliche Geschichte. Doch das deutsche Steuerrecht ist bekanntlich
phantasievoll: Anleger müssen Steuern auf Gewinne auch dann bezahlen,
wenn sie am Ende wegen Betrugs alles verloren haben. ... " [MMnews
16.2.9]
Steueroasen.
Die Dokumentation von Phönix am 26.1.9 (11-12.00 Uhr) zur Steuerhinterziehung
zeigt klar auf, dass Europa, besonders auch Deutschland nicht wirklich
daran interessiert ist, einen ähnlichen Druck wie die USA auszuüben,
um z.B. Liechtenstein durch Androhung von Bankschließungen zu zwingen.
Europa und insbesondere auch Deutschland erlaubt Liechtenstein bislang,
seine Scheinkooperation aufrecht zu erhalten, d.h. die Bundesregierung
deckt die Steuerflucht. Tatsächlich hat Liechtenstein bis heute (26.1.9)
das Steuerfluchtabkommen nicht unterschrieben.
Steueroasen Europa
Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, Schweiz.
Querverweise Steueroasen:
Steuersünder, prominente
(Auswahl)
* Becker, Boris (berühmter Tennisspieler [Q])
* Graf, Peter (Trainer und Vater der Tennisspielerin Steffi Graf
[Q])
* Lambsdorff, Otto Graf (ehemaliger Bundeswirtschaftsminister [Q])
* Lindner, Patrick (Schlagersänger [Q])
* Pfahls, Ludwig-Holger (ehemaliger Verteidigungsstaatsekretär
[Q])
*
Quinn, Freddy (Schlagersänger [Q])
*
Schmid, Andreas (einstiger Star der deutschen Medienfondsszene[Q])
* Schockemöhle, Paul (Springreiter, [Q])
* Würth, Reinhold (Patriarch der Würth-Gruppe [Q])
* Zumwinkel, Klaus (Postchef, [Q])
*
Strafe und Strafmaß
> Psychologie der Strafe.
Absonderliche Strafmaßbegründungen
"Rechtssprechung
Der Fall Torben P.: Hass macht milde. Torben P. wurde zu zwei Jahren
und zehn Monaten Haft verurteilt. Seine Anwälte sind dagegen in Revision
gegangen. Der Gymnasiast hatte in der Nacht zu Karsamstag, am 23. April
2011, im U-Bahnhof Friedrichsstraße den 29-jährigen Markus P.
brutal angegriffen. Das milde Urteil gegen den U-Bahnschläger Torben
P. begründete der Richter unter anderem mit der "reißerischen"
Berichterstattung. Darf es sein, dass ein Straftäter in Watte gepackt
wird, weil sich die Öffentlichkeit empört? „Menschenunwürdig“
hätten die Medien über den Angeklagten geschrieben, eine „schamlose
Jagd“. Also, sagt der Richter, sei die Strafe auch wegen der reißerischen
Presse zu mildern, obwohl der Angeklagte selbst mit seiner Tat den Anlass
gegeben hatte und seine Schuld erwiesen war. Kann das noch gerecht sein?
Einen Straftäter in Watte packen, weil sich die Öffentlichkeit
empört? ..." [TS
24.9.11]
Strafgesetzbuch
§
41 Geldstrafe neben Freiheitsstrafe
1 Hat der Täter sich durch die Tat bereichert oder zu bereichern
versucht, so kann neben einer Freiheitsstrafe eine sonst nicht oder nur
wahlweise angedrohte Geldstrafe verhängt werden, wenn dies auch unter
Berücksichtigung der persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse
des Täters angebracht ist. 2 Dies gilt nicht, wenn das Gericht nach
§ 43a eine Vermögensstrafe verhängt.
§
53 Tatmehrheit
(1) Hat jemand mehrere Straftaten begangen, die gleichzeitig abgeurteilt
werden, und dadurch mehrere Freiheitsstrafen oder mehrere Geldstrafen verwirkt,
so wird auf eine Gesamtstrafe erkannt.
(2) 1 Trifft Freiheitsstrafe mit Geldstrafe zusammen, so wird auf eine
Gesamtstrafe erkannt. 2 Jedoch kann das Gericht auf Geldstrafe auch gesondert
erkennen; soll in diesen Fällen wegen mehrerer Straftaten Geldstrafe
verhängt werden, so wird insoweit auf eine Gesamtgeldstrafe erkannt.
(3) 1 Hat der Täter nach dem Gesetz, nach welchem § 43a Anwendung
findet, oder im Fall des § 52 Abs. 4 als Einzelstrafe eine lebenslange
oder eine zeitige Freiheitsstrafe von mehr als zwei Jahren verwirkt, so
kann das Gericht neben der nach Absatz 1 oder 2 zu bildenden Gesamtstrafe
gesondert eine Vermögensstrafe verhängen; soll in diesen Fällen
wegen mehrerer Straftaten Vermögensstrafe verhängt werden, so
wird insoweit auf eine Gesamtvermögensstrafe erkannt. 2§ 43a
Abs. 3 gilt entsprechend.
(4) § 52 Abs. 3 und 4 Satz 2 gilt sinngemäß.
Strauß, Franz Josef
[und seine Kontakte zu faschistischen Diaktatoren sowie
die Anhäufung eines Aber-Millionenvermögens]
Strauß Vermögen
-
"Strauß soll 300 Millionen Mark vererbt haben. Verfügte der
verstorbene CSU-Chef Franz Josef Strauß über ein Millionenvermögen?
300 Millionen Mark soll er seinem Sohn Max hinterlassen haben. Der soll
versucht haben, es nach Luxemburg zu bringen. ..." [WO
27.6.12]
-
"Spekulationen um 300 Millionen Mark in bar Max Strauß weist Geldtransfer-Vorwürfe
zurückSchwere Vorwürfe gegen Max Strauß: Der. Sohn des
ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten soll 1992 versucht haben,
300 Millionen Mark nach Luxemburg zu transferieren - das berichtet das
Magazin "Stern". Strauß weist die Behauptungen scharf zurück.
..." [SZ
27.6.12]
Strauß, Max
[Verschwinden von Beweismitteln
(Festplatten) aus der Augsburger Asservatenkammer]
Stuttgart 21.
Transparenz > Bundeslöschtage.
Ein grundlegendes, wichtiges und unverzichtbares Prinzip für demokratische
Kontrolle, das in Deutschland vielfach nicht ausreichend gilt und realisiert
ist.
-
"Mangelnde Transparenz der Bundesministerien Wenn der Staat mauert.
Jeder Bundesbürger hat das Recht, Akten von Behörden anzufordern
und einzusehen. Dokumente, die der "Zeit" zugespielt wurden, zeigen jedoch:
In den Bundesministerien ist der Wille zur Transparenz offenbar außerordentlich
gering. Das Versprechen aus dem Juni 2005 war eines der letzten der rot-grünen
Bundesregierung: "Mit diesem Gesetz soll in Deutschland normal werden,
was in den meisten modernen Staaten längst eine Selbstverständlichkeit
ist", hieß es zur Verabschiedung des Informationsfreiheitsgesetzes
(IFG).
..." [SZ
18.4.13]
Trennung
Staat und Kirche > Kirchenprivilegien
> Aufklärung.
Eine Trennung von Staat und Kriche, obwohl nach
Artikel 138 (1) der Weimarer Verfassung, der auch als Artikel 140 in das
Grundgesetz aufgenommen wurde, wird seit 1919 von der Politik und dem Bundesverfassungsgericht
verschleppt. Das ist im Grunde Rechtsbeugung von höchster politischer
und juristischer Stelle und daher offenbar nicht ahndbar . Das zeigt sich
unter in den extremen Staatsleistungen, derzeit mindestens 19 Miiliarden
Euro, die der Staat der Kirche außerhalb der rund 10 Milliarden Kirchensteuereinnahmen
rechtswidrig gewährt. Dabei wird sogar eine erhebliche staatliche
Subventionierung für ethonzitäre
Missionierungen über das Auswärtige Amt bezahlt.
-
"Neue Berechnungen. Staat stützt Kirchen
mit Milliarden. Deutschlands Kirchen erhalten aus der Staatskasse jährlich
rund 19 Milliarden Euro. Nach SPIEGEL-Informationen ist das wesentlich
mehr als bislang bekannt. Die deutschen Kirchen, ihre Mitglieder und Wohlfahrtsverbände
erhalten nach Informationen des SPIEGEL wesentlich höhere staatliche
Zuschüsse als vielfach angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt der Experte
für kirchliche Finanzen, Carsten Frerk, in seiner neuen Publikation
"Violettbuch Kirchenfinanzen", die nächste Woche veröffentlicht
wird. ..." [Spiegel
6.11.10] [Kirchenfinanzen]
[Frerk]
Verbraucherschutz
"Bundesgerichtshof. Der beste Freund des Kunden. Bundesgerichtshof
(BGH) in Karlsruhe: Er sagt das richtige - aber kaum einer hört zu.
Immer wieder fällt der Bundesgerichtshof verbraucherfreundliche Entscheidungen,
die allzu freche Unternehmen in die Schranken weisen. Nur blöd, dass
so manches schöne Urteil von der Wirtschaft einfach ignoriert wird.
..." [Spiegel
16.2.12]
Verfahrenseinstellungen
-
"Prozess gegen ehemaligen SS-Mann Herbertus Bikker eingestellt. Fünf
Monate nach Prozesseröffnung wurde das Verfahren gegen den ehemaligen
niederländischen SS-Mann Herbertus Bikker in Hagen (Nordrhein-Westfalen)
am 2. Februar wegen "dauerhafter Verhandlungsunfähigkeit" des Angeklagten
eingestellt. ... Mehrere medizinische Gutachter hatten ihn aber für
verhandlungsfähig erklärt. In einem elften Gutachten,
das dem Gericht vorgelegt wurde, hatte der Neurologe Bernd Roggenwallner
den Angeklagten nun für verhandlungsunfähig erklärt, obwohl
Bikker bisher selbständig seinen Haushalt führte und auch noch
selbst Auto fuhr. Altersbedingte Krankheiten beeinträchtigten seine
Konzentrations- und Merkfähigkeit. Deswegen könne er sich nicht
selbst verteidigen und dem Prozessverlauf auch nicht mehr inhaltlich folgen.
..." [wsws
9.3.2004]
Verfassungsbeschwerden,
nicht angenommene zur Nazi-Rechtsprechung.
Verfassungsbrüche.
Afghanistankrieg,
Nazirechtsprechung,
Steuerfahnderskandale,
Verfassungswidrige Haushalte (Steinbrück),
Wiedervereinigung,
"CCC-Analyse
des Staatstrojaners. Programmierter Verfassungsbruch. Online-Durchsuchung:
Mehr als das Verfassungsgericht erlaubt. Die Analyse staatlicher Überwachungssoftware
durch den Chaos Computer Club hat Erschreckendes zutage gefördert:
Die eigentlich nur zur Überwachung von Kommunikation gedachte Software
erlaubt einen Vollzugriff auf den Rechner des Betroffenen. Das aber hat
das Bundesverfassungsgericht untersagt. Hamburg - Die Hacker vom Chaos
Computer Club konnten sich ein bisschen beißenden Spott über
die Autoren des nun analysierten Stücks Überwachungssoftware
nicht verkneifen: "Wir sind hocherfreut, dass sich für die moralisch
fragwürdige Tätigkeit der Programmierung der Computerwanze kein
fähiger Experte gewinnen ließ", heißt es in einem 20-seitigen
Dokument,
das der Computerclub nun veröffentlichte. ..." [Spiegel
9.10.11]
Bayern.
-
"Staatskanzlei hat gegen Verfassung verstoßen. Gericht stärkt
Kontrollrechte der Opposition. Der Rüffel der Verfassungsrichter war
deutlich: Die Bayerische Staatskanzlei hat im Umgang mit von ihr beauftragten
Meinungsumfragen das Informationsrecht der Landtagsopposition verletzt
und damit gegen die Bayerische Verfassung verstoßen. ..." [Main
Post 7.6.11]
Thüringen
-
"Bericht zum Thüringer Verfassungsschutz. Günstlinge, Inkompetente,
Wichtigtuer. Ein interner Bericht offenbart ein Desaster beim Thüringer
Verfassungsschutz, das auch die Anfänge des NSU betrifft. Doch der
Bericht soll geheim bleiben. ..." [taz
23.4.12]
Verfassungsschutz
Der Verfassungsschutz ist - wie auch die Geheimdienste - eine verfassungsfeindliche
und damit eine in sich widerspruchsvolle Konstruktion, weil er sich über
Gesetze, Recht und Ordnung hinwegsetzen kann und darf und darüberhinaus
noch nicht einmal einer wirkungsvollen demokratischen und rechtsstaatlichen
Kontrolle unterliegt.
Aktenschreddern im NSU-Fall.
-
"Konsequenz aus dem Aktenschreddern. Heinz Fromm wird als Präsident
des Verfassungschutzes auf eigenen Wunsch entlassen. Politiker aller Parteien
fordern jedoch, das System VS weiter grundsätzlich zu überprüfen.
..." [taz 2.7.12]
-
Schredderaktion der SchlapphüteArbeiten wie im Kalten Krieg. "Kurz
bevor die Obleute des NSU-Untersuchungsausschusses den Präsidenten
des Bundesverfassungsschutzes befragen, nehmen sie den Mann ins Kreuzverhör,
der für die Vernichtung der Neonazi-Akten verantwortlich zeichnet.
Fassungslos hören sie, dass sich die Behörde beim Löschen
von Dokumenten offenbar grundsätzlich an keine Gesetze hält.
..." [n-tv
5.7.12]
-
"Verschwörungstheorien rund um den Verfassungsschutz. Der Sachverhalt
der Löschaktion ist einigermaßen geklärt: Am 11. November
2011, einige Tage zuvor war das rechte Killer-Trio aufgeflogen, sichtete
Referatsleiter M. einen ganzen Stapel Akten. Die Dossiers dokumentierten
eine Operation mit dem Decknamen Rennsteig, in deren Verlauf mehrere V-Leute
in der rechten Szene Thüringens angeworben worden waren. Konkret waren
die beim "Thüringischen Heimatschutz" aktiv, dem auch die drei späteren
Killer der NSU-Zelle als Mitglieder angehörten - die Quellen waren
somit potentiell interessant. Doch obwohl die Ermittlungen nach Hinweisen
auf die NSU-Zelle damals in allen deutschen Behörden auf Hochtouren
liefen, entdeckte Referatsleiter M. in den detaillierten Dossiers nach
eigenem Bekunden keine relevanten Hinweise auf das NSU-Trio oder Querverbindungen
zu den jahrelang abgetauchten Neonazis. Was M. allerdings angeblich auffiel,
war das interne Verfallsdatum der Papiere. Statt die Akten aufzubewahren,
ordnete er per Formblatt des Dienstes sogleich die Vernichtung der Dossiers
für den nächsten Tag an. Als die Löschaktion bekannt wurde,
stand der Dienst blamiert da. Schnell rankten sich Verschwörungstheorien,
möglicherweise seien die drei Terroristen selber V-Leute gewesen,
anders sei die geordnete Löschung der Akten, ausgerechnet an einem
Wochenende, ja kaum zu erklären. Mittlerweile sind diese zwar ausgeräumt,
doch dazu musste der Verfassungsschutz die Hosen ziemlich weit herunterlassen.
..." [Sp
5.7.12]
Verschwinden (lassen)
Akten, Beweismittel, Dokumente, Urkunden, Dokumente verschwinden (lassen)
ist eine typische und bewährte Methode, Strafverfolgung zu behindern,
zu erschweren und oft zu verunmöglichen. Das ist in diesem "Rechts-Staat"
gang und gäbe. > Aktenflucht
im Bundesarchiv.
Verschleppen
Eine bewährte Methode, Verfahren so lange hinzuzuziehen, bis man
sie vergessen hat oder wichtige Fristen abgelaufen sind. Das wird auch
gerne in vermeintlich rechtsstaatliche Formen gekleidet, etwa wenn ein
Untersuchungsausschuss oder Gutachter eingesetzt wird. Das Ergebnis
ist meist Entnervung, Verschleppung, Vernebelung. Diese Methode wurde auch
von der Staatsanwaltschaft im Zumwinkelprozess
praktiziert. > Abwehrstrategien.
Versetzungen
- eine bewährte Methode, Strafverfolgung dem Kapitalauftrag anzupassen
Lichtinghagen: "Dossier Staatsanwältin
im Krieg. Sie hat Post-Chef Klaus Zumwinkel verhaften lassen - nun soll
kurz vor Beginn des Prozesses Staatsanwältin Margrit Lichtinghagen
strafversetzt werden. Der Steuerfall des Jahres verkommt zu einem Schmierenstück
aus Mobbing und Intrigen. ..." [FTD
15.12.8]
Versicherungsrecht
Das Versicherungsrecht ist eine Paradedisziplin
des Unrechtsstaates und seiner Richter, die Unrecht im Namen des Rechts
verkünden oder dulden.
Versicherungsunrecht:
28 Jahre Prozesse und kein Ende
Der Sachverhalt: "Die Mutter eines behinderten
Kindes fordert seit 28 Jahren Schadensersatz wegen Behandlungsfehlem bei
der Geburt. Sie gewann vor Gericht, doch die Versicherungen zahlen nicht."
Der Spiegel
12, 2013, S. 60ff berichtet ausführlich über diesen Skandal.
Hier wurde zwar mehrfach Recht
gesprochen. Aber ein Rechtssystem, das in einem solchen Falle 28 Jahre
und womöglich noch länger braucht, den Versicherungen das Recht
zu respektieren, beizubringen, ist eine einzigartige Schande und Hohn gegenüber
den Gerechtigkeit, den Opfern und vor allem den SteuerzahlerInnen gegenüber.
Volksgerichtshof. (VGH)
Von 570 Richtern und Staatsanwälten des VGH wurde nur ein einziger,
Lautz,
zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt, aber schon 1951 begnadigt. Da bleibt
mir nur noch zu sagen: Ein Land, das solche Richter hat und duldet, braucht
keine Feinde mehr. Zum Kontrast: Es gab nach dem Krieg (nach Friedrich
1998, S.572ff) immerhin 17 Verfahren gegen Denunzianten. Ein Arbeiter wurde
1948 in Berlin zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt, weil er einen Rentner
denunzierte ... die Großen läßt man laufen und die
Kleinen hängt man auf, weil eine Krähe der andern eben kein Auge
aushackt.
[W]
führt aus in: "Der Volksgerichtshof und die Nachkriegsjustiz. Der
Bundesgerichtshof billigte 1956 den Angehörigen des Volksgerichtshofs
das so genannte
Richterprivileg
zu, wonach keiner wegen Rechtsbeugung
oder anderen Delikten verurteilt werden kann, wenn er sich an damals geltende
Gesetze gehalten hat bzw. das Unrecht seines Tuns nicht erkannt hat. Zwar
gab es gegen Ende der 60er Jahre mit dem Verfahren gegen Volksgerichtshof-Richter
Hans-Joachim
Rehse einen zaghaften bundesdeutschen Versuch zur strafrechtlichen
Aufarbeitung des durch Volksgerichtshof begangenen Unrechts, doch verstarb
der Angeklagte vor einem letztinstanzlichen Urteil. Die Berliner Staatsanwaltschaft
erhob - nach Wiederaufnahme der Ermittlungen 1979 – am 6. September 1984
Anklage gegen einen früheren Beisitzer Freislers im 1. Senat des Volksgerichtshofes
wegen vollendeten Mordes in 62 und wegen versuchten Mordes in 35 Fällen.
Sie stellte im juristischen Ergebnis ihrer Ermittlungen fest, dass der
Volksgerichtshof, jedenfalls seit dem Amtsantritt Freislers im August 1942,
nicht mehr als ein ordentliches Gericht, sondern nur noch als Scheingericht
anzusehen war. Noch im selben Jahr, vor Eröffnung des Hauptverfahrens,
beging der 82-jährige Angeschuldigte Selbstmord. Die weiteren Ermittlungsverfahren
mussten bis 1991 endgültig eingestellt werden, nachdem nunmehr verhandlungsfähige
Beschuldigte nicht mehr vorhanden waren. Im Anschluss an diese Anklageerhebung
hatte am 25. Januar 1985 der Deutsche Bundestag in einer politischen, juristisch
unverbindlichen Entschließung den Volksgerichtshof einstimmig als
„Terrorinstrument zur Durchsetzung nationalsozialistischer Willkürherrschaft“
bewertet und dessen Urteilen jede Rechtswirkung in der Bundesrepublik Deutschland
abgesprochen. Rechtsverbindlich wurden die Urteile des Volksgerichtshofs
und der Sondergerichte 1998 durch Gesetz aufgehoben.[1]
Bis auf Oberreichsanwalt Ernst
Lautz, der 1947 im Nürnberger
Juristenprozess von einem amerikanischen Militärgericht zu zehn
Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, wurde somit keiner der etwa 570 Richter
und Staatsanwälte gerichtlich zur Rechenschaft gezogen. Vielmehr machten
einige von ihnen in Westdeutschland sogar noch beachtliche Justizkarriere
(laut
Braunbuch von
1968):
-
Hans-Dietrich Arndt: Senatspräsident beim Oberlandesgericht Koblenz
-
Dr. Robert Bandel: Oberamtsrichter in Kehl
-
Bellwinkel: Erster Staatsanwalt in Bielefeld
-
Dr. Erich Carmine: Amtsgerichtsrat in Nürnberg
-
Christian Dede: Landgerichtsdirektor in Hannover
-
Johannes Frankenberg: Oberamtsrichter in Münnerstadt
-
Dr. Andreas Fricke: Landgerichtsrat in Braunschweig
-
Dr. Wilhelm Grendel: Oberlandesgerichtsrat in Celle
-
Wilhelm Hegener: Amtsgerichtsrat in Salzkotten
-
Dr. Ferdinand Herrnreiter: Landgerichtsdirektor in Augsburg
-
Dr. Konrad Höher: Staatsanwalt in Köln
-
Dr. Rudolf Indra : Landgerichtsrat in Gießen
-
Helmut Jaeger: Oberlandesgerichtsrat in München
-
Dr. Leo Kraemer: Oberstaatsanwalt in Köln
-
Hans Werner Lay: Oberlandesgerichtsrat in Karlsruhe
-
Dr. Heinz Günter Lell: Oberstaatsanwalt
-
Dr. Alfred Münich: Senatspräsident beim Oberlandesgericht München
Oberreichsanwalt Lautz wurde bereits nach weniger als vier Jahren
begnadigt und in der Bundesrepublik Deutschland mit einer Pension bedacht.
Die Witwe Freislers erhielt über Jahrzehnte eine erhöhte Altersversorgung,
da laut zuständigem Versorgungsamt ihr im Krieg verstorbener Mann
in der Bundesrepublik seine Juristenkarriere fortgesetzt hätte - eine
Argumentation, die kaum widerlegt werden kann."
Vorbilder.
Vorschläge.
VW. [Nutten-, Bestechungs- und Korruptionsaffäre]
[W.VW-Korruptions-Affäre]
-
Chronologie der VW-Affäre 25.6.5 bis 31.3.6 [NDR
21.2.6]
-
Sexbelege und Lügengeschichten. [F.A.Z.,
16.11.2005, Nr. 267 / Seite 2]
-
Zweiklassen-Strafjustiz? [Zeit
22.2.8 ]
Der einstige Bundesverdienstkreuzträger, Erfinder der Hartz-IV-Entwertungsgesetze,
Peter Hartz wird wie üblich in diesem
"Rechtsstaat" nur zu zwei Jahren Bewährungsstrafe verurteilt.
Werbung. > Information
statt Werbung, Bankenwerbung,
Snyder,
Lit-Links.
Das Bundesverfassungsgericht urteilte (Quelle):
Werbung mit schockierenden Bildern von ölverschmierten Enten, Kinderarbeit
oder Aids-Kranken ist nicht verfassungswidrig und erlaubt - damit der Verbraucher
noch mehr negativ erregt, getäuscht, beeinflusst und verführt
werden kann, um der Luft- und Seifenblasenwirtschaft eines völlig
enthemmten, jeglicher vernünftiger Realität entrückten Konsum-
und
Wachstumswahns auch
noch die "rechtliche" Legitimation zu verschaffen. Hier ist nun endgültig
alles aus den Fugen geraten und es herrscht der homo
oeconomicus pur.
Quelle:
BVG 2000-12-12 BVR 1762/95 Rechtsbereich/Normen: Einstellung in die Datenbank:
2001-01-24. Bearbeitet von: Markus Baum Quelle: NJW 2001, 91.
Whistleblower
Whistleblower sollten staatlich, rechtlich und psychoszial geschützt
sein. Doch das Gegenteil ist in diesem sauberen Rechtsstaat der Fall.
-
"Olympiageschichte Whistleblowing lohnt sich nicht. Der argentinische
Sportfunktionär Mario Goijman deckt einen Millionenskandal auf und
muss bitter dafür büßen. ..." [ftd
12.12.11]
-
"Geächtete "Whistleblower". Die Denunzianten vom Dienst. Psst,
streng geheim! Wann muss man schweigen, wann reden? Mitunter geht es in
Unternehmen und Behörden kriminell zu. Wer von krummen Touren erfährt
und darüber spricht, kann sich moralisch für einen Orden qualifizieren.
Und gleich am nächsten Tag entlassen werden. Denn rechtlich sind "Whistleblower"
kaum geschützt und gelten ihren Chefs oft als Verräter. ..."
[Spiegel
31.5.11]
Wiedervereinigung
Das Grundgesetz macht in Artikel
146 klare Ausführungen, wie bei und nach der Wiedervereinigung
zu verfahren ist:
Art 146
Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit
und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert
seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt,
die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist. |
Das interessiert in diesem Land aber nur sehr wenige, am wenigsten offenbar
das Bundesverfassungsgericht. Die Politik hatte natürlich Angst, dass
in die neue Verfassung des wiedervereinigten Deutschlands zu viele sozialistische
Einflüsse Einkehr finden könnten und daher organisierte man die
Wiedervereinigung durch "Beitritt" nach dem alten
Artikel 23 GG und "vergaß" anschließend Artikel 146.
Alter
Artikel 23 GG
Dieses Grundgesetz gilt zunächst im Gebiet
der Länder Baden, Bayern, Bremen, Groß-Berlin, Hamburg, Hessen,
Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein,
Württemberg-Baden und Württernberg-Hohenzollern. In anderen Teilen
Deutschlands ist es nach deren Beitritt in Kraft zu setzen.
Anmerkung: Der Artikel 23 GG wurde
geändert,
er hat seine Schuldigkeit getan. Aber Artikel 146 wurde bis jetzt - nach
bald 20 Jahren des Mauerfalls - nicht erfüllt; und es sieht auch nicht
so aus, als sollte er in absehbarer Zeit erfüllt werden. Rechtsstaat? |
Querverweise Wiedervereinigung:
Verfassungsgeschichten 19.5.1999:
Die Wiedervereinigung: Abschied vom Grundgesetz? Von Harald Kleinschmidt.
Art. 146 des Grundgesetzes bestimmte in seiner ursprüng-lichen Form,
die Verfassung verliere ihre Geltung, wenn sich das gesamte deutsche Volk
in freier Selbstbestimmung eine neue Verfassung gebe. Hatte sich deshalb
das Grundgesetz mit der Wiedervereinigung 1990 erledigt? [O]
40
interessante Fragen eines poliitschen Künstlers ("Werner
aus dem Paradies") an den Bundespräsidenten
zum Status Deutschlands: [PDF]
Wiesheu ...
und ein 60.000 DM Gutachten.
-
CSU-Generalsekretär a. D.Ein Fall wie jeder andere? Vor dem
Gesetz sind alle Menschen gleich. Sind sie es auch vor Gericht? Wenn Volkes
Stimme zählt, lautet die Antwort: nein. Ein Jahr Freiheitsstrafe mit
Bewährung für Otto Wiesheu, den ehemaligen CSU-Generalsekretär.
Die erste Instanz noch hatte 13 Monate ohne Bewährung verhängt.
Protest von allen Seiten. Bei den Münchner Zeitungen stand das Telephon
nicht mehr still. Volkes Stimme: Ein Skandal, ein Prominenten-Urteil. ...
Sieben Gutachter wurden bemüht, mehr als ein Dutzend Expertisen angefertigt.
Zweimal ließ Unfallforscher Max Danner beim Crash-Test einen schweren
Mercedes auf einen kleinen Fiat 500 krachen. Doch der Expertenfleiß
war letztlich unbefriedigend: „Es gibt keine unmittelbaren Zeugen des Unfalls.
Wir wissen nicht exakt, wie alles abgelaufen ist“, stellte Rudolf Mayer,
der Vorsitzende Richter, fest. ..." [Zeit
2.8.1985]
-
"Er denkt nicht an sich, er denkt an andere. Gerhard Mauz zum Urteil
der Münchner Berufungsinstanz über Otto Wiesheu ..." [Spiegel
31/ 1985]
-
"Für mich war das ein stehendes Fahrzeug. SPIEGEL-Reporter
Gerhard Mauz im Prozeß gegen Otto Wiesheu in München __" Mir
san Hund - die andern san a Hund - aber mir san " __" die größeren
Hund. " __" Aufkleber am Armaturenbrett des Autos von Otto " __" Wiesheu,
damals Vorsitzender der Jungen Union Bayern, im " __" Jahr 1975
... ... ... Professor Danner spricht von den anderen Sachverständigen
fleißig als den "Kollegen", um inhaltlich auf das bösartigste
mit ihren Erkenntnissen umzuspringen (was ein klammheimlicher Versuch,
einen der "Kollegen" durch listiges Lob herauszubrechen, noch illuminiert).
Das Auto stand, es war unbeleuchtet - und als Otto Wiesheu mit seinem Mercedes
380 SE, "zugelassen auf den 'Bayernkurier'", aufprallte, befand sich Josef
Rubinfeld nicht in seinem Fiat. Die Versuchsanordnung hat den Unfall perfekt
nachgestellt und nachvollzogen. ... " [Spiegel
44 1984]
-
Allgemeines und sonstiges [W],
"Lobbyist ohne Fahrschein. Bayerns früherer Wirtschaftsminister Otto
Wiesheu sollte die Privatisierung der Bahn politisch durchboxen. In der
Nach-Mehdorn-Ära wird er nicht mehr gebraucht. ..." [SZ
17.5.10]
Würth, Reinhold (Patriarch
der Würth-Gruppe)
"Im Mai 2008 wurde bekannt, dass sich der Unternehmer zuvor mit der
Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen Geldstrafe auf die Einstellung eines
Verfahrens wegen Steuerhinterziehung geeinigt hatte. ..." [ftd
26.1.9]
Wissenschaftstheorie
> Amts- und Gerichtssprache.
Zimmermann ("Old Schwurhand")
Bei strenger Betrachtung könnte man sagen, dass mit dem Urteil
der 5. Strafkammer des Münchner Landgerichts vom 24. April 1961
zum Meineid des Dr. Zimmermann durch die Richter Speidel, Müller und
Rieder der Rechtsstaat in Bayern aufgehoben worden war, wenn CSU-Parteiinteressen
eine Rolle spielten. Ein solches unglaubliches Urteil passt zu Banenrepubliken,
Diktaturen und Gulagsystemen. Bayern wurde mit diesem Urteil zu einem Land
mit politischer CSU-Justiz. Senfft (1991) berichtet
(fett-kursiv RS):
"Am 20. April 1961 beginnt vor der 5. Strafkammer des Landgerichts
München I die zweite Verhandlung gegen Zimmermann wegen Meineids,
nachdem der Bundesgerichtshof das erste Urteil vom 28. Juni 1960 aufgehoben
und an das Landgericht München zurückverwiesen hatte. Am 20.,
21. und 25. April wird verhandelt: Der Spielbankenprozeß des Jahres
1959 wird noch einmal lebendig.
Aber längst hatten die Ärzte in der Anstalt in Haar
dem suspendierten CSU-Generalsekretär bescheinigt, er habe an jenem
10. Juli 1959 wegen Unterzuckerung des Blutes unter »verminderter
geistiger Leistungsfähigkeit« gelitten - und auch Gembicki
kann sich jetzt kaum noch an sein Gespräch mit Zimmermann im März
1958 erinnern, ein Gespräch, das Zimmermann bei seiner damaligen Vernehmung
in die zweite Hälfte des Jahres 1958 verlegt hatte.
Und so ist denn alles vorbereitet für den 24. April 1961-, an
.dem die Richter Speidel, Müller und Rieder das Urteil verkünden,
der Zimmermann, Dr, Friedrich, geboren am 18.7. 1925 in München, verheirateter
Generalsekretär, Reg.Rat a.D., deutscher Staatsangehöriger, wohnhaft
in München, Hengeler Straße 7/1., Eltern: Josef Zimmermann und
Luise, geb. Wenger, sei »auf Kosten der Staatskasse freigesprochen«."
Dem Spiegel 20,
1976 kann entnommen werden: "medizinische Gutachter. darunter
der Parteifreund und damalige Sanatoriumsbesitzer Shlemmer am Tegernsee,
hatten ihm zeitweilige Verwirrungszustände des Geistes attestiert."
Ein solches "Gut"achten, bei dem ein Parteifreund mitwirkte, hätte
niemals vom Gericht anerkannt werden dürfen und Dr. Schlemmer hätte
sich zwingend für befangen erklären müssen. Es sieht so
aus, als ob die Verwahrlosung der forensischen Psychiatrie sich aus dem
3. Reich nahtlos fortgesetzt hat - und es ist befürchten: bis in die
Gegenwart hinein. Immerhin: "65 Jahre nach Ende des Dritten
Reichs stellt sich die Deutsche Fachgesellschaft der Psychiater ihrer dunklen
Geschichte – endlich. Erst heute bittet sie um Entschuldigung für
ihre Verbrechen im Nationalsozialismus." [Focus
26.11.10] Ich fürchte, die Vergangenheit ist im Prinzip noch äußert
lebendig.
Quellen
-
Senfft, Heinrich (1988, TB 1991) Glück ist machbar.
Der bayerische Spielbankenprozeß, die CSU und der unaufhaltsame Aufstiege
des Doktor Zimmermann. München: Knaur.
-
Der
Spiegel 20, 1976.
-
Die
Spielbankenaffäre (Geschichte der Bayernpartei): "2. Der Unterzucker
– “Old Schwurhand” Das Urteil gegen Zimmermann wurde auf die Revision des
Angeklagten und des Staatsanwaltes hin vom BGH aufgehoben und zur neuerlichen
Verhandlung an das LG München I. zurückverwiesen. Mit Urteil
vom 28.4.1961 des LG München I. wurde Zimmermann von der Anklage des
Meineids mangels hinreichender Schuldnachweise freigesprochen. Ein medizinischer
Gutachter hatte bescheinigt, dass Zimmermann am 10.7.1959 im Augenblick
seiner Zeugenaussage wegen einer Unterzuckerung nicht im Vollbesitz seiner
geistigen Leistungsfähigkeit war." [auch diese Darstellung ist
noch unkritisch]
-
[W14.2.9Spielbankaffäre;
W14.2.9Biographie]
"Der in der Spielbankenaffäre ebenfalls angeklagte CSU-Generalsekretär
Friedrich Zimmermann wurde in einem anschließenden Verfahren 1960
wegen fahrlässigen Falscheides zu einer viermonatigen Freiheitsstrafe
verurteilt. Zimmermann hatte bestritten, außer mit Freisehner auch
mit einem anderen Konzessionär Kontakte gehabt zu haben, was widerlegt
worden war. Ein weiteres Gericht hob aufgrund eines ärztlichen Attestes
seine Strafe später auf. Laut dem Attest hatte er am Tage seiner unglaubwürdigen
Aussage eine ihn beeinträchtigende Blutunterzuckerung und sei in Folge
einer Überfunktion der Schilddrüse geistig vermindert leistungsfähig
gewesen." [euphemistisch frisierte Darstellung]
-
Drittes ReichDeutsche Psychiatrie bekennt sich zu Gräueltaten.
[Focus
26.11.10]
Zivilcourage.
ZPO §
522 Abs. 2
Dieser Paragraph 522 ZPO, Abs. 2, der 2001 zu Gunsten der Versicherungswirtschaft
für ärztliche Behandlungfehler (> Iatrogenie;
Patient
ohne Rechte) gegen die Opfer und ihre elementaren Grundrechte eingeführt
wurde, zeigt eindringlich, wie in diesem "Rechtsstaat" auf allen und besonders
höchsten Ebenen elementares Recht in Unrecht verdreht wird
Abruf 20.1.11 (fett
RS): "§ 522
Zulässigkeitsprüfung; Zurückweisungsbeschluss
(1) Das Berufungsgericht hat von Amts wegen zu prüfen, ob die Berufung
an sich statthaft und ob sie in der gesetzlichen Form und Frist eingelegt
und begründet ist. Mangelt es an einem dieser Erfordernisse, so ist
die Berufung als unzulässig zu verwerfen. Die Entscheidung kann durch
Beschluss ergehen. Gegen den Beschluss findet die Rechtsbeschwerde statt.
(2) Das Berufungsgericht weist die Berufung durch einstimmigen Beschluss
unverzüglich zurück, wenn es davon überzeugt ist, dass
1. die Berufung keine Aussicht auf Erfolg hat,
2. die Rechtssache keine grundsätzliche Bedeutung
hat und
3. die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer
einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Berufungsgerichts nicht
erfordert.
Das Berufungsgericht oder der Vorsitzende hat zuvor die Parteien auf
die beabsichtigte Zurückweisung der Berufung und die Gründe hierfür
hinzuweisen und dem Berufungsführer binnen einer zu bestimmenden Frist
Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Der Beschluss nach Satz 1 ist zu
begründen, soweit die Gründe für die Zurückweisung
nicht bereits in dem Hinweis nach Satz 2 enthalten sind.
(3) Der Beschluss nach Absatz 2 Satz 1 ist nicht anfechtbar.
Vorschrift neugefaßt durch das Gesetz zur Reform des Zivilprozesses
(Zivilprozessreformgesetz - ZPO-RG) vom 27.07.2001 (PDF-Format BGBl. I
S. 1887) m.W.v. 01.01.2002."
Zumwinkel
"Justiz-Irrtum zu Zumwinkels Gunsten. Einen Tag zu spät hat die
Staatsanwaltschaft einen Brief abgeschickt. Deshalb ist ein Teil der Vergehen,
derer Zumwinkel angeklagt ist, verjährt. Nun liegt die beanstandete
Steuersumme unter einem wichtigen Richtwert. ... " [NZ
2.12.8] > Bestverdiener...,
Lichtinghagen,
Anmerkung einer kritischen LeserIn: "Beim genaueren
Lesen fällt auf, dass die Überschrift nicht ganz korrekt ist.
Die Staatsanwaltschaft hat den Brief tatsächlich unentschuldbar spät
abgeschickt. Doch das genügte nicht, um die Verjährungsfrist
wirksam werden zu lassen. Dazu musste das Gericht außerdem noch eine
(laut Staatsanwaltschaft in anderen Fällen durchaus übliche)
rechnerische Zustellzeit von drei Tagen auf einen Tag verkürzen. Ergebnis:
"Weitere Fälle von 1986 bis 2001 würden nicht verfolgt. Die hinterzogene
Summe, wegen der er angeklagt wird, fällt damit um rund 200.000 Euro
auf knapp eine Million Euro - und damit unter den Richtwert, ab dem nach
einem Bundesgerichtshof-Urteil vom Dienstag in der Regel Gefängnisstrafen
ohne Bewährung fällig werden."
Zumwinkel Urteil am 26.1.2009 vor dem Bochumer Landgericht.
Erwartungsgemäß wurde Zumwinkel zu einer Bewährungs- und
Geldstrafe von nur einer Million Euro verurteilt. Angeblich habe es keinen
Deal gegeben, doch alle wissen es natürlich besser. Zum x-tenmal zeigt
sich, wer reich und mächtig ist oder der Justiz angehört, hat
mit milden Urteilen, die in gar keinem Verhältnis zum volkswirtschaftlichen
und gesellschaftlichen Schaden stehen.
Zweierlei
Maß. > Rechtsverdreher. >
Schneider.
>
Vor dem Gesetz sind alle gleich ist wohl neben der Unabhängigkeit
der Justiz das wichtigste Rechtsprinzip überhaupt. Doch dieses Prinzip
wird tagtäglich verletzt, was in dem geflügelten Wort, die
Großen lässt man laufen und die Kleinen hängt man auf,
sehr deutlich zum Ausdruck gebracht wird: Amigos werden ganz anders behandelt.
Die extreme Milde gegenüber Wirtschaftskriminellen die extreme wirtschaftliche
Schäden anrichten steht in einem krassen Missverhältnis zur extremen
Härte, mit den Hartz-IV Verstöße
oder kleine Eigentumsdelikte geahndet werden.
Literatur
(Auswahl)
IP-GIPT: Literaturliste
Fehler, Irrtum, Mängel, Rechtsbeugung, Missbrauch in Kriminologie
und Justiz. > Checkliste Korruption.
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Avenarius,
Hermann (1985). Kleines Rechtswörterbuch. Freiburg: Herder.
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Diestelkamp, B. & Stolleis, M. (1988). Justizalltag im
Dritten Reich. Frankfurt a. M.: V?.
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Dörner, B. (1998). Heimtücke: Das Gesetz
als Waffe. Kontrolle, Abschreckung und Verfolgung in Deutschland 1933-1945.
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Fieberg, G. (1984). Justiz im nationsozialistischen
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Frei, Norbert (2001, Hrsg.). Karrieren im Zwielicht. Hitlers
Eliten nach 1945: Das Buch zur ARD-Fernsehserie. Frankfurt: Campus. Begleitbuch
zur 6-teiligen Fernsehserie der ARD 2002. 2003 als dtv Taschenbuch unter
dem Titel "Hitlers Eliten nach 1945" erschienen.
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Friedrich, Jörg (1984). Die kalte Amnestie. NS-Täter
in der Bundesrepublik. Frankfurt aM: Fischer.
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Reinbek: Rowohlt.
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Glienke, Stephan Alexander (2008). Die Ausstellung „Ungesühnte
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Vogel, Rolf & Kempner, M.W. (1969). Ein Weg aus der Vergangenheit.
Eine Dokumentation zur Verjährungsfrage und zu den NS-Prozessen. Frankfurt
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Vollnhals,
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in den vier Besatzungszonen 1945-1949. München: dtv dokumente.
Links
(Auswahl: beachte).
Glossar,
Anmerkungen und Endnoten:
___
klare
direkte Sprache.
Sofern Persönlichkeiten
angegriffen werden, werden sie in ihrer
funktionalen Rolle oder
als
RepräsentantInnen und nicht als individuelle Menschen
attackiert. Natürlich können z.B. CIA-Gangster oder Wirtschaftskriminelle
der Deutschland AG auch gute Menschen, Eltern, Freunde oder Nachbarn sein.
> GIPT-Manifest.
___
Anklagepunkte
im Nürnberger Juristen-Prozess 1947. Die Anklagepunkte waren (in
Kurzform):1. Verschwörung zu Kriegsverbrechen oder Verbrechen
gegen die Menschlichkeit. 2. Kriegsverbrechen. 3. Verbrechen gegen die
Menschlichkeit. 4. Mitglied einer verbrecherischen Organisation. [Quelle
und mehr]
___
DDR-Material. > bibliogr.
 |
Aus der Tatsache, dass die DDR-Führung starke propagandistische
Interessen hatte, das konkurrierende Wirtschaftswunder Deutschland Adenauers
schlecht zu machen, lässt sich nicht folgern, dass die Daten frisiert,
gefälscht oder ganz falsch sind. Tatsächlich war es ja kein grundsätzliches
Problem, die in der Schrift bekannt gemachten Namen und Daten zu überprüfen.
Da die gesamte Führungsschicht der Adenauerära von Nazis, Exnazis,
ihren Apparatschiks und opportunistischen Mitläufern durchsetzt war,
und ganz besonders die bundes- republikanische Justiz, war man natürlich
bestrebt, dieser Veröffentlichung durch die Bewertung als bloße
Propaganda ihre erschütternde Brisanz zu nehmen. Unabhängige
Nachprüfungen des vergleichbaren Braunbuchs
von 1968 ergaben aber eine außergewöhnlich geringe Fehlerrate
von <1%. Aber trotz der propagandistischen Motivation, die im Westen
nicht minder vorhanden war und praktiziert wurde, handelt es sich hier
um ein außerordentlich wichtiges und wertvolles Dokument schon deshalb,
weil die Anschuldigungen grundsätzlich prüfbar sind. Das können
Sie z.B. für S. 13 selbst machen: |
Anmerkung: "früher" meint hier
zur NS-Zeit, also bis um das Kriegsende 1945. "heute" meint Zeit nach dem
Krieg bis 1959, Ausgabejahr der Broschüre.
Querverweise: Wikipedia: Ungesühnte
Nazi-Justiz [W],
Juristenprozess [W],
NS Prozesse (zu Verbrechen im Nationalsozialismus): [W],
Furchtbare Juristen [W],
Aufhebung von NS-Unrechtsurteilen [W],
Gesetz zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile in der Strafrechtspflege
1998, 2002 [W],
Volksgerichtshof [W], Sondergerichte der NS-Zeit [W],
Braunbuch [W] Original-Online-Version
des Braunbuchs von 1968 [O]
___
Schweizer Käse Metapher. Die
Schweizer-Käse-Metapher - Recht mit vielen Löchern - drückt
meine Meinung zur Rechtsstaatsmetapher nur unvollkommen und zu grob aus.
Besser trifft es folgendes weiß-grau-schwarzes Sprenkel-Bild mit
folgender Symbolik: Schwarz := Unrecht. Grau := Vermischtes, teilweise
Recht, teilweise Unrecht. Weiß := Recht. Dunkel und hell := mehr
oder weniger.
 |
Deutung: Der rechte obere Quadrant zeigt ziemlich viel
Anthrazit und Schwarz (BGH, BVerG mit ihren Nazi-Urteilen), links unten
ist ein heller Quadrant, der viel Recht symbolisiert, keine schwarzen Bereiche.
Die beiden anderen Quadranten repräsentieren ein "normales" Mittelfeld
an Recht- und Unrechtsprechung.
Rechtsstaaten könnte man interpretieren als solche, die mehr weiß
als grau und wenig schwarz enthalten und hierbei grundlegende Prinzipien
beachten, z.B.: unveräußerliche Menschenrechte, Gleichheit vor
dem Gesetz, echte Gewaltenteilung, Verhältnismäßigkeit
der Mittel, ausreichende Rechtsmittel und Verteidigungsmöglichkeiten,
Öffentlichkeit, angemessene Beweisanforderungen, Verständlichkeit
der Gesetze, Verordnungen und Anwendungen (Urteile, Beschlüsse, Erlasse). |
___
|
Moral und Kultur sind nur Makulatur, wie alle Krisen, Umbruch-
und Kriegszeiten zeigen - und die Tragödie und das Versagen der Guten
war immer, dass sie viel zu selten schlecht genug waren, um gut genug gut
sein zu können.
|
Querverweise
Standort: Kapitalrecht - Justizkritik.
*
IN-KIR: Dokumentation
von Affären, kriminellen Machenschaften, Inkompetenz und Versagen.
Überblick Forensische
Psychologie in der IP-GIPT.
Überblick Politische
Psychologie in der IP-GIPT
*
*
Dienstleistungs-Info.
*
Zitierung
Sponsel, Rudolf (DAS).
Unrecht im Namen des Rechts: Kapitalrecht - Justizkritik. Dokumente
und Materialien zum Thema Unrecht im Namen des Rechts, ermöglicht,
gedeckt und gefördert durch Politik, Macht und oberfaule Eliten. IP-GIPT.
Erlangen: http://www.sgipt.org/politpsy/recht/KapRech0.htm
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Ende Unrecht
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Relativ
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__Wichtiger
Hinweis zu Links und Empfehlungen
korrigiert: 15.02.09 irs
Änderungen wird
gelegentlich überarbeitet, ergänzt und vertieft * Anregungen
und Kritik willkommen
11.05.13 Neues Stichwort:
Abzocke.
* Rechtsbrüche in der EU ergänzt
* Bundesjustizministerium
und NS-Strafverfolgung *
09.05.13 Neues Stichwort:
Transparenz
*
Wies'n
Attentat_ Steckt der BND dahinter? * Bestechung.
Die Korruption greift in NRW um sich - Anstieg um 153 Prozent * EU
Geheimdienst *
04.05.13 Parapsychopathologische
forensische Gutachter - okkulte Nichtsachten * Bundesmarine
*
03.05.13 Zwei neue
Stichworte: Verfahrenseinstellungen
* Justizmobbing *
26.04.13 Justizirrtümer
(SpO)
21.04.13 Neues Stichwort:
Regierungs-
und Staatsverbrechen * Obama
* Verbrechen europäischer
Geheimdienste - der Fall Gulotta
*
07.04.13 Rechtsstaatvarianten.
* Neues vom Sachsensumpf.
04.04.13 Justizirrtümer
Bayern:
Der Fall Rupp zeigt extreme Schwächen.
31.03.13 Neues Stichwort:
Versicherungsrecht.
22.03.13 Bayern
* Zimmermann (Old Schwurhand)
ausgearbeitet.
13.03.13 Polizeigewalt
in Bayern (Statistik: von constant 130 pro Jahr jetzt auf 151 gestiegen:
Zunahme um 16%)
09.03.13 Aktualisierung:
Auf
dem rechten Auge blind - Fehlleistungen deutscher Justiz und Regierungen.
* Nürnberger Justiz
prüft sich selbst *
09.02.13 Nachtrag Richterkriminalität:
Ermittlungen
bestätigen: Bedienstete des Nürnberger Gerichts ... *
Polizeigewalt:
Nach Vorwürfen gegen Münchner Beamte ...
31.01.13 Bankster:
Beraten
und verkauft.
24.01.13 Psychiatrisierungsversuch
von Richter i.R. Heindl. [Wegen Unklarheiten entfernt]
21.01.13 Neues
vom Hesssischen Steuerfahnderskandal: Parnaoia-Affäre.
04.01.13 Neue
Psychiatrisierung
aus Hesssen, § 56 ZPO Variante, bekannt geworden.
01.01.13 Psychiatrisierung:
Neuer Fall Christidis aus Hessen bekannt geworden,
Missbrauch im Familienrecht.
23.12.12 ÄrztInnen,
PsychiaterInnen und PsychologInnen als willfährige Gutachter im Staatsauftrag.
* Psychiatrisierung
Neuer Fall aus Lüneburg (23.12.12)
22.12.12 Psychiatrisierung:
Fall
aus Pforzheim gemeldet (Eingang 22.12.12).
17.12.12 Polizeipsychiatrisierung
in Hessen, Der Fall Hippel (Augsburg) * "Rechtsgespräch,
Mannesmannrecht". *
04.12.12 Pflegeheim-Streit
Gefesselt und ruhiggestellt. Staatsanwaltschaft stellt das Verfahren
ein.
01.09.12 unschuldig-hinter-gittern-wie-die-deutsche-justiz-ihre-opfer-im-stich-laesst.
23.08.12 Bundeswehreinsätze
im Inland Karlsruhe fällt Katastrophen-Entscheidung.
13.07.12 Mappus,
Ministerpräsidenten.
11.07.12 Neu:
Bundestag
und Verfassungsschutz.
23.06.12 Neues
Stichwort: Korruption.
17.06.12 Sekundäre
Psychiatrisierungsopfer.
16.06.12 Ergänzungen
zu Tron - Tod eines Hackers.
08.06.12 Prügelnde
Polizisten: Gewalt ohne Folgen.
29.05.12 Hitlers
Gesetze und Erlasse gelten auch in der Bundesrepublik - zum Schutz
von Kriegsverbrechern..
23.05.12 Mord
oder Selbstmord: der Fall der Jugendrichterin Kirstin Heisig.
19.05.12 Psychiatrisierung.
16.05.12 BSG:
"Gerichtsentscheid: Stundenlohn von 5 Euro ist zumutbar.
10.05.12 Kommunen.
02.05.12 Weimarer
Justiz: Auf dem rechten Auge blind.
29.04.12 Parteien:
Schwarze
Kassen der CDU/CSU.
27.04.12 Thürnger
Verfassungsschutz ...
25.04.12 Staatsanwaltschaften.
15.04.12 Justizirrtum
Unschuldig verurteilt – und zur Kasse gebeten.
07.04.12 Neues
Stichwort: Wissenschaftstheorie. *
Justizirrtum und die unheilvolle Rolle der Psychiatrie: Der
Fall Ulvi Kulac ("Peggy") *
09.03.12 Rosenheimer
Polizeiskandal - Psychiatrisierung der Opfer scheint in Bayern in Mode
zu kommen.
07.03.12 Neues
vom Fall Gustl Mollath.
26.02.12 Fehlurteile
des Landgerichts München?
24.02.12 Amts-
und Gerichtssprache.
18.02.12 Verbraucherschutz.
27.01.12 Spendenbetrug
* Wegen Sexuellen
Missbrauchs frei gesprochen *
25.01.12 Psychiatrie-Fall
beschäftigt Karlsruhe.
23.01.12 Neues
Stichwort: Politik.
11.01.12 Stimmen
zum Fall Wulff * Containern * Welle
der Wahrheiten (NS) *
08.01.12 Bundespräsident.
01.01.12 Banken
und Geldinstitute.
25.12.11 Diehl.
20.12.11 Kirchprozess.
13.12.11 Stichwort
Stasi
aufgenommen.
27.11.11 Guttenberg
- kein Promibonus?
20.11.11 Auf
dem rechten Auge blind - Fehlleistungen deutscher Justiz und Regierungen.
18.11.11 Bundeswehr.
* Statistikfälschungen.
12.11.11 Neues
im Fall Gustl Mollath. * Neues
im Hessischen Steuerfahnderskandal.
08.11.11 Polizei.
31.10.11 Falschbeschuldigungen.
30.10.11 Liste
Youtube Videos zur Entnazifierung und Ausarbeitung
der NS-Verbrechen.
20.10.11 40
interessante Fragen eines poliitschen Künstlers an den Bundespräsidenten
zum Status Deutschlands.
19.10.11 Bundestrojaner.
08.10.11 Justizirrtum.
27.09.11 Bundesgerichtshof:
Lehman-Fehlurteil
27.08.11
EU Europäische Union * EZB
Europäische Zentralbank * Pacta
sunt servanda * SEK
- Sonder-Einsatz-Kommando: unverhältnismäßige
Einsätze * Jetzt reden
die Fahnder * Barschel wurde ermordet"
*
13.06.11 Neue
Stichworte: Verfassungsbrüche, Whistleblower.
29.04.11 Arbeitsgericht
Nürnberg gibt Quasi-Erpressung des BND und Arbeitsgebers recht.
* Geheimdienste *
01.04.11 Statistik
deutscher Rechtspflege.
24.01.11 Bundesverfassungsgericht
und Gewaltentrennung.
21.01.11 ZPO
§
522 Abs. 2.
16.01.11 Staatsterrorismus.
13.11.10 Trennung
Staat und Kirche seit dem Verfassungauftrag von 1919 unterlaufen.
25.10.10 "Das
Auswärtige Amt war eine "verbrecherische Organisation".
09.10.10 Kartellrecht.
29.09.10 Link:
Fehlurteil
BVerfG vom 9.2.10 zur Hartz IV. Bedarfsberechnung.
18.09.10 Neues
Stichwort: Stuttgart 21.
20.08.10 Neues
Stichwort: Richter-Kriminalität.
16.08.10 Bundesverfassungsgericht:
Haushaltsnotlage,
Sachsen-Skandal.
07.08.10 Bagatellverfahren
aufgenommen.
16.07.10 Ex-
IKB Chef Ortseigen Skandal-Urteil.
21.04.10 Bock-Gärtnerphänomene
in der deutschen Justiz.
20.04.10 Neuer
Steuerskandal in Hessen.
22.01.10 Kündigungsschutz
und Altersgrenze.
03.01.10 Justizreform.
22.12.09 Steuerfahnderdiskriminierung
in Hessen, Link: Was wussten Koch und Hahn?
15.12.09 Stichwort
Rechtsmissbrauch,
Literaturliste
Rechtsmissbrauch.
01.11.09 Lobbyismus.
07.08.09 Neue
Richtervereinigung.
26.07.09 Nachträge
Nachkriegseliten(IG-Farben
Manager)
05.06.09 Fälschung
der Arbeitsmarktstatistik, Kirchenpriviledien.
21.05.09 Recht,
Positives
Recht und Naturrecht.
21.03.09 Querverweise
Steueroasen.
18.03.09 Die
gegenwärtige Wirtschaftskrise ist eine Krise des Rechts.
08.03.09 Schneider
Immobilienskandal.
26.02.09 Boni
statt Mali, "Bundeslöschtage",
Cross-Border-Leasing,
Gewaltenteilung
auf dem Papier,
Im Namen des Volkes, Oligarchie,
Public
Private Partnership,
Pervertierung
des Leistungsprinzips,
Staatsverschuldung
*
24.02.09 Kreditabtretung.
23.02.09 Leuna:
das System Leuna.
20.02.09 Beispiel
Rechtsverdrehung
bei Zumwinkel, Prominente Steuersünder.
19.02.09 Heuschreckenrecht
Beispiel Märklin, Schweiz.
17.02.09 Steuerhinterziehung:Holzer
& Agnes Hürland-Büning, Puvogel
u.a.
Erg.
15.02.09 Überarbeitung
Editorial.
Nachträge/ Ergänzungen:Eigentum
verpflichtet, Entnazifizierung,
Literatur,
Justiz
und Rechtsstaat, Volksgerichtshof,
DDR-Material,
Rückwirkungsverbotund
Rentenbetrug
durch Verstoß gegen das Rückwirkungsverbot,
12.02.09 Ergänzungen
Nazijuristen.
11.02.09 Bundesfinanzhof:
Doppelter Betrug ... Rentenbetrug
durch Risikoverschleierung ...
09.02.09 Chemie-Schäden:Holzschutzmittel-Vergiftungen.
07.02.09 In memoriam
Steuerfahnder Klaus Förster: Aufdeckung des Flick-Skandals.
02.02.09 Neue
Stichworte: Arbeitssituation
und Arbeitsrecht, Wiedervereinigung;
Ergänzungen.
31.01.09 Entnazifizierung
u.a. Ergänzungen.
30.01.09 Steuerfahndung:
Frankfurter
Psychopathologisierungen.
27.01.09 Insolvenzrecht
gegen Arbeitnehmer, Hartz-IV, Nazi-JuristInnen
u.a. Nachträge
26.01.09 Aufnahme
Stichwort Werbung, ZumwinkelUrteil
u. weitere Einträge.
24.01.09 Nachträge,
Ergänzungen.