Internet Publikation für
Allgemeine und Integrative Psychotherapie
(ISSN 1430-6972)
Abteilung Politische Psychologie - Überblick
- Präambel
- Sprache -
IP-GIPT DAS=27.04.2002
Internet-Erstausgabe, letzte Änderung 11.3.13
Impressum:
Diplom-Psychologe Dr. phil. Rudolf
Sponsel Stubenlohstr. 20 D-91052 Erlangen
Mail:
sekretariat@sgipt.org_
Zitierung
& Copyright_
Anfang Sex. Mißbrauch Kath.
Kirchen u.a._Service_
Überblick_
Relativ
Aktuelles_Rel.
Beständiges Titelblatt_
Konzept_
Archiv_
Region__
_Wichtiger
Hinweis zu Links und Empfehlungen
Willkommen in der Abteilung Allgemeine und Integrative Politische
Psychologie, hier zum Thema Kriminalität und Sexueller Mißbrauch
in den Kirche und religiösen Organisationen, hier:
Materialien Sexueller Mißbrauch in den Katholischen
und anderen Kirchen oder Institutionen
mitgeteilt und kommentiert von Rudolf Sponsel, Erlangen
* Sexualität
für Priester und Nonnen * Sind
die katholischen Kinderschänder pädophil? *
Zum
Ausgleich: Staat zahlt 442 Millionen für Kirchengehälter.
Querverweise
_
Das Land der Richter
und Henker hat traditionell ausgezeichnete Fähigkeiten wegzuschauen,
auszublenden, zu verdrehen und abzuwehren.
Und am schlimmsten sind natürlich die Missbrauchenden, die auch noch
beanspruchen, Moral zu predigen oder Recht zu sprechen. Wer eine Vertrauenstellung
zum Missbrauch missbraucht, also doppelten Missbrauch betreibt, der sollte
von vorneherein auch mit dem doppelten Strafmaß bedacht werden.
Situation 2012 und
zu Anfang 2013
-
Vorwurf der Zensur. Bischöfe stoppen Missbrauchsstudie. Was
darf an die Öffentlichkeit, was soll im Verborgenen bleiben? Über
diese Frage hat die katholische Kirche mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer
gebrochen und ihm die Missbrauchsstudie entzogen. ..." [n24
9.1.13]
-
Missbrauch in der katholischen Kirche Papst tauscht Chefermittler aus.
"Papst Benedikt XVI. hat einen neuen Chefermittler für Missbrauchsfälle
in der katholischen Kirche ernannt. Ein überraschender Schritt: Der
bisherige Amtsinhaber Charles Scicluna galt als entschlossener Aufklärer.
Der amerikanische Geistliche Robert Oliver übernimmt den Posten. ..."
[SpO
22.12.12]
-
Sexuelle Übergriffe Priester gibt Teenagern Schuld an Missbrauch.
"Wer ist verantwortlich, wenn sich Priester an Minderjährigen vergehen?
Die Jugendlichen selbst, sagt der New Yorker Geistliche Benedict Groeschel
- und sorgt damit für Entsetzen. Mittlerweile hat sich der 79-jährige
Fernsehpfarrer entschuldigt: Sein Verstand sei nicht ganz klar gewesen.
..." [SpO
31.8.12]
-
Trier Bischof entlässt Priester wegen Missbrauchs. "Der Trierer
Bischof Stephan Ackermann hat erstmals einen Geistlichen seines Bistums
wegen sexueller Übergriffe aus dem Klerikerstand entlassen. Der Mann
soll fünf Jungen missbraucht haben. ..." [SpO
13.07.12]
-
Große Angst vor weiteren Enthüllungen. "Vier Tage lang
haben etwa 200 Würdenträger der katholischen Kirche auf einer
Tagung in Rom über Maßnahmen beraten, wie sexueller Missbrauch
verhindert werden kann. Am Rande des Treffens wurde aber deutlich, wie
groß die Sorge ist, den Skandal längst nicht überwunden
zu haben. ..." [TS
6.2.12]
Eindrücke 2010-03: Es
scheint, als sei 2010 der Damm endgültig gebrochen. Alle rechtswidrigen,
kriminellen, hinterhältig-verlogenen Abwehr- und Unterdrückungsmanöver
scheinen völlig zusammengebrochen und eine sintflutartige Lawine von
vielfältigen Missbrauchsvorwürfen stürzt derzeit über
die katholische Kirche an allen Ecken und Enden herein (> Medienaufdeckungswelle
2010). Man muss vielleicht auch schon daran denken, dass so manche
Trittbrettfahrer- und GeschäftemacherInnen die "Gunst" der Stunde
für sich nutzen können möchten. Eine andere Gefahr ist bei
diesem Missbrauchs-Tsunami, all die vielen anderen religiös verirrten,
verwirrten und soziopathischen Fehlhaltungen (z.B. in der Frauenfrage,
Auserwähltwahn,
Ethnozid
der Missionierung, die Geld- und Raffgier durch das kirchliche Finanzierungssystem
- aus dem im 11. Jahrhundert auch der Zölibat
entstand) zu übersehen - auch bei anderen Kirchen, religiösen
Organisationen und Gruppierungen oder anderen Institutionen (z.B. reformpädagogische
Odenwaldschule). Das Gute am Schlechten für die katholische Kirche
ist die große Chance nun, sich von Fehlhaltungen und Irrungen
zu entrümpeln und zu läutern. Vergegenwärtigt man sich aber
die Jahrtausende währende schreckliche Kriminalgeschichte des Christentums
von Deschner,
so hege ich nicht viel Hoffnung, dass ihr das gelingen kann. Die Kirche
war über Jahrhunderte hinweg nichts anderes als eine kriminelle Vereinigung
(> Verbrechen).
Die vom Papst
im Hirtenbrief vom 19.3.10 zum sexuellen Missbrauch in Irland erkannten
Fehler sind zwar alle richtig, erfassen aber allenfalls die Hälfte
der wirklich zugrunde liegenden Faktoren. Der Papst erkennt richtig:
-
unangemessene Verfahren zur Feststellung der Eignung von Kandidaten für
das Priesteramt und das Ordensleben.
-
nicht ausreichende menschliche, moralische, intellektuelle und geistliche
Ausbildung in Seminaren und Noviziaten.
-
eine fehlgeleitete Sorge für den Ruf der Kirche und die Vermeidung
von Skandalen.
Der systemische Faktor wird nicht genannt; weder die diktatorisch-autoritäre
Führungsstruktur - die im Unfehlbarkeitsdogma gipfelt - noch der unnatürliche
und menschenrechtsfeindliche männerbündische Kultus und schon
gar nicht die unnatürliche, lebensfeindliche, Priester und Menschen
heillos überfordernde Sexuallehre. Dazu gehört der absurde Führungsanspruch
in Moral- und Gesellschaftsfragen, und die weitgehende Verleugnung, Ausblendung
oder gar Verdrehung der verbrecherischen Geschichte der katholischen Kirche,
was eine echte Aufarbeitung ziemlich unmöglich macht. Der Kern der
paranoiden Pathologie biblischer Grundüberzeugung, der Auserwähltheitsanspruch
und der Missionierungsdrang
werden nicht nur nicht wahrgenommen - was der erste Schritt zur Problemlösung
wäre - sondern obendrein sogar noch für richtig gehalten.
Abwehrstrategien
der katholischen Kirche:
-
Kirche wehrt sich gegen Zensur-Vorwürfe. "Nach dem Abbruch der Missbrauchsstudie
wehrt sich katholische Kirche nun juristisch gegen den Vorwurf der Zensur,
den der Direktor des mit der Studie beauftragten Forschungsinstituts, Christian
Pfeiffer, erhebt. ..." (FR
131.1.13)
-
Die Kirchenfürsten versuchen derzeit (Ende März 2010) in den
Medien den Eindruck zu erwecken, als sei der sexuelle Missbrauch in der
katholischen Kirche "nur" ein Problem der unteren Ränge. Hierbei vergißt
man allzu gerne das treffliche Sprichwort:
_
|
Der
Fisch stinkt vom Kopf her.
Die autoritären, rechtsfremden und intransparenten Strukturen und
abwegigen Lehren sind zuallererst vom Papst, von den Kardinälen, Erzbischöfen
und den Bischöfen zu verantworten. Die wirklich verantwortlichen geistigen
und "moralischen" Väter der Täter sind daher in den Führungsstrukturen
zu suchen. Und so scheint auch in der katholischen Kirche das allgemeine
Rechtsverdreher-Prinzip zu gelten: Die Kleinen hängt man und die Großen
läßt man laufen. Die anständigsten und besten Priester
findet man wahrscheinlich meist in den unteren Rängen. Sollten sich
wirklich weltweit nur die unteren Ränge vergriffen haben und nie die
ehrgeizigen oder skrupellosen Karrieristen? Als hilfreich aufklärerisch
können sich in diesem Zusammenhang auch das historische Werk "Das
Sexleben der Päpste" oder viele andere Insiderberichte (z.B. von
Mynarek)
erweisen. Also bitte nicht vergessen: Der Fisch stinkt gewöhnlich
vom Kopf her. |
_
-
Verleugnung der systemischen Verantwortung. Das waren nicht nur "Betriebsunfälle"
einzelner "Verirrter".
-
Verleugnung der persönlichen Verantwortung.
-
Bagatellisierung der Bedeutung.
-
Bagatellisierung durch Berufung auf eine andere Zeit mit anderen Sitten
und Gebräuchen.
-
Ausweichen auf "wenige" Einzelfalle.
-
Ausweichen auf die Vergangenheit ("lange zurück" mit dem Tenor heute
sei alles ganz anders).
-
Verleugnung der Abschottungs,-, Unterdrückungs-, Separierungs- und
Vertuschungsmotive.
-
Verleugnung der extremen Fehlleistungen, Kinder und Jugendliche weiterhin
überführten TäterInnen auszusetzen.
-
Verleugnung der besondere Meßlatte, die an selbsternannte Moralführer
anzulegen sind.
-
Falsche Rationalisierungen der Motive der TäterInnen, die meist alles
andere als "pädophil"
sind.
-
Verleugnung des Anspruchs auf eigene, gesetzlich nicht fundierte Voruntersuchungsprivilegien
("Kirchenrechtsstaat" im Rechtsstaat)
-
Rationalisierung der Hintergründe ("sexuelle Revolution" oder Übersexualisierung
der Gesellschaft sei schuld oder mitschuld).
-
Verleugnung der Tatsache, dass ein völlig unnatürliches und absonderliches
Verhältnis zur Lebenslust und Sexualität besteht, d.h. eine vorsintflutliche
und abweichende Sexualauffassung, die besser in ein Lehrbuch der Sexualpsychopathologie
passt.
-
Verleugnung der Tatsache, dass die katholische Kirchenorganisation (streng
hierarchisch, Kadavergehorsam; Unfehlbarkeit des Papstes) mit ihrer männerbündischen
und abnormen Frauenfeindlichkeit - die mit den allgemeinen
Menschenrechten nicht zu vereinbaren ist - die sadistischen Gewaltrituale
fördert.
-
Bock-Gärtner-Spiele,
indem nicht immer echt unabhängige (unbefangene) UntersucherInnen
beauftragt wurden.
-
Öffentliche Lippenbekenntnisse, dass man nun alles ganz anders und
richtig machen wolle. Tiefe Betroffenheit, echtes Schulderleben und tätige
Reue sieht anders aus als was bislang in den öffentlichen Auftritten
wahrzunehmen war.
-
...
_
Die folgenden Materialien sind nicht vollständig und auch aufgrund
der zur Zeit sich überschlagenden Meldungen "nur" eine Auswahl. Im
wesentlichen ging es zu Beginn der Dokumentation im April 2002 darum, aufzuzeigen,
dass es sich nicht nur um wenige Einzelfälle handelt. Das wird aber
inzwischen wohl kein einigermaßen kritischer Zeitgenosse noch behaupten
wollen.
Materialien
nach Quellen und Meldungen
Chronik
der Missbrauchsaufdeckung 2010.
Themenwoche
in 3sat vom 4.9. - 10.9.11.
_
Bibliographie.
M41.1
Untersuchung zu Missbrauch im Kloster Ettal 150 Seiten voll harter Wahrheit
"Kloster Ettal stellt Studie über sexuellen
Missbrauch vor. Schläge, sexuelle Übergriffe und eisernes Schweigen:
Eine Studie versucht zu erklären, wie es im Klosterinternat in Ettal
zu all jenen Fällen von Missbrauch und Gewalt kommen konnte - und
warum es so lange dauerte, bis die Quälereien ans Licht kamen. ..."
[SZ
7. 3.13]
M78
Skandalöses Kirchenbuch Tiefe Einblicke in die Welt der Scheinheiligen
"Lesbischer Sex, Giftmord, Neuscholastik: Der Kirchenhistoriker Hubert
Wolf enthüllt einen Skandal mit theologischer Dimension. Die Geschichte
spielt in einem Nonnenkloster. Einer der Verurteilten schrieb Dogmen für
den Papst. ..." [SZ
17.2.13]
M77
Katholische Kirche in Niederlanden Kastriert im Namen des Herrn
"Die katholische Kirche in den Niederlanden ließ 1956 einen Jungen
kastrieren - angeblich, um ihn von seiner Homosexualität zu heilen.
Diesen und mögliche weitere Fälle erwähnt ein Bericht über
Missbrauch in der Kirche nicht, obwohl die Verfasser davon wussten. Der
Skandal wird politisch. ..." [SpO
4.512]
M76
Katholischer Orden Legionäre Christi unter Missbrauchsverdacht
"Es geht um mindestens sieben Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs
Minderjähriger: Die Legionäre Christi haben dem Vatikan mehrere
mutmaßliche Vergehen ihrer Priester gemeldet. Der verstorbene Gründer
Marcial Maciel Degollado brachte den Orden in Verruf, weil er sich an Kindern
vergangen hatte. ..." [Sp
11.5.12]
M75
Bistümer wehren sich gegen Aufarbeitung des Missbrauchsskandals durch
das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen.
"Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen stößt
bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche
immer noch auf Widerstand. Im vergangenen Sommer hatte die Deutsche Bischofskonferenz
das Institut beauftragt, in einem dreijährigen Forschungsprojekt die
Personalakten der Kirche auf Missbrauchsfälle zu untersuchen. Die
Bistümer Hildesheim und Trier stellten Akten für erste Auswertungen
zur Verfügung; inwieweit die anderen 25 deutschen Diözesen ihre
Personalakten übergeben, ist aber immer noch nicht ganz geklärt.
...[Spiegel
22.4.2012]
M74
Prozess in Braunschweig. Pfarrer gesteht hundertfachen sexuellen Missbrauch
"Er machte mit ihnen Urlaub und ließ sie bei sich übernachten:
Ein katholischer Priester aus Niedersachsen hat vor Gericht zugegeben,
mehrere Jungen in insgesamt 280 Fällen sexuell missbraucht zu haben.
Der Geistliche erhofft sich durch sein Geständnis offenbar eine mildere
Strafe. ..." [Spiegel
12.1.12]
M73
Missbrauch entsetzt Niederländer Studie: Kirche verschwieg das Thema
jahrzehntelang
"Bischöfe und hohe Funktionäre der Niederlande reagierten
am Freitag geschockt auf die Veröffentlichung eines Reports über
sexuellen Missbrauch in kirchlichen Einrichtungen. Von zehntausenden Opfern
ist die Rede - und von einem systematischen Schweigen. ... Der Report,
veröffentlicht von einer unabhängigen Kommission unter Leitung
des ehemaligen Bildungsministers Wim Deetman, kommt zu dem Ergebnis, dass
von 1945 bis 1985 zwischen 10 000 und 20 000 Minderjährige Opfer sexuellen
Missbrauchs wurden. Diese Fälle ereigneten sich in katholischen Internaten
und Schulen, Kinder- und Waisenhäusern. Bei einigen tausend dieser
Fälle soll es sich um schweren Missbrauch gehandelt haben. Die Kirchenleitung
hätte diese Problematik wissentlich verschwiegen. Interne Maßnahmen
seien nicht ergriffen worden, um mögliche Skandale zu verhindern.
Zudem habe es für die Betroffenen keine angemessene Hilfe gegeben.
..." [Tagesspiegel
17.12.11]
M72 Missbrauchsfall
Salzgitter
"Unbekannter verprügelt Pfarrer im Gefängnis. Er hat gestanden,
drei Minderjährige missbraucht zu haben und sitzt in Untersuchungshaft:
Ein katholischer Priester aus Salzgitter ist im Gefängnis verprügelt
worden. Den Angriff verübte offenbar ein Vermummter. ... [Spiegel
21.7.2011]
M71
Kindesmissbrauch: Irischer Premier erhebt schwere Vorwürfe gegen den
Vatikan
"Premier Kenny: Vatikan stellte Reputation vor Schutz von Kindern.
"Abgehoben, elitär und narzisstisch": Irlands Premier Enda Kenny schimpft
im Zusammenhang mit einem neuen Report auf den Vatikan. Dieser habe Kindesmissbrauch
gezielt verharmlost und offizielle Untersuchungen behindert. Ein Bericht
aus der Diözese Cloyne erzürnt Irlands Premierminister Enda Kenny.
Mit scharfen Worten kritisierte er bei einer Sondersitzung den Vatikan
für seinen Umgang mit Fällen von Kindesmissbrauch. "Erstmals
in Irland wird in einem Report über Kindesmissbrauch dargestellt,
dass der Heilige Stuhl versucht hat, in einer souveränen Republik
Untersuchungen zu behindern", sagte Kenny mit Blick auf den in der vergangenen
Woche vorgestellten Bericht einer Regierungskommission. ..." [Spiegel
20.7.2011]
M70
"Missbrauchsopfer klagen an. Die katholische Kirche zögert bei Entschädigungen.
Mehrere Opfer aus dem Baden-Württembergischen Oberharmersbach,
die zum Teil bis zu 900-mal sexuell von einem Pfarrer missbraucht wurden,
kämpfen seit über einem Jahr um eine finanzielle Entschädigung.
Die katholische Kirche machte aber erst im März ein erstes konkretes
Angebot von 5.000 Euro. ..." [Report
Main7 6.6.11]
M69
Jesuiten Opfer wütend über geringe Entschädigung
-
"Im Skandal um Missbrauch in kirchlichen Einrichtungen lehnen Opfer das
Angebot des katholischen Jesuiten-Ordens auf Entschädigung als zu
niedrig ab. Die in Aussicht gestellten 5000 Euro empfinden sie als Hohn.
..." [Fokus
27.1.11]
Ein Billionenvermögen und jährlich
über 20 Milliarden Euro Zuwendungen reichen natürlich nicht ...
Und Gottes Wort - Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass
ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.“ (Mk 10,25) - scheinen sie auch
nicht zu fürchten (sonst wären sie ja arm), was konsequent durchdacht
auf der Handlungsebene eigentlich ein klares Bekenntnis zum Atheismus nahelegt.
M68
Moralischer Abschaum im Erzbistum München auch unter Ratzinger (inzwischen
befördert zum Papst)
Es wird immer schlimmer mit den kriminellen Machenschaften, die sich
in der katholischen Kirche bei Missbrauchsfällen entwickelt und etabliert
hatten. Und es zeigt sich abermals: der schlimmste moralische Abschaum
fand sich unter den Röcken derer, die im Namen Gottes Moral predigen
und sich auch noch erdreisteten, allen anderen in moralischen Fragen voranstehen
zu wollen.
-
"Akten über die Verfehlungen des Papstes vernichtet. Der neue
Kardinal Marx von München-Freising lud anlässlich der Vorstellung
eines Gutachtens von Rechtsanwältin Marion Westphal über die
Fälle sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche durch katholische
Pfarrer, Lehrer, Laienhelfer und Aufsichtspersonen des Erzbistums München-Freising
zur Pressekonferenz. ... Alle, wirklich alle Eintragungen in Personalakten,
die den damaligen Kardinal Ratzinger betrafen, den heutigen Papst Benedikt,
wurden entfernt, bzw. vernichtet. Eine Aktion vergleichbar mit jener der
Stasi, als die DDR in Auflösung begriffen war. Lediglich eine einzige
Erwähnung von Kardinal Ratzinger blieb in den Akten, als er ausnahmsweise
einmal darauf bestand, der schuldige Pfarrer würde wirklich nicht
mehr im Pfarreidienst bleiben können. ..." [BU
7.12.10]
-
"System der Vertuschung und Verharmlosung. Erzbistum München
und Freising legt Bericht über Missbrauch durch Kleriker vor - Fast
400 Fälle seit 1949. Anwältin berichtet von Aktenvernichtung
und Selbstmitleid der Täter; Kardinal Marx bittet Opfer um Vergebung
... " [WO
6.12.10]
-
"Vertuschung von Missbrauchsfällen: Gutachterin legt Finger in
Wunden der Kirche. Die Missbrauchsaffäre in der katholischen Kirche
sorgt weiter für Zündstoff. Systematische Vertuschung und Aktenvernichtung
- eine Gutachterin in München zieht schonungslos Bilanz. Auch Papst
Benedikt XVI. entgeht der Kritik nicht. ..." [stern
4.12.10]
-
"Missbrauch: Erzdiözese München legt Abschlussbericht vor.
Von 1945 bis 2009 wurden in der Erzdiözese 159 Priester wegen sexueller
Übergriffe an Minderjährigen "auffällig" ..." [kathweb
3.1.210]
M67
Sexueller Missbrauch von Minderjährigen. Priester zu sieben Jahren
Haft verurteilt
-
"Kassel (RPO). Wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger in 155 Fällen
und wegen des Besitzes von Kinderpornografie hat das Landgericht Kassel
am Donnerstag einen 50-jährigen Ordenspriester zu sieben Jahren Freiheitsstrafe
verurteilt. Der geständige Ordensmann, der noch bis Mai in der Seelsorge
im hessischen Fritzlar tätig war, hatte die Taten zwischen 1992 und
2003 begangen. Die sechs Opfer waren alle Ministranten und damals bis zu
14 Jahre alt. ..." [RP
25.11.10]
M66
Missbrauchsopfer packen aus
-
"Berlin – Aus den Einzelfällen ist eine wahre Flut geworden. Was mit
Berichten von lange zurückliegendem Kindesmissbrauch am Canisius-Kolleg
in Berlin oder an der Odenwaldschule begann, hat inzwischen zu über
8000 Berichten Betroffener bei der im März eingerichteten Hotline
der Bundesregierung geführt. ... [SK
26.11.10]
-
Über 600 Sexualdelikte gemeldet": "Bei der Ende März gestarteten
Hotline der Bischofskonferenz haben Missbrauchsopfer inzwischen 664 Sexualdelikte
im kirchlichen Umfeld gemeldet. Dies geht aus einem Zwischenbericht hervor.
432
dieser Delikte wurden nach Angaben der Opfer durch Priester oder Ordensleute
begangen. Daneben wurden 393 Sexualdelikte benannt, die außerhalb
der Kirche verübt wurden. 16,1 Prozent aller Opfer gaben an, einmal
missbraucht worden zu sein. 69,8 Prozent seien mehrmals und 14,1 Prozent
andauernd missbraucht worden. Insgesamt führten die Berater 3431 Gespräche,
213 Menschen ließen sich über Internet www.hilfe-missbrauch.de
beraten. Weitere 22 845 Menschen holten sich dort Informationen. ... "
[NN 25.11.10, S. 6]
M65
Belgien: 475 Fälle sexuellen Missbrauchs in der Katholischen Kirche
-
"Belgien: 475 Fälle sexuellen Missbrauchs in der Katholischen Kirche.
Einem jetzt veröffentlichten Untersuchungsbericht der von der Bischofskonferenz
eingesetzten Kommission zufolge hat der Missbrauchsskandal in der belgischen
Kirche wohl weitaus größere Ausmaße als bislang angenommen.
Dem von der Kommission in Brüssel vorgestellten Bericht nach haben
Priester und Religionslehrer bis in die 80er Jahre mindestens 475 Kinder
sexuell missbraucht. Das jüngste Opfer soll nach Angaben im Alter
von zwei Jahren von einem Geistlichen missbraucht worden sein. ... " [TN
11.9.10]
M64 Vatikan schweigt
zu «Geheimdossier Mixa»
Zur neuen vom Vatikan verkündeten Offenheit
im Umgang mit Fehlverhalten von Kirchenfunktionären (Auswahl):
"Vatikan schweigt zu «Geheimdossier Mixa».
Rom/Augsburg/Würzburg (dpa) - Der Vatikan schweigt zum angeblichen
«Geheimdossier Mixa», das laut Medienberichten dem zurückgetretenen
Augsburger Bischof Alkoholismus und homosexuelle Belästigungen vorhält.
... " [SZ 21.6.10]
"Der "Geheimdienst" des Vatikans und der Fall
Mixa. Walter Mixa und kein Ende: Ein vatikanisches Dossier zeichnet
ein trübes Bild des Augsburger Ex-Bischofs. Dass es jetzt bekannt
wurde, dürfte kirchenpolitisch kein Zufall sein. ... " [WO
21.6.10]
"Neue Vorwürfe gegen Ex-Bischof: Mixa
und die keusche Hure. Schrill und dramatisch offenbart die Affäre
Mixa das existenzielle Dilemma der katholischen Kirche: Sie kann ihre
Priesterkaste nicht reformieren, ohne die eigene Existenz aufs Spiel zu
setzen. Der Fall rund um den früheren Augsburger Bischof hat eine
Größenordnung und Peinlichkeit angenommen, die selbst hartgesottenen
Kritikern der Kirche kaum noch rechte Freude bereiten dürfte. Zu tragisch
ist das, was sich dieser Tage einer zunehmend angewiderten Öffentlichkeit
bietet. Wenn nicht aller Anschein trügt, ist Walter Mixa ein schwer
kranker Mann, dem endlich und energisch geholfen werden sollte, auf den
Boden der Realität zurückzukehren...." [Stern
21.6.10]
M63
"Sexueller Missbrauch und Körperverletzung auch im Kloster Metten.
Den Kopf gegen die Tafel geschlagen, Stockhiebe auf den Hintern: Auch
im niederbayerischen Kloster Metten sind Fälle von sexuellem Missbrauch
und Körperverletzung aufgedeckt worden. ... Neben diesen 35 bis 50
Jahre zurückliegenden Taten gebe es auch einen aktuellen Fall. Im
Jahr 2007 habe ein Ordensmitglied einem 13-jährigen Schüler „mehrere
SMS pubertär- sexuellen Inhalts geschickt“. " [AZ
31.3.10]
M62
Missbrauch gedeckt? "Ich bringe den Papst vor Gericht"
"Papst Benedikt XVI. 55 Prozent misstrauen dem Papst » Papst
unterzeichnete Brief zu Missbrauch » Ratzinger ließ Pfarrer
davonkommen » ... Zwischen 1950 und 1975 hatte der Priester Lawrence
Murphy mindestens 200 taubstumme Buben in einem Heim im US-Staat Wisconsin
missbraucht. Papst Benedikt war über Missbrauch voll informiert. Der
Fall landete, so die jetzt aufgetauchten Dokumente, Mitte der Neunziger
im Büro des damaligen Kardinals Joseph Ratzinger, dem damaligen Präfekten
der Glaubenskongregation des Vatikans. Der heutige Papst war demnach nicht
nur vollständig über den Skandal informiert, sein Büro entschied
1996 auch: Keinerlei Konsequenzen sollte es gegen Murphy geben, der zwei
Jahre später verstarb (siehe auch links). Der Grund: Der Priester
hatte seine Sünden gebeichtet. ..." [oe24.at
29.3.10]
M61
Bistum Trier: Missbrauchsvorwürfe gegen 20 Priester
"Im Bistum Trier sind zahlreiche neue Fälle sexuellen Missbrauchs
bekannt geworden, fünf davon wurden bereits der Staatsanwaltschaft
übergeben. Das Ausmaß sei "erschreckend", sagte Bischof Ackermann.
Er forderte weitere Opfer auf, sich zu melden. ..." [Spiegel
29-3-10]
M60
Hirtenbrief des Papste zu den ca. 14.500 Fällen in Irland [Wortlaut
WO 20.3.10]
Der Spiegel berichtet (20.3.10)
aus dem Hirtenbrief zu den vom Papst postulierten Ursachen (fett-kursiv
von RS):
"'Das Problem des Missbrauchs von Kindern sei "weder
ein rein irisches noch ein rein kirchliches', erklärt der Papst weiter.
Als entscheidend mitverantwortliche Faktoren nennt er unter anderem unangemessene
Verfahren zur Feststellung der Eignung von Kandidaten für
das Priesteramt und das Ordensleben sowie eine nicht ausreichende
menschliche, moralische, intellektuelle und geistliche Ausbildung in Seminarien
und Noviziaten. Außerdem kritisiert er 'eine fehlgeleitete
Sorge für den Ruf der Kirche und die Vermeidung von Skandalen'.
Jetzt müsse 'dringend gehandelt werden, um diese Faktoren anzugehen.'"
Kommentar: Das ist zwar richtig, aber bestenfalls
nur die halbe Wahrheit (> Abwehrstrategien).
M59
Diözese Rottenburg-Stuttgart
"Kommission Sexueller Missbrauch der Diözese befasste sich mit
neuen Hinweisen. Sitzung der Kommission Sexueller Missbrauch am Donnerstag,
18. März. Mit sieben neuen Hinweisen auf sexuelle Übergriffe
durch Priester der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat sich die durch
Bischof Gebhard Fürst im Jahr 2002 eingesetzte Kommission Sexueller
Missbrauch in ihrer turnusmäßigen Sitzung befasst. ..."
[DRS
18.3.10]
M58
Österreich: Die Machtlosigkeit der Opfer
Protokoll eines Missbrauchsskandals in Österreich: Jahrelang schützte
die Kirche einen Pfarrer. Als ihn ein Kirchengericht schuldig sprach, hob
es der Vatikan wieder auf. ..." [Zeit
19.3.10]
M57 Bistum
Chur (Schweiz)
"Im Bistum Chur werden derzeit rund zehn Verdachtsfälle von sexuellem
Missbrauch untersucht. Das sagte Bischofsvikar Christoph Casetti. Hinweise
habe das Bistum von Opfern, Opferangehörigen und von Drittpersonen
bekommen." [Radio
Vatikan 20.3.10]
M56
Schweiz: Auch Kloster Einsiedeln betroffen
"In der Stiftsschule Einsiedeln ist es seit den 70er-Jahren mehrmals
zu sexuellen Übergriffen auf Schüler gekommen. Das bestätigte
der Abt des Schweizer Benediktinerklosters, Martin Werlen, gegenüber
dem Schweizer Fernsehen am Freitagabend. Konkret wisse er von drei Brüdern,
welche sexuelle Übergriffe verübt hätten. Sie würden
weiterhin beschäftigt, denn man wolle ihnen eine zweite Chance geben.
Die drei Benediktiner hätten eine Therapie gemacht und den Arbeitsbereich
gewechselt, sagte Werlen. Auf eine Anzeige habe man aus Gründen des
Opferschutzes verzichtet. ..." [Radio
Vatikan 20.3.10]
M55
Aachener Bischof schickte Kinderschänder in Pfarre
"Aachen. Nur scheibchenweise offenbart sich das Ausmaß der Missbrauchsskandale
im Bistum Aachen. Mehr als ein halbes Dutzend Fälle, in denen Priester
aus der Diözese in vergangenen Jahrzehnten des sexuellen Missbrauchs
von Kindern überführt wurden, sind mittlerweile bekannt. ..."
[AZ
20.3.10]
M54
Benedikt XVI. und der Missbrauchsskandal Pädophiler Priester
in Bischof Ratzingers Bistum
"Im Missbrauchsskandal gerät der Papst unter Druck: Zu seiner
Amtszeit als Erzbischof von München und Freising hat er den Umzug
eines pädophilen Priesters nach Oberbayern gebilligt, wo sich der
Mann erneut an Kindern verging. Die Erzdiözese München und Freising
hat schwere Fehler eingeräumt. ..." [BR
12.3.10]
M53 Kolleg
St. Blasien
"Kolleg St. Blasien: Der geständige Pater war von 1982 bis 1984
auch am badischen Kolleg Sankt Blasien tätig. Zunächst melden
sich zwei Opfer des früheren Lehrers für Deutsch, Religion und
Sport. ..." [Zeit
12.3.10]
M52
Internat der Heiligen Familie in Biesdorf
"Internat der Heiligen Familie in Biesdorf: Im früheren Internat
der Heiligen Familie in Rheinland-Pfalz wurde Mitte der 60er Jahre ein
Schüler von einem Ordensmann missbraucht. Die Missionare der Heiligen
Familie sind eine internationale katholische Ordensgemeinschaft.
..." [Zeit
12.3.10]
M51
Saarländisches Gymnasium
"Johanneum in Homburg/Saar: Zwei Ordensleute stehen im Verdacht, vor
rund 25 Jahren in dem damaligen Internat des saarländischen Gymnasiums
Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht zu haben. ..." [Zeit
12.3.10]
M50
Bistum Bamberg
"Aufseesianum in Bamberg: Zwei Betroffene bringen Missbrauchsfälle
aus den 60er und 70er Jahren in dem katholischen Internat ans Licht. Zuvor
waren Fälle im Bamberger Internat Ottonianum bekanntgeworden. ..."
[Zeit
12.3.10]
M49
Sankt-Ansgar-Schule in Hamburg:
"Nach Veröffentlichung erster Taten in Berlin sprechen ehemalige
Schüler über Missbrauch auch an diesem Gymnasium. Ein Jesuitenpater,
der Missbrauch von Canisius-Schülern eingeräumt hatte, war von
1979 bis 1982 Lehrer an Sankt Ansgar. ..." [Zeit
12.3.10]
M48 -
Aloisius-Kolleg in Bonn:
"Anfang Februar berichtet erstmals ein Opfer über sexuellen Missbrauch
in der zweiten Hälfte der 80er Jahre an diesem katholischen Gymnasium
des Jesuiten-Ordens. Später werden weitere Fälle des Missbrauchs
an Schülern durch Lehrer bekannt. ..." [Zeit
12.3.10]
"Konvikt St. Albert in Rheinbach: An der Vorläuferschule
des heutigen Vinzens-Palotti-Kollegs der Pallotiner-Gemeinschaft bei Bonn
werden drei Fälle aus den 60er Jahren bekannt. Die Pallotiner sind
eine Gemeinschaft apostolischen Glaubens in der katholischen Kirche.
..." [Zeit
12.3.10]
M47
Sexueller Missbrauch bei Kapuzinern
"... Auch in einem Studienseminar der Kapuziner in Burghausen (Bayern)
hat es Fälle von sexuellem Missbrauch gegeben. Der Direktor der schulischen
Einrichtung verging sich im Schuljahr 1984/85 an Jugendlichen. Das teilte
die Provinz der Bayerischen Kapuziner in München mit. ..." [Bild
4.3.10]
M46
Bistum Mainz: Verdacht auf sexuellen Missbrauch in früherem Jungen-Internat
"Im Bistum Mainz soll es in den Siebzigern in einem katholischen Konvikt
zu sexuellem Missbrauch gekommen sein. Ein neuer Fall wird auch aus Sachsen
gemeldet. ... " [Zeit
10.3.10]
"Caritas und Bistum Mainz. Neue Missbrauchs-Vorwürfe.
Der Missbrauchsskandal in kirchlichen Kindereinrichtungen weitet sich aus:
Auch im Knabenkonvikt
Bensheim und im Kinderheim Vincenzhaus in
Hofheim
soll es Misshandlungen und sexuellen Missbrauch gegeben haben. ... [hr
10.3.10]
"Knabenkonvikt Bensheim: In dem früheren hessischen
Internat des Bistums Mainz sollen ein Sozialarbeiter und ein Priester in
den 60er und 70er Jahren Schüler sexuell missbraucht und misshandelt
haben. ..." [Zeit
12.3.10]
M45
Neue Verdachtsfälle in Bistümern Limburg und Fulda
"Limburg/Fulda (RPO). In den katholischen Bistümern Limburg und
Fulda sind am Dienstag weitere Verdachtsfälle auf sexuellen Missbrauch
durch Kirchenbedienstete bekannt geworden. Ein Vorwurf bezieht sich auf
den ehemaligen, inzwischen verstorbenen langjährigen Leiter der weltbekannten
Limburger Domsingknaben. ..." [RPO
9.3.10]
"Stiftsschule Amöneburg: Zwei ehemalige Schüler
der hessischen Einrichtung geben beim Bistum Fulda an, sie seien dort 1976
von einem pädagogischen Laienmitarbeiter missbraucht worden. ... "
[Zeit
12.3.10]
M44
Bistum Fulda im Fokus
" ... Ebenfalls am Freitag wurden mutmaßliche Missbrauchsfälle
aus dem Bistum Fulda bekannt. Dort werden ein Priester, ein Lehrer und
ein ehrenamtlicher Mitarbeiter eines Jugendverbandes beschuldigt, sich
an Minderjährigen vergriffen haben. ... [Focus
5.3.10]
M43
Sexueller Missbrauch auch an hessischer Eliteschule (Odenwaldschule)
"Odenwaldschule. Missbrauch mit System. Die Zahl der Opfer sexuellen
Missbrauchs an der Odenwaldschule ist noch höher als bisher bekannt.
Aus einem Abschlussbericht geht hervor, dass an der Schule 132 Schüler
sexuell ausgebeutet wurden. ... Davon waren 115 männlich und 17 weiblich.
...Geld für Therapien fehlt ... " [FR
17.12.10]
"Nach den Missbrauchsfällen in der katholischen
Kirche wurden nun Fälle in einer Privatschule in Hessen bekannt. Die
Geschehnisse sollen über Jahre vertuscht worden sein. Auch an einer
Reformschule im hessischen Odenwald soll es zu sexuellem Missbrauch von
Schülern gekommen sein. Nach einem Bericht der Frankfurter Rundschau
wurden die Fälle jahrelang heruntergespielt. Bis zu 100 ehemalige
Schüler sollen betroffen sein. ... " [Zeit
6.3.10]
"Odenwaldschule in Heppenheim: An der renommierten
weltlichen Privatschule in Hessen werden lange vertuschte Missbrauchsfälle
bekannt. Opfer berichten, sie seien von 1970 bis 1985 von Lehrern als «sexuelle
Dienstleister» fürs Wochenende eingeteilt worden. ..."
[Zeit
12.3.10]
M42
Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs bei Regensburger Domspatzen
"Missbrauch beim Knabenchor Konkreter Verdacht bestätigt.
Die Missbrauchsvorwürfe bei den weltberühmten Regensburger Domspatzen
erhärten sich: Es gebe einen konkreten Verdacht gegen zwei frühere
leitende Geistliche des Knabenchors, teilte das Bistum Regensburg mit.
... " [br
5.3.10]
"Internat der Regensburger Domspatzen: Bei den bisher
bekannten Fällen geht es überwiegend um die Grundschule und das
Gymnasium des berühmten Knabenchors. Ein ehemaliger Religionslehrer
wurde 1958 wegen Missbrauchs verurteilt. Ein anderer Geistlicher soll sich
bis Ende der 60er Jahre an mindestens einem Opfer vergangen haben.
..." [Zeit
12.3.10]
M41
Prügeln und sexueller Missbrauch im Benediktiner-Kloster Ettal
"Die dunkle Seite eines Eliteinternats: Über viele Jahre wurden
Schüler im Kloster Ettal geprügelt und sexuell missbraucht. Während
der Ermittler Details enthüllt, diskutiert der Ort über den Skandal.
... " [stern
5.3.10]
" Klosterschule Ettal: Der Leiter des Gymnasiums bei Garmisch- Partenkirchen
bestätigt Missbrauchsfälle zwischen 1950 und 1990. Ein Mönch
gibt zu, sich an Kindern vergangen zu haben. Ermittler gehen inzwischen
von zehn Tätern und insgesamt rund 100 Opfern aus. ..." [Zeit
12.3.10]
M40
Berliner Jesuitenschule
"Bis zu 30 Missbrauchsopfer am Canisius-Kolleg. Canisius-Kolleg in
Berlin: Täglich neue Meldungen von Missbrauchsopfern. Der Skandal
um Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche weitet sich aus: Täglich
melden sich Opfer an der Berliner Jesuitenschule Canisius-Kolleg. Nach
SPIEGEL-Informationen sind Bistümer in ganz Deutschland betroffen.
Seit 1995 soll es über 90 Verdachtsfälle gegeben haben. ... "
[Spiegel
6.2.10]
Allgemein: DER SPIEGEL [2010-06]
Die Scheinheiligen. Die katholische Kirche und der Sex.
"Canisius-Kolleg in Berlin: Ende Januar werden erste Missbrauchsfälle
durch zwei Lehrer in den 70er und 80er Jahren an dem Gymnasium des Jesuiten-Ordens
bekannt. In den folgenden Wochen kommen Dutzende von weiteren Verdachtsfällen
dazu. ..." [Zeit
12.3.10]
M39 Wieder Missbrauchsfälle in der
katholischen Kirche
Welt Online 1.8.8:
"Personalchef des Erzbistums Bamberg suspendiert - Vorwürfe "nicht
mehr von der Hand zu weisen" - Staatsanwaltschaft ermittelt. Bamberg/Bonn
- Einen vergleichbaren Fall hat es in der an Affären reichen katholischen
Kirche in Deutschland in jüngster Zeit nicht gegeben: Der Personalchef
des Erzbistums Bamberg, ein 63 Jahre alter Domkapitular, wird wegen Vorwürfen
des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen suspendiert, zieht sich
vorübergehend in ein Kloster zurück und tritt, als der Druck
zu stark wird, vom Amt zurück. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen
aufgenommen. ... "
M38
Sexueller Missbrauch Untersuchungen gegen Freiburger Priester
Vienna Online 3.7.8:
"Mehrere Priester des Bistums Lausanne-Genf- Freiburg werden des sexuellen
Missbrauchs verdächtigt. Die Freiburger Untersuchungsrichterin Yvonne
Gendre führt verschiedene Untersuchungen. Ende Juli sollen diese abgeschlossen
sein. ... "
M37
Sexueller Missbrauch: Razzia gegen Polygamisten-Sekte
KZS 06.04.2008:
"Spektakuläre Befreiungsaktion: Die US-Polizei hat mehr als 130 Kinder,
zumeist junge Mädchen, aus den Händen einer Polygamisten-Sekte
im Bundesstaat Texas gerettet. ... "Die Fundamentalistische Kirche Jesu
Christi der Heiligen der Letzten Tage (FLDS) ist eine separatistische Gruppe
des mormonischen Fundamentalismus innerhalb der Bewegung der "Heiligen
der Letzten Tage" und ist für die Vielehe bekannt. ..."
M36
Pädophilie-Skandal in der kroatischen Kirche
WZ-Online
(27.6.5): "Ein Pädophilie-Skandal in einem Kinderheim beginnt
die katholischen Kirche in Kroatien zu beschäftigen. Nach langem Schweigen
der Oberhäupter nahm am Wochenende der Erzbischof von Zagreb, Kardinal
Josip Bozanic, in einer Predigt dazu Stellung. Wörtlich sagte er:
"Das Heim in Brezovica soll im Rahmen des Gesetzes und unter Kontrolle
den zuständigen Institutionen arbeiten." Bozanics Worten waren zahlreiche
Berichten über Fälle von Kindesmisshandlung im Caritas-Waisenhaus
im Ort Brezovica nahe Zagreb. Auch Behinderte sollen betroffen sein. Seit
Anfang dieses Jahres veröffentlichten kroatische Medien sporadisch
Geschichten über Fälle von Misshandlung in diesem Heim, aber
die Caritas und besonders ihre Chefin Jelena Brajsa (70) wiesen die Vorwürfe
stets zurück. Die Kirche nahm nie Stellung."
Aus Wien erreicht mich am 5.9.6 hierzu folgender
Leserbrief: "Es ist nunmehr schon fast 2 Jahre her, dass ein Kinderschänderskandal
ganz Kroatien erschütterte. Die Rede ist vom Fall Brezovica. Das ist
ein Kinderheim der Caritas Kroatien. Hier hat (mindestens) ein Angestellter
über Jahre Kinder vergewaltigt. Wie sich später heraustellte
wurde er von der Leiterin der Caritas Kroatien Jelena Brajsa gedeckt. Die
kroatische Presse berichtete monatelang und ausführlichst. Bei einer
Hausdurchsuchung bei Jelena Brajsa wurde das Tagebuch des Kinderschänders
gefunden, in dem er seine Taten ausführlich beschreibt und dessen
Existenz Brajsa leugnete. Brajsa hat also Beweismittel unterdrückt,
einen Kinderschänder begünstigt und die Strafverfolgung vereitelt.
Sie wurde jedoch freigesprochen - wegen Verjährung. Nach langem Tauziehen
und dem Geständnis des Kinderschänders - bekanntes Shema bei
der k.Kirche - wurde Brajsa still und leise abgelöst. Perfidie am
Rande: Brajsa sagte der Presse, eines der vergewaltigten Kinder habe einen
Serben zum Vater und sei daher als Opfer unglaubwürdig. Dennoch -
und das ist der Grund meines Schreibens - ist auf der Homepage der Caritas
[Q]
STUTTGART eine Lobeshymne auf die "Mutter Kroatiens" zu finden. Ein Hohn
für die Opfer!"
M35
Pornos mit Kindermißbrauch im Priesterseminar von St. Pölten
(Österreich; Bischof Krenn).
Basler Zeitung 21.7.4: Apostolischer
Visitator nimmt Ermittlungen auf: "Bereits im November waren auf Computern
des Seminars tausende Pornobilder, darunter auch zahlreiche pädophile
Darstellungen, entdeckt worden. Ins Rollen kam die Affäre Anfang Juli
durch einen Artikel des österreichischen Magazins "Profil", in dem
auch Fotos von sexuellen Kontakten zwischen Seminarmitgliedern und Lehrenden
veröffentlicht wurden. Die Staatsanwaltschaft von St. Pölten
stellte am Montag Strafantrag gegen einen Priesterschüler wegen des
Besitzes von tausenden Kinderporno-Fotos. Laut APA war bereits Ende Oktober
ein Seminarist ertrunken in der Alten Donau gefunden worden. Die Polizei
schloss damals ein Fremdverschulden nicht aus."
"In einem ungewöhnlichen Schritt hatte Papst
Johannes Paul II. am Vortag den Bischof von Feldkirch zum Apostolischen
Visitator ernannt, um die Vorfälle in der Ausbildungsstätte für
Priester zu klären. Die Anordnung aus Rom gilt als deutliche Misstrauenserklärung
an die Amtsführung des St. Pöltener Bischofs Kurt Krenn, der
bis zuletzt versucht hatte, die Affäre herunterzuspielen.Küng
soll nicht nur den Sex-Skandal klären, sondern auch die gesamte Amtsführung
Krenns überprüfen."
* Siehe bitte auch M22
* Spiegel
* Spiegel-2
* * *
M34
Katholischer Pfarrer in Weiden in 45 Fällen veruteilt
M32
Gigantischer Bostoner Sexskandal?
Sekundär-Quelle: Erlanger Nachrichten 22.3.2002,
Seite 10.
Angeblich soll es nun anders werden, wie die
Erlanger Nachrichten vom Freitag, den 22.3.2 mit der Schlagzeile - allerdings
weit hinten auf Seite 10 - melden: Papst bricht Schweigen. Scharfe Wort
für sexuellen Mißbrauch in der Kirche. Anlaß soll
der massenhafte Mißbrauch von Priestern in den USA (Boston) sein,
worin sehr viele Priester verwickelt sein sollen.
M31
Erzbischof Juliusz Paetz aus Polen
Sekundär-Quelle: Erlanger Nachrichten 25.2.2002,
Seite 17.
Der Posener (Polen) Erzbischof Julius Paetz (67)
soll seit Jahren Abhängige sexuell mißbraucht haben. Obwohl
die Vorwürfe seit Jahren gemeldet wurden, unternahmen die Vorgesetzten,
auch die Bischofskonferenz nichts, was das ganze Ausmaß niederträchtigen
Unter-den-Tisch-Kehrens in der katholischen Kirche zeigt. Erst nachdem
Betroffene und couragierte Mitstreiter in die Öffentlichkeit gingen,
ist Bewegung in die Angelegenheit gelangt. Nicht weil diese Hüter
der Moral etwas ihr Gewissen oder ihre Moral entdeckt, nein, es ist die
pure Flucht nach vorn, nachdem es gar nicht mehr anders geht.
M30
Pariser Weihbischof Di Falko
Sekundär-Quellenhinweis: Erlangen Nachrichten Freitag 22.2.2002,
Seite 10. Verfahren wegen Verjährung eingestellt.
M29
Erzbischof von Cardiff festgenommen
Sekundär-Quelle: http://www.ibka.org/ir/1829f.html
Ausschnitt: "(2691) London. Der Erzbischof von Cardiff, John Aloysius
Ward, ist unter dem Verdacht festgenommen worden, ein Mädchen sexuell
mißbraucht zu haben. Ward ist als Oberhaupt der katholischen Kirche
in Wales einer der prominentesten Katholiken Großbritanniens. Die
Katholische Kirche bestätigte die Festnahme. Die Polizei teilte mit,
der Erzbischof werde schwerwiegender sexueller Delikte gegen ein Mädchen
in den 60er Jahren beschuldigt. Er sei nach der Vernehmung durch die Polizei
wieder auf freien Fuß gesetzt worden." (Yahoo Schlagzeilen, 26.1.99)
M28
Meinungsumfrage sexueller Mißbrauch durch Priester
Sekundär-Quelle: http://www.ibka.org/ir/1829f.html
Ausschnitt: "USA (1873) New York. Das Gallup-Institut ermittelte anläßlich
des Papstbesuchs, daß der oberste aller Hirten unter den 58 Millionen
US-Katholiken inhaltlich kaum noch Zustimmung findet. Zwar gehen noch 40
% sonntags in die Kirche, aber 79 % folgen in "moralischen" Fragen eher
ihrem eigenen Gewissen als der Doktrin des Heiligen Stuhls. 84 % lehnen
die Verurteilung der "künstlichen" Geburtenkontrolle ab, 58 % auch
das Verbot jeglicher Abtreibungen. 76 % sind für verheiratete, 63
% für weibliche Priester, und fast jeder zweite Katholik (48 %) meint,
daß sexueller Mißbrauch von Kindern durch Priester "verbreitet"
sei. (dpa, 9.8.93)
M27 Ordinariat
schweigt
Sekundär-Quelle: http://www.ibka.org/ir/1829f.html
Ausschnitt: "Noch krassere Ausmaße nahm der Fall eines 65jährigen
Priesters an, der seit 1966 zahlreiche
Verhältnisse pflegte, darunter auch zu minderjährigen Mädchen.
Obwohl die Diözesanleitung frühzeitig davon erfuhr, reagierte
sie lediglich 1979 mit einer Versetzung in eine andere Dorfpfarrei. Dort
zwang er ab Anfang 1982 ein damals 12jähriges Mädchen binnen
18 Monaten mindestens 45 Mal zum Geschlechtsverkehr. Damals, ab dem
14. Geburtstag des Opfers, intensivierte er die Beziehung sogar noch, doch
waren diese Straftaten bereits verjährt, so daß der Täter
mit vier Jahren Gefängnis davonkam. Die Verbrechensserie kam erst
vor kurzem eher zufällig auf, weil sich bei dem Opfer gesundheitliche
Spätfolgen einstellten, woraufhin es sich zuerst einem Arbeitskollegen
und später der Polizei offenbarte. "Mir hätte auch keiner geglaubt,
denn in so einem Dorf steht der Pfarrer auf einem Podest", erklärte
die Frau vor Gericht. Aus der bei einer Hausdurchsuchung beschlagnahmten
Personalakte des Pfarrers ging hervor, daß dem bischöflichen
Ordinariat die Fakten aber bereits 1984 bekannt waren. Statt die Taten
anzuzeigen, rieten Bischof Stimpfle und Generalvikar Kleindienst dem Amtsbruder
aber, sich für eine gewisse Zeit aus der Diözese zurückzuziehen.
1988 äußerte der Bischof schriftlich, die Verjährungsfrist
für derlei Fälle liege bei drei Jahren. Vor Gericht behauptete
der damalige Generalvikar Kleindienst - er wurde mittlerweile zum Finanzdirektor
der Diözese ernannt, wobei der neue Bischof Dammertz eine ausdrückliche
Ehrenerklärung für ihn abgab - nunmehr, er habe die Personalakte
des Sex-Pfarrers nicht gelesen und könne sich an nichts Genaues erinnern.
Der vorsitzende Richter äußerte an dieser Darstellung erhebliche
Zweifel und stellte sogar ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts
der Strafvereitelung in Aussicht, da Kleindienst Beschwerden aus der Pfarrei
erhalten hatte und aus der Personalakte vor der Beschlagnahmung noch zwei
Blätter herausgerissen worden waren. "Ich frage mich, warum sich die
Vorgesetzten des Pfarrers eingehend mit Verjährungsfristen beschäftigen,
wenn sie angeblich von nichts wissen." Das Gericht hielt der Kirche auch
vor, sie habe eine Fürsorgepflicht nicht nur für die Pfarrer,
sondern auch für die Kinder, die zum Pfarrer geschickt würden.
Wenige Tage später berief die bayerische CSU ausgerechnet Kleindienst
zum (nicht stimmberechtigten) Vorstandsmitglied, was aber nach Protesten
aus der Bevölkerung sofort rückgängig gemacht wurde.
(Süddeutsche Zeitung, 4. u. 5.10.93)
M26 Skandalöses
Strafmaß
Sekundär-Quelle: http://www.ibka.org/ir/1829f.html
Ausschnitt: "(1835) Darmstadt/Augsburg. Unter den keineswegs seltenen
Fällen von sexuellem Mißbrauch von Kindern durch Pfarrer erregten
in letzter Zeit zwei die Öffentlichkeit in besonderem Maße wegen
des Verhaltens kirchlicher Spitzenfunktionäre. In Darmstadt wurde
ein "Seelsorger" aus dem Odenwald wegen sexueller Nötigung und Mißbrauchs
von minderjährigen Schutzbefohlenen zu zwei Jahren Gefängnis
auf Bewährung verurteilt. Als noch skandalöser als das milde
Strafmaß empfand die Presse das Verhalten der Kirchenleitung, die
bereits vor 13 Jahren auf die Sexualstraftaten des geistlichen aufmerksam
gemacht wurde. Der Vater einer Geschädigten hatte damals nur deshalb
auf eine Anzeige verzichtet, weil die Kirche zugesichert hatte, den Priester
nicht mehr mit Jugendlichen in Berührung kommen zu lassen. (Frankfurter
Rundschau, 11.3.93)
M25
VATIKAN - Sexueller Missbrauch an Schwestern durch Priester und Missionare
Sekundär-Quelle: http://www.fides.org/German/2001/g20010330c.html
Ausschnitt: "Vatikanstadt (Fides) – Die Medien berichteten in den vergangenen
Tagen eingehend über Fälle des sexuellen Missbrauchs an Schwestern
durch Priester und Missionare, zu denen es insbesondere in Afrika gekommen
sein soll. Dabei wurden Berichte zitiert, die eine in den Vereinigten Staaten
erscheinende katholische Zeitschrift veröffentlicht hatte, denen eine
von Ordensoberinnen verschiedener Frauenorden in Auftrag gegeben internationale
Umfrage zugrunde liegen sollen. Zu diesen Berichten äusserte sich
der Sprecher des Pressesaals, Joaquin Navarro Valls in einer offiziellen
Stellungnahme, der auch eine gemeinsame Erklärung der Vereinigung
der Ordensoberen und Ordensoberinnen folgte. Am 20. März erklärte
der Sprecher des Pressesaals des Heiligen Stuhls: „Das Problem ist bekannt
und beschränkt sich auf ein bestimmtes geographisches Gebiet. Der
Heilige Stuhl befasst sich in Zusammenarbeit mit den Bischöfen und
der Vereinigung der Ordensoberen und der Ordensoberinnen mit dieser Frage.
Dabei will man sowohl im Rahmen der Ausbildung des Personals als auch durch
die Lösung der einzelnen Fälle vorgehen. Einzelne negative Situationen
dürfen nicht den oft heldenhaften Gehorsam der großen Mehrheit
der Ordensleute und Priester in Vergessenheit geraten lassen". ...
Die Missionsschwestern der Kongregation „Notre Dame d‘Afrique", die von
der amerikanischen Zeitschrift zitiert werden, erklärten unterdessen,
dass keinerlei Dokumente vom Orden zur Verfügung gestellt wurden und
bedauern in diesem Zusammenhang, dass Unterlagen, die „den Interessen der
Schwestern dienen sollten" zu völlig anderen Zwecken genutzt wurden."
(30/3/2001)
M24
Alkohol, Drogen und Aids unter Geistlichen:
Sekundär-Quelle: http://www.psychotherapie.de/report/2000/08/00082201.htm
Ausschnitt: "Sucht- und Sexprobleme auch hinter Kirchenmauern keine
Seltenheit. Villingen- Schwenningen/Washington (22.08.2000) - Suchtkrankheiten
machen auch vor Kirchenportalen nicht Halt. Dies belegt eine Untersuchung
des Psychiaters Bernhard Mäulen aus Villingen-Schwenningen. Danach
greifen etwa sieben bis zehn Prozent der 20.000 katholischen und 25.000
evangelischen Geistlichen in Deutschland übermäßig zur
Flasche. Die Zahl der 3.500 bis 4.500 Suchtkranken beruhe auf Schätzungen,
erklärt Mäulen. Bei solchen Zahlen gebe es immer Dunkelziffern.
Mäulen hat bei der Bearbeitung des Themas eng mit der Diözese
Rottenburg-Stuttgart zusammengearbeitet. Die größte Rolle spielt
nach seinen Angaben die Alkoholabhängigkeit, gefolgt von übermäßigem
Tablettenkonsum. Gründe für die Sucht bei Geistlichen gebe es
viele, da jeder Kranke seine individuelle Geschichte habe. Hermann Steur,
Personalreferent aus Rottenburg, kennt durch viele Gespräche mit Betroffenen
die häufigsten Ursachen. Dazu zählten die hohe Verantwortung
und seelische Belastung der Priester. Arbeitsüberlastung wegen
Priestermangels führe häufig zu Erfahrungen der Sinnleere und
des Ausgebrannt-Seins (Burn-Out). Ein weiteres Ergebnis der Studie: Wenn
die Suchtkrankheit nicht bekämpft wird, so sterben die süchtigen
Priester statistisch gesehen 14 Jahre früher als Nicht-Süchtige.
Daher ist es nach Überzeugung von Steur und Mäulen wichtig,
dass auch der Arbeitgeber Kirche etwas gegen die Krankheit unternimmt.
Häufig werde das Thema tabuisiert. Aufklärung und Information
über Suchtkrankheiten sollten schon präventiv in die Ausbildung
der pastoralen Mitarbeiter aufgenommen werden, fordern sie. Die Tabuisierung
menschlicher Schwächen der Geistlichen ist allerdings kein spezifisch
deutsches Problem. Hunderte von katholischen Pfarrern sind in den USA in
den vergangenen Jahren in aller Stille an Aids gestorben. Das berichtete
die Zeitung "The Star" aus Kansas City am 29./30.01.2000 auf der Grundlage
einer umfassenden Recherche. Weitere Hunderte seien mit dem HIV-Virus infiziert,
heißt es in der Reportage. Hohe Würdenträger der
amerikanischen Katholiken bestritten die Ergebnisse nicht. "So sehr
wir es auch bedauern, es zeigt, dass auch Priester Menschen sind",
sagte Bischof Raymond
Boland von der Diözese Kansas City. Bischof Thomas Gumbleton von
der Erzdiözese Detroit
sprach von schweren Versäumnissen bei der Sexualerziehung der
Priester: "Sie wussten nicht, wie sie mit ihrer Sexualität umgehen
sollten und taten es dann auf ungesunde Weise." Nach den Recherchen der
Zeitung hat die Kirche den Betroffenen oft geholfen und sie geschützt,
die Ursache ihrer Krankheit und ihres Todes aber geheim gehalten. Als krasses
Beispiel wird der Fall des New Yorker Bischofs Emerson Moore genannt. Er
verließ sein Amt 1995, um in einem Hospiz in Minnesota zu sterben.
Auf seinem Totenschein sei er als Arbeiter bezeichnet worden, der an "unbekannten
natürlichen Ursachen" gestorben sei." ... [Zitierweise dieses
Beitrags: PSYCHOTHERAPIE, Bd. 1 (2000), Report: 22. August 2000]
M23
Pfarrer mißbraucht Meßdienerinnen
Sekundär-Quelle: http://www.cc86.org/~hofmann/kirche.htm
Ausschnitt: "Lasset die Kindlein zu mir kommen... (1. Beispiel:). TRIER
(dpa): Ein Pfarrer aus der Eifel ist vom Landgericht Trier wegen sexuellen
Mißbrauchs von 14 Meßdienerinnen zu einer Bewährungsstrafe
von zwei Jahren verurteilt worden. Der 44jährige hatte gestanden,
die Mädchen im Alter zwischen 9 und dreizehn Jahren vor und nach der
Messe bedrängt und angefaßt zu haben.
M22
Bischof Krenn beschuldigt die Opfer
Sekundär-Quelle: http://www.buerger-beobachten-kirchen.de/Missbrauch/missbrauch.html
Ausschnitt: "ST. PÖLTEN (KNA): Der St. Pöltner Bischof Kurt
Krenn ist weiterhin von der Unschuld des wegen sexueller Belästigung
umstrittenen österreichischen Kardinals Hans Hermann Groer überzeugt.
Er kenne keine Zeugenaussagen, habe aber genug Einsichten in die Person
Groer, die er schätze, betonte Krenn in einem Interview für die
jüngste Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil". Im Hinblick auf
die Betroffenen meinte der Bischof, er gebe niemandem einen Persilschein
nur weil er sich "Opfer" nenne. Er wolle diesen Leuten nicht nahetreten
und auch nicht ihre Motive beurteilen, meinte Krenn. Aber er wisse inzwischen
"einiges, was den Schluß, den die Mehrheit zieht, unzulässig
macht". Und er fügte hinzu: ."Ich glaube nicht daß jemand in
etwas involviert ist, ohne auch selber ein Sünder zu sein." Die Plattform
"Wir sind Kirche" reagierte mit Entsetzen auf die Erklärung Krenns.
Der Bischof gieße neuerlich "Öl ins Feuer". Gerade in den vergangenen
Tagen sei es gelungen, den rund um den "Fall Groer" lodernden Brand etwas
einzudämmen. Die erstmalige, wenn auch "sehr zaghafte und halbherzige"
Wortmeldung Groers sowie die stellvertretende Entschuldigung durch den
Wiener Kardinal Christoph Schönborn hätten zur Beruhigung der
Situation" beigetragen. Genau in diese Phase platze nun Krenn mit seiner
"völlig deplazierten Anschuldigung der Opfer". (Aus VB v. 21.04.1998)
M21
Bischof dankt nach Missbrauchsvorwurf ab
Sekundär-Quelle: http://www.buerger-beobachten-kirchen.de/Missbrauch/missbrauch.html
Ausschnitt: "ROM, 3. Juni (kna): Der Vatikan hat den Rücktritt
des Bischofs von Palm Beach im US-Bundesstaat Florida, Joseph Keith Symons,
bestätigt. Symons (65) hatte zuvor eingeräumt, daß er vor
Jahrzehnten sexuelle Beziehungen zu Minderjährigen gehabt habe. Die
Vatikanzeitung Osservatore Romano teilte am Mittwoch mit, Papst Johannes
Paul II. habe den Rücktritt des Bischofs angenommen und den Bischof
der Diözese Saint Petersburg (Florida), Robert Nugent Lynch, zum Administrator
ernannt. Der US-Nachrichtenagentur CNS hat Symons vor seinem Rücktritt
in einer schriftlichen Stellungnahme erklärt, daß er in den
frühen Jahren seiner 40jährigen Tätigkeit als Priester sexuelle
Verfehlungen mit Minderjährigen begangen habe." (Aus FR v. 04.06.1998)
M20
Priester mißbrauchte Meßdiener über Jahre
Sekundär-Quelle: http://www.buerger-beobachten-kirchen.de/Missbrauch/missbrauch.html
Ausschnitt: "US-Kirche zahlt Rekordsumme: Über 23,4 Millionen
Dollar. Washington/Dallas (dpa): Für den jahrelangen sexuellen Mißbrauch
durch einen Geistlichen zahlt die Katholische Kirche in Dallas (US-Staat
Texas) acht früheren Meßdiener 23,4 Millionen Dollar,(42,5 Millionen
Mark) Entschädigung. Das ist nach Zeitungsberichten die bei weitem
höchste Summe, die die Katholische Kirche in den USA bisher für
Fälle Sexuellen Mißbrauchs gezahlt hat. Die außergerichtliche
Einigung. schließt eines der dunkelsten und schwierigsten Kapitel
in der jüngeren Kirchengeschichte der Vereinigten Staaten ab. Ursprünglich
hatte die Diözese Dallas nach einem Jury-Beschluß des vergangenen
Jahres die acht Ministranten sogar mit 119 Millionen Dollar entschädigen
sollen. Weil diese Summe die Diözese in den Ruin gestürzt
hätte, verhandelten beide Seiten über einen niedrigeren Betrag.
Die Anwälte der Meßdiener sind mit dem Ergebnis zufrieden. Der
Priester Rudolph Kos ist zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt
und vom Vatikan aus dem Amt verstoßen worden, weil er über
einen Zeitraum von elf Jahren in drei Kirchengemeinden Meßdiener
und andere Kinder sexuell mißbraucht hatte. Manche Kinder waren erst
neun Jahre alt. Der Priester verlangte von den Meßdienern unter anderem
Genitalmassage sowie oralen Sex. Eines seiner Opfer beging Selbstmord.
Die Diözese Dallas hatte insgesamt elf Kläger zu entschädigen.
In drei abgetrennten Fällen war bereits die Zahlung von 7,5 Millionen
Dollar vereinbart worden. Damit liegt die Summe, die die Diözese
insgesamt bezahlt muß, bei fast 31 Millionen Dollar. "Der Umfang
dieser Einigung sollte allen Kirchen im Ende, eine Warnung sein, die sich
weiterhin weigern, etwas gegen dieses Problem (des sexuellen Mißbrauchs)
zu tun", sagte der frühere Priester Tore Economus, der die nationale
Organisation "Linkup" für die Opfer sexuellen Mißbrauchs in
Kirchen leitet. Nach Informationen dieser Organisation haben Diözesen
in den USA seit BeginnI der achtziger Jahre etwa 80 Millionen Dollar Entschädigung
und Schmerzensgeld an die Familien sexuell mißbrauchter Meßdiener
gezahlt. Nach Schätzungen dürften insgesamt 2000 der 51000 Priester
in den USA in den vergangenen 20 Jahren des Mißbrauchs beschuldigt
worden sein." (Aus Hanauer Anzeiger v. 13.07.1998)
M19
Diözese muß wegen Kindesmißbrauchs 30 Millionen Dollar
zahlen
Sekundär-Quelle: http://www.buerger-beobachten-kirchen.de/Missbrauch/missbrauch.html
Ausschnitt: San Francisco (AFP): Eine katholische Diözese bei
San Francisco ist zur Zahlung von 30 Millionen Dollar (64 Millionen Mark)
verurteilt worden, weil ein Priester jahrelang zwei Brüder sexuell
mißbraucht hat. Dies ging aus dem gestern bekannt gewordenen Urteil
eines Zivilgerichts hervor. Die heute 19 und 23 Jahre alten Männer
beschuldigten einen Priester der Diözese Stockton der Pädophilie.
Er soll sie zwischen 1978 und 1991 immer wieder sexuell mißhandelt
haben. Der Kirche warfen sie vor Gericht vor, die Beweise für das
Verhalten des Mannes ignoriert zu haben. Drei Bischöfe seien auf dem
laufenden über die Vorkommnisse gewesen. Sie hätten
zwei Jahrzehnte lang gelogen und den Priester in Gemeinden arbeiten lassen.
In einer Erklärung entschuldigte sich der Bischof von Stockton, Donald
Montrose, bei der Familie. Er räumte ein, daß die Kirche "die
Tiefe des Problems nicht verstanden hat". Erst vor wenigen Tagen hatte
die Diözese von Dallas im US-Bundesstaat Texas eine Schmerzensgeld-Zahlung
akzeptiert. Sie zahlt 23,4 Millionen Dollar an ehemalige Chormitglieder.
(Aus Panorama v. 18.07.1998)
M18
Angeklagter vermutet einen Rachefeldzug: Pfarrer wegen Vergewaltigung von
Haushälterin vor Gericht
Sekundär-Quelle: http://www.buerger-beobachten-kirchen.de/Missbrauch/missbrauch.html
Ausschnitt: "Regensburg (dpa): Im Vergewaltigungsprozeß gegen
einen griechisch-katholischen Priester in Regensburg hat der Angeklagte
gestern ein Verhältnis mit seiner Haushälterin eingeräumt.
"Sie hat bei mir im Bett geschlafen", sagte der 55jährige am ersten,
Verhandlungstag vor dem Landgericht. Er bestritt aber, gegen die aus Polen
stammende Frau Gewalt angewendet zu haben. Die Anklage wirft dem Geistlichen
vor, die Haushälterin 1989 im Pfarrhof des niederbayerischen Ascholtshausen
mehrmals vergewaltigt zu haben. Von 1987 bis zu seiner Festnahme in diesem
Jahr war der aus Bosnien stammende deutsche Staatsbürger Pfarradministrator
in der römisch-katholischen Gemeinde. Laut Anklage soll er bei den
Vergewaltigungen auf sein Opfer eingeschlagen, es an den Haaren gezogen
und schließlich zum Beischlaf gezwungen haben. Vor Gericht
gab, der Geistliche zu Protokoll, er habe zwar mit zwei anderen Frauen
sadomasochistische Praktiken etwa mit Lederpeitschen ausprobiert und davon
auch Filme angefertigt Mit der Polin, die ihn neun Jahre später angezeigt
hatte, habe er dies aber nicht gemacht. ... " (Aus Hanauer Anzeiger
v. 15.09.1998)
M17 Kardinal
freigesprochen
Sekundär-Quelle: http://www.buerger-beobachten-kirchen.de/Missbrauch/missbrauch.html
Ausschnitt: "Für pädophilen Priester nicht verantwortlich.
BRÜSSEL: Der Brüsseler Kardinal Godfried Danneels ist vom
Vorwurf zivilrechtlicher Verantwortung im Fall eines pädophilen Priesters
freigesprochen worden. Ein Berufungsgericht entschied in Brüssel,
der Kardinal und sein Weihbischof Paul Lanneau könnten nicht für
die Handlungen des pädophilen Priesters Andre Vanderlijn verantwortlich
gemacht werden. Im April waren Danneels und Lanneau in einem erstinstanzlichen
Urteil wegen Verletzung der Aufsichtspflicht zu jeweils rund 25000 Mark
Geldstrafe verurteilt worden. Das Berufungsgericht urteilte dagegen, zwischen
einem Bischof und einem Pfarrer bestehe kein Abhängigkeitsverhältnis,
das eine Verurteilung begründen könne. Im übrigen hielt
das Gericht das Strafmaß gegen Vanderlijn aufrecht, der im April
zu sechs Jahren Haft verurteilt worden war. Dem geständigen Priester
war der Mißbrauch von rund einem Dutzend zehn- bis 13jährigen
Kindern vorgeworfen worden. Der Sprecher des Erzbistums Mechelen-Brüssel,
Toon Osaer, äußerte sich zufrieden mit dem Urteil. Was bleibe,
sei aber die Sorge um die Opfer des pädophilen Priesters, an der sich
die Kirche beteilige." (Aus Sonntagsblatt v. 04.10.1998)
M16
Erzbischof von Cardiff festgenommen
Sekundär-Quelle: http://www.buerger-beobachten-kirchen.de/Missbrauch/missbrauch.html
Ausschnitt: "LONDON (dpa): Der Erzbischof von Cardiff, John Aloysius
Ward, ist am Dienstag unter dem Verdacht, ein Mädchen sexuell mißbraucht
zu haben, festgenommen worden. Ward ist als Oberhaupt der katholischen
Kirche in Wales einer der prominentesten Katholiken Großbritanniens.
Ein Sprecher: der Katholischen Kirche bestätigte die Festnahme, nannte
aber keine weiteren Einzelheiten. Die Polizei teilte mit, der Erzbischof
werde "schwerwiegender sexueller Delikte gegen ein Mädchen in den
60er Jahren" beschuldigt. Er sei nach der Vernehmung durch die Polizei
allerdings wieder auf freien, Fuß gesetzt worden und müsse sich
am 9. März bei den Behörden wieder melden." (Aus Stuttg.Zeitung
v. 27.01.1999)
M15
Mißbrauch: Erzbischof weist Vorwurf zurück
Sekundär-Quelle: http://www.buerger-beobachten-kirchen.de/Missbrauch/missbrauch.html
Ausschnitt: "London. (dpa): Der katholische Erzbischof von Cardiff,
John Aloysius Ward (70), hat energisch bestritten, ein kleines Mädchen
sexuell belästigt zu haben. Ward, Oberhaupt der Katholiken von Wales
und einer der prominentesten Geistlichen Großbritanniens, war am
Dienstag festgenommen und von der Polizei verhört worden. Eine 45
Jahre alte, heute in Irland lebende Frau hatte den Erzbischof beschuldigt,
sie Anfang der 60er Jahre sexuell belästigt. zu . haben. Ward war
damals Gemeindepfarrer. "Ich bin völlig verblüfft
und bestürzt", erklärte der Erzbischof. "Ich kann vor Gott sagen,,
daß ich ihr niemals etwas getan habe." (Aus Westfalenpost v. 28.01.1999)
M14
Die dunklen Seiten der ,,gläsernen Kirche"
Sekundär-Quelle: http://www.buerger-beobachten-kirchen.de/Missbrauch/missbrauch.html
Ausschnitt: Fall von sexuellem Mißbrauch offenbart Fehler bei
Vergehen des eigenen Personals von Claudia Kitzinger. Sigmarszell: Von
seinen drei kleinen Westallgäuer Pfarrgemeinden Weißensberg,
Sigrnarszell und Niederstaufen hat sich Seelsorger Josef Hoch kürzlich
im Sonntagsgottesdienst ohne größere Begründung verabschiedet:
Jetzt ermitteln Kriminalpolizei. und Staatsanwaltschaft gegen den 58jährigen
katholischen Pfarrer aus dem Landkreis Lindau wegen wiederholten sexuellen
Mißbrauchs eines 15jährigen. Die Gläubigen in den Gemeinden
verstehen die Welt nicht mehr, speiste sie doch der bischöfliche Pressesprecher
der Diözese Augsburg mit der Feststellung ab, der Priester trete aus
gesundheitlichen Gründen ein sogenanntes Sabbatjahr an - eine Behauptung,
die schlichtweg falsch war. Erst als die Eltern des 15jährigen Opfers
Anzeige erstatteten und sich Pfarrer Hoch selbst beim stellvertretenden
Generalvikar in Augsburg meldete, entschuldigte sich der bischöfliche
Pressesprecher dafür, daß er "die Öffentlichkeit falsch
informiert hatte". Er habe "nicht die volle Wahrheit gekannt". Monsignore
Josef Heigl, stellvertretender Generalvikar und Personalreferent der Diözese
distanziert sich davon. Pfarrer Hoch habe sich bei ihm selbst angezeigt,
er habe ihn daraufhin sofort abgesetzt und angewiesen, seinen drei Gemeinden
die sofortige Beurlaubung "aus persönlichen Gründen" mitzuteilen.
... (Aus SZ v. 24.03.1999)
M13
"Keine Verleumdung des Kölner Erzbischofs"
Sekundär-Quelle: http://www.buerger-beobachten-kirchen.de/Missbrauch/missbrauch.html
Ausschnitt: "Gericht stellt Verfahren gegen Journalisten ein - Prälat
erfuhr zu spät vonAbtreibung
Hamburg (dpa): Im Prozeß um die Verleumdung von Würdenträgern
des Erzbistums Köln hat das Amtsgericht Hamburg das Verfahren gegen
den Journalisten Bernd März eingestellt.
Die Staatsanwaltschaft hatte dem 46jährigen aus Bonn vorgeworfen,
im November 1996 in zwei Zeitungsartikeln und einer Radiosendung
behauptet zu haben, der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner
und der zuständige Prälat hätten von einer bevorstehenden
Abtreibung eines von einem Priester gezeugten Kindes gewußt und seien
drei Wochen lang untätig geblieben. Nach Auffassung der Hamburger
Staatsanwaltschaft hätte der Journalist zwar mehr recherchieren müssen,
um solche Tatsachen zu behaupten. Es wurde jedoch darauf verwiesen, daß
der Deutsche Presserat in einer Prüfung die Artikel für unbedenklich
erklärt habe. Bei dem Fall ging es um ein Mädchen, das nach eigener
Aussage von einem Priester zum Geschlechtsverkehr genötigt worden
war, nachdem dieser die damals 16jährige erwischt hatte, als sie aus
der Sternsingerkasse mehrere hundert Mark klaute. Das Mädchen wandte
sich im Sommer 1996 an die Zölibat-Gegnerin Anne Doerdelmann-Lueg
und erklärte, sie sei schwanger und wolle abtreiben. ... " (Aus Stuttg.Zeitung
v. 23.04.1999)
M12
Dreieinhalb Jahre Haft für den Pfarrer von Wald
Sekundär-Quelle: http://www.buerger-beobachten-kirchen.de/Missbrauch/missbrauch.html
Ausschnitt: "Sexueller Mißbrauch von Kindern in einigen Dutzend
Fällen - Gericht folgt dem Antrag des Staatsanwalts.
HECHINGEN: Der ehemalige Pfarrer von Wald ist gestern in Hechingen
zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er hatte den sexuellen
Mißbrauch von Kindern gestanden. Von Franz J. Schmid
Der 39 Jahre alte Angeklagte nahm das Urteil scheinbar ohne Bewegung
zur Kenntnis. Er hatte sich wie bereits am ersten Prozeßtag einen
Aktendeckel vor das Gesicht gehalten, damit er nicht gefilmt werden konnte.
Da der Angeklagte sämtliche Straftaten ohne Umschweife bereits bei
der Vernehmung der Polizei und später im Prozeß eingestanden
hatte, fiel die Urteilsbegründung sehr kurz aus, nach gut 10 Minuten
war sie schon beendet. Die Große Strafkammer des Landgerichts Hechingen
folgte dem Antrag des Staatsanwalts. ... Der Vorsitzende führte die
Straftaten noch einmal knapp auf. Demnach kam es im Fall eines anfangs
noch nicht zwölf Jahre alten Jungen zwischen Februar 1997 und Mitte
1998 zu 27 Fällen vor sexuellem Mißbrauch. Der zweite Junge
war 14 Jahre, als es zwischen Juli und November 1996 zu den Übergriffen
des Pfarrers kam. Bei ihm waren es etwa 30 Fälle. Schließlich
hatte der Pfarrer auch zweimal die zwölfjährige Schwester handgreiflich
mißbraucht, ohne das es zum Geschlechtsverkehr kam. Wie der Vorsitzende
in seiner Begründung wiederholte, war der Pfarrer in seinen vier Gemeinden,
insbesondere bei Jugendlichen und Kindern, sehr beliebt. Es ist bekannt,
daß der Seelsorger ein offenes Haus führte und jungen Leuten
seine Wohnung gelegentlich ohne Aufsicht überließ. Er habe freundschaftliche
Beziehungen gepflegt und sei von den Eltern als "honorige Persönlichkeit"
angesehen worden, hieß es in der Urteilsbegründung. Im Fall
der Geschwister hatte er dafür gesorgt, daß deren Mutter eine
Wohnung und eine Arbeitsstelle erhielt. Er überbrückte eine Notsituation
und nahm die Mutter und die Kinder für einige Wochen bei sich auf.
Als die alleinstehende Frau in eine Trinkerkur ging, übernahm er die
Geschwister und verging sich in dieser Zeit an ihnen wie zuvor schon an
dem Jungen aus einer anderen Familie. Wie der Vorsitzende weiter ausführte,
hätten die Kinder dies gegen ihren Willen über sich ergehen lassen,
weil ihnen der Pfarrerfreund Videofilme, Computerspiele und Ausflüge
geboten hatte.
Es sei fraglich, ob er bei seiner Aufgabe bleibe oder einen ganz anderen
Beruf anstrebe. Beim Erzbischöflichen Ordinariat in Freiburg, dem
er als Priester unterstand, ließ der Personalreferent mitteilen,
daß man dem Mann selbstverständlich bei einer therapeutischen
Begleitung helfen werde, wenn er dies wünsche, Dann müsse
man sehen, ob er je wieder eine kirchliche Aufgabe übernehmen könne.
"Er wird nicht rausgeschmissen«, so war nach dem Urteil aus der bischöflichen
Behörde zu hören. " (Aus Stuttg.Zeitung v. 23.04.1999)
Hierzu auch: Sekundär-Quelle: http://www.ibka.org/ir/2671f.html
"(2686) Hechingen. Ein katholischer Pfarrer muss sich wegen des sexuellen
Missbrauchs von drei Kindern vor der Großen Strafkammer des Landgerichts
Hechingen (Baden-Württemberg) verantworten. Zum Prozessauftakt legte
der Geistliche ein umfassendes Geständnis ab: "Ich möchte zu
dem stehen, was ich getan habe". Die Anklage wirft dem 39jährigen
Priester vor, sich zwischen Ende 1996 und Mitte 1998 an zwei elf und 14
Jahre alten Jungen sowie einem zwölfjährigen Mädchen vergangen
zu haben. Es gehe um insgesamt rund 30 bis höchstens 100 Fälle
in seinem Pfarrhaus. Der Mann habe sexuelle Handlungen vorgenommen oder
an sich vornehmen lassen. Er wurde nach einer Anzeige Mitte Dezember 1998
in Untersuchungshaft genommen. Die Erzdiözese Freiburg hat ihn vom
Dienst suspendiert. (Yahoo, 19.4.99)"
M11
Das Urteil gegen den Pfarrer
Sekundär-Quelle: http://www.buerger-beobachten-kirchen.de/Missbrauch/missbrauch.html
Ausschnitt: "Erklärungszwänge Von Franz J. Schmid:
Gestern ist der ehemalige Pfarrer von Wald in Hechingen verurteilt
worden. Er hat sich viele Male an Kindern vergangen. Dies ist nicht der
einzige Fall. Ein Pfarrer aus dem Oberschwäbischen, der Mädchen
nur begrapscht hat, kam mit einem Strafbefehl davon. In Weißensberg
bei Lindau hat jüngst ein Seelsorger Hals über Kopf seine Gemeinde
verlassen. Gegen ihn wird wegen sexuellen Mißbrauchs an einem Jungen
ermittelt. Der Mann war 18 Jahre in seiner Gemeinde ein geachteter Seelsorger.
Eine einfache Erklärung ist schnell bei der Hand: Die erzwungene Ehelosigkeit
der katholischen Priester führe mangels anderer, gebilligter Gelegenheit
zu solchen Übergriffen. Die Bindung an die Kirche und ihren Zwang
hat gerade im jüngst verhandelten Fall sicherlich eine Rolle gespielt.
Das hat der psychiatrische Gutachter mehrmals gesagt. Aber das ist sicherlich
nicht die ganze Wahrheit. Es gibt genug Männer, die aus scheinbar
sicheren Verhältnissen ausbrechen und sich zwanghaft an Schwachen
vergreifen, ohne daß Ehelosigkeit im Spiel ist. Im Fall des ehemaligen
Pfarrers gibt es nichts zu entschuldigen. ... (Aus Stuttg.Zeitung v. 23.04.1999)"
M10
Fälle von Kindsmißbrauch durch Pfarrer reißen nicht ab
Sekundär-Quelle: http://www.buerger-beobachten-kirchen.de/Missbrauch/missbrauch.html
Ausschnitt: "Statt ins Gefängnis ins Kloster
Die Fälle von Kindsmißbrauch durch katholische und lutherische
Pfarrer wollen nicht enden. In Sigmarszell bei Lindau wurde ein 58jähriger
katholischer Pfarrer vom Dienst suspendiert und in einem Kloster (anstelle
des Untersuchungsgefängnisses) untergebracht. Er hat einen 15jährigen
Buben sexuell mehrfach mißbraucht, möglicherweise noch
weitere Kinder. Der ehemalige katholische Pfarrer von Wald im Kreis Sigmaringen
muß sich wegen wiederholten Mißbrauchs von drei Kindern vor
Gericht verantworten. Die Kinder waren ihm von den Müttern in deren
Abwesenheit anvertraut worden. In Simbach am Inn mußte ein evangelischer
Pfarrer seinen Dienst quittieren, weil er ein Jahr lang sexuelle
Beziehungen zu einem heute 14jährigen Mädchen pflegte. Auch hier
ermittelt der Staatsanwalt. Wieviele derartige Fälle im Dunkeln
bleiben, weil die mißbrauchten Kinder oder deren Eltern schweigen
oder weil die Kirchenoberen nicht durchgreifen - wer weiß es.
(Aus W.Pf. v. 16.05.1999)"
M09
Evangelischer Pfarrer suspendiert
Sekundär-Quelle: http://www.buerger-beobachten-kirchen.de/Missbrauch/missbrauch.html
Ausschnitt: "Verdacht auf sexuelle Beziehung zu einer 15jährigen
München/Simbach am Inn.: Wegen des Verdachts der sexuellen Beziehung
zu einer 15jährigen Jugendlichen ist ein bayerischer Pfarrer vom Dienst
suspendiert worden. Die Suspendierung des Pfarrers der Kirchengemeinde
Simbach am Inn (Dekanatsbezirk Passau), Thomas Bayer (44), sei bereits
am 24. April erfolgt, erklärte der Leiter des Landeskirchenamtes,
Oberkirchenrat Gerhard Tröger, jetzt in München. Das Bayer angelastete
Fehlverhalten sei "absolut unvereinbar mit der Verantwortung und Vertrauensposition
im Pfarrdienst", so Tröger. ..." (Aus Sonntagsblatt v. 16.05.1999)
M08
Papst verurteilt Pädophilie von Priestern
Sekundär-Quelle: http://www.buerger-beobachten-kirchen.de/Missbrauch/missbrauch.html
Ausschnitt: "Vatikanstadt, 27. Juni (KNA): Papst Johannes Paul II.
hat sexuellen Mißbrauch von Jugendlichen durch Geistliche und Ordensleute
verurteilt. Vor irischen Bischöfen rief er am Samstag im Vatikan zur
Solidarität mit den Opfern auf und empfahl Gott die Opfer dieses "schrecklichen
Skandals". In den vergangenen Monaten waren in Irland verschiedene Fälle
publik geworden, bei denen Geistliche Schutzbefohlene Minderjährige
mißbraucht hatte. Zugleich rief Johannes Paul II. zum Gebet für
diejenigen auf, die schuldig geworden seien, damit sie ihre Tat bereuen
und um Vergebung bäten. (Aus FAZ v. 28.06.1999)"
M07 Kinderpornografie
Sekundär-Quelle: http://www.buerger-beobachten-kirchen.de/Missbrauch/missbrauch.html
Ausschnitt: "Ein katholischer Geistlicher ist in Österreich unter
dem Verdacht, einem Kinderpornografie- Ring anzugehören, verhaftet
worden. Der Religionslehrer sei auf frischer Tat ertappt worden, als er
gerade in einschlägigen Bereichen des Internets surfte. (Main-Post
v. 09.08.1999)"
M06
Deutscher Priester hat in Brasilien Kinder verkauft
Sekundär-Quelle: http://www.buerger-beobachten-kirchen.de/Missbrauch/missbrauch.html
Ausschnitt: "Rio de Janeiro (dpa): Ein deutscher Priester soll in Brasilien
Kinder mißbraucht und verkauft haben. Die Staatsanwaltschaft der
östlichen Provinzhauptstadt Salvador beantragte nach Medienberichten
die Wiederaufnahme des vor zwei Jahren wegen Abwesenheit des 76 Jahre alten
Angeklagten unterbrochenen Verfahrens. Dem Deutschen droht eine 14jährige
Haftstrafe. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den Mann - nach brasilianischen
Medienangaben ein früherer Nazi-Offizier - jahrelang seine Stellung
als Leiter eines Waisenheims in Salvador ausgenutzt zu haben. Als Chef
einer Mafia-Bande soll er Kinder sexuell mißbraucht, geschlagen und
ins Ausland verkauft haben. Er lebt seit Anfang der sechziger Jahre
in Brasilien. Seit drei Jahren hält er sich zur ärztlichen Behandlung
in Deutschland auf. (Aus SZ v. 26.08.1999)"
M05
Priester gesteht sexuelle Belästigung
Sekundär-Quelle: http://www.buerger-beobachten-kirchen.de/Missbrauch/missbrauch.html
Ausschnitt: "Wien (AP): Ein wegen des Besitzes von Kinderpornos angeklagter
österreichischer Priester hat gestanden, zwölf Jungen sexuell
belästigt zu haben, Der oberösterreichische Geistliche soll in
einem Gymnasium in Dachsberg (Bezirk Eferding), wo er als Religionslehrer
und Internatsleiter gearbeitet hat, im vergangenen Jahr die Schüler
im Alter von zehn bis zwölf Jahren unsittlich berührt haben,
wie die Nachrichtenagentur APA meldete, Die Polizei vermutet, daß
der Pater weitere Übergriffe auf die ihm anvertrauten Kinder begangen
haben könnte. (Aus Main-Echo v. 10.08.1999)"
M04 Porno-Verdacht
Sekundär-Quelle: http://www.buerger-beobachten-kirchen.de/Missbrauch/missbrauch.html
Ausschnitt: "Wegen Verdachts auf Verbreitung von Kinderpornos haben
Polizisten die Geschäftsräume des Bundes der katholischen Jugend
(BDKJ) in Magdeburg durchsucht. Nach Hinweisen aus Süddeutschland
wird ein Mitarbeiter des BDKJ verdächtigt, Kinderpornografie aus dem
Internet heruntergeladen zu haben. (MP v. 17.12.1999)"
M03
Warum besonders die Amtskirchen ?
Sekundär-Quelle: http://www.buerger-beobachten-kirchen.de/Missbrauch/missbrauch.html
Ausschnitt: "Warum kommt es gerade bei Repräsentanten der Amtskirchen
besonders häufig zu sexuellen Übergriffen auf Kinder oder Schutzbefohlene?
In dieser Rubrik wollen wir Sie ständig über Medienberichte zum
Thema "Mißbrauch durch Würdenträger" informieren. Auf diesem
Gebiet zeigen sich auf deutliche Art und Weise die Auswirkungen einer Kirchenlehre,
die zu äußeren Machtmitteln greift, um das "Personal" nach seiner
Fasson bestimmen zu können. Der zwanghafte Zölibat beschert vielen
Kindern und Jugendlichen traumatische Erlebnisse, die sie zum Teil ihr
ganzes Leben nicht mehr aufarbeiten können. Die angeführten Zeitungsausschnitte
stellen nur einen winzig kleinen Auszug aus den der Öffentlichkeit
bekannt gewordenen Verfehlungen der Institutionen Kirche dar. Bei der Auswahl
haben wir uns auf die aktuellsten Fälle beschränkt."
M02
Sexueller Missbrauch, Neurosen, Repressalien
Sekundär-Quelle: http://www.kirchenopfer.de/zeitung_3_2001/sexueller_missbrauch_neurosen.htm
Sexueller Missbrauch, Neurosen, Repressalien - Opfer der Kirche im
21. Jahrhundert: Katholische Priester und Bischöfe vergewaltigen Nonnen.
Leser dieser Zeitung berichten von körperlichen und seelischen Misshandlungen
in kirchlichen Erziehungseinrichtungen. Andere Opfer erleiden Repressalien
nach Klosteraustritt. Psychologen stellen fest, dass die Kirchenlehre schwere
seelische Störungen auslösen kann. Die Krankheit scheint im System
zu liegen.
Allgemein: Ein Mahnmal für die Millionen Opfer der Kirche
http://www.kirchenopfer.de/zeitung_3_2001/zeitung3_inhalt.htm
M01 Schadenersatz
in Boston
Sekundär-Quelle: http://www.etika.com/0/0i99801.htm
Auszug: Für den Mißbrauch von 50 früheren Schützlingen
durch den inzwischen pensionierten Priester John J. Geoghan muß das
Erzbistum von Boston (Massachusetts/USA) zwischen 2,5 und 10 Millionen
Dollar Schadenersatz zahlen. (4.6.98) Die Katholische Kirche von Dallas
(Texas) zahlt acht früheren Meßdienern 23,4 Millionen Dollar
(42,5 Millionen DM) Entschädigung für den Mißbrauch durch
den Geistlichen Rudolph Kos. US-Diözesen haben bisher etwa 800 Millionen
Dollar Entschädigung und Schmerzensgeld an die Familien sexuell mißbrauchter
Meßdiener gezahlt.(Pressemeldungen 13.7.1998) Weil der Priester Oliver
OGrady zwei Brüder jahrelang mißbraucht hat, muß die katholische
Kirche von Kalifornien 30 Millionen Dollar (rund 54 Millionen DM) an diese
zahlen. (Pressemeldungen 18.7.1998 dpa Stockton). Wer macht die Ausgabe
dieser Summe verhungernden christlichen Familien im Sudan oder in
Indien begreiflich? Wir nicht. Nach Schätzungen mancher Kirchenkenner
dürften insgesamt 2000 der 51.000 Priester in den USA in den vergangenen
20 Jahren des Mißbrauchs beschuldigt worden sein. (13.7.1998 dpa)
Unser humaner Vorschlag: Zum Schutz der Kinder Verbannung der Schuldigen
in Isolationszonen, wo sie die anderen Kinderschänder religiös
betreuen können. 0I9029. Siehe auch M20.
Medien Aufdeckungswelle
2010 (Auswahl) > youtube
videos zum Thema Sexueller Missbrauch Katholische Kirche.
Rundfunk und Fernsehen berichten vielfach und organisieren Diskussionenrunden.
Hier kann dahe rnur ein Teil erfasst werden. Nicht besonders erwähnt
werden die Nachrichtensendungen, in denen der Missbrauch Dauerthema ist.
-
Report Mainz ard 22.03.2010 Vorwürfe gegen Erzbischof Zollitsch.
Als Personalreferent des Erzbistums Freiburg soll er in den 90er Jahren
sexuelle Missbrauchsfälle vertuscht haben [Info]
-
Nachtcafe Sexueller Missbrauch swr 19.03.2010.
-
Panorama 18.03.2010 Kirche deckt Vertuscher.
-
ZAPP Das Medienmagazin Das Schweigekartell/ Warum jetzt? 17.03.2010.
-
Doku sexueller Missbrauch 3sat Extra Scobel 15.03.2010.
-
Diskussin sexueller Missbrauch 3sat Extra Scobel 15.03.2010.
-
Presseclub 14.03.2010 Sexueller Missbrauch.
-
Kulturzeit u.a. Missbrauch in der Odenwaldschule 10.03.2010.
-
ZDF-Reporter 11.03.2010 u.a. sexueller Missbrauch in der katholischen
Kirche.
-
Maybrit Illner 11.03.2010 Sexueller Missbrauch in der katholischen
Kirche.
-
Kontraste 11.03.2010 Missbrauch in der katholischen Kirche.
-
Denn sie wussten was sie tun. Doku 11.03.2010 Sexueller Missbrauch
in der katholischen Kirche (mit Opferzeugen)
-
Bürgerforum Bayern 10.03.2010 Sexueller Missbrauch in Kloster
Ettal.
-
Kontrovers 10.03.2010 u.a. sexueller Missbrauch in der katholischen
Kirche.
-
Markus Lanz 10.03.2010 Sexueller Missbrauch in der katholischen
Kirche (mit Opferzeugen).
-
Menschen bei Maischberger 09.03.2010 Sexueller Missbrauch.
-
Mona Lisa 07.03.2010 Schwere Vorwürfe gegen Nonnen. Opfer sexueller
Gewalt fordern Aufklärung.
-
Berlin direkt 05.03.2010 In Gottes Namen. Missbrauchsskandal in
der katholischen Kirche weitet sich aus
-
Frontal21 02.03.2010 "Das gesamte Spektrum an Missbrauch".
-
Hart aber fair 24.02.2010 Sexueller Missbrauch in der katholischen
Kirche (mit Opferzeugen).
-
Mona Lisa 21.2.2010 Warum Priester zu Tätern werden. Sexueller
Missbrauch in der Kirche.
-
Mona Lisa 21.02.2010 ML Mona Lisa. "Viele hungern nach Berührung".
Interview mit Prof. Dr. Rotraud Perner.
-
Heute 12.02.2010 Sexueller Missbrauch auch im Erzbistum Paderborn.
-
Heute 28.01.2010 Sexuelle Übergriffe an katholischem Elitegymnasium.
Berlin: Schulrektor erschüttert.
Medien:
Hintergrund- und Nebeninformation
-
Die freie Liebe in aspekte ard 19.03.2010
-
wissen aktuell: Die sexuelle Revolution (60er und 70er Jahre) 3sat
am 17.03.2010
-
Heute 09.03.2010 Hohe Dunkelziffer bei Missbrauchsfällen. 15.000 angezeigte
Taten pro Jahr in Deutschland.
Literatur (Auswahl) > Sexualität
Priester und Nonnen.
-
Der Spiegel (6/2010). Die Scheinheiligen - Die katholische Kirche und der
Sex. Jahrelang verdrängte die katholische Kirche unzählige Fälle
von sexuellem Missbrauch [Titelgeschichte] * Staat zahlt 442 Millionen
Euro für Kirchengehälter [Spiegel
8.6.10]
-
Fegert, Jörg M., Wolff Mechthild (2002, Hrsg.). Sexueller Missbrauch
durch Professionelle in Institutionen. Prävention und Intervention.
Ein Werkbuch. Münster: V?
-
Fortune Marie M. (1999). Is nothing Sacred? The story of a pastor, the
women he sexually abused, and the congregation he nearly destroyed. Ohio:
V?
-
Heyward Carter (1989). Touching our Strength. The Erotic as Power and the
Love of God. San Francisco: V?
-
Journal of religion & abuse, advocacy, pastoral care & prevention.
The Haworth Press Inc., Binghamton N.Y./USA
-
Schmideder Heidi (2002). Die Mädchen des Pfarrers. Sexueller Missbrauch
in der kirchlichen Jugendarbeit. Chronik einer Aufdeckung. München:
V?
-
Prof. Dr. Raúl Páramo Ortega: Die Sakralisierung und ihre
Nebeneffekte – Anmerkungen über die Macht des Christentums. Sonderdruck
aus Aufklärung und Kritik 18,2, 2011. [PDF]
Links (Auswahl: beachte)
> Querverweise
-
Eine
Chronik der Missbrauchsaufdeckung 2010.
-
Doku der Irland Fälle.
-
Chronik sexueller Missbrauchsfälle [Gottessuche]: , 2010,
2009,
2008,
2007,
2006,2005,
2004,
2003,
2002,
1993
bis 2001.
-
Google: Sexueller
Missbrauch Katholische Kirche.
-
SZ
4.7.6: Das Schweigen der Hirten.
-
Geschichtliches: Sexueller Missbrauchvon Kindern (Uni-Duisburg PDF)
-
WSWS (2.5.2):
Die Gründe für den verbreiteten sexuellen Missbrauch in der katholischen
Kirche.
-
Gottes-Suche.de.
-
Wikipedia.
Glossar,
Anmerkungen und Endnoten:
1) GIPT= General and Integrative
Psychotherapy,
internationale Bezeichnung für Allgemeine und Integrative Psychotherapie.
___
klare
direkte Sprache.
Sofern Persönlichkeiten
angegriffen werden, werden sie in ihrer
funktionalen Rolle oder
als Repräsentanten und nicht als individuelle Menschen
attackiert. Natürlich können z.B. CIA-Gangster oder Wirtschafstkriminelle
der Deutschland AG auch gute Menschen, Eltern, Freunde oder Nachbarn sein.
> GIPT-Manifest.
___
Zölibat. Geschichtliche und öökonomischer
Hintergrund: Das kirchliche Vermögen sollte nicht durch Vererbung
infolge Heirat und Kinder zerstreut sondern zusammengehalten werden. Geld
und Macht sind bedeutende Motive für die Kirchenmänner, was eine
geradezu irrwitzige jahrtausende alte Blutspur durch die Weltgeschichte
nach sich zog.
Liest man das Hohe Lied Salomos, Liebeslyrik
vom Feinsten (Kostprobe: Liebe das Wein Deiner Jugend, berausche Dich
an ihren Brüsten und taumle in ihrer Liebe), erkennt man, dass
zu den diesen frühen prophetischen Zeiten die Sinnenwelt, Lust, Sexualität,
Erotik und die sie umfassende Liebe in der Bibel noch in Ordnung war. Und
das galt im Prinzip auch noch das erste Jahrtausend nach Christus.
___
Querverweise
Standort: Materialien Sexueller Mißbrauch
in den Katholischen und anderen Kirchen.
*
-
PWK4-30: Wer
nicht wirklich lieben darf, kann auch nicht wirklich lieben und ist vielfach
in Gefahr.
-
Saustall Katholische Kirche: PWK
02-12 * PWK-02-16.
-
Sexualität
und Katholische Kirche.
-
Zum
Ausgleich: Staat zahlt 442 Millionen für Kirchengehälter.
-
Überblick: Zwischenmenschliche
Beziehungen, Liebe, Sex, Sexuelle Abweichungen und Störungen, Mißbrauch,
Psychopathologie, Sex- und Beziehungs- Kriminalität, Psychotraumatologie
und Viktimologie.
-
10 Fragen
zu Gott. Aus ethischer und vernünftiger Perspektive.
-
Verbrechen im Namen Christi.
Gottes Ebenbilder im Missionierungswahn und Kolonialismus.
-
Überblick und Kritik der
Metaphysik, Religion, Sekten, Ideologie und Weltanschauung.
-
Auserwählt
im Names Jahwes, Gottes und Allahs.
-
Haiti 1542. Der Völkermord
an den Indianern im Namen des Herrn: Unermeßlicher christlicher
Haß, Blutrausch und Gier am Beispiel der spanischen "Ebenbilder Gottes".
-
Ist Gott Amerikaner? Eine ethnologische
Untersuchung der missionarischen Arbeit des "Summer Institutes of Linguistics".
Ein Buchhinweis. Mit einem Entwurf für ein Missionierungs- Völkerrechtsgesetz.
-
Überblick Programm Politische Psychologie
in der IP-GIPT.
*
*
Dienstleistungs-Info.
*
Zitierung
Sponsel, Rudolf (DAS).
Materialien
Sexueller Mißbrauch in den Katholischen und anderen Kirchen.
IP-GIPT. Erlangen: http://www.sgipt.org/politpsy/krimi/kirche/sexmiskk.htm
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Ende_Sex.
Mißbrauch Kath. Kirchen u.a._Service_
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___Wichtige
Hinweise zu Links und Empfehlungen
korrigiert:
Änderungen - wird gelegentlich
(unregelmäßig) überarbeitet und ergänzt
11.03.13 M41.1
Untersuchung zu Missbrauch im Kloster Ettal 150 Seiten voll harter Wahrheit.
17.02.13 M78
Historischer sexueller Missbrauch.
13.01.13 Situation
2013 und Anfang 2013.
23.04.12
M75 Bistümer wehren sich gegen Aufarbeitung des Missbrauchsskandals
durch das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen.
14.01.12 M74
Prozess in Braunschweig. Pfarrer gesteht hundertfachen sexuellen Missbrauch.
18.12.11 M73
Missbrauch entsetzt Niederländer Studie: Kirche verschwieg das Thema
jahrzehntelang.
10.09.11 Themenwoche
in 3sat vom 4.9. - 10.9.11.
23.07.11 M72,
M71.
28.01.11 M69 JesuitenOpfer wütend
über geringe Entschädigung.
20.12.10 Abschlußbericht Odenwaldschule
[M43]
21.06.10 M64:
Der Fall Mixa.
01.04.10 M62:
"Ich bringe den Papst vor Gericht.".
30.03.10 Der
Fisch stinkt vom Kopf her. * M61
Trier.
24.03.10 Links Doku
der Irlandfälle.
22.03.10 Eindrücke
zum und M60: Hirtenbrief
des Papstes.
21.03.10 Ergänzungen, Medienaufdeckungswelle
2010.
12.03.10 Ergänzungen.
06.03.10 Eindrücke
2010-03 zur Entwicklung.
06.09.06 M36,
Links.